Die britische Fahrradmarke Ribble erfreut sich wachsender Beliebtheit, insbesondere aufgrund ihres attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnisses. Seit 2018 ist Ribble auch auf dem deutschen Markt aktiv. Das Ribble-Logo ist auf deutschen Straßen und Schotterwegen noch relativ selten zu sehen. Vielleicht ändert sich das ja nach unserem Gravelbike Test…
Ribble CGR 725 Gravelbike im Test
Gravelbikes gibt es aus verschiedenen Materialien. Neben Aluminium, Carbon und Titan ist allerdings das mit dem meisten Charme. Das Ribble CGR 725 ist nicht nur aus irgendeinem Stahl gefertigt, sondern aus 725er Reynolds Stahl. Der Direktversender aus Großbritannien namens Ribble hat mit dem CGR 725 für um die 1.800 Euro (je nach Ausstattung) damit ein ziemlich schickes und preisgünstiges Stahlbike im Angebot. Wir haben uns eins bestellt und einen großen Gravelbike Test damit gewagt. 725 steht für die Stahllegierung von Reynolds.
Ausstattung des Ribble CGR 725
Die Ausstattung des Ribble CGR 725 lässt sich ziemlich einfach mit vier Komponenten zusammenfassen:
- Der Ribble CGR 725 Stahlrahmen mit Carbongabel
- Eine komplette SRAM APEX Schalt- und Bremsgruppe
- Anbauteile (Sattelstütze, Vorbau) mit eigenem Label (LEVEL)
- Ein Mavic Allroad Disc Laufradsatz
Sattel und Lenker können aus dem Katalog frei gewählt werden. Daneben können auch weitere Parts (wie Laufradsatz und Schaltgruppe) im Webshop selbstständig zusammengestellt werden. Unsere Messung mit der Kofferwaage ergibt ein Gewicht von 11,80 Kilogramm mit der oben genannten Ausstattung, ohne Pedale und Flaschenhalter. Die angebotenen Teile wechseln übrigens hin und wieder.
Level-Produkte sind offensichtlich die Eigenmarke von Ribble. Es gibt meistens drei verschieden „Level“ zur Auswahl, zwei Alu einmal Carbon.
Die SRAM APEX Schaltgruppe, die in unserem Gravelbike Test zum Einsatz kam, ist solide und knackig.
Ribble CGR 725 Ausstattung im Überblick
Hier ist eine detaillierte Übersicht der Ausstattung des Ribble CGR 725:
| Komponente | Details | Preis |
|---|---|---|
| Rahmen | 725er Reynolds Stahl | 1.800 Euro |
| Gabel | Carbon Disc Gabel | |
| Steuersatz | 42-52 mm konisch - Level | |
| Vorbau | Level 2 6061 Aluminium | |
| Lenker | DEDA Zero RHM 01 38 cm | |
| Schaltwerk | SRAM APEX 1 Rear Mech / 11-Gang / Long Cage | |
| Schaltgriff | Sram APEX | |
| Bremsgriffe | Sram APEX DISC | |
| Bremsen | Sram APEX DISC, Center Lock, 160 mm | |
| Sattel | fi’zi:k Luce | |
| Sattelstütze | Level 3 Carbon 27,2 mm Durchmesser, Länge 350 mm | |
| Laufräder | Mavic Allroad Disc 700c | |
| Kurbeln | SRAM APEX 1 / 170 mm / 42 Zähne | |
| Kassette | SRAM PG1130 Kassette / 11-42 Zähne | |
| Kette | SRAM PC1110 / 11-Gang | |
| Reifen | Schwalbe G-ONE Allround |
Geometrie des Ribble CGR 725
Die Geometrie des Ribble CGR 725 bietet eine gute Mischung aus sportlichem und komfortablem Fahrgefühl. Hier die Details:
| Größe | XS | S | M | L | XL |
|---|---|---|---|---|---|
| Sitzrohr (cm) | 47,0 | 51,0 | 53,0 | 55,0 | 58,0 |
| Oberrohr (cm) | 52,5 | 54,5 | 55,5 | 57,0 | 59,0 |
| Steuerrohr (cm) | 12,0 | 14,0 | 16,0 | 18,0 | 20,0 |
| Lenkwinkel (Grad) | 72,0 | 72,0 | 72,0 | 72,0 | 72,0 |
| Sitzwinkel (Grad) | 73,5 | 73,5 | 73,5 | 73,5 | 73,5 |
| Kettenstrebenlänge (cm) | 43,5 | 43,5 | 43,5 | 43,5 | 43,5 |
| Tretlager Überhöhung (cm) | 6,9 | 6,9 | 6,9 | 6,9 | 6,9 |
| Radstand (cm) | 99,50 | 100,11 | 102,68 | 104,18 | 106,2 |
| Stack (cm) | 53,56 | 55,45 | 57,38 | 59,36 | 61,2 |
| Reach (cm) | 36,6 | 38,0 | 38,5 | 39,4 | 40,9 |
Erster Eindruck und Fahreigenschaften
Nach dem Aufbau ist vor der Testfahrt. Der erste Eindruck des Ribble CGR 725 Gravelbike war wirklich sensationell. Der Rahmen mit der dunkelblauen Lackierung (irgendwo zwischen Matt und Metallic) und den eher bronze-, fast ein wenig orangefarbenen Zierelementen und Ribble-Schriftzug, sind einfach eine Augenweide. Der Rahmen hat einfache runde Formen, wie man es von einem Stahl-Gravelbike erwartet. Die Carbongabel wirkt äußerst stabil und hochwertig. Die Schaltung ist fast optimal eingestellt und die Bremsen funktionieren tadellos. Lediglich das Ende des Hinterbaus, im Bereich um das Schaltauge, wirkt irgendwie nicht so filigran und ist eher pragmatisch gehalten.
Nun geht es aber wirklich los mit dem Ribble CGR 725. Wie die Geometriedaten schon erkennen lassen, bietet das Gravelbike von Ribble eine gute Mischung aus sportlichem, aber auch sehr komfortablem Fahrgefühl. Im Prinzip eignet es sich vor allem für entspannte Touren über verschiedene Untergründe. Durch die vielen Ösen am Rahmen ist es auch ideal als Pendlerrad oder zum Bikepacking geeignet. Für rasante Gravel-Rennen und technische Trails kann es mit der nötigen Beinkraft und genügend Downhill-Erfahrung auch genutzt werden.
Nach dem positiven ersten Eindruck kommt beim Raustragen der erste Stimmungsdämpfer. Das Ribble CGR 725 ist absolut kein Leichtgewicht. Das haben wohl viele Stahl-Gravelbikes gemeinsam, aber wir hatten uns doch ein wenig mehr (beziehungsweise weniger) erhofft. Mit einem Gewicht von rund 11,8 kg wiegt es gut zwei Kilo mehr als das Rennstahl Gravel 853 und immerhin grob ein Kilo mehr als das Planet X Tempest. Und das, obwohl es sich hier um eine kleine Rahmengröße (S) handelt. Aber wenn wir mal den relativ schweren Laufradsatz und die massivere Schaltgruppe abziehen, dann sind wir zumindest in der Nähe der anderen Gravelbikes aus (Edel-) Stahl.
Ribble Ultra Road: Aerodynamik und Innovation
Das Ultra Road entstand in umfangreichen F+E-Arbeiten, mit CFD- (Computational Fluid Dynamics, numerische Strömungs-Mechanik), Windkanal- und "Real-World"-Analysen, um einen maximalen Aero-Vorteil zu schaffen.
Andy Smallwood, CEO Ribble Cycles: "Das Ultra-Road-Projekt ist das Ergebnis von drei Jahren Entwicklung durch das Ribble R&D Team. Das Projekt begann mit einer ausführlichen Untersuchung der spezifischen Kräfte, die vom Fahrer überwunden werden müssen und welche die physische Form der neuen Plattform beeinflussen.
Eine der wichtigsten Innovationen ist das Design des zum Patent angemeldeten Lenkers "Ultra Bar". Das neue Carbon-Cockpit erreicht eine unübertroffene aerodynamische Integration: Der Lenker arbeitet mit dem Fahrer zusammen und steuert die Luftströmung vor dem Fahrer, wobei das wellenerzeugende Design eine Zone zur Verringerung des Luftwiderstands schafft, in der der Fahrer sitzt, und die Wirbel um den Fahrer herum lenkt, wodurch die Luftströmung weiter verbessert wird.
Das Ribble Ultra SL R ist ein aerodynamisch effizientes Performance-Bike mit einer Verbesserung gegenüber dem aero-optimierten Endurance SL R mit einer Zeitersparnis von 75,1 Sekunden über 40 km bei 35 km/h über den Durchschnitt von 5 und 10 Grad YAW (Seitenwind) und 61,4 Sekunden über die gleichen 40 km bei 47 km/h.
Das Ultra Road ist in zwei Versionen erhältlich: Ultra SL R und Ultra SL - beide mit zahlreichen Optionen und weiteren Anpassungsmöglichkeiten durch den "Ribble Bike Builder" und eine vollständige Personalisierungper "Custom Colour".
Ribble Endurance SL R: Leicht und schnell
Das Ribble Endurance SL R ist ein leichtes und schnelles Rennrad, das jedoch einige Kompromisse eingeht. Geringes Gewicht hatte keine Priorität, und so kann das Endurance SL R an einigen der steilsten Anstiege leiden. Was das für die Effizienz der Vorgängerversion bedeutet, musst du allerdings hinterfragen, denn das SL R ist deutlich schlanker als moderne Allround-Aerobikes.
Zu den aerodynamischen Neuerungen gehören die Verwendung einer abgestumpften Profilform an Unterrohr, Sitzrohr und Sattelstütze, optimierte Gabelblätter und eine interne Kabelführung - in diesem Fall über ein einteiliges Cockpit.
Der steife Rahmen, das Aero-Cockpit und die tieferen Carbon-Laufräder sorgen dafür, dass dieses Rad schnell rollt.
Ribble bietet einen detaillierten Customization Bike Builder, bei dem du alle Komponenten selbst auswählen kannst.
Ribble E-Bikes: Endurance SL e Hero und ALLGRIT E AL
Ribble bietet auch E-Bikes an, darunter das Ribble Endurance SL e Hero und das Ribble ALLGRIT E AL. Diese E-Bikes kombinieren die Vorteile von E-Bikes mit den Eigenschaften von Rennrädern und Gravelbikes.
Ribble Endurance SL e Hero
Mit einem Gewicht von 10,5 Kilogramm zählt das Ribble Endurance SL e Hero zu den leichtesten E-Bikes der Welt. Der Antrieb von Mahle wiegt nur halb so viel, wie Vergleichbares von Bosch. Das geringe Gewicht erreicht der Hersteller durch den Einsatz von Karbon. Doch auch der im Hinterrad verbaute Mahle EBM X35+-Antrieb trägt dazu bei. Abstriche müsst ihr dafür bei Reichweite und Motorkraft hinnehmen. 40 Newtonmeter Drehmoment und 245 Wattstunden sind im Gegensatz zum Gewicht nicht rekordverdächtig. So weit wie mit einem VanMoof S3 samt Powerbank könnt ihr nicht fahren.
Das Ribble Enduarance SL e-Hero mit der elektronischen Schaltung Shimano Dura Ace Di2 ist ab sofort zum Preis ab 6.713 Euro beim Hersteller erhältlich. Wer auf den Leichtbau verzichten kann, findet im Endurance SL e-Sport (ab 2.874 Euro) eine günstigere Alternative.
Ribble ALLGRIT E AL
Mit dem Ribble ALLGRIT E AL erhältst du ein leistungsstarkes und vielseitiges E-Gravelbike, das dich zuverlässig auf deinen Abenteuern begleitet. Dank des integrierten Akkus und Motors erreichst du Reichweiten von bis zu 90 km - mit dem optionalen Range Extender sogar über 150 km. Leicht, robust und mit durchdachter Ausstattung, passt sich das ALLGRIT E AL perfekt deinem Fahrstil und deiner Ausrüstung an.
Mit einem Gewicht von nur 13,9 kg ist das ALLGRIT E AL ein wahres Leichtgewicht in seiner Klasse. Das Drehmoment von 45 Nm sorgt für starke, unmittelbare Kraftentfaltung, die dich souverän voranbringt.
Dank einer großzügigen Reifenfreiheit von 50 mm hast du die Möglichkeit, verschiedene Reifengrößen und Profile zu wählen, um dein Bike perfekt auf Gelände und Anforderungen abzustimmen.
Kundenmeinungen und Erfahrungen
Die Kundenmeinungen zu Ribble Bikes sind vielfältig. Einige Kunden loben das gute Preis-Leistungs-Verhältnis, die schnelle Lieferung und den kompetenten Kundenservice. Andere bemängeln die Kommunikation bei Problemen oder die zusätzlichen Zollgebühren.
- Positiv: "Super Fahrrad, tolle Technik, top Qualität zum fairen Preis. Es lässt sich sehr gut fahren durch die tolle Geometrie und top Ausstattung."
- Positiv: "Schneller Service, Rücksendung funktioniert auch ohne Probleme."
- Negativ: "Ich habe sehr schlechte Erfahrungen mit Ribble gemacht, bereue, dass ich das Fahrrad gekauft habe."
- Negativ: "Gute Preise aber ich musste 16 eur Zoll Gebühren dazu bezahlen."
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