Riese & Müller ist bekannt für seine Premium-SUV-E-Bikes und innovativen Konzepte. Die Marke hat sich auf die Entwicklung von elektrisch betriebenen Zweirädern spezialisiert, was sich in der detailreichen und fortschrittlichen Verarbeitung zeigt.
Riese & Müller Modelle im Test
Riese & Müller Charger GX Rohloff
Auch im Praxistest überzeugte das Charger GX rohloff die Redaktion des Magazins E-Mountainbike. So büßt der Rahmen auch bei voller Beladung und im Gelände nichts von seiner massiven Steifigkeit ein. Auch die Suntour Aion-Federgabel mit 100 mm Federweg dämpft große Schläge zuverlässig und zeigt auch kein Flattern beim Abbremsen oder mit voller Beladung.
Die Rohloff-Schaltung wird von den Testern als Meisterwerk an Ingenieurskunst, was Verarbeitung und Haltbarkeit angeht, beschrieben. Sie harmoniert, nach Beschreibung der Tester, mit ihrer riesigen Bandbreite sehr gut mit der Unterstützung des Bosch CX-Motors. Somit kann jeder Anstieg entspannt gemeistert werden.
Auch die Schwalbe Rock Razor-Reifen und die breiten Felgen begeistern die Tester der Redaktion: „Die flachen Mittelstollen bieten geringen Rollwiderstand und leise Abrollgeräusche, die massiven Seitenstollen jedoch ordentlich Grip in Kurven. Die breiten Felgen geben dem Reifen hier ordentlich Stabilität und flachen das Profil außerdem etwas ab."
Vor allem die Laufräder werden als Alleinstellungsmerkmal des Charger GX rohloff hervorgehoben: „Die Rohloff-Nabenschaltung bzw. die XT-Vorderradnabe sind in massive, 50 mm breite 27,5″-Felgen eingespeicht und stehen auf Schwalbe Rock Razor-Reifen. Diese Semislick-Reifen werden sonst beim Enduro oder gar Downhill gefahren. Speziell für Riese & Müller bestehen sie jedoch aus der langlebigen Travel Star-Gummimischung - sonst nur in Tourenreifen wie dem Marathon zu finden.
Weiterhin als sehr gut bewertet werden Cockpit, Vorbau und Lenker, die für ein Trekkingrad perfekt bemessen sind sowie die Ergon-Korkgriffe mit verstellbaren Hörnchen. Komforttechnisch findet in der guten Bewertung auch der Brooks-Ledersattel seinen Platz. Dieser benötigt, laut den Testern, zwar 600 bis 1.000 km Einsitzdauer, ist und bleibt dann aber sehr bequem.
Das Fazit der Redaktion nach 1.600 km über Asphalt, Schotter, Waldwege und Gröberes: „Kurz und knapp: So geht Trekkingbike! Das Riese & Müller Charger GX kann nicht nur mit kompromissloser Top-Ausstattung und durchdachten Details punkten, sondern bietet außerdem sehr hohen Fahrkomfort, Vielseitigkeit und ein absolut sicheres Fahrverhalten auf jedem Untergrund. Wir konnten auch nach 1.600 km keinen Verschleiß oder gar Mängel feststellen und somit geht der Preis von 4.999 € auch vollkommen in Ordnung.
Riese & Müller Nevo4 GT Vario
Tiefer Einstieg, dicker Akku, bäriger Motor und mannigfaltig auf die eigenen Bedürfnisse ab Werk anpassbar: Das Nevo4 GT Vario von Riese & Müller schickt sich an, ein treuer Begleiter für Großstadtdschungel und richtig lange Touren zu sein. Riese & Müller erfindet mit ihrem Nevo 4 GT Vario das (Fahr-) Rad natürlich nicht neu. Am Ende ist es "nur" ein klassischer Tiefeinsteiger, welcher auf eine 100-mm-Federgabel in der Front und ein starres Heck setzt. Wie üblich in dieser E-Bike-Klasse ist die Sattelstütze dafür leicht mitfedernd.
Der Clu: im Gegensatz zur Konkurrenz lässt sich das Nevo im Riese-&-Müller-Online-Konfigurator mannigfaltig anpassen, neben einem Upgrade auf den 750-Wh-Akku gibt's sogar eine Option auf geländefähigere Reifen und vieles mehr. Wir haben das Modell mit 750-Wh-Akku, Enviolo-Nabenschaltung, Straßenreifen und optionalem Frontgepäckträger im Test.
Riese & Müller verbaut Boschs bewährt-bärigen und absolut zuverlässigen CX-Motor in vierter Generation in der "Smart"-Ausführung. Sprich: Per App lässt sich auf dem Kiox-Display eine Routenführung anzeigen, seit dem Sommer lässt sich sogar anhand des Ladestatus deines E-Bikes die Route planen, damit du sicher und mit genügend Akku am Ziel ankommst. Schade nur: Das hervorragend ablesbare und farbige Kiox-300-Display kostet Aufpreis, ebenfalls die praktische GPS-Ortung.
Regulär kommt das Nevo 4 GT Vario mit einem großen 625 Wattstunden Akku in die Verkaufsräume, optional ist ein (im Testrad verbauter) 750 Wattstunden Akku verfügbar.
Das Nevo 4 GT wog im Test fahrfertig mit Kettenschloss, Pedalen sowie dem 750er-Akku satte 31,5 Kilo - das ist wahrlich nicht leicht. Zuladen darf man so laut Riese & Müller immerhin 130 Kilo, was für Normalos samt Gepäck dicke reichen sollte. Davon ab gibt Riese & Müller ihr Nevo 4 GT sowohl für einen Kindersitz als auch für Anhänger frei.
Mit den ab Werk aufgezogenen Straßenreifen von Schwalbe in 27,5"-Größe rollt es sich in der City nicht nur komfortabel, sondern auch agil und wendig. Wer öfter abseits befestigter Wege fährt, sollte das "GX"-Paket mit stolligeren Reifen ordern. Wie gewohnt hat der CX-Motor von Bosch genügend Power, um auch in höheren Gängen und mit dicker Beladung jede noch so steile Rampe schweißfrei hochzufahren. Genügend Reichweite würde auch der 625er Akku bereithalten, den 750er kriegt man höchstens bei ausgiebigen Tagestouren leer gefahren.
Auch die Enviolo-Nabenschaltung ist weitestgehend bar jeder Kritik: In Kombination mit dem Gates-Riemen stellt das System einen wartungsfreien Antrieb dar, lediglich die Griff-Schaltung ist nicht jedermanns (oder jederfraus) Sache. Zum Anspruch als Alleskönner passen übrigens auch die Bremsen, die verbaute Magura-Anlage hat die 31,5 Kilo klasse im Griff und braucht vergleichsweise wenig Handkraft für gute Verzögerung. Optional gibt es übrigens auch ein Bosch-ABS.
Auch sonst wusste das Rad zu überzeugen. Die Lichtanlage bestehend aus Supernova-Frontlicht und Busch-&-Müller-Rücklicht macht die Nacht zuverlässig zum Tag, der kleine Heckträger mit seinem Gummizug ist flott und sicher beladen.
Das Nevo 4 GT Vario fährt sich so flott, wie es ausschaut: Der CX-Motor ist bekannt bärig, die Enviolo-Nabenschaltung funktioniert im Alltag prima und hält auch für steilste Rampen genügend Bandbreite bereit. Auch die Ausstattung ist generell prima und praxisgerecht. Vieles nützliches (wie das erwähnte Abus-Kettenschloss) muss teuer kostet Aufpreis, was aber wiederum den ohnehin schon eher hoch angesiedelten Preis schnell um einige hundert Euro in die Höhe treibt.
Ergebnis: Punkte: 789 // Note: sehr gut
- 👍 Das gefällt: bäriger Motor, sehr gute App, optional dicker 750-Wh-Akku, bequemes, sicheres absteigen, ABS optional, sehr gute, voll tour- und alltagstaugliche Ausstattung
- 👎 Das weniger...
Riese & Müller Delite
Nach 1.500 Kilometern auf dem Riese & Müller Delite hat sich e-Bike Fahrer Jonas ein ziemlich gutes Bild seines SUV Leasing e-Bikes machen können. Als SUV e-Bike ist das Riese & Müller Delite ein wahrer Alleskönner. Dank des von Jonas individuell konfigurierten Fox Fahrwerks lassen sich leichte Trails und längere Touren mit links meistern. Mit einer Körpergröße von 1,92 m hat Testfahrer Jonas sich für die Rahmengröße 56 entschieden, der größten Rahmenoption des Herstellers. Diese empfindet er als gut passend.
„Die Sitzposition ist einigermaßen sportlich, was bedeutet, dass wir nicht so weit nach vorne geneigt sitzen wie auf dem Rennrad - aber auch nicht so aufrecht wie auf dem City e-Bike. Das erlaubt es mir, längere Touren zu fahren und mich danach trotzdem wohlzufühlen”, hält Jonas fest. Im Alltag nutzt er das Bike hauptsächlich zum Pendeln zur Arbeit und legt pro einzelnen Arbeitsweg etwa 15 Kilometer Strecke zurück.
Weiterhin hat Jonas den Sattel durch einen ergonomischen SQlab Sattel ausgetauscht, der perfekt auf seinen Körper abgestimmt ist. So erhält er auf seinen doch sehr langen Strecken noch einmal mehr Komfort. Auch die Pedale hat er, ganz im Sinne der Individualität, nachträglich ausgetauscht.
Ein schöner Pluspunkt aus Jonas’ Sicht? Der im Riese & Müller verbaute Bosch Performance Line CX Motor hat 85 Nm Drehmoment und bietet vier Unterstützungsstufen. „Wenn der Motor arbeitet, dann hört man ihn - aber dann arbeitet er auch richtig”, stellt Jonas fest. Kombiniert wird der kräftige Motor mit einem Bosch PowerTube Akku mit 625 Wh.
In Sachen Display hat Jonas sich für das Bosch Kiox Display entschieden. Das kleine Farbdisplay ermöglicht viele verschiedene Ansichten. In der Grundeinstellung ist die Uhrzeit einsehbar sowie der Akkustand, die gefahrene Geschwindigkeit und die ausgewählte Unterstützungsstufe. Zudem zeigt das e-Bike Display an, welchen Gang die elektronische Rohloff Schaltung ausgewählt hat.
Für das Cockpit ist ebenfalls eine e-Bike App verfügbar. So lassen sich beispielsweise Fahrten von Komoot importieren oder die Navigation direkt per App planen. Außerdem können über die App Analysen zu vergangenen Fahrten eingesehen werden.
„Ich habe mich für die Rohloff Schaltung entschieden. Diese ist eine elektronische Nabenschaltung mit 14 Gängen und einem Riemen. Dies bedeutet, dass sie sehr wartungsarm ist. Im Vergleich zur Enviolo bietet die Rohloff Schaltung laut Jonas ein wenig mehr Entfaltung. Am Berg gibt es auch sehr niedrige Gänge, bergab aber auch sehr hohe Gänge, die einem zur Verfügung stehen. „Vor allem so kleine Features, wie das automatische Herunterschalten, wenn man zum Stehen kommt, begeistern natürlich. Die GX Option bietet in Kombination mit dem FOX-Fahrwerk fast eine Mountainbike-Ausstattung. So können wir wirklich über jedes Terrain problemlos fahren.
Wie beim e-Bike inzwischen üblich, hat auch das Riese & Müller Delite SUV e-Bike hydraulische Scheibenbremsen verbaut. Optisch auffällig ist aus Jonas’ Sicht vor allem auch der futuristisch gestaltete Gepäckträger. Dieser ist am Rahmen befestigt und damit Teil der Federmasse.
Mit seinem Gewicht ist das Riese & Müller Delite kein Leichtgewicht. Dennoch trägt genau das aus Jonas’ Sicht zum sicheren Fahrgefühl dieses e-Bikes bei: "29-30 Kilogramm sind nicht wenig. Ich trage das e-Bike trotzdem jeden Tag in den Keller.
Als Highlight beschreibt Jonas ganz klar die elektronische Schaltung von Rohloff. Auch die Fox Federung gefällt ihm besonders gut, die das Bike schließlich zu einem viel einsetzbaren Allrounder werden lässt.
Riese & Müller Delite 4 GT Touring
Für das Modelljahr 2024 wurde das Riese & Müller E-Bike Delite 4 GT Touring auf das neue Bosch Smart System mit kraftvollem Bosch Performance Line CX und 750-Wh-Akku upgedatet. Typisch RM kann man das SUV-E-Bike im umfangreichen Konfigurator auf die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben anpassen. Um die Übersicht zu gewährleisten und den Konfigurator so einfach wie möglich zu halten, werden verschiedene Ausstattungspakete, wie man sie von Autoherstellern kennt, vorgeschlagen.
Im Konfigurator wurde der Haken bei der GX-Option mit FOX-Fahrwerk gesetzt. Anstatt der Basisversion kommt es nicht auf nur 120 mm Federweg, sondern auf 140 mm und bietet zusammen mit dem ROTWILD R.C1000 den meisten Federweg im Testfeld. Neben dem Fahrwerks-Upgrade spendiert Riese & Müller dem Delite in der GX-Variante noch Stollenreifen und eine absenkbare Sattelstütze, letztere war an unserem Testbike leider nicht verfügbar.
Wie eine G-Klasse ist das Riese & Müller bequem in der Stadt, und im Gelände bietet das SUV-E-Bike mehr Potenzial, als man ihm im ersten Moment zutrauen würde. Durch den umfangreichen Konfigurator kann man das Delite auf die eigenen Bedürfnisse anpassen und für viele verschiedene Einsatzszenarien optimieren. Hierbei legen die Entwickler großen Wert auf Komfort, der im ganzen Portfolio durch Rahmengeometrien mit gemütlichen Sitzpositionen und weichen Hinterbaufederungen zu finden ist - so auch am Delite.
Der Rahmen besteht aus voluminösen eckigen Rohren, die den Rahmen sehr robust wirken lassen. Der Fokus auf Haltbarkeit macht sich auch im Gewicht bemerkbar, denn die Waage bleibt erst bei 30,8 kg in Rahmengröße L stehen. Was bei der G-Klasse der große Kofferraum ist, ist beim Delite 4 GT Touring der Gepäckträger. Er ist Teil der gefederten Masse, was nicht nur weniger Einfluss auf das Fahrverhalten hat, sondern auch den Wocheneinkauf schont und man kein Rührei hat, wenn man daheim ankommt.
Für gut ausgeleuchtete Wege sorgt das Supernova M99 Mini Pro-Frontlicht mit Fernlicht, hinten ist das Supernova M99-Rücklicht schön in den Gepäckträger integriert. Als einziges Bike hat das Delite ein elektrisch angesteuertes Bremslicht durch die MAGURA eSTOP-Bremse - so ist es auch für andere Verkehrsteilnehmer sofort sichtbar, wenn man in die Eisen geht.
Riese & Müller Delite4 GT Touring: Ausstattung
| Ausstattung | Details |
|---|---|
| Motor | Bosch Performance Line CX 85 Nm |
| Akku | Bosch Powertube 750 Wh |
| Display | KIOX 300 |
| Federgabel | FOX 34 Rhythm E-Bike 140 mm |
| Dämpfer | FOX Float DPS 140 mm |
| Bremsen | Magura MT5/MT4 eStop 180 mm |
| Schaltung | Shimano Cues Linkglide 1x11 |
| Lichtanlage | Supernova mit Fernlicht |
Schwingt man sich auf den Sattel des Riese & Müller E-Bike Delite 4 GT Touring, sitzt man direkt bequem, nicht zu aufrecht, aber auch nicht zu gestreckt. Durch den winkelverstellbaren Vorbau lässt sich die Sitzposition noch weiter an den Fahrer anpassen. Wie bei einer G-Klasse thront man über der Straße und hat eine gute Rundumsicht. So lässt sich in der Stadt ohne Verrenkungen die Spur wechseln und auf längeren Safaris entspannt die Tiere beobachten.
Beim Ampelstart oder am Berg schiebt der Bosch Performance Line CX-Motor aus dem Smart System mit seinen 85 Nm Drehmoment kraftvoll an. In Kombination mit der großen Bandbreite der Shimano CUESLINKGLIDE-Schaltung schafft man auch die steilsten Anstiege selbst unter Beladung. In Serie soll die Shimano XT-LINKGLIDE-Schaltgruppe aus dem MTB-Segment zum Einsatz kommen.
Ebenfalls aus dem Bosch Smart System stammt der Akku, der mit seinen 750 Wh am meisten Kapazität und so ein Plus an Reichweite unter den Bosch-Bikes im Test bietet. Dafür gestaltet sich die Akkuentnahme nach unten aus dem Unterrohr etwas umständlich.
In Sachen Connectivity setzt das Riese & Müller E-Bike nicht nur auf ein Pferd sondern (p)fährt zweigleisig: Neben dem Bosch Smart System Connectivity-Paket kann man auch auf die Funktionen der R&M-eigenen RX Connect-Lösung zugreifen. So profitiert man von der guten Navigationsfunktion mit schematischen Weghinweisen, die auf dem Bosch Kiox 300-Display angezeigt werden. Im Falle eines Diebstahlversuchs ist man durch das Bosch eBike Lock-Feature, das die Motorfunktion lahmlegt, und durch den Riese & Müller RX-Chip gleich doppelt abgesichert.
Das FOX-Fahrwerk sorgt für massig Komfort, egal ob man über Bordsteine in der Stadt oder über Wurzeln und Schlaglöcher im Wald rumpelt. Die profilierten Schwalbe Johnny Watts-Reifen bieten in Kombination mit dem weichen Fahrwerk guten Grip auf Schotterstraßen.
Das Riese & Müller Delite 4 GT Touring E-Bike hat zwar nicht den größten Allround-Charakter, aber durch den Konfigurator kann jeder selbst bestimmen, worauf der Fokus liegt. Biker mit sportlichen Ambitionen sind beim Specialized Tero X besser aufgehoben, doch gerade City- und Tourenbiker, die ein Bike mit hohen Sicherheitsaspekten suchen, bekommen mit dem Delite ein gutes Paket.
Riese & Müller UBN Five Commute
Komfort, Diebstahlschutz und Ausgeglichenheit: Das Riese & Müller UBN Five commute verspricht, genau diese Eigenschaften zu vereinen. Dabei soll das E-Gravel-Bike nicht nur funktional durchdacht sein, sondern auch höchsten Ansprüchen gerecht werden. Die Fahrradmarke Riese & Müller ist im urbanen Raum omnipräsent. Mit dem UBN Five will der Hersteller aus Darmstadt diesen Erfolg fortsetzen und verspricht so einiges mit seinem Slogan: „Das ideale Stadt-Bike, bei dem man auf das gewisse Extra nicht verzichten muss.“
Aus dem Stand heraus kommt uns hier der FAZUA Ride 60-Motor mit 60 Nm Drehmoment in den Sinn, der von einem 430-Wh-Akku im Unterrohr gespeist wird. Doch klar, es finden sich mehr Details am E-Gravel-Bike UBN Five, eigentlich fast alles, was ein Stadtrad so braucht: Aluminium-Schutzbleche, Gepäckträger-Rails für Seitentaschen, ein integriertes Beleuchtungssystem und eine Federgabel mit 60 mm Federweg, die Bordsteinkanten angenehm entschärft.
Besonders spannend sind die Diebstahlschutz-Features, die gerade in Städten mit hoher Fahrrad-Kriminalität essenziell sind. Ursprünglich als klassisches City-Bike konzipiert, hat Riese & Müller dem Modell nachträglich einen Dropbar-Lenker verpasst, um das sportliche Klientel der E-Gravel-Bike-Fahrer anzusprechen. So geht das Riese & Müller UBN Five commute mit 4.999 € über die Ladentheke.
Damit ihr dabei sorgenfrei bleibt, hat Riese & Müller an alles gedacht. Für 50 € gibt es im Konfigurator ein passendes Rahmenschloss, aber der richtige Endgegner für Fahrraddiebe ist der eigens entwickelte RX Connect-Chip, der serienmäßig im Bike verbaut ist.
RX Connect? Dabei handelt es sich um digitalen Diebstahlschutz: Über die Riese & Müller RX Connect App lässt sich das Bike mit GPS-Tracking verbinden, um es im Falle eines Diebstahls wiederzufinden. Zusätzlich könnt ihr Versicherungsoptionen wie Teil- oder Vollkasko wählen - gegen Aufpreis, versteht sich. In Summe ergibt das einen echten Rundumschutz, der das UBN Five zu einem sorgenfreien Paket abrundet.
Ob die stilechte Monstera-Zimmerpflanze aus dem Blumenladen oder die täglichen Pendler-Utensilien - mit den robusten Gepäckträger-Rails ist der Transport kein Problem. Die Satteltaschen lassen sich kinderleicht befestigen und tragen dabei bis zu 7,5 kg pro Seite - genug für alles, was der Alltag verlangt. Doch das UBN Five kann noch mehr: Dank der Anhängerfreigabe transportiert ihr mühelos auch größere Einkäufe bis 50 kg und sogar kleine Passagiere - sprich, Kinder oder Hund.
Wie ein solider Kombi ist das UBN Five commute bestens ausgestattet: ein stabiler Ständer, Katzenaugen und ein clever versteckter USB-C-Port unter der ins Oberrohr integrierten LED-Anzeige. Einfach die Anzeige anheben, und schon könnt ihr euer Smartphone laden. Dazu kommt eine zentral auf dem Vorbau positionierte SP-Connect-Halterung, die das Smartphone sicher fixiert - praktisch und durchdacht.
Mit seinen 21 kg, liegt es etwas über dem Durchschnitt im Testfeld, allerdings überzeugt das UBN Five als eins der wenigen Bikes mit einem entnehmbaren Akku. Das Praktische daran? Stellt euch einen zuverlässigen Begleiter vor, der wie ein Schweizer Taschenmesser ist: praktisch, vielseitig und einsatzbereit.
Auch wenn das Rahmendreieck minimalistisch gehalten ist, bietet es Anschraubpunkte für einen Flaschenhalter und eine kleine Tasche an der Unterseite vom Unterrohr.
Der FAZUA Ride 60 unterstützt zuverlässig, besonders in der hügeligen Landschaft rund um Stuttgart ein Segen. Die hohe Bandbreite der Shimano GRX-Schaltgruppe ist hier - zusätzlich zum Motor - eine echte Unterstützung, da sie es ermöglicht, selbst in steilen Anstiegen die optimale Trittfrequenz zu halten. Dadurch könnt ihr den Motor effizienter nutzen und gleichzeitig kraftsparend fahren.
Ein Kritikpunkt bleibt jedoch, und der bezieht sich auf die Steuerung: Zwei kleine Knöpfe an der Unterseite des Lenkers, jeweils direkt neben dem Vorbau - einer links und einer rechts - regeln die Fahrmodi: Links verringert die Unterstützung, rechts erhöht sie. Zusätzlich aktiviert man das Licht, wenn man beide Knöpfe lange gedrückt hält. Das haptische Feedback bleibt aber leider so gering, dass ihr im Winter mit Handschuhen keine Chance habt, zu fühlen, ob die Remote betätigt wurde.
Dafür bietet die rechte Remote ein besonderes Highlight: Hält man sie gedrückt, liefert der Motor für 12 Sekunden einen Extraschub, wodurch die Maximalleistung auf 450 Watt erhöht wird - ideal, um vollbeladen auf einem steilen Anstieg oder bei Überholmanövern kurzfristig mehr Power zu bekommen.
Das Riese & Müller UBN Five commute überzeugt mit intuitivem Handling: Draufsitzen und losfahren. Dabei sorgt der Rennradlenker für eine eher sportliche, zentrale Sitzposition. Mit den 40 mm Schwalbe G-One Allround Reifen, die nur wenig Profil bieten, ist das UBN gerade so gerüstet, um beim täglichen Commute auf Schotterstraßen durch den Stadtpark abzukürzen. Auf Trails fühlt es sich jedoch unwohl und zeigt Schwächen in Grip und der Stabilität, sodass es sich für hauptsächlich feste Wege oder den städtischen Alltag eignet.
Das Riese & Müller UBN Five fühlt sich in der City, beim Pendeln und auf Forstwegen wie zu Hause. Am liebsten rollt es über Asphalt, befestigte Radwege oder feine Gravel-Pisten. Abenteuer abseits der Komfortzone sind nicht das Revier des Riese & Müller.
Preislich attraktiv und ideal für den Stadtverkehr präsentiert sich das Riese & Müller UBN Five Commute und liegt dabei etwa 1.000 € unter dem Durchschnitt im Vergleichstest. Der entnehmbare Akku, das RX Connect-System, die Anhängerfreigabe und das Lichtsystem machen es zu einem zuverlässigen Alltagsbegleiter.
Allgemeine Informationen zu Riese & Müller E-Bikes
Riese & Müller E-Bikes zeichnen sich durch hohe Kosten, aber auch durch überragende Ergebnisse in den Bewertungen der Verbraucherpresse aus. Sie gelten als unschlagbar im Design, in Bezug auf Fahrstabilität, Komfort und Alltagstauglichkeit. Jedes Modell lässt sich individuell konfigurieren, wobei auf der Komponentenliste ausschließlich renommierte Namen wie Bosch, NuVinci und Rohloff zu finden sind.
Antriebe
Alle Elektrofahrräder von Riese und Müller erhalten ihre Antriebskraft von Bosch, derzeit einer der führenden Anbieter von E-Bike-Motoren. Standardmäßig werden Motoren mit einer Unterstützung bis 25 Stundenkilometern verbaut, die „HS“-Pedelecs dagegen liefern schon etwas mehr Schubkraft und machen erst bei 45 Stundenkilometer Schluss. Gesteuert wird der Motor über ein Display.
Schaltungen
Ein Großteil der Elektro-Riege ist mit einer 14-Gang-Nabenschaltung von Rohloff erhältlich. Was Wirkungsgrad, Lebensdauer und Wartungsintensität anbelangt, setzt diese Schaltung seit jeher Maßstäbe. Diesen Nachteil macht die in Testmagazinen immer wieder umjubelte, hervorragende Ausdauer der Schaltung wieder wett.
Gewicht
Im Schnitt bewegen sich die E-Bikes des Herstellers um die 25 Kilogramm. Selbst Vollgefederte liegen oft nur ein bis zwei Kilogramm darüber. Die vom Magazin ElektroBIKE getestete GX-Variante des Charger etwa wiegt trotz Doppel-Akkus nur 26 Kilogramm. Verglichen mit anderen Fabrikaten, die nicht selten an die 30-Kilogramm-Marke heranreichen, ist das ausgesprochen leicht.
Design
E-Bikes von Riese und Müller vermitteln eine völlig neue Formenlehre, der klassische Hinterbaukonzept wie beim klassischen Fahrradrahmen wurde aufgebrochen. Bei vielen Modellen verschmilzt der Gepäckträger mit dem Rahmen und packt so höhere Lasten. Durch diese Bauweise lässt sich auch der Akku unauffällig und platzsparend am Gepäckträger verstauen.
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