Früher musste man sich auf Radtouren auf Wegweiser verlassen und sich verirren, wenn diese fehlten oder verdeckt waren. Heute wird das Smartphone mit der richtigen App zum ständigen Begleiter mit Ortskenntnis. Radfahrer können ihre Route in aller Ruhe zurechtlegen und bekommen dann auf der Fahrt an jeder Abzweigung Hinweise, wie es weitergeht.
Wir haben uns nach Routenplanern und Navis für Radfahrer umgesehen und sieben Apps getestet, die auf den beiden großen Smartphone-Plattformen Android und iOS zu Hause sind und auf Deutsch angeboten werden. Dabei zeigen sich zum Teil große Unterschiede in der Grundkonzeption, aber auch viele Raffinessen, die im Detail stecken und den Unterschied zwischen einer gelungenen Ausflugsfahrt und einer ärgerlichen Tour mit Sackgassen und langen Strecken auf viel befahrenen Landstraßen ausmachen können.
Pflichtkandidaten waren für uns Komoot und Google Maps, weil diese beiden Apps sehr weit verbreitet sind, sowohl gemäß ihrer Downloadzahlen als auch nach einer nicht repräsentativen Umfrage in unserem Redaktionsumfeld.
Ob auf staubigen Schotterwegen, durch dichte Wälder oder über endlose Landstraßen - Radreisen stehen hoch im Kurs. Wer abseits befestigter Straßen unterwegs ist, sollte nicht nur auf sein Bauchgefühl vertrauen. Eine zuverlässige Navigation ist unerlässlich - besonders für alle, die keinen Stapel Karten mit sich herumschleppen wollen.
Fahrrad-Navis im Test
Wir haben 35 Fahrrad-Navis getestet. Hier sind einige Ergebnisse:
Garmin Edge Explore 2
Das beste Fahrrad-Navi für die meisten ist das Garmin Edge Explore 2. Es ist hochwertig in der Verarbeitung sowie einfach in der Anwendung. Die Benutzeroberfläche lässt sich mit der Garmin Connect App individuell anpassen, gefahrene Touren kann man dort auswerten. Die Navigation ist ausgezeichnet und hat uns stets ans gewünschte Ziel gebracht.
Dabei lassen sich Touren auf dem Gerät selbst oder auf den bekannten Portalen wie Komoot, Outdooractive oder Strava planen und bequem auf das Gerät übertragen. Somit ist das Garmin nicht nur für den Freizeit- und Tourenbiker geeignet, auch technikbegeisterte und versierte Radler kommen mit dem Garmin Edge Explore 2 bestimmt auf ihre Kosten.
Das jetzt 104 Gramm schwere und mit einem 3 Zoll großen Display ausgestatteten Fahrrad-Navi kommt mit zwei einfachen Lenkerhaltern mit den entsprechenden Gummiringen, einem USB-C-Ladekabel, einer Handschlaufe sowie einem kleinen Benutzerhandbuch. Somit ist alles Notwendige zur Montage und dem Betrieb des Navis im Lieferumfang enthalten. Die Montage des Gerätes ist sehr einfach und schnell.
Wie schon beim High-End-Modell von Garmin, dem Garmin Edge 1040 Solar, kommt auch beim Edge Explore 2 die neue Bedienoberfläche zum Einsatz. Diese ist nicht ganz so intuitiv wie beim Vorgängermodell, jedoch kommt man nach kurzer Eingewöhnungsphase sehr gut damit zurecht. Das gilt vor allem für langjährige Garmin-Nutzer. Das Einrichten geht recht schnell, sodass das Navi nach dem ersten Einschalten nach kurzer Zeit einsatzfähig ist. Dazu einfach den Anweisungen auf dem Display folgen.
Die Navigation des Garmin Edge Explore 2 ist wie gewohnt sehr gut, wir konnten nichts Negatives feststellen. Auf dem Gerät können Touren selbst geplant werden, entweder durch Wählen von Punkten auf der Karte oder durch eine Eingabe einer Adresse. Auch eine Liste von Points of Interest (POI) ist jetzt enthalten. Das Navi nutzt die üblichen Satelliten wie GPS, Galileo und GLONASS, wodurch die Positionsbestimmung sehr genau ist und uns bei den Testfahrten nie enttäuscht hat.
Auch ein Planen der Routen mit den bekannten Portalen wie Outdooractive, Komoot und Strava vorab auf dem Handy ist möglich. Die Routen können sofort drahtlos auf das Navi übertragen werden. Ein Aufspielen einer Route via USB ist natürlich auch weiterhin möglich. Egal was wir am Ende gewählt haben, das Navi hat uns sicher ans Ziel gebracht. Auch das Neuberechnen einer Route beim Verlassen des Tracks ging schnell und zuverlässig. Schön ist, dass auch das neue Edge Explore 2 die ClimbPro-Funktion besitzt, die zusätzliche Informationen zu Steigungen liefert.
Garmin Edge 1040 Solar
Das Garmin Edge 1040 Solar ist zwar das beste Fahrrad-Navi im Test, wenn es um Leistung geht, es ist aber etwas komplizierter in der Bedienung und der Preis wird sicherlich den ein oder anderen Biker erschrecken, was der Grund für den verlorenen Testsieg ist.
Neben dem Navi selbst sind noch allerlei Halterungen fürs Fahrrad wie die Standard-, MTB- und Aero-Halterung mit dem notwendigen Montagezubehör und Ersatzteilen enthalten. Ein USB-Ladekabel, eine kurze Anleitung und ein Befestigungsband sind natürlich ebenfalls enthalten. Auch die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen.
Das Einrichten des Navis und das Verbinden des Geräts mit dem Smartphone mittels der Garmin Connect App geht problemlos und schnell. Gefahrene Touren lassen sich so im Detail nachvollziehen, was für den versierten Biker immer ein wichtiger Punkt ist. Das Übertragen von geplanten GPX-Tracks ist Garmin typisch problemlos.
Die Bedienung des Fahrrad-Navis ist unserer Ansicht nach nicht mehr ganz so einfach wie mit der alten Benutzeroberfläche und erfordert etwas mehr Zeit und Kennenlernen mit dem Gerät. Auf dem Bike schlägt sich das Navi recht gut. Besonders ist uns die schnelle Routenberechnung unter der Fahrt aufgefallen. Diese ist durch einen Trick besonders flott. Nur sind die errechneten Alternativen, sollte man mal vom Kurs kommen, teilweise unsinnig und man sollte darauf nicht blind vertrauen.
Ein besonderer Punkt beim Edge 1040 Solar ist natürlich die Solarladung. Im unteren- und oberen Abschnitt des 3,5 Zoll großen Displays sind die Solarflächen gut zu erkennen, aber auch über die gesamte Anzeige wird das Sonnenlicht in elektrischen Strom umgewandelt. Der Nachteil an dieser Variante ist, dass das Display dunkler und aufgrund Spiegelungen teilweise schlecht ablesbar ist, je nach Sonneneinstrahlung.
Sigma ROX 12.1 Evo
Mit dem Sigma ROX 12.1 Evo bekommt man nicht nur ein fast vollwertiges und einfach zu bedienendes Navi, sondern auch einen hervorragenden Trainingsbegleiter. Der Sigma ROX 12.1 Evo ist nicht nur ein GPS-Radcomputer, sondern fast schon ein vollwertiges Navi. Sigma hat hier sehr viel Wert auf eine verlässliche Navigation und einfache Bedienung gelegt. Dank ANT+ und Bluetooth-Schnittstellen wird das Navi zu einem treuen Trainingsbegleiter und auch die Kopplung an E-Bikes ist möglich.
Neben einer Anleitung und einem USB-Ladekabel ist ein klassischer Halter mit den notwendigen Montagemitteln wie Gummi-Spacer und Kabelbinder enthalten, wodurch der Halter an Lenker oder am Vorbau montiert werden kann. Weiter lässt sich in der Verpackung der Long-Butler-Halter finden, welcher an den Lenker geschraubt werden kann. Das ROX 12.1 Evo sieht nicht nur hochwertig aus, es fasst sich auch so an. In diesem Punkt gibt es nichts zu bemängeln.
Zum Einrichten ist die Sigma Ride App erforderlich. Das Koppeln des Gerätes mit dem Smartphone ist sehr einfach. Dazu wird die App geöffnet und ein am ROX generierter QR-Code eingescannt. Sowohl am Gerät selbst als auch in der App kann das ROX 12. Evo nach Wunsch konfiguriert werden. Die Anzahl und Ansicht der Anzeigefenster lassen sich je Profil individuell einstellen, je nachdem, welche Informationen man in der jeweiligen Disziplin bekommen möchte. Hierbei stehen sechs vorinstallierte Profile zur Verfügung. Neben Radsport sind bereits Profile für andere Sportarten wie Wandern, Golf oder Skifahren zu finden.
Generell ist das Sigma ROX 12.1 Evo dazu konzipiert, am Laptop oder am Handy geplante Routen nachzufahren. Dabei lässt sich das Gerät mit Apps wie Strava oder Komoot koppeln, um dort geplante Touren direkt auf das Sigma zu laden. Was den GPS-Radcomputer aber zum fast vollwertigen Navi macht, ist, dass am Gerät selbst Touren geplant sowie Points of Interest angefahren werden können. Auch eine Adresseingabe ist möglich, hier jedoch ohne Hausnummer. Das Planen von Routen am Gerät mit der „Draw my Route“-Funktion durch Zeichnen mit dem Finger am Display ist zwar möglich, aber etwas umständlich.
Abbiegungen werden am Display durch einen Kreis besonders hervorgehoben. Die Abbiegehinweise sind optisch und akustisch gut wahrnehmbar und werden dem Biker frühzeitig angezeigt. Sollte man sich mal verfahren, also die geplante Route verlassen, bittet einen das ROX 12.1 Evo erstmal umzudrehen, errechnet jedoch bei Nichtbeachten schnell eine logische Alternativroute zurück auf den Track.
Weitere Überlegungen bei der Wahl eines Fahrrad-Navis
Auch unter den Navigationsgeräten gibt es nicht die eierlegende Wollmilchsau. Jedes Gerät hat seine Vor- und Nachteile. Wird ein leicht zu bedienendes, vollwertiges Navi gesucht mit umfassendem Funktionsumfang und guter Kartendarstellung? Ein einfacher Fahrradcomputer mit GPS und geringem Gewicht? Oder ein Gerät, mit dem man auch seine Sensoren am Fahrrad und Körper koppeln kann und bei dem der Preis keine Rolle spielt?
Ein echtes Navigationsgerät ist ein Gerät, mit dem Touren direkt auf dem Gerät selbst, aber auch am PC erstellt werden können und auch offline funktionieren. Durch die Zieleingabe/Adresse berechnen Fahrrad-Navis die Route und speichern die gefahrene Strecke mit allen Details, sodass der Fahrer im Nachhinein alles auswerten kann. Das ist besonders für Radreisende, Bikepacker oder all jene von Interesse, die viel unterwegs sind und ihre Route selber planen möchten.
Fahrradcomputer mit GPS sind Geräte, auf denen ein am PC erstellter oder im Internet heruntergeladener GPX-Track aufgespielt werden kann, um die Tour im Anschluss nachzufahren. Eine echte Navigation mittels Kartenmaterials ist mit ihnen nicht möglich. Fahrradcomputer sind zum Beispiel für Radrennfahrer interessant und sollten eher klein, leicht und ebenfalls leicht zu bedienen sein.
Die Frage, ob ein integrierter Akku oder Batterien besser sind, lässt sich mit einem klarem »kommt drauf an« beantworten. Auch hier gibt es Vor- und Nachteile je nach Einsatzzweck und Vorlieben des Anwenders. Wer ein schlankes Gerät sucht und nach jeder Tour Zugang zu einer Steckdose hat, für den ist ein Gerät mit fest integriertem Akku vorteilhaft. Die getesteten Geräte fielen hier nicht negativ auf und je nach Einstellungen, wie z. B. bei der Bildschirmhelligkeit, hielt jedes Gerät über sieben Stunden.
Smartphone-Apps für die Fahrradnavigation
Normale Radfahrer, Ausflügler und Mountainbiker jeder Art raten wir deshalb eher zu Apps auf dem Handy. Handys haben viele Vorteile, da sie - anders als die reinen Fahrrad-GPS-Geräte - viel öfter Internet zur Verfügung haben: für die Routenplanung, für aktuelle Tipps auf der Strecke oder für das Livetracking im Freundeskreis. Die größten Nachteile sind hier, dass der Handyakku schneller leer werden könnte, wenn man den ganzen Tag durch die Gegend navigiert.
Wer lange Touren mit dem Handy macht, sollte sich die Mitnahme einer Powerbank überlegen, um in Pausen laden zu können. Die Lesbarkeit des Displays bei Sonne ist bei heutigen Geräten nur in Extremsituationen ein Problem, wenngleich schlechter als bei den GPS-Fahrradcomputern.
Komoot
Der Funktionsumfang von Komoot ist von fast allen anderen Fahrrad-Navi-Apps derart weit entfernt, dass man kaum um diese App herumkommt. In der kostenlosen Version lassen sich bereits gute Kartendarstellungen abrufen und Funktionen nutzen. Das Erstellen der Route, die Planung und die Navigation sind vorbildlich, sogar unterwegs sind Änderungen sehr einfach einzuplanen. So sucht sich Komoot bei sportlichen Fahrern anstrengendere Routen zum Ziel. Mountainbiker bekommen andere Routen angezeigt als Rennradfahrer usw.
Die Routen lassen sich im Vorfeld am PC planen, das schafft in dieser Qualität nur noch Bikemap. Komoot macht auch Vorschläge für schöne Touren für bestimmte Regionen, den Urlaub beispielsweise. Einige sind von Tourismusverbänden gesponsert und daher auch ganz offiziell. Allerdings muss man sagen, dass viele Vorschläge oft nicht von Menschen erstellt wurden. Wenn es dumm läuft, kann man bei Komoot als Mountainbiker auch mal vor einer Steintreppe im Nirgendwo stehen. Trotzdem: Außerhalb von Städten ist keine Kursführung so clever regelbar wie jene von Komoot.
Bikemap
Bikemap kommt mit ähnlichen Funktionen daher wie Komoot, ist allerdings nicht so umfangreich. In unserem Test haben wir gute Erfahrungen gemacht mit der Navigation, besonders auch außerhalb der Stadt. Rennradfahrer wurden auf Straßen, Mountainbiker auf Feldwegen durch die Gegend geleitet - vorausgesetzt, man bezahlt fürs Abo. Wer die Route auf dem PC plant, kann sie mit der Maus ähnlich wie bei Komoot oder Google Maps anpassen. Weniger gut gefallen hat uns die Auswahl der Karten.
Maps.me
Der große Vorteil dieser etwas einfacheren Fahrrad-Navi-App ist, dass sie kostenlos offline funktioniert - das geht sonst nur bei Google Maps oder Spezialisten wie Lotus. Wie bei den meisten anderen Fahrrad-Navi-Apps leistet Maps.me in der Stadt gute Navigationen bei einfacher Bedienung. Sehr schön gelöst ist der Zugriff auf besonders spannenden Punkte (POIs, Points Of Interest genannt).
Google Maps
Als einzige App werden auch im Fahrrad-Modus Alternativen zum Ziel angeboten. Google Maps will immer schnell zum Ziel mit kuriosen Vorschlägen: zur Not fast senkrecht den Berg runter. Wer also nur mit dem Touren-E-Bike unterwegs ist, merkt ggf. zu spät, wie gefährlich die Tour gerade ist.
Strava und Sports Tracker
Diese sehr populären Apps haben eine andere Zielgruppe: Die Apps richten sich primär an sportliche Fahrer, die ihre Leistungen tracken wollen, Herzfrequenz inklusive. Jede hat so ihre Vor- und Nachteile: Strava bietet Wettkampfmöglichkeiten mit Freunden in der Community. Sports Tracker erkennt beim Aufzeichnen, wo tatsächlich Sport gemacht wurde (Skipisten und Skilifte werden beispielsweise unterschieden).
Weitere Apps im Überblick
Wir haben vier Apps ausprobiert: Komoot, Outdooractive, Locus Map und Naviki.
Komoot
- Betriebssystem: Android & iOS
- Kosten: Basis mit regionaler Testkarte gratis; das Offline-Karten-Welt-Paket kostet einmalig 30 Euro, das Premium-Abo mit Zusatzfunktionen 60 Euro pro Jahr.
- Zielführung: Die Zieleingabe erfolgt per Karte, Highlights oder über die Suchzeile. Die Adress-Suche ist dabei nicht wirklich benutzerfreundlich. Während der Fahrt erfolgt die Zielführung per Linie auf der Karte, durch Pfeile und Abbiegehinweise. Auch eine Sprachausgabe ist möglich. Wird die geplante Strecke verlassen, erfolgt bei vorhandener Internetverbindung eine Umplanung.
- Routenplanung: Selbst auf dem kleinen Handy-Display lassen sich individuelle Routen gut planen. Strecken aus der Portalplanung zu Hause gelangen nahtlos in die App. Zahlreiche fertige Touren-Vorschläge werden angeboten. Diese lassen sich auch leicht nach individuellen Wünschen anpassen.
- Offline-Funktionen: Reine Kartendaten lassen sich auf dem Handy speichern. So reduziert sich unterwegs der Datenverbrauch. Für eine Neu- oder Umberechnung, falls die geplante Strecke verlassen wird, ist eine Internetverbindung notwendig.
- Plus: Einfache Bedienung; gute Streckenvorschläge; viele Schnittstellen (GPS, E-Bike)
- Minus: Nicht komplett offline; Premium-Abo mit begrenztem Mehrwert
Outdooractive
- Betriebssystem: Android & iOS
- Kosten: Basiskonto mit Werbung; Pro-Abo (30 Euro pro Jahr) mit größerer Kartenauswahl und Offline-Daten; Pro+ (60 Euro pro Jahr) mit noch größerer Kartenauswahl
- Zielführung: Individuell geplante Strecken oder Touren-Vorschläge synchronisieren sich automatisch im Hintergrund zwischen Web und App. Direkte Zieleingabe ist ebenfalls möglich. Während der Navigation erfolgt die Zielführung per Linie auf der Karte, durch Pfeile und Abbiegehinweise. Auch eine Sprachausgabe ist möglich. Beim Verlassen der geplanten Strecke gibt es lediglich einen Hinweis, keine Umplanung.
- Routenplanung: Schnell noch unterwegs eine eigene Tour planen ist möglich. Allerdings nur mit Internetverbindung. Die Stärke von Outdooractive liegt in der großen Anzahl qualitativ hochwertiger Touren-Vorschläge.
- Offline-Funktionen: Eigene Kartenausschnitte und geplante Strecken lassen sich in beiden Pro-Abos herunterladen.
- Plus: Detaillierte Such- und Filtermöglichkeiten für Touren-Vorschläge; viele Integrationen der Smartwatch
- Minus: Nicht komplett offline; kein Re-Routing
Locus Map
- Betriebssystem: Nur Android
- Kosten: Basic mit Werbung und reduzierten Funktionen; Silver-Abo (10 Euro pro Jahr): erweiterte Funktionen, aber ohne Offline-Funktionen; Gold-Abo (24 Euro pro Jahr): Voller Offline-Funktionsumfang
- Zielführung: Einzelzieleingabe am Smartphone, GPX-Track-Import und Übernahme geplanter Strecken aus dem Web-Routenplaner möglich. Zielführung mit Linie auf Karte, durch Pfeile und Abbiegehinweise. Beim Verlassen der Tour wird die Strecke neu berechnet.
- Routenplanung: Strecken unterwegs planen ist möglich. Besser als GPX-Track importieren oder aus dem Locus-Web-Routenplaner übernehmen. Fertige Touren-Vorschläge gibt es bei Locus Map nicht.
- Offline-Funktionen: Im Gold-Abo ist eine komplette Offline-Funktionalität enthalten. Karten und Routing-Daten liegen im Speicher vom Smartphone.
- Plus: Volle Offline-Funktion; preiswerte Abo-Modelle; große Kartenauswahl
- Minus: Keine fertigen Touren-Vorschläge; Schnittstellen zu GPS und E-Bike fehlen
Naviki
- Betriebssystem: Android & iOS
- Kosten: Kostenlose Basisversion mit Werbung und reduziertem Funktionsumfang; Zusatzfunktionen als Bausteine für Einmalbetrag
- Zielführung: Informatives Kartenbild in Ortschaften, wahlweise in drei Design-Stilen. Markierte Radrouten werden hervorgehoben. Zielführung mit Linie auf der Karte, Abbiegepfeilen und als Extra Sprachansage. Wird die geplante Strecke verlassen, erfolgt bei vorhandener Internetverbindung eine Umplanung.
- Routenplanung: Profile für diverse Räder. Außer „Alltag“ sind alle Profile kostenpflichtig. Das Freizeit-Profil liefert schöne Touren abseits der Hauptstraßen und orientiert sich an bekannten Radrouten. Viele fahrradspezifische Sonderziele. Komfortable Planung auf dem Computer, von dort gelangen die Touren nahtlos in die App. Für S-Pedelecs werden Radwege automatisch ausgeschlossen.
- Offline-Funktionen: Mit dem gekauften Offline-Karten-Extra können Kartendaten auf dem Handy abgelegt werden. Keine Streckenberechnung im Offline-Modus.
- Plus: Bekannte Radrouten finden Berücksichtigung; sinnvolle Fahrrad-POIs; Routing für S-Pedelecs
- Minus: Nicht komplett offline; keine fertigen Touren-Vorschläge
Planung und Vorbereitung sind entscheidend
Die einen lieben fertige Touren aus einem Tourenportal, für andere ist das Selbstplanen Teil des Abenteuers. Es braucht jeweils vier Schritte, dann sind Sie abfahrbereit.
Die fertige Tour
- Suchen und Filtern im Tourenportal: Aus der Masse an Touren den passenden Kandidaten herausfiltern nach Standort, Länge, Schwierigkeitsgrad & Co.
- Download der Tour: Wunschstrecke als GPX-Track herunterladen.
- Check der Strecke und Übertragung: Geladene Strecke in einem Karten-Tool öffnen und Streckenverlauf und Höhenprofil prüfen.
- Zielführung auf dem Smartphone: Übertragung in die Navi-App auf dem Smartphone. Möglichst alle Daten auf dem Smartphone offline laden und Zielführung starten.
Die selbst geplante Tour
Vor der Planung braucht es erst einmal eine Tour-Idee.
OpenCycleMap
Wer gern mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte die OpenCycleMap kennen. Auf den ersten Blick wirkt die OpenCycleMap sehr bunt und unübersichtlich. Doch wer einen kurzen Blick auf die Legende der OpenCycleMap wirft, findet sich schnell zurecht.
Die OpenCycleMap ist, wie der Name bereits sagt, ein frei zugänglicher Kartendienst, der auch von jedermann bearbeitet und um zusätzliche Informationen ergänzt werden kann.
Weitere Routenplaner und Navigations-Apps
- Komoot: Ideal für Outdoor-Abenteurer mit detaillierten Tourenvorschlägen und Offline-Karten.
- Bikemap: Bietet Offline-Karten und eine große Auswahl an Tourenvorschlägen, sowohl in der Standard- als auch in der Premium-Version.
- Fahrrad-Hotels: Ein Routenplaner speziell für mehrtägige Radurlaube mit fahrradfreundlichen Unterkünften entlang der Route.
- Radbonus: Sammeln Sie Punkte für geradelte Kilometer und tauschen Sie diese gegen Prämien in nachhaltigen Shops ein.
- Naviki: Ein Allrounder für verschiedene Radtypen, der fahrradfreundliche Wege bevorzugt.
- Zeopoxa: Entwickelt für ambitionierte Radsportler, die ihre Herzfrequenz und Leistung überwachen möchten.
- Strava: Ein Analyse-Tool zur Auswertung von Puls, Leistung und relativer Leistung während der Fahrt.
Fazit
Die Funktionen von modernen Routenplanern sind weitreichend und gehen längst über die eigentliche Funktion eines reinen Navigations-Tools hinaus. Egal ob du das beste Café der Region suchst oder an einem versteckten Aussichtspunkt die Natur auf dich wirken lassen möchtest - all das wird mit den vorgestellten Navigations-Apps möglich. Die Funktionen werden stetig erweitert, um dir ein ideales Fahrerlebnis ohne Kompromisse bieten zu können.
Es gibt triftige Gründe für die Nutzung eines spezifischen Fahrrad-GPS-Geräts, aber auch pragmatische Überlegungen, die dem gegenüberstehen. Vor allem die Möglichkeiten des ohnehin vorhandenen Smartphones macht den Radcomputer für viel Radler obsolet. Bei der Wahl einer App müssen vorab ein paar Prämissen gesetzt werden. Urbanen Radlern reicht eventuell schon eine möglichst sinnvolle, an die Radinfrastruktur angepasste Route von A nach B.
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