Rockrider 520 Fahrrad 27.5 Zoll Test: Einsteiger-Mountainbike im Detail

Wenn man sich vornimmt, Mountainbiken als Sport zu betreiben, steht man vor einer schier unendlichen Auswahl an Modellen, unterteilt in die verschiedensten Kategorien, Modelle, Ausstattungsvarianten und Einsatzgebiete. Decathlon bietet hierbei die Hausmarke BTWIN an und das Einsteigerrad Rockrider 520. Das Bike ist im unteren Preissektor angesiedelt und soll sich explizit an Einsteigern richten.

Überblick über das Rockrider 520

Wir schauen uns in diesem Bericht das MTB Rockrider 520 von Decathlon genauer an und gehen dabei auf die Verarbeitung, das Fahrgefühl, das Händling und das Preis-Leistungsverhältnis ein. Seien wir ehrlich zu uns. Das BTWIN Rockrider 520 sticht preislich aus der Masse hervor. Schon fast unvorstellbar, dass man für 299€ ein komplettes Mountainbike bekommt, gerade wenn man sich vor Augen hält, dass man für den selben Preis ein komplettes Carboncockpit bekommen würde.

Größen und Entwicklung

Das BTWIN Rockrider 520 wird in insgesamt vier verschiedenen Größen ausgeliefert. Von S über M und L bis hin zu XL dürfte für jeden Fahrer etwas dabei sein. Das BTWIN Rockrider wurde im französischen Lille von passionierten MTB Experten entwickelt.

Ausstattung und Komponenten

Bei der Ausstattung wurde dann allerdings der Sparfuchs aus dem Keller geholt. Verzögert wird das Mountainbike mit mechanischen Hayes MX5 Scheibenbremsen. In der Front wird das BTWIN Rockrider 520 mit einer BTWIN U-Fit Gabel mit 80mm Federweg ausgestattet. Das Cockpit besteht aus einem B’Twin Sport-Oversize-Lenker mit 680mm (Rahmengröße L und XL) sowie einem Aluminium Vorbau mit 90mm. Was daran jetzt „oversize“ ist, erkennen wir noch nicht wirklich. Leider ist es aber immer so, dass die wenigsten Serienbikes mit einem entsprechendem Lenker kommen.

Erste Eindrücke und Mängel

Einige Wehrmutstropfen gab es allerdings trotzdem. Das, frisch aus dem Karton gezogene, Bike hatte ein paar kleinere und größere Mängel aufzuweisen. Neben den viel zu langen Bowdenzügen am Schaltwerk stießen vor allem lockere Speichen am Laufradsatz negativ auf. Zugegeben, der Test eines Low-Budget Bikes ist für uns doch schon relativ neu. Normalerweise sind wir andere Kaliber aus höheren Preisregionen gewohnt.

Fahrgefühl und Performance

Nachdem wir das Bike, zwangsläufiger Weise, noch einmal warten mussten ging es dann, mit etwas Verzögerung, zur ersten Runde. BTWIN gibt für das Rockrider 520 allerdings keine Freigabe für All-Mountain, Enduro und BMX. Schon auf den ersten Metern macht das BTWIN Rockrider 520, nach unserem ersten Werkstattbesuch, einen guten Eindruck. Die Schaltperformance ist auf flachen Tretpassagen gut. Unter Last offenbaren sich kleinere Schwächen, was allerdings verständlich ist. Dank der klassischen Diamant-Rahmengeometrie fühlt man sich im Uphill pudelwohl. Geht es jedoch bergab offenbart das BTWIN Rockrider 520 fatale Lücken in der Ausstattung.

Einschränkungen im Gelände

Viele Forstwege, viele Tretpassagen und eben auch mal bergab. Während sich das Rad auf asphaltierten Wegen noch ganz passabel schlug, kam es auf Singletrails oder der Waldautobahn viel zu schnell an seine Grenzen. Für 299€ darf man keine Rennmaschine erwarten, das ist klar.

Montage und Einstellung

Geliefert wurde das Mountainbike in einem „normalen“ Fahrradkarton. Der Fahrradlenker war quer gestellt und die Pedalen noch nicht montiert. Alle anderen Bauteile waren bereits fest und angebracht. Die Pedalen lagen dem Paket bei und konnten sehr einfach montiert werden. Wer dies noch nie gemacht hat, achtetet, auf das Linksgewinde der linken Pedale. Hier muss man genau gegen den Uhrzeigersinn drehen. Den Lenker konnten wir mit einem Innensechskant lösen und in die richtige Position drehen. Auf dem Mantel ist eine Tabelle mit dem entsprechenden Druck zum Körpergewicht aufgedruckt. Hieran haben wir uns orientiert und den Reifen entsprechend mit Luft gefüllt. Die Federgabel hat eine Einstellmöglichkeit, hier kann per Drehkreuz ebenfalls auf das Körpergewicht eingestellt werden. Die Federgabel kann dabei von 55 kg bis auf 105 kg eingestellt werden. Gefedert wird per mechanischer Feder.

Das Rockrider 520 war bei der Lieferung bereits vormontiert, daher musste ich nur wenige Einstellungen vornehmen, bevor es fahrbereit war. Für die Endmontage nach der Lieferung benötigt man einen 4mm Innensechskantschlüssel für die Ausrichtung des Lenkers, sowie ein 15mm Maulschlüssel für die Montage des mitgelieferten Pedalsatzes. Die Pedalgewinde sind ungefettet, man sollte sie daher vor der Montage mit herkömmlichem Montagefett behandeln. Einfacher wäre es, wenn diese bereits vorgefettet wären, das machen ja die meisten Hersteller mit ihren Pedalsätzen auch so und ich vermute, das die Zielgruppe des Rockrider 520 nicht in allen Fällen Montagefett im Haus hat. Zuletzt musste ich noch die Sattelhöhe auf meine Körpergröße einstellen. Das ging mit dem angebrachten Schnellspanner sehr einfach und schnell. Entsprechend der Bedienungs- und Montageanleitung habe ich vor der ersten Ausfahrt noch alle Verschraubungen überprüft. Bei meinem Testbike gab es nichts zu beanstanden, denn alle Schrauben waren entsprechend der auf den Komponenten aufgedruckten Drehmomente ordentlich angezogen. Auch die Schaltung, d.h. sowohl das hintere Schaltwerk als auch der vordere Umwerfer waren werksseitig perfekt voreingestellt.

Detaillierte Fahreindrücke

Das Rockrider 520 von B’TWIN fährt sich sehr leicht, die Lager rollen gut und es gibt keine ungewöhnlichen Geräusche oder Laute. Das Treten ist einem MTB entsprechend einfach und der Rollwiderstand der Reifen ist ebenfalls für ein MTB normal. Die Schalthebel befinden sich klassisch am Lenker und können mit dem Daumen bedient werden. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Herunterschalten der Gänge. Hier kommt man, je nach Handgröße, mit dem ausgestrecktem Daumen heran. Der Hebel könnte unserer Meinung nach etwas dichter an der Hand sitzen.

Mein erster Eindruck vom Rockrider 520 war überaus positiv. Der Alu-Rahmen wirkt stabil und die Schweißnähte an den Verbindungsstellen sehen einwandfrei aus. Auf der ersten, kurzen Probefahrt, machte ich mich mit dem Bike vertraut. Ich schaltete die Gänge durch, testete das Bremsverhalten und stellte die Federgabel auf mein Körpergewicht ein. Bei der verbauten U-fit 80 Gabel macht man das nicht, indem man die Zugstufe und den negativ Federweg justiert, sondern durch eine simple Einstellschraube, die man so weit links oder rechts herum dreht, bis das eigene Körpergewicht im Sichtfenster erscheint. Man kann demnach nur die Vorspannung der Feder justieren. Das erlaubt keine besonders genaue Einstellung, dafür schafft es fast jeder auch ohne entsprechenden Sachverstand - also auch jeder Anfänger, eine weitestgehend passende Einstellung mit nur einem Handgriff selbst hinzubekommen.

Während des Testzeitraums von 30 Tagen wurde das Rockrider 520 auf mehreren Ausfahrten mit Distanzen von 25 - 70km Länge ausgiebig getestet. Dabei wurden hauptsächlich Wald- und Forstwege mit verschiedenen Untergrundbeschaffenheiten befahren. Es wurden Strecken ausgewählt, die nicht zu technisch sind und weder extreme Steigungen noch starke Gefälle beinhalteten.

Design und Rahmen

Das Design des Rockrider 520 ist sehr gelungen wie ich finde. Bei dem Rahmen wurden unterschiedliche Profile und Rohrdurchmesser verwendet. Besonders durch das Vierkantprofil am Oberrohr, dessen Breite sich zur Sattelstange hin etwas „verjüngt“, sieht es individuell und sportlich aus. Das Rockrider 520 ist matt lackiert und in den Farben schwarz/grau/blau, neon-gelb, dunkelblau oder dunkelgrau erhältlich. Durch die aufgebrachten Decals werden einzelne Details passend zur Rahmenfarbe optisch abgesetzt.

Beim Rockrider 520 besteht der Rahmen aus 6061er Aluminium und überzeugt mit hoher Steifigkeit und niedrig liegendem Tretlager. Dadurch verhält es sich in Kurven schön agil. Außerdem kommt es dem Vortrieb zur Gute, so wie auch die Laufradgröße von 27,5″ bzw. 650B, für die der Rahmen vorgesehen ist. Die Sitzstrebe ist sehr stabil ausgelegt, dadurch werden Schläge oder Stöße kaum absorbiert und direkt an den Fahrer weitergegeben. Das erfordert etwas mehr technisches Können, damit man beim schnellen Überfahren von Wurzeln oder anderen Unwegsamkeiten nicht aus dem Sattel gehoben wird. Der Rahmen vermittelt aber jederzeit ein sicheres Fahrgefühl, so dass man sich schnell darauf einstellen kann, wie sich das Rad in verschiedenen Situationen verhält.

Mein Testrad hatte die Rahmengröße L, was bei einer Körpergröße von 1,78m passend, aber schon fast grenzwertig war. Auf Grund meiner Beinlänge musste die Sattelstütze sehr weit aus dem Sitzrohr herausragen. Dadurch kommt es zu einer sportlicheren Sitzposition, was mir persönlich entgegenkommt. Wer ungefähr so groß ist wie ich und auf eine komfortablere Sitzposition Wert legt, kann durch Verstellung des Vorbaus entsprechend entgegenwirken oder sich alternativ für die Rahmengröße XL entscheiden.

Federgabel und Sattel

Die B’Twin U-fit 80 Federgabel hat mit 80mm einen eher eingeschränkten Federweg. Während meinen Testfahrten, habe ich ihn jedoch als ausreichend empfunden. Die Gabel dämpft Stöße mit einer mechanischen Feder und zusätzlichen Elastomeranschlägen ab. Wenn man wie oben beschrieben, die Vorspannung der Feder dem Fahrergewicht angepasst hat, funktioniert das einigermaßen gut. Allerdings lag in meinem Fall die beste Einstellung ca. 8-10kg unter meinem realen Körpergewicht. Die Gewichtsanzeige dient daher eher als Ausgangswert und muss dann je nach persönlichem Fahrgefühl nach oben oder unten korrigiert werden.

Die Wahl des richtigen Sattels ist ja immer so eine Sache und unter Umständen findet man den richtigen Sattel erst nachdem man verschiedene andere ausprobiert hat. Der B’Twin Ergo Fit Evo Sattel hat mich daher positiv überrascht. Er ist sportlich ausgelegt und vermittelt ein härteres Sitzgefühl, jedoch ohne dabei auf längeren Ausfahrten unkomfortabel zu werden. Er ist ergonomisch ausgeformt und entlastet dadurch den Dammbereich und die Sitzhöcker und sorgt insgesamt für eine gute Druckverteilung. Ich bin darauf überwiegend mit einer gepolsterten Fahrradhose gefahren. Der kleinere Durchmesser der Sattelstütze von 27,2mm verringert das Gewicht des Rockrider 520 und verbessert den Fahrkomfort dadurch, dass sie eine gewisse Flexibilität besitzt. Stöße und Unebenheiten werden beim Überfahren aber nur geringfügig abgefedert.

Lenker, Vorbau und Antrieb

Der Vorbau ermöglicht durch seine Form und die integrierten Spacer die flexible Einstellung des Lenkers in fünf Stufen bis zu einer maximalen Erhöhung um 3cm. Je nach Rahmengröße sind Vorbau und Lenker unterschiedlich lang. Bei der Rahmengröße meines Testrades ist der Vorbau 80mm lang und der Lenker 680mm breit. Insbesondere der breite Lenker verbessert das Lenkverhalten und sorgt für eine gute Kontrolle bei Kurvenfahrten.

Der Antrieb des Rockrider 520 besteht am Hinterrad aus einem SRAM X3 Schaltwerk mit einer SRAM PG820 8-fach Kassette und bietet eine Übersetzung von 11 bis 32 Zähnen. Vorne wurde ein Microshift MS22 Umwerfer verbaut, der die Kette über die Ritzel der SRAM S200-Kurbelgarnitur bewegt. Das Dreifach-Kettenblatt hat eine Abstufung von 22/32/42 Zähnen. Das Durchschalten der 24 Gänge übernehmen SRAM X4 Shifter mit optischer Ganganzeige, die Ihre Aufgabe zusammen mit dem Schaltwerk schnell, präzise und geräuscharm erledigen. Nachteilig finde ich die Tatsache, dass keines der vorderen Ritzel einzeln getauscht werden kann. Sofern es hier zu einem Verschleiß gekommen ist, muss die Komplette Kurbel getauscht werden.

Zu dem Rockrider 520 gehört ein Pedalsatz, was eigentlich unüblich ist aber dem Konzept folgend dazu beiträgt, direkt ein vollständiges und fahrbereites Fahrrad geliefert zu bekommen. Die Pedale sind aus leichtem Kunststoff und relativ rutschsicher, jedoch sind die Kugellager nicht besonders drehfreudig.

Bremsen und Laufräder

Beim Rockrider 520 kommen mechanische Hayes Scheibenbremsen mit einem Scheibendurchmesser von 160mm zum Einsatz. Bedient werden diese über Tectro Bremshebel, die am Lenker bequem mit 2 Fingern erreicht werden können und ein verhältnismäßig leichtes und dosiertes Bremsen ermöglichen. Mit der werksseitigen Voreinstellung der Bremsen hatten diese jedoch einen viel zu späten Druckpunkt und waren dadurch in ihrer maximalen Bremsleistung etwas eingeschränkt. Wer das Rockrider 520 ausschließlich im normalen Straßenverkehr einsetzt, wird damit in den meisten Fällen gut zurecht kommen. Wenn es auf eine schnellstmögliche Verzögerung bei einer Vollbremsung ankommt oder die Bremsen dauerhaft zur Kontrolle der Geschwindigkeit auf einem abschüssigen Singletrail benötigt werden, kommen diese mit der Werkseinstellung schnell an ihre Grenzen. Das Nachstellen der Bremszüge am Bremskörper war daher absolut erforderlich und sorgte letztendlich auch für eine akzeptable Bremskraft mit gutem Druckpunkt und ausreichend Reserven am Bremshebel.

Die doppelwandigen Aluminium Laufräder machen einen steifen Eindruck. Die verbauten Naben lassen auf Grund des Durchmessers eine ordentliche Lagerung vermuten und laufen einwandfrei und geräuschlos. Die haben einen Durchmesser von 27,5″ und sind mit Schnellspannern montiert. In der Vorder- und Hinterrad-Felge steckt jeweils ein Speicherreflektor. Die B’Twin All-Terrain Mäntel geben insbesondere durch das seitliche Profil einen guten Halt in Kurven, aber auch die Lauffläche ist ausreichend griffig und überzeugt durch sein Abrollverhalten. Die Gummimischung der Mäntel scheint eher weich zu sein, was sich in Bezug auf die Lebensdauer nachteilig auswirken dürfte, dafür profitieren sie von einem höheren Grip besonders auf Asphalt. Auf den Flanken des Mantels ist eine Tabelle aufgedruckt, mit der man in Abhängigkeit des Körpergewichtes ablesen kann, wieviel Bar in denReifen gepumpt werden muss. Wie auch bei der Gewichtsangabe der Gabel handelt es sich meiner Meinung nach eher um Richtwerte.

Verkehrssicherheit und Zubehör

Das Mountainbike ist mit zwei Scheibenbremsen ausgestattet, hat dazu eine verstellbare Federgabel mit 80 mm Federweg. Der Rahmen ist aus Aluminium gefertigt und bietet Gewindelöcher für verschiedene Anbauteile wie eine Trinkflaschenhalterung, einem Fahrradschloss oder anderen Anbauteilen. Das Rockrider 520 kommt mit 27,5 Zoll Aluminium-Felgen geliefert. Je nach Rahmengröße, S, M, L oder XL unterscheiden sich Anbauteile wie das Aheadseat oder der Fahrradlenker in der Größe. Ebenfalls am Lenker vorhanden, eine Fahrradklingel.

Eine Straßenzulassung hat das Rockrider 520 im Auslieferungszustand nicht, da es nicht alle Kriterien erfüllt, die ein verkehrssicheres Fahrrad erfüllen muss. Hierzu fehlt eine Fahrradbeleuchtung, diese kann jedoch problemlos als Akku-Fahrradlampe ergänzt werden und in den Speichen jeweils ein weiterer Reflektor.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Bei unserer Bewertung spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, Preis-Leistungsverhältnis ist dabei ein Faktor, den wir mit einbeziehen. Das Rockrider 520 von B’TWIN kostet zum Zeitpunkt unseres Tests 299,99 Euro und ist damit sehr günstig. Das Rockrider 520 ist für seinen günstigen Preis jedoch ein gutes Einsteigermodell. Hier bekommt man genau das, was man dafür zahlt. Wer ein günstiges Mountainbike sucht und nur ab und zu damit im Gelände unterwegs ist, sollte das Rockrider 520 einmal probefahren. Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt. Legt man etwas Geld drauf, kann man es sehr einfach Verkehrssicher nachrüsten, sofern gewünscht.

Alternativen und Fazit

Wer allerdings ein Einsteigerbike sucht und sich unsicher ist, ob einem der Sport liegt könnte mit dem BTWIN Rockrider 520 glücklich werden. Allerdings würden wir dazu raten, das Bike in einer der vielen Decathlon Filialen zu kaufen um vor Ort direkt vom Fachmann die Mängel wie zB. Wie in unserem Trailbericht festgestellt, hat das BTWIN Rockrider 520 so seine Schwächen sobald es etwas schneller bergab geht.

Das Rockrider 520 überzeugt durch aufeinander abgestimmte Komponenten, bietet viel Fahrspaß und ein hervorragendes Preis-Leistungs Verhältnis. Natürlich ist es ein Einsteiger Hardtail, was sich vor allem darin bemerkbar macht, dass bei der Auswahl der Anbauteile überwiegend auch Einstiegs-Komponenten zum Einsatz kommen. Das Gesamtgewicht des Testrades in der Rahmengröße L liegt mit 14,55 kg in der Preisklasse im guten Durchschnitt. Insbesondere der günstige Anschaffungspreis von 299 EUR macht es für diejenigen interessant, die ein solides Fahrrad mit geringem Wartungsaufwand für gelegentliche Ausfahrten auch mal abseits von asphaltierten Strecken suchen, also z.B. auf Schotter oder durch Waldgebiete.

Von uns bekommt das B’TWIN Rockrider 520 3,5 von 5 möglichen Punkte. Punktabzug gab es durch die Lenkergriffe, die könnten unserer Meinung nach etwas hochwertiger sein, da man hier dauerhaft Kontakt zum Fahrrad hat.

Rockrider AM 50S

Rockrider ist Decathlons Eigenmarke für Geländebikes. Mit dem Rockrider AM 50S bieten die Franzosen über das eigene Vertriebsnetz einen langhubigen Allmountainboliden zum absoluten Einstiegspreis an. Schaltung und Bremsen sind trotzdem ebenso von einfacherer Qualität wie Gabel und Dämpfer. Das AM 50s holt daraus aber eine bergtaugliche Übersetzung und guten Federweg mit je 140 mm Hub. Dazu kommt eine je nach Größe um 120 bis 150 Millimeter absenkbare Sattelstütze. Die Laufräder sind solide und die Reifen zeigen „gesunde“ Zähne. Mit knapp 15 kg ist das AM 50S nicht gerade leicht. In langen, ebenen Passagen und vor allem bergauf bekommt man das zu spüren. Dabei läuft das Rad insgesamt sehr dynamisch bis leichtfüßig. Die 27,5er Räder nehmen Asphalt, Schotter und Waldboden stoisch unter ihre breiten Stollen-Pneus. Die Entfaltung reicht am oberen Ende für zügiges Fahren gut aus. Ihre Stärken hat sie bergauf. Auch auf feuchten Böden und Laub schiebt es sich griffig bergan. Ein guter Schwerpunkt unterstützt den Anstieg. Bergab spielt das Rad sein Potenzial mit Freude aus. Sind die ordentlich ansprechenden Dämpfer und Gabel offen, kann man es dynamisch durch Anlieger, über Wurzeln und Wellen laufen lassen, aktiv geführt am breiten, stabilen Lenker. Die Reifen finden dabei selbst in weichem Boden guten Halt und sorgen für sichere Kurvenlagen. Dem Einsteiger-Allmountain verzeiht man die einfache, teils optimierbare Ausstattung, weil es für Freude im Gelände sorgt.

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