Der Rhön-Sinntal-Radweg ist ein 118 km langer Radweg, der von Gemünden am Main nach Mellrichstadt verläuft. Vom am Main gelegenen Gemünden führt der Radweg durch Sinntal und steigt dann hoch in den Ort Wildflecken. Heraus aus dem Sinntal und hinein ins Streutal führt der Weg zum Endpunkt Mellrichstadt. Die Route verläuft hauptsächlich auf asphaltierten Wegen und Nebenstraßen. Steigungen erwarten sie von Bad Brückenau nach Wildflecken, von Unterwissenbrunn nach Weisbach und von Hausen nach Rüdenschwinden.
Der Radwanderweg verläuft im landschaftlich schönen Sinntal hinauf bis nach Wildflecken. Hier verlässt man den Talraum und fährt durch die Ausläufer der Rhön bis nach Fladungen. Naturgenießer entdecken auf dem Rhön-Sinn-Radweg eines der wenigen, weitgehend naturbelassenen Flusstäler in Deutschland.
In der fränkischen Drei-Flüsse-Stadt Gemünden vereinen sich Sinn und Fränkische Saale, bevor sie dem Main zufließen. Die historische Altstadt mit ihren Bauten im roten Buntsandstein, ihrer netten Einkaufspassage und der Burgruine Scherenburg ist genauso sehenswert wie das Huttenschloss, in dem sich das Fremdenverkehrsamt befindet. Von der Altstadt radeln wir zum Parkplatz "Lindenwiese" und in Richtung Campingplatz. Wir queren die Saale und folgen den Beschilderungen des Sinntalradweges am Lauf der Sinn flussaufwärts. Das Sinntal gehört zu den wenigen naturnahen Flusstälern Deutschlands. Diverse Schautafeln werden uns auf Besonderheiten im Sinngrund hinweisen. Wir passieren die Anglerseen und die Wiesen in denen die stark gefährdeten Schachblumen im April und Anfang Mai blühen.
Wir radeln ein Stück parallel zur Eisenbahnstrecke, dann unter dieser hindurch nach Schaippach (1). Wir queren die alte Brücke mit dem Brückenheiligen und biegen gleich rechts ab. Immer parallel zur Bahnlinie fahren wir durch das Tal in Richtung Rieneck. Wir queren die Bahnlinie und kurz darauf die Sinn, um über die "Untere Jägerwiese" an den Sportplätzen vorbeizuradeln. Es empfiehlt sich ein Abstecher in das Städtchen Rieneck. In einigen Bauwerken ist die über 1200-jährige Geschichte der Stadt lebendig geblieben: in alten Fachwerkhäusern, dem Rathaus und dem Historischem Haus (2). Hier bauten die Grafen von Rieneck im Jahr 1170 eine Burg und begründeten damit ihren Stammsitz. Die angeschlossene romanische Kapelle ist in ihrer Bauweise einzigartig. Von der Höhe ergeben sich reizvolle Ausblicke in den Sinngrund und auf die bewaldeten Hänge. Dann kehren wir zurück zum Abzweig vom Radweg und fahren durch das breite, ebene Tal mit Blick auf die Burg. Der Weg folgt der linken Uferseite der Sinn. Hinter einer Kurve fahren wir ein kurzes Stück parallel zur Landstraße, um dann wieder neben Sinn und Bahnlinie zu radeln.
Schließlich führt uns eine Rechtskurve bergauf, über die Bahnlinie hinweg und wieder nach links in nördliche Richtung. Die Fahrt verläuft zwischen Obstbäumen hindurch in die größte Gemeinde im Sinngrund, nach Burgsinn. Wir passieren das Freibad (3) und erreichen am Rathaus an der Brücke über die Aura den Kern des Marktes mit dem netten Eiscafé. Wir folgen der Hauptstraße in Richtung Mittelsinn, umrunden die Parkanlage mit der alten Wasserburg (4) und biegen in die Poststraße ein. Hier queren wir wieder die Sinn und richten uns nach den Radwegschildern. Der Weg verläuft parallel zur Bahnstrecke bis nach Mittelsinn. Der 1275 gegründete Ort konnte bis in die Gegenwart seine traditionelle bäuerliche Ortsstruktur erhalten. Sehenswert ist die Pfarrkirche St. Jacobus (5), deren Bausubstanz teilweise aus dem 14. Jh. stammt. Hinter Obersinn führt der Radweg über Dickenmühle und durch ein Waldgebiet mit der idyllisch mäandrierenden Sinn. Queren wir die Brücke, finden wir einen kleinen, netten Kramladen und einen Landgasthof.
Wir radeln auf der linken Flussseite weiter in Richtung Bad Brückenau, gelangen am Sportplatz vorbei und biegen am Waldrand rechts ab. Das Teilstück nach Jossa ist besonders schön. Wir fahren auf einem Kiesweg auf und ab durch einen Wald mit hohen Bäumen und oberhalb der Sinn. Dann öffnet sich uns der Blick auf ein altes Eisenbahnviadukt und die moderne ICE-Strecke. Unter der Brücke geht es hindurch und wieder auf Asphalt am idyllischen Flussufer an den Dittenbrunner Höfen vorbei. Wir radeln weiter, bis links unsere Route in das Naturschutzgebiet der Altenauer Seewiesen (6) abzweigt. Der Abschnitt durch die Auenlandschaft ist ein Genuss. Über eine Holzbrücke queren wir die Sinn, fahren unter dem Eisenbahnviadukt hindurch und gelangen auf den wunderschönen Wiesengrund von Jossa. Diesen umfahren wir auf der Spessartstraße mit seinen hübschen Häusern und weiter auf der Würzburger Straße. Am Bahnhof von Jossa beenden wir unsere Tour.
Das Sinntal ist mit seinen idyllischen Uferlandschaften und den seltenen Schachblumenwiesen ein beeindruckendes Naturschauspiel und dient als Kulisse dieser Tour ins Hessische. Als Zugabe gibt es die malerische Altstadt von Gemünden und zahlreiche Burgen und Schlösser. Die Radtour beginnt man am besten am Bahnhof von Gemünden. Von hier aus führt der Weg in die Altstadt - auch ein Abstecher zur Scherenburg oder in den Ronkarzgarten bietet sich an, bevor es auf die Strecke geht. Die führt dann gleich nach der Stadt durch herrliche Sinnwiesenlandschaften bis nach Rieneck. Die alte Stadt, die einst Zentrum einer mächtigen Grafschaft war, punktet mit einem Fachwerkrathaus, einer klassizistischen Kirche und vor allem mit der um das Jahr 1170 erbauten Burg. Weiter geht es - teilweise durch das Naturschutzgebiet Sinngrund - bis nach Burgsinn. Das Städtchen kann sich mit gleich drei Schlössern und Burgen rühmen. An der wunderschön in einem Park gelegenen Wasserburg aus dem 12. Jh. führt die Strecke direkt vorbei. Durch die Sinnwiesen, begleitet von dem mäandernden Fluss und immer wieder wunderbaren Blicken auf die Berge des Spessarts und der Rhön radelt man bis zur Bayerisch-Hessischen Grenze.
Entlang des Naturschutzgebiets Sinnwiesen erreicht man die Ausläufer von Altengronau. Biegt man hier in den Ort ab, bestünde eine Verbindung zum Weg "Perlen der Jossa" in Jossa. Über diesen Kulturweg „Perlen der Jossa“ und weiter über Frammersbach und Partenstein kann man zurück an den Main nach Lohr und weiter nach Gemünden fahren und so die Runde komplett machen. Ab Jossa wären hier noch ca. 70 km zu bewältigen. Sie haben die Möglichkeit von hier bequem mit dem Zug nach Gemünden zurückzufahren oder den kompletten Sinntal-Radweg bis nach Mellrichstadt weiterzufahren.
Rhönexpress Bahn-Radweg
Der Rhönexpress Bahn-Radweg ist ganz neu seit 2019 fertiggestellt und ein besonderes Erlebnis. Die ca. 26 km lange Strecke verläuft von der hessischen Grenze bei Zeitlofs bis zum Markt Wildflecken auf der ehemaligen Trasse einer Eisenbahnstrecke. Ein Projekt der BRÜCKENAUER RHÖNALLIANZ. Im, mit europäischen LEADER-Mitteln geförderten Projekt „Inszenierung Bahngeschichte“, erfolgte die Herausarbeitung von Alleinstellungsmerkmalen aus der Bahngeschichte.
Im Umfeld des Bahn-Radweges wurde so eine erlebnisreiche Inszenierung mit Kunstobjekten und Installationen entlang der Strecke geschaffen. Das sorgt für zahlreiche Fotomotive und bleibende Erinnerungen. Kurz vor Wildlfecken, direkt an einer Straßenquerung wartet ein musikalisches Erlebnis. Von einem, der historisch gestalteten Bahnübergangshäuschen grüßt Elvis. Die Trasse wird zum Radweg! Dadurch ist eine gleichmäßige und sehr moderate Steigung über den gesamten Streckenverlauf gewährleistet. Das macht den Bahn-Radweg auch zum idealen Ziel für Familienausflüge. Und für Touren-Radler ist der Abschnitt Teil des Weges „Vom Main zur Rhön“ und damit an ein umfangreiches Fernwegenetz angeschlossen.
Nach der vollständigen Eröffnung im Frühjahr 2019 wurde der Themenweg gestaltet und ausgebaut. Dieser soll die bahnhistorische Vergangenheit dokumentieren und durch räumliche Gestaltung den Weg noch attraktiver machen. Der Rhönexpress Bahn-Radweg verspricht besondere Erlebnisse im malerischen Sinntal. Man muss kein begeisterter Radfahrer sein, damit die Stunden dort wie im Fluge vergehen. Die Strecke und die Attraktionen in unmittelbarer Nähe bieten alles für einen erlebnisreichen Tagestrip. Von Zeitlofs und der Hessisch-Bayerischen Grenze aus schlängelt sich der Rhönexpress etwa 26 Kilometer lang auf einer längst stillgelegten Bahnstrecke über Bad Brückenau bis nach Wildflecken. Dabei wird die wunderschöne Natur des Biosphärenreservates Rhön durchfahren. Auch wenn das nach anstrengenden Bergen klingt: Jeder kann die Strecke einfach bewältigen.
Es bleibt Ihnen genug Kraft, um die Highlights auf und abseits des Rhönexpress Bahn-Radweges zu genießen und zu bestaunen. Verbinden Sie einen Ausflug mit den Attraktionen rund um die Strecke. Wie wäre es, z.B. Nach der vollständigen Eröffnung im Frühjahr 2019 ist in der Folge der Ausbau und die Gestaltung eines Themenweges geplant. Dieser soll die bahnhistorische Vergangenheit dokumentieren und durch räumliche Gestaltung den Weg noch attraktiver machen. Verbinden Sie einen Ausflug mit den Attraktionen rund um die Strecke. Wie wäre es, z.B.
Sehenswürdigkeiten entlang des Rhönexpress Bahn-Radwegs
Bereits wenige Kilometer nach dem Start in Zeitlofs wartet ein historisches Bauwerk. Unscheinbar verbirgt es sich in der Nähe von Rupboden zwischen zwei aufgeschütteten Hügeln. Sie ist Teil der Strecke 46. Einem Abschnitt des nie fertiggestellten Reichsautobahnprojekts der Nationalsozialisten. Am alten Bahnhof in Rupboden ist ein historischer Schienenbus zu sehen. Von Rupboden aus geht die Fahrt auf dem Rhönexpress Bahn-Radweg weiter in Richtung Staatsbad Bad Brückenau. Es liegt knapp 500 Meter abseits der Strecke. Im Museum heißt es: Augen auf und staunen. Was Sie dort auf zwei Etagen in 18 Räumen sehen können, ist die umfangreichste und qualitativ hochwertigste Sammlung Deutschlands zu über 200 Jahren Fahrradgeschichte. Das älteste Fahrzeug des Museums ist eine originale Laufmaschine aus dem Jahr 1820, gefolgt von Tretkurbelrädern, imposanten Hochrädern und Sicherheitsniederrädern bis in die heutige Zeit. Im Außenbereich gibt es Geschicklichkeits- und Spaßräder zum Ausprobieren für Klein und Groß.
Das Museum liegt in der königlichen Umgebung des Schlossparks des Staatsbades Bad Brückenau. Das eindrucksvolle Ensemble mit seinen historischen Gebäuden, wie z.B. dem König-Ludwig-Saal ist unbedingt einen Besuch wert. Wer mag kann von hier aus auch noch einen kurzen Abstecher zur Biberplattform unternehmen. Umgeben von herrlicher Natur, im malerischen Tal der Sinn liegt die kleine, charmante Stadt Bad Brückenau. Hier im Herzen Deutschlands, im Norden Bayerns, hat sich über Jahrhunderte eine ganz besondere Gastfreundschaft entwickelt. Sie finden die Tourist-Info zurzeit in der Georgi-Kurhalle (Ernst-Putz-Straße 11), im Georgi-Kurpark. Vor Ort sind wir Ihre persönlichen Ansprechpartner in allen Fragen des Aufenthaltes und der Freizeitgestaltung. Wir geben unser Bestes, um Ihren Aufenthalt mit Beratung, Tipps und Informationen noch schöner zu gestalten. Hier finden Sie über 30 verschiedene Übungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade in bis zu 14 Metern Höhe. Der Hochseilgarten ist für Gruppen ab 8 Personen buchbar. Die Hochseilgartentrainings werden speziell auf Ihre Wünsche hin konzipiert. Ein einzigartiges Ausflugsziel in der Rhön.
Über einen ca. Unser Ausflug auf dem Rhönexpress Bahn-Radweg neigt sich so langsam dem Ende zu. Gut 20 Kilometer auf und zusätzlich ein paar abseits der Strecke haben wir zurückgelegt und befinden uns nun in Oberbach. Eine interaktive Ausstellung informiert Sie über das UNESCO Biosphärenreservat Rhön und das Naturschutzgebiet Schwarze Berge. Im Café wartet eine Rhöner Brotzeit auf Sie. Von dort haben Sie einen tollen Blick auf Teile des Dammersfelds. Und im Regionalwarenladen können Sie sich mit allerlei lokalen Produkten eindecken. 2020 ist in Wildflecken die neue PumpBASE in Wildflecken eröffnet worden. Fast 6 Jahre hat es gedauert, bis das Mammutprojekt abgeschlossen werden konnte. Dafür müssen Sie aber noch ein paar Zusatz-Kilometer steil den Berg hinauf zurücklegen. Östlich von Wildflecken befinden sich der Berg und das Kloster Kreuzberg.
Streckenübersicht
Altengronau - Zeitlofs - Wernarz - Bad Brückenau - Wildflecken - Bischofsheim a. d. Rhön - Oberelsbach - Sondheim v. d. Rhön - Fladungen - Nordheim v. d.
- Gesamtlänge: 116 km
- Verlauf: Gemünden - Schaippach - Rieneck - Burgsinn - Mittelsinn - Obersinn - Jossa - Altengronau - Zeitlofs - Wernarz - Bad Brückenau - Wildflecken - Bischofsheim a. d. Rhön - Oberelsbach - Sondheim v. d. Rhön - Fladungen - Nordheim v. d.
Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt erhoben. Informieren Sie sich vor Beginn der Tour über die Wetterverhältnisse. Die Daten dürfen zum privaten Gebrauch verwendet und weitergegeben werden.
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