Rockrider Fahrrad Test: Ein umfassender Überblick

Der Sportartikel-Discounter Decathlon betreibt mit der Marke Rockrider eine eigene Bikeschmiede. Die Bikes sind für ein extrem gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt.

Rockrider ST 500 Serie

Die ST 500 Serie von Rockrider geht mit einem absoluten Kampfpreis ins Rennen. Das ST 500 ist für den sportlichen Einsatz im Gelände konzipiert. Leichte Trails stehen definitiv in seinem Lastenheft. Bei den Anbauteilen setzt Rockrider auf das, was sich in diesem Preissegment bewährt hat.

Gewicht & Ausstattung

Weil Kinder ein sehr geringes Körpergewicht haben, ist es für sie besonders wichtig auch ein leichtes Bike zu haben. Mit 14,3 kg zählt das ST 500 zu den schwereren Bikes auf dem Markt. Wegen ihrem extrem niedrigem Gewicht können Kinder mit Federgabeln oft nur wenig anfangen. Auch die Gabel im ST 500 lässt sich nur schlecht auf das niedrige Gewicht von Kindern einstellen.

Wie sicher sich ein Bike fahren lässt, hängt maßgeblich auch mit den Reifen zusammen. Mit 2 Zoll verbaut Rockrider relativ schmale Pneus. Das spart Gewicht, schränkt aber zugleich auch die Geländetauglichkeit ein. Mit ihren kleinen Händen können Kinder nur sehr wenig Handkraft aufbringen. Es ist deshalb extrem wichtig, dass sich die Bremse sehr leicht betätigen lässt.

V-Brakes (Felgenbremsen), wie sie am ST 500 verbaut sind, sind leicht und technisch extrem simpel aufgebaut. Bei den Punkten Bremskraft und Dosierbarkeit sind sie den Scheibenbremsen jedoch unterlegen.

Mit der Bandbreite beschreibt man den Unterschied zwischen dem größten und dem kleinsten Gang der Schaltung. Mit einer exzellenten Bandbreite von 382 % haben Kinder für jede Fahrsituation den richtigen Gang parat.

Größeneinschätzung & Ergonomie

Rockrider empfiehlt die 24 Zoll Version für Kinder ab einer Körpergröße von 135 cm. Funktional und ohne viel Schnick Schnack rollt das ST 120 daher. Der quirlige Charakter lädt zu einer verspielten Fahrweise auf dem Trail ein. Bei der Sitzposition schlägt Rockrider den goldenen Mittelweg zwischen sportlich und komfortabel ein. Bergab muss das Einsteiger-Bike von Rockrider die Konkurrenz jedoch ziehen lassen. Ein Argument bleibt dennoch extrem stark: Verglichen mit der Konkurrenz im selben Preissegment verbaut Rockrider deutlich bessere Bremsen.

Rockrider 520 im Test

Wenn man sich vornimmt, Mountainbiken als Sport zu betreiben steht man vor einer schier unendlichen Auswahl an Modellen. Unterteilt in die verschiedensten Kategorien, Modelle, Ausstattungsvarianten und Einsatzgebiete. Decathlon bietet hierbei die Hausmarke BTWIN an und das Einsteigerrad Rockrider 520. Das Bike ist im unteren Preissektor angesiedelt und soll sich explizit an Einsteigern richten.

Seien wir ehrlich zu uns. Das BTWIN Rockrider 520 sticht preislich aus der Masse hervor. Schon fast unvorstellbar, dass man für 299€ ein komplettes Mountainbike bekommt, gerade wenn man sich vor Augen hält, dass man für den selben Preis ein komplettes Carboncockpit bekommen würde. Das BTWIN Rockrider 520 wird in insgesamt vier verschiedenen Größen ausgeliefert. Von S über M und L bis hin zu XL dürfte für jeden Fahrer etwas dabei sein. Das BTWIN Rockrider wurde im französischen Lille von passionierten MTB Experten entwickelt.

Ausstattung

Bei der Ausstattung wurde dann allerdings der Sparfuchs aus dem Keller geholt. Verzögert wird das Mountainbike mit mechanischen Hayes MX5 Scheibenbremsen. In der Front wird das BTWIN Rockrider 520 mit einer BTWIN U-Fit Gabel mit 80mm Federweg ausgestattet. Das Cockpit besteht aus einem B’Twin Sport-Oversize-Lenker mit 680mm (Rahmengröße L und XL) sowie einem Aluminium Vorbau mit 90mm. Was daran jetzt „oversize“ ist erkennen wir noch nicht wirklich.

Leider ist es aber immer so, dass die wenigsten Serienbikes mit einem entsprechendem Lenker kommen. Das, frisch aus dem Karton gezogene, Bike hatte ein paar kleinere und größere Mängel aufzuweisen. Neben den viel zu langen Bowdenzügen am Schaltwerk stießen vor allem lockere Speichen am Laufradsatz negativ auf.

Fahreigenschaften

Zugegeben, der Test eines Low-Budget Bikes ist für uns doch schon relativ neu. Normalerweise sind wir andere Kaliber aus höheren Preisregionen gewohnt. Nachdem wir das Bike, zwangsläufiger Weise, noch einmal warten mussten ging es dann, mit etwas Verzögerung, zur ersten Runde. BTWIN gibt für das Rockrider 520 allerdings keine Freigabe für All-Mountain, Enduro und BMX. Schon auf den ersten Metern macht das BTWIN Rockrider 520, nach unserem ersten Werkstattbesuch, einen guten Eindruck. Die Schaltperformance ist auf flachen Tretpassagen gut. Unter Last offenbaren sich kleinere Schwächen, was allerdings verständlich ist.

Dank der klassischen Diamant-Rahmengeometrie fühlt man sich im Uphill pudelwohl. Geht es jedoch bergab offenbart das BTWIN Rockrider 520 fatale Lücken in der Ausstattung. Viele Forstwege, viele Tretpassagen und eben auch mal bergab. Während sich das Rad auf asphaltierten Wegen noch ganz passabel schlug, kam es auf Singletrails oder der Waldautobahn viel zu schnell an seine Grenzen. Für 299€ darf man keine Rennmaschine erwarten, das ist klar. Wer allerdings ein Einsteigerbike sucht und sich unsicher ist, ob einem der Sport liegt könnte mit dem BTWIN Rockrider 520 glücklich werden. Allerdings würden wir dazu raten, das Bike in einer der vielen Decathlon Filialen zu kaufen um vor Ort direkt vom Fachmann die Mängel wie zB. Wie in unserem Trailbericht festgestellt, hat das BTWIN Rockrider 520 so seine Schwächen sobald es etwas schneller bergab geht.

Bewertung

Das Rockrider 520 von B’TWIN kostet zum Zeitpunkt unseres Tests 299,99 Euro und ist damit sehr günstig. Das Rockrider 520 ist für seinen günstigen Preis jedoch ein gutes Einsteigermodell. Hier bekommt man genau das, was man dafür zahlt. Wer ein günstiges Mountainbike sucht und nur ab und zu damit im Gelände unterwegs ist, sollte das Rockrider 520 einmal probefahren. Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt. Legt man etwas Geld drauf, kann man es sehr einfach Verkehrssicher nachrüsten, sofern gewünscht. Von uns bekommt das B’TWIN Rockrider 520 3,5 von 5 möglichen Punkte. Punktabzug gab es durch die Lenkergriffe, die könnten unserer Meinung nach etwas hochwertiger sein, da man hier dauerhaft Kontakt zum Fahrrad hat.

Rockrider E-Expl 700 E-MTB im Test

Für vergleichsweise preiswerte 2200 Euro bietet Sport-Multi Decathlon unter seiner Mountainbike-Marke "Rockrider" ein E-MTB für Alltag und Neulinge an. BikeX hat getestet, wie gut der Preiskracher aus Frankreich wirklich ist!

Motor und Akku

Was Motor und Akku angeht schon einmal nicht. Der verbaute Brose Drive T Aluminium mit seinen 70 Newtonmetern Drehmoment muss sich nicht vor den etwas stärkeren Konkurrenten von Shimano oder Bosch zu verstecken. Klar: Er braucht besonders im steilen Gelände etwas mehr Input vom Fahrer, kann dann aber ausdauernd mit ebendiesen Aggregaten mithalten. Stichwort Ausdauer: Auch die 630 Wattstunden fassende Batterie überzeugt mit guter Reichweite sowohl im Alltag als auch auf Touren.

Ausstattung

Auch die restliche Ausstattung passt auf den ersten Blick: Die Gabel in der Front hat 130-mm-Federweg, die versenkbare Sattelstütze hat in Rahmengröße M und L gute 150-mm-Verstellweg, große Vierkolben-Bremsen verbauen die Franzosen auch noch. Aber irgendwo muss es doch einen Haken geben? Jein. Wo man den Preis merkt, ist natürlich bei den Markennamen - denn die fehlen beim Rockrider gänzlich. Die verbaute X-Fusion-Gabel funktioniert im Alltag und auf flüssigen Trails gut, nur wenn es ruppig wird, kommt sie recht schnell ans Limit - für den Preis geht das aber in Ordnung. Die Tektro-Bremsen verzögern mit zwei Fingern am Hebel in der City und auf der Tour gut, besonders schwerere Piloten würden aber von größeren Bremsscheiben profitieren. Die Sattelstütze dagegen ist bar jeder Kritik, ebenso die knackig und genau schaltende Microshift-Kettenschaltung mit zehn Gängen. Insgesamt ist die Ausstattung des Decathlon-E-MTBs für den Preis und die anvisierte, eher alltagsorientierte Kundschaft, ein guter Deal.

Fahreigenschaften im Alltag und auf den Trails

Motor und Schaltung harmonieren prima. Mit 500 Watt Spitzenleistung (bei der üblichen 250 Watt Dauerleistung) hat der Motor genügend Power auch, um schwere Piloten gut zu unterstützen. Und sollte es mal garstig steil werden, hat die Microshift-Schaltung ein Bergritzel mit 48 Zähnen in petto - das reicht bei entsprechender Eigenleistung auch für die Alpen. Die Reifen, ebenfalls von einer Decathlon-Eigenmarke, sind auf Stadt-Land-Fahrten okay, auf Trails gibt es aber für relativ wenig Geld spürbar Besseres. Das Handling indes ist einmal mehr ohne Fehl und Tadel: Das E-Expl liegt satt auf Straße und Feldweg, fährt gut geradeaus und ist zudem schön wendig.

Zusammenfassung der Vor- und Nachteile

Alles in allem machen die betonenswert gute Federgabel, die guten Schaltungskomponenten und die gute Geo das E-Expl 700 zu einem überdurchschnittlich guten Bike für Freunde des Uphill-Flows. Es ist prädestiniert für Touren auf fordernden Singletrails. Wo Licht ist, fällt bekanntlich auch Schatten. Mit den einfachen Bremsen und dem mittelmäßigen Motor hat das E-Expl 700 auch eine schwache Seite.

Vorteile:

  • Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Bäriger Motor, gutes Display
  • Praxisnahe, wenn auch einfache Ausstattung

Nachteile:

  • Bremse braucht Handkraft

Rockrider Race 940 S im Test

Für die Olympischen Spiele 2024 in Paris hat der Sportartikel-Gigant Decathlon sein hauseigenes Rennteam mit dem brandneuen Rockrider 940 S ausgestattet. Das Racefully möchte mit einer modernen Geometrie und 120 mm Federweg vorne und hinten, um auf technisch anspruchsvollen Strecken punkten. Das Rockrider Race 940 S bringt frischen Schwung in die Welt der XC-Racebikes. Es kommt mit Carbonrahmen und einem Preis von 4499 Euro richtet sich das Bike an FahrerInnen,die ein leichtes und agiles Bike suchen, das auf technischen Rennstrecken überzeugt.

Rahmen und Federung

Der Rahmen des 940 S ist auf Performance getrimmt. An Front und Heck arbeiten 120 mm Federweg, was das Bike bereit für herausfordernde Tracks macht. Mit einem Gewicht von etwa 11,7 kg in Größe M ist es im Vergleich zur Konkurrenz wettbewerbsfähig. Der Lenkwinkel von 66,5 Grad und der Sitzwinkel von 75,5 Grad sorgen für eine moderne Geometrie. Der Reach-Wert liegt bei 449 mm. Dadurch ist das Handling agil, ohne nervös zu wirken, ideal für enge und technische Trails. Das kurze Steuerrohr in Verbindung mit dem Negativ-Vorbau sorgt für eine tiefe Front. Dadurch sitzt man geduckt und schnittig auf dem Rad.

Ausstattung

In Sachen Ausstattung lässt das 940 S kaum Wünsche offen. Die Rock-Shox-Sid-Base-Federgabel sorgt für eine sensible Dämpfung. Dazu kommt die Sram-GX-Transmission-Schaltung und die TRP-Slate-Bremsen. Die hochwertigen Reynolds-Laufräder und Hutchinson-Kraken-Reifen runden das Paket ab.

Fazit

Vive la France! Das preiswerte Rockrider Race macht zielstrebig Meter und fährt agil-wendig ab. Das hohe Gewicht und die nicht ganz überzeugende Federgabel kosten Punkte.

Positive Aspekte:

  • faire Ausstattung für vergleichsweise kleines Geld
  • wertig gemachter Carbon-Rahmen
  • sportliche Geometrie
  • teils ungewöhnliche, aber durchdachte Parts

Negative Aspekte:

  • tiefe Front kann bergab überfordern
  • Federgabel früher am Limit
  • relativ hohes Gewicht

Rockrider Race 900 S FC im Dauertest

Decathlon - in Frankreich fast ein Synonym für jegliche Sportartikel - ist hierzulande noch eher bekannt als die günstige Alternative zu anderen Herstellern. Seit einiger Zeit startet der französische Konzern aber durch und bringt hochwertige Fahrräder und Zubehör sowie Bekleidung auf den Markt. Und das bei immer noch sehr attraktiven Preisen. Als im Januar die Ankündigung für neue Rockrider-Modelle, das ist die MTB-Marke von Decathlon, in die Redaktion kam, wollten wir sehen: Wie funktioniert der Versand? Was muss ich noch selbst am MTB montieren? Was leistet das Rockrider Race 900 S? Gibt es qualitative Einschränkungen bei dem Preis? Macht das Mountainbike in der Praxis auch Spaß?

Versand und Montage

Wie viele Bikes kam auch das Rockrider Race 900 S in einem Karton bei uns in die Redaktion. Wir wollten schauen, wie viel vormontiert ist, was Kunden selbst tun müssen und wo es eventuell zu Fragen kommen kann, denn nicht jeder hat ein Team von BIKE-Technikprofis im Keller sitzen, die helfen können. Der erste Eindruck unseres Unboxings: Decathlon achtet stark auf Müllvermeidung, insbesondere auf Plastikmüll. Abgesehen vom großen Lieferkarton blieben nur sehr wenige Teile zum Wegwerfen nach der Montage übrig. Meistgelesene Artikel 123 Die Hauptaufgabe bei der Montage des Decathlon MTBs ist eigentlich das Entfernen von Schutz-und Stabilisierungsmaterial, das für den Transport benötigt wurde. Aber auch hier bleiben außer einer müllsackgroßen Folie für den Lenker und einer kleinen für den Sattel nur Krepptape und Karton übrig. Dann müssen der Lenker am Vorbau, das Vorderrad an der Gabel und die Pedale an der Kurbel montiert werden - eine Sache von vielleicht einer halben Stunde, wenn man nicht geübt ist. Eine kleine Anleitung liegt auch bei.

Auch die Klettbänder, mit denen Teile im Karton befestigt sind, können anschließend weiter verwendet werden, zum Beispiel beim Bikepacking oder - Achtung: uncool - um das Hosenbein stramm ums Bein zu binden, damit es nicht an der Kette schmutzig wird!

Zubehör

Außerdem legt Decathlon diverse Zubehörteile ins Paket:

  • Katzenaugen
  • Lampen für vorne und hinten
  • Ersatzspeichen inkl. Tool
  • Sram-Chaingap-Tool
  • Bremsbelag-Spreizer

Was allerdings fehlt, aber für die optimale Einstellung von Federgabel und Bremse notwendig ist, ist eine Dämpferpumpe. Nur so kann der Druck in den Fahrwerkskomponenten korrekt justiert werden. Zwar haben sowohl die Gabel als auch der Dämper Sag-Anzeigen, aber mit dem genauen Luftdruck-Wert braucht es kein langsames Annähern an die richtige Position. Ein Luftdrucktabelle bietet überdies nur die Rockshox Reba Federgabel. Der SidLuxe Select+ Dämpfer ist werkseitig aber prall gefüllt, sodass man sich mit vorsichtigem Ablassen von Druck auch dem gewünschten Sag nähern kann.

Ausstattung des Testbikes

Zur Auswahl standen zum Zeitpunkt unserer Order 4 Ausstattungsvarianten mit Sram GX und elektrischer GX AXS sowie Reynolds Carbon Laufrädern und Mavic Crossmax aus Aluminium. Mittlerweile hat Decathlon noch eine Variante mit Rockshox SID Base-Federgabel und den Reynolds Carbon-Laufrädern ins Programm genommen. Wir haben zum Test die günstigste Ausstattung bekommen mit mechanischer GX-Schaltung und Alu-Rädern. Alle Modelle kommen mit dem gleichen SidLuxe Select+ Dämpfer.

Rahmen

Zum Rockrider Race 900 S heißt es auf der Decathlon-Webseite: “Dieses MTB wurde für leistungsorientiertes Fahren im Bereich XC und XC Marathon entwickelt.” Der Rahmen ist der gleiche, wie er auch beim Worldcup und den Französischen Meisterschaften eingesetzt wird. Das heißt: Das Race 900 soll seinem Namen Ehre machen und nach Vorne gehen. Ein Sitzwinkel von 73 Grad und ein Reach von 420 mm positionieren den Menschen sportlich nach vorn gerichtet und mit gutem Druck auf dem Vorderrad, wenn es bergauf geht.

Fahrwerk

Das Fahrwerk an unserem Rockrider Race 900 ist mit der Rockshox Reba RL Federgabel gut ausgestattet. 120 mm Federweg sind mittlerweile normal beim Cross Country - 100 mm haben nur noch Puristen und Gewichtsfetischisten. Die 20 mm mehr machen aber an unserem Bike großen Spaß, zumal die Gabel vom Lenker aus geschlossen werden kann, wenn es mal bergauf nötig ist. Die Druckstufenverstellung ist so allerdings nur im On/Off-Modus nutzbar und leider nicht stufenlos. Die Reba RL hat ebenso eine Zugstufenverstellung für die Ausfedergeschwindigkeit.

Bremsen

Die Bremsen kommen ebenfalls von Sram. Die Level T sind sicher nicht das Heißestes am Markt, mit ihren Cross Country-konformen 180/160 mm Scheiben aber bissig und auch standfest genug für alle Touren, die das Rockrider Race mit uns machen musste. Einzig an die Bremshebel konnten wir uns vonseiten der Ergonomie nicht gewöhnen. Man greift sie lieber mit 2 Fingern, dafür ist der gerade Hebel aber irgendwie auch zu kurz.

Antrieb

Zur Gangschaltung lässt sich nicht viel sagen, außer dass die Sram GX Eagle mit 12 Gängen immer sauber funktioniert, während unseres Dauertestes nicht einmal nachjustiert werden musste und auch die Abnutzung sich sehr in Grenzen gehalten hat - trotz einiger Regenfahrten in den ersten Monaten. Montiert sind ein Kettenblatt mit 32 Zähnen (möglich sind laut Hersteller aber auch 30, 32, 34 und 36 Zähne) sowie eine Sram Kassette mit 10-52 Zähnen (also die üblichen 520 % Spreizung).

Fahreindruck

Anders als bei unseren großen Testreihen, bei denen die MTBs auch an ihre Grenzen gebracht werden sollen, ging es in unserem Dauertest des Rockrider Race darum zu schauen, ob es Defekte gibt oder das Design auf die Dauer an irgendeiner Stelle nervt. Deshalb war das Decathlon Bike hauptsächlich auf Voralpen-Trails unterwegs, also klassisches XC-Gelände. Was kann das Decathlon MTB bergauf? Das Gewicht von 11,8 Kilo ist für die Bergab-Fraktion himmlisch leicht - die ganz schnellen XC-Feilen knacken zuweilen auch die 9-Kilo-Marke. Wie schon beschrieben könnten andere Reifen noch ein halbes Kilo wegsparen oder leichtere Felgen, was sicher bergauf ein wenig mehr Auftrieb verleihen würde. Aber das Rockrider Race 900 S klettert so auch sehr gut. Was aber vor allem richtig Spaß macht, dass die Front fast gar nicht dazu neigt hochzugehen. Bergab ein echter Kumpel. Wenn es bergab zur Sache geht, hat sich das Race 900 als echter Kumpel gezeigt. Es verzeiht dir kleine Fehler, hält dir den Rücken frei mit genug Federweg und vermittelt dir das Gefühl: Wir zwei schaffen das gemeinsam! Das Rockrider will aber auch bergab schnell bewegt werden.

Zusammenfassung

Ausgangspunkt unseres Dauertests waren ja 5 Fragen, die wir uns zum Mountainbike von Decathlon gestellt haben. Unterm Strich ist zu klären: Wie sieht es mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis aus? Für 3000 Euro (maximal 4000 Euro mit Funkschaltung und Carbonrädern) kommt ein gut und namhaft ausgestattetes Cross Country MTB nach Hause, bei dem sich Designer Gedanken gemacht haben.

Tabellarische Übersicht

Modell Preis Federweg vorne Federweg hinten Gewicht (Größe M)
Rockrider ST 500 Kampfpreis - - 14,3 kg
Rockrider 520 299,99 Euro 80 mm - -
Rockrider E-Expl 700 2200 Euro 130 mm - -
Rockrider Race 940 S 4499 Euro 120 mm 120 mm 11,7 kg
Rockrider Race 900 S FC 2999 Euro 120 mm 120 mm 11,8 kg

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