Der RuhrtalRadweg ist eine vom ADFC ausgezeichnete „4-Sterne Qualitätsradroute“, die Natur und Kultur verbindet und zum Entdecken des Ruhrgebiets einlädt. Er gehört zu den schönsten Flussradwegen Deutschlands! Kein anderer Fluss in Deutschland verbindet (Industrie-)Kultur und Natur auf so engem Raum wie der RuhrtalRadweg. Auf etwa 230 Kilometern Länge folgt er dem Flusslauf vom Hochsauerland und erreicht etwa auf der Hälfte der Strecke das Ruhrgebiet.
Die Ruhr: Lebensader des Ruhrgebiets
Sie verlieh dem größten Ballungsgebiet der Bundesrepublik ihren Namen: Die Ruhr. Das Ruhrtal erstreckt sich von der Rheinmündung in Duisburg bis hin zur Quelle in Winterberg. Das absolute Highlight auf dem Ruhrtalradweg ist die Verbindung der Mittelgebirgslandschaft und des industriellen Ruhrgebiets.
Der 240 Kilometer lange RuhrtalRadweg folgt der Ruhr von der Quelle im Sauerland bis zu ihrer Mündung in den Rhein in Duisburg. Mit dem Fahrrad von Winterberg nach Duisburg. Friedlich und fast unscheinbar entspringt die Ruhr bei Winterberg. Nimmst du den RuhrtalRadweg unter die Räder, folgst du ihrem Verlauf bis zur Mündung in den Rhein. Du radelst durch ein Gebiet, in dem Industriekultur und Natur so nah und harmonisch verbunden sind wie kaum irgendwo anders.
Der RuhrtalRadweg bietet auf einer Länge von knapp 240 Kilometern eine wunderschöne und abwechslungsreiche Strecke. Eine übersichtliche Beschilderung führt dich von Ort zu Ort.
Zwischen drei und fünf Tagen dauert die Radtour entlang der Ruhr. Entlang der Strecke befinden sich viele Sehenswürdigkeiten, so dass sich zahlreiche Möglichkeiten bieten, die Radtour mit Besuchen von Museen, Industriekultur, Schlössern, Musicals oder Shopping zu verbinden.
Auen, Felder und Weiden wechseln sich ab mit historischen Stadtkernen. Man entdeckt historische Zechengelände und Industrieflächen, passiert aber auch die sechs großen Stauseen. Immer wieder führt der Weg ans Wasser, das an vielen Stellen zum Greifen nah ist.
Etappen des RuhrtalRadwegs
Von Winterberg aus radelst du an der immer breiter werdenden Ruhr entlang, wobei die erste Etappe die sportlichste ist. Insgesamt liegen 23 Orte entlang des Weges.
Tag 1: Anreise in Winterberg
Die Kleinstadt im Hochsauerland lockt Wintersportfreunde aus ganz Deutschland an.
Tag 2: Von Winterberg nach Bestwig
Zu Beginn der Reise plätschert die junge Ruhr durch enge Täler. Noch wild und ungestüm, bahnt sie sich ihren Weg in das Rosendorf Assinghausen. 150 verschiedene Rosenspezies gedeihen im Ortskern. Alsdann führt die 35 Kilometer lange Etappe nach Bestwig. Dort meint das Erzbergwerk Ramsbeck den stimmungsvollen Abschluss eines erlebnisreichen Tages.
Tag 3: Von Bestwig nach Arnsberg
Radreisende sollten sich Zeit nehmen und links und rechts des heute 35 Kilometer langen Weges eindrucksvolle Panoramen genießen. Die Ruhr, mittlerweile breit und behäbig, schlängelt sich auf Arnsberg zu. Während sie dies tut, kommt der Ruhrradweg an einsamen Seen, märchenhaften Wäldern und satten Wiesen vorbei. In den Dörfern erlebt man Fachwerkromantik pur.
Über "Meschede" führt der Ruhrtalradweg weiter entlang dem Fluss nach "Arnsberg" mit der sehenswerten mittelalterlichen Altstadt und Schlossruine.
Nach zwei Schleifen der Ruhr radeln Sie im historisch interessanten "Arnsberg" ein, das mit seiner aussergewöhlich schönen Innenstadt schon was zeigen kann.
Diese Etappe beginnt im historisch interessanten "Arnsberg". Die Ruhr ist von hohen Randbergen umgeben, der Fluss selbst noch klein. Auf sehr schön ausgebauten Radwegen erreichen Sie die Leuchtenstadt "Neheim" und radeln dann links der Ruhr weiter nach "Wickede".
Tag 4: Von Arnsberg nach Schwerte
Die Ruhr verlässt ihre hügelige Kinderstube und bahnt sich ihr Flussbett nun in tiefere Gefilde. Grüne Äcker und gelbleuchtende Rapsfelder gleiten vorüber und ziehen sich bis zum Horizont hin. Über Fröndenberg und Iserlohn geht es auf einer 40 Kilometer langen, stimmungsvollen Strecke nach Schwerte.
Über "Wickede" erreichen Sie entlang der renaturierten Ruhr die Stadt "Fröndenberg" mit dem Kettenmuseum.
Der Radweg bleibt im Tal, dann erklimmt ein Abstecher nach Unna einen Ausläufer des Haargebirges (50 Höhenmeter) und Sie erreichen den historisch bedeutenden Ort "Opherdicke" mit romanischer Kirche und "Wasserschloss". Der Radweg erreicht wieder "Opherdicke" und entlang der Ruhr radeln Sie weiter nach "Schwerte". Auch hier gibt es Historisches anzuschauen.
Schwerte trumpft auf mit einer Senfmühle und hübschen Fachwerkhäusern.
Tag 5: Von Schwerte nach Witten
Anderntags mäandert der Radweg weiter durch die Soester Börde, tangiert die Ufer des Hengstey- und Harkortsees und gibt den Blick frei auf die dunklen Wälder des Ardeygebirges. Am Horizont taucht die Hohensyburg auf. Die markante Ruine umgibt eine mittelalterliche, beinahe mystische Aura und wirkt auf ihren Betrachter noch immer uneinnehmbar. Mächtige Steilhänge zeugen von der unbändigen Kraft der Ruhr, die sich seit Jahrmillionen in die Täler eingeschnitten hat.
Bei der "Hennemündung" erreichen Sie die Stauseen der Ruhr.
Tag 6: Von Witten nach Essen
Ein Besuch in der Zeche Nachtigall gehört zum radfahrerischen Pflichtprogramm der 65-Kilometer-Etappe. Sie gilt als Keimzelle des gesamten Ruhrgebiets. Anschließend setzt man mit der Fähre hinüber zur Burgruine Hardenstein und erreicht damit den Kemnader See. Weiter stromabwärts, sieht man die Villa Hügel der Familie Krupp vor der Lenkstange auftauchen.
Nach dem Ort "Bommern" passieren Sie mehrere stillgelegte Kohlezechen. Die Stadt "Hattingen" begeistert durch seine mittelalterliche Altstadt.
In Hattingen gibt es kleine Ruhrwasserfälle zu bestaunen.
Sie startet im geschichtsträchtigen "Werden".
Tag 7: Von Essen nach Duisburg
Bevor man an der Ruhrmündung zusieht, wie der Fluss sich in den mächtigen Rhein ergießt, lohnt ein Halt am Aquarius-Wassermuseum in Mülheim. Ein gläserner Aufzug fährt innerhalb der Ausstellungsfläche durch ein 500.000-Liter-Bassin.
Über den Ort "Mintard" erreichen Sie ein einen breiteren Talgrund und sind schon am Stadtrand von "Mülheim". "Schloss Broich" ist nun ein kulturelles Highlight, das schon aus dem 9. Die letzten Kilometer bis zum Hafen in Duisburg sind landschaftlich geprägt.
Auf der letzten Etappe kannst du das mittelalterliche Schloss Broich sowie den Wasserturm Aquarius besichtigen.
Sie radeln durch sehenswerte Städte wie "Schwerte", "Herdecke", "Wetter", "Hattingen" und "Mülheim".
In "Duisburg" mündet die "Ruhr" in den "Rhein" und die "Kohlenpottmetropole" bietet auch einiges mehr zu sehen als den Hafen.
Tag 8: Abreise aus Duisburg
Wer noch ein wenig Zeit hat, sollte die Sehenswürdigkeiten Duisburgs kennenlernen.
Weitere Informationen zum RuhrtalRadweg
Die Erreichbarkeit des RuhrtalRadwegs ist einfach für Radfahrende: Sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn sind Start und Ziel gut zu erreichen. Durchweg ist der Weg gut beschildert. Für alle Radler:innen, die nicht so gerne selber ihren Urlaub organisieren möchten, bietet die Ruhr Tourismus GmbH attraktive RuhrtalRadweg-Reiseangebote, die auch direkt online gebucht werden können.
Grüne Wege durch unberührte Natur wechseln sich ab mit Stadtambiente, mit kulturellen Erlebnismöglichkeiten wie Museen, Industriedenkmälern, historischen Bauten und Musicals. Zwischen Witten und Duisburg informieren zudem zehn Gesundheitsstationen zum Thema Wohlbefinden.
Das faszinierende am "Ruhrtalradweg" ist die Naturnähe. Man sieht extrem wenig Industriebauten sondern fährt durch schöne, fast unversehrt wirkende Landschaften. Von typischen "Ruhrpott" gibt es keine Spur mehr.
Das "Ruhrgebiet" wird in schönen Auen und auf ruhigen Radwegen durchradelt. Entgegen den Vorurteilen findet man keine Spur von "verkohlten" Industriegebieten mehr.
Aktueller Hinweis (Stand November 2024): Durch Bauarbeiten entlang der Bahnstrecke zwischen Dortmund und Winterberg kommt es zu Streckensperrungen und Schienenersatzverkehr. Dies solltest du bei deiner Anreise zur Ruhrtal-Radtour mit einplanen.
Beschilderung und Routenführung
Durchweg ist der Weg gut beschildert. Der RuhrtalRadweg ist durchgehend gut beschildert mit dem bekannten mehrfarbigen Piktogramm. Zusätzlich geben die Schilder des Radverkehrsnetzes eine Orientierung und Entfernungsangabe zu den nächsten Stadtetappen. Für die Routenführung und den späteren Ausbau bemühte man sich, von befahrenen Straßen Abstand zu nehmen. Meistens läuft die Tour auf Nebenwegen oder eigenen Radwegen, die zum Teil straßenbegleitend sind. Einzelne Gefahrenpunkte an Kreuzungen lassen sich nicht vermeiden, sind aber meist gut ausgeschildert und geregelt. Immer wieder sorgen Informationstafeln für einen Überblick über die Orte, in denen man sich befindet. Regelmäßig gibt es Rastmöglichkeiten am Wegesrand.
Anreise und Transport
Auf gesamter Länge ist der RuhrtalRadweg an vielen Orten sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.
Hinweise zu geänderter Routenführung am Ende des RuhrtalRadwegs in Duisburg
Zwei langfristige Sperrungen des ursprünglichen Verlaufs des RuhrtalRadwegs an der Karl-Lehr-Brücke (Punkt 1) und am Ruhrwehr (Punkt 2) erfordern eine derzeit alternative Routenführung bis in den Duisburger Innenhafen (Punkt 3). Bitte wählt den (mit Logo ausgeschilderten) GRÜNEN Verlauf (ab Punkt 4) und fahrt bei Bedarf ab dem Innenhafen die (NICHT mit Logo ausgeschilderte) BLAUEN Routen weiter zur Rheinorange (Punkt 5).
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