Motorrad-Rückenprotektor-Weste im Test: Sicherheit und Komfort im Vergleich

Die richtige Motorrad-Schutzkleidung ist für den Erstfall überlebenswichtig. Wer vorab nicht in seine Sicherheit investiert hat, prüft in dem Fall seine eigenen Organe und Extremitäten. Damit es nicht soweit kommt, entwickeln die Hersteller von Motorradbekleidung immer bessere, sicherere Produkte, um ihre Kunden bestmöglich zu schützen.

Protektoren sind das Rückgrat der Schutzkleidung für Motorradfahrer. Sie absorbieren den Aufprall, verteilen die Aufprallenergie und schützen empfindliche Körperbereiche wie Wirbelsäule, Gelenke und Organe.

Vespa Fahrer haben beim Unfall oft schwerwiegendere Folgen als für Autofahrer. Autofahrer sind beim Aufprall auf Fahrzeuge etc. dank „Fahrgastzelle“ und zahlreicher Airbags sehr gut geschützt. Für das Vespa Fahren ist es von entscheidender Bedeutung, die richtige Schutzkleidung zu tragen, um sich vor Verletzungen zu schützen.

Was leisten Protektoren?

Protektoren oder zunehmend auch Airbags in Westen / Jacken bieten guten Schutz und können schwere Verletzungen verhindern oder deren Ausmaß reduzieren. Welche Arten und Unterschiede gibt es? Worauf sollte man bei Protektoren und Airbags achten?

Rückenprotektoren im Detail

Der Rückenprotektor ist ähnlich zum Schildkrötenpanzer. Während die Schildkröte schwer an ihrem „Panzer“ zu tragen haben, sind Rückenprotektoren leicht und vereinen Aufprallschutz mit gutem Tragekomfort.

Motorradjacken, die nicht von Haus aus einen Rückenprotektor mitbringen, sind meist für seinen Einsatz schon vorbereitet. So muss man nur die Rückentasche mit einem geprüften Einschubprotektor in passender Größe „füllen“.

Wichtige Normen und Tipps für die Auswahl

Ein Protektor sollte die Vorgaben die DIN EN 1621-1 (Gelenkprotektoren) oder EN 1621-2 (Rückenprotektoren) erfüllen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, vor dem Kauf auf die CE-Kennung zu achten.

Tipps für die Auswahl:

  • Darauf achten, dass der Rückenprotektor nach der Norm EN 1621-2 (Rückenprotektor Motorrad) geprüft ist.
  • Es gibt Protektoren in zwei unterschiedlichen Schutzklassen. Protektoren der Schutzklasse 2 sind wegen der besseren Dämpfung den nur noch selten angebotenen Klasse-1-Protektoren vorzuziehen.
  • Separat anzulegende Protektoren werden in unterschiedlichen Größen angeboten.

Airbagsysteme für zusätzlichen Schutz

Bei den Zusammenstößen schützen Airbag-Jacken oder Airbag-Westen den Fahrer vor allem im Brust- und Rückenbereich und bieten daher ein großes Schutzpotenzial. Laut Tests wohl sogar mit Vorteilen gegenüber konventionellen Protektoren in althergebrachter Protektorenjacke. Vor allem der Schutzbereich am Rumpf ist wohl größer als bei den üblichen Motorradkombis.

Laut Institut für Zweiradsicherheit (ifz) sind viele Airbag-Systeme mittlerweile ausgereift. Hersteller wie Alpinestars, Dainese oder Helite bieten Produkte zum Drüber- oder Drunterziehen an. Unterschiede gibt es bei der Anzahl den zu schützenden Bereichen und Kammern sowie die Art der Auslösung.

Wie funktionieren Airbags?

Die neue Systeme blasen Luftkissen elektronisch gesteuert auf - im Gegensatz zu mechanisch, bei denen eine Reißleine des Systems am Fahrzeug befestigt wird. Die Reißleine löst den Airbag von Helite ab einer Zugkraft von 30 kg aus. Der elektronische Airbag misst Bewegungen mehrfach in der Sekunde (GPS) und erkennt gefährliche Situationen mittels Sensorik - löst in Millisekunden dann entsprechend aus.

Wenn sich die Weste in einer gefährlichen Fahrsituation öffnet, kann man diese wiederverwenden, wenn die Weste schadensfrei ist. Die Kapsel für die CO2-Zufuhr und die Reißleine können nachgekauft und ersetzt werden.

Elektronische Airbag Systeme

  • Airbag wird elektronisch ausgelöst und aufgeblasen
  • Eine Installation am Motorrad ist nicht nötig
  • Das System funktioniert über GPS-System sowie Algorithmus
  • Die Vorrichtung muss regelmäßig geladen werden.

Hersteller u.a. In&Motion Airbags - Tech saves lives. Das In&motion Airbag System ist aktuell das einzige System, das mit der Zeit intelligenter wird. Angetrieben durch eine Vielzahl von Sensoren, GPS und leistungsstarken Algorithmen bietet das In&motion Airbagsystem unvergleichlichen Schutz und Sicherheit.

Das System wird auch von vielen Motorrad-Rennfahrern eingesetzt und hat sich bei Rennen auf der Rennstrecke bewährt (Infos zu Airbags für Wettkämpfe). Das Airbag System von ist beispielsweise in Jacken u.a.

Brust- und Rückenprotektoren im Test

Für viele ist der Rückenprotektor in der Motorradjacke bereits unverzichtbar. Der Brustprotektor hingegen, der die wichtigsten Organe im Thorax-Bereich schützen soll, wird jedoch oft vernachlässigt. Im Falle eines Sturzes oder Unfalls können diese Sicherheitsfeatures vor schwereren Verletzungen schützen und sogar Leben retten. Doch wie gut lassen sich die Protektoren mit der Motorradbekleidung kombinieren und welchen Schutzfaktor bieten diese?

Die Brust- und Rückenprotektoren mussten sich dabei in den Testkategorien passiver Unfallschutz, Sicherheit, Komfort und Handhabung beweisen. Eines der Testmodelle war unsere Protektoren-Weste Keltor, die in jedem Bereich überzeugen konnte und mit dem MOTORRAD-Urteil „sehr gut“ bewertet wurde. Die Keltor Protektoren-Weste aus Lycra-Mesh verfügt über SAS-TEC Protektoren für Rippen, Brust, Rücken und Steißbein. Der Steißbeinprotektor ist abnehmbar, die Protektoren herausnehmbar.

Fazit der Tester: „Die Weste Keltor von Held bietet ein umfangreiches Gesamtpaket an Protektoren und sitzt eng, aber komfortabel unter der Motorrad-Klamotte.

Unsere 9 Testkandidaten verbinden den Schutz von Brust- und Rücken, denn der Brustbereich ist mindestens genauso schützenswert wie der Rücken, wie die aktuelle Unfallforschung zeigt.

Brustprotektoren sind lang nicht so verbreitet wie Rückenprotektoren und haben den Ruf, unschön aufzutragen oder zu drücken. Doch inzwischen haben zahlreiche Hersteller viele flexible und komfortable Lösungen zum Schutz des Brustbereichs im Sortiment. Gut so, denn laut Unfallforschung des ADAC enden 40 Prozent der Verletzungen am Thorax, also am Brustkorb, lebensbedrohlich bis tödlich. Logisch, denn genau hier liegen die wichtigsten Organe des menschlichen Körpers. Verletzungen der Brust- und Lendenwirbelsäule, die ein gewöhnlicher Rückenprotektor abdeckt, nur etwa halb so oft.

Warum also auf Brustprotektoren beim Motorradfahren verzichten, haben wir uns gefragt und direkt 9 Brust-Rückenprotektoren für Motorradfahrer und -fahrerinnen getestet. Wer es genau wissen möchte, bekommt in MOTORRAD 21/2021 die Schlagdämpfungswerte der einzelnen Rückenprotektoren in Kilonewton (kN), die ausführlichen Erläuterungen zu EU-Norm, CE-Kennzeichnung, Zertifizierung und Materialkunde sowie die Tabelle mit der detaillierten Punktevergabe in den Kategorien Sicherheit, Komfort, Handhabung und Ausstattung/Verarbeitung.

Testergebnisse im Überblick

Hier eine Zusammenfassung der getesteten Produkte:

  • Testsieger: Held Keltor
    • Preis: 179,95 Euro
    • Größen: S bis XXL, DXS bis DXL
    • Abdeckung Rücken: Full Back (breiter)
    • Gewicht: 1,5 kg
    • Aufbau: Netzweste mit herausnehmbaren Protektoren, verstellbar an Schultern, Brustprotektor am Stück, Extra-Protektoren an Rippen und Steißbein, Nierengurt
    • Level Rücken: 2
    • Level Brust: 2
    • Herstellungsland: China
    • Fazit: Die Weste Keltor von Held bietet ein umfangreiches Gesamtpaket an Protektoren und sitzt eng, aber komfortabel unter der Motorrad-Klamotte. Sie ist geeignet für tourenlastiges Textil sowie knackig enges Leder.
    • MOTORRAD-Urteil: sehr gut
  • Testsieger: Ortema Body Protection Set + Nierengurt
    • Preis: 329 Euro, 298 Euro ohne Nierengurt
    • Größen: S bis XL
    • Abdeckung Rücken: Full Back (breiter)
    • Gewicht: 1,2 kg
    • Aufbau: über Gurte zusammenhängender Protektor, vierfach verstellbar, optional mit Nierengurt im Bundle, viskoelastischer Brustprotektor mit Hartschalenaufsatz
    • Level Rücken: 2
    • Level Brust: 2
    • Herstellungsland: Deutschland
    • Fazit: Das Body Protection Set hat Offroad-Charakterzüge, eignet sich mit Nierengurt und dank komfortablem Schaum jedoch auch für Tourer. Leicht und kaum spürbar passt es sich dem Körper an, zudem: Made in Germany.
    • MOTORRAD-Urteil: sehr gut
  • Alpinestars Nucleon KR-1 Cell & KR-C
    • Preis: 149,95 Euro (Rücken), 49,95 Euro (Brust)
    • Größen: XS bis XL
    • Abdeckung Rücken: Central Back (schmaler)
    • Gewicht: 1,0 kg
    • Aufbau: zwei separate Produkte, über vier Clips kombinierbar, über Gurte verstellbar, geteilter viskoelastischer Brustprotektor, Nierengurt (abnehmbar)
    • Level Rücken: 2
    • Level Brust: 1
    • Herstellungsland: China
    • Fazit: Die Kombination aus Nucleon KR-1 Cell und KR-C von Alpinestars ist eine praktische Lösung, zwei Schutzbereiche zu verbinden. Durch die flache Bauweise eignet sie sich gut für sportliches Fahren mit enger Lederkombi.
    • MOTORRAD-Urteil: gut
  • Forcefield EX-K Harness Flite
    • Preis: 269,90 Euro
    • Größen: S bis XL
    • Abdeckung Rücken: Full Back (breiter)
    • Gewicht: 1,7 kg
    • Aufbau: Weste an einem Stück, verstellbar an Schultern, geteilter Brustprotektor, teilweise Abdeckung der Rippen, Nierengurt
    • Level Rücken: 2
    • Level Brust: 2
    • Herstellungsland: Taiwan
    • Fazit: Das Schutzgeschirr von Forcefield erzielte die zweitbesten Werte bei der Schlagdämpfung und punktet mit einem sehr großen Abdeckungsbereich. In Sachen Komfort und Bewegungsfreiheit ist noch Luft nach oben.
    • MOTORRAD-Urteil: befriedigend
  • Icon D30 Vest
    • Preis: 198 Euro
    • Größen: S/M bis 2XL/3XL
    • Abdeckung Rücken: Full Back (breiter)
    • Gewicht: 1,5 kg
    • Aufbau: mit Klett verbundener Protektor, teilweise Abdeckung der Rippen, abnehmbarer Steißbeinschutz, viskoelastisches Material innen, Hartplastik außen, verstellbar an Schultern
    • Level Rücken: 2
    • Level Brust: 2
    • Herstellungsland: China
    • Fazit: Die D3O Vest mischt zur Dämpfung viskoelastisches Schaummaterial mit klassischer Hartschale. Trotz des massiven ersten Eindrucks trägt sich die Kombination allerdings wunderbar komfortabel und sitzt einfach gut.
    • MOTORRAD-Urteil: gut
  • O’Neal BP Protector Vest
    • Preis: 149,99 Euro, optionaler Brustprotektor 14,95 Euro
    • Größen: S bis XXL
    • Abdeckung Rücken: Full Back (breiter)
    • Gewicht: 0,8 kg
    • Aufbau: Netzweste mit herausnehmbarem Rückenprotektor, Polsterung im Rippen- und Brustbereich, zertifizierter Protektor nachrüstbar
    • Level Rücken: 2 (Herstellerangabe)
    • Level Brust: keine Zertifizierung
    • Herstellungsland: China
    • Fazit: Im Test wird der erlaubte Mittelwert von 9 kN überschritten. Level-1-Niveau hält man zwar locker ein, dennoch will man laut Kennzeichnung Level 2 erfüllen. Viel Komfort und geringes Gewicht punkten im Alltag.
    • MOTORRAD-Urteil: befriedigend
  • Rukka Kastor AFT
    • Preis: 199 Euro
    • Größen: S bis 3XL
    • Abdeckung Rücken: Full Back (breiter)
    • Gewicht: 1,1 kg
    • Aufbau: Netzweste mit herausnehmbaren viskoelastischen Protektoren, durchgehender Brustprotektor, Verbindungsreißverschluss zur Hose
    • Level Rücken: 2
    • Level Brust: 1
    • Herstellungsland: China
    • Fazit: Die Weste Kastor AFT ist eindeutig der Sieger in Sachen Komfort. Auch die Schlagwerte sind sehr gut, wenngleich durch große Dimensionen und keine Verstellmöglichkeiten nicht jeder davon profitieren kann.
    • MOTORRAD-Urteil: gut
  • Spidi Defender Back & Chest
    • Preis: 249,90 Euro
    • Größen: diverse je nach Körpergröße, Abdeckung Rücken: Full Back (breiter, keine Kennzeichnung)
    • Gewicht: 0,9 kg
    • Aufbau: mit Klett verbundener Protektor, verstellbar an Schultern, Weichschaum mit Hartplastik-Luftkammern
    • Level Rücken: 2
    • Level Brust: 1 (keine Kennzeichnung)
    • Herstellungsland: Italien
    • Fazit: Der Defender von Spidi geht mit dem Material ¬einen Oldschool-Weg, ist dafür leicht und hält die Normwerte locker ein. Eine flache, leichte Kombination, geeignet nicht nur für sportliche Sitzpositionen.
    • MOTORRAD-Urteil: gut
  • Zandona Soft-Active Vest PRO X6
    • Preis: 189,95 Euro
    • Größen: XS bis XL
    • Abdeckung Rücken: Central Back (schmaler)
    • Gewicht: 0,7 kg
    • Aufbau: Netzweste mit herausnehmbarem Rückenprotektor, Nierengurt, Brustprotektor fest vernäht
    • Level Rücken: 2
    • Level Brust: nur gegen Steinschlag zertifiziert
    • Herstellungsland: Italien
    • Fazit: Die Soft-Active Vest von Zandona ist sowohl das leichteste als auch das Modell mit den besten Schlagdämpfungswerten. Die Zertifizierung des Brustschutzes gegen Steinschlag ruft unter anderem nach Offroad.
    • MOTORRAD-Urteil: gut

Rückenprotektoren im Labor getestet

Selbstverständlich können auch die getesteten Brust-Rückenprotektoren für Motorradfahrer Verletzungen nicht ausschließen, wohl aber viel an Aufprallenergie absorbieren, die den Körper über Gebühr beansprucht. Wie viel das sein sollte, wird in Grenzwerten festgelegt, die in einer für die Zertifizierung erforderlichen Norm eingehalten werden muss. In diesem Test war die Zertifizierung im Rückenbereich und das höhere Schutzlevel 2 Pflicht; der Protektor im Brustbereich wurde nicht auf Schlagdämpfung getestet.

Berechtigt ist die Frage, warum wir einerseits sehr ausführlich die Wichtigkeit von Brustprotektoren beschreiben, sie aber andererseits nicht wie die Rückenschützer im Labor testen. Dies hat mehrere Gründe: Sowohl Norm als auch Prüfverfahren von zertifizierten Brustprotektoren sind relativ neu, weshalb auch uns Erfahrungswerte fehlen, inwiefern der "Labortest" auf den praktischen Nutzen übertragen werden kann. Und auch Sie hätten wenig davon, wenn höhere Restkraftwerte abschrecken würden, der Brustprotektor an sich im Alltag aber einen guten Job machen würde.

Einfacher gesagt: Wir tasten uns alle gemeinsam an das Thema heran und möchten aufzeigen, wie weit die Entwicklungen in diesem Bereich bereits sind, dass jeder, dem sein Brustkorb lieb ist, zumindest einmal ein solches Modell anprobieren sollte und schließlich selbst entscheidet, ob dies für ihn oder sie zum Motorradfahren taugt. Neben den reinen Laborwerten ist am Rücken, an der Brust und besonders bei diesen Kombi-Protektoren eines wichtig: Der Dämpfer soll natürlich im Sturzfall schützen, aber auch unter dem Aspekt "aktive Sicherheit" überzeugen.

Heißt, dass die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird, er nicht reibt, zwickt oder drückt, trotzdem aber verrutschsicher positioniert ist. Und einen schwitzigen Panzer, den man dann an warmen Tagen doch eher zu Hause lässt, wollen wir auch nicht.

Beim Prüfen fällt ein Fünf-Kilo-Schlagkörper auf das auf dem Amboss liegende Testmuster.

Schutzlevel und Abdeckung

Grundsätzlich empfehlen wir das höhere Schutzlevel 2. Wem jedoch deutlich mehr am Komfort gelegen ist, findet mit Level-1-Schützern oft noch flexiblere, dünnere Modelle. Speziell für den Schutz des Rückens gibt es zwei Varianten: "Full Back" (FB) bedeutet so viel wie ganzer Rücken, deckt also neben der Wirbelsäule die häufig betroffenen Schulterblätter teilweise mit ab. Die Zertifizierung als "Central Back" (CB) geht mit einem schmaleren Abdeckungsbereich einher, der sich rein auf den Schutz der Wirbelsäule konzentriert. Unsere Empfehlung sind "allumfassende" Full-Back-Protektoren, wir nehmen dafür die Komforteinbußen gegenüber den schmalen "Central Back" gerne in Kauf.

Länge des Rückenprotektors und Passform

Essenziell bei der Anprobe ist die Länge des Rückenprotektors. Weder zu lang, sodass er mit dem Helm kollidiert, noch zu kurz, sodass er zu wenige Wirbel abdeckt, sollte er sein. Anstatt sich auf die von Herstellerseite frei wählbaren Angaben wie S, M oder L zu verlassen, richten Sie sich besser nach der angegebenen Torsolänge, die direkt auf dem Protektor im Label abgedruckt ist.

Was ist die Torsolänge genau? Gemeint ist der Abstand zwischen Taille und Schulter. Ein guter Anhaltspunkt für den oberen Messpunkt ist der hervorstehende, letzte Halswirbel C7, den man ertasten kann. Je mehr verschiedene Torsolängen ein Hersteller anbietet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die gewählte Größe genau auf Ihren Körper passt. Held, Ortema und Spidi bieten viel Auswahl, wohingegen z. B. bei Rukka der Taillen-/Schulterabstand bei den Konfektionsgrößen S und L identisch ist. Was unterm Strich sehr praxisfern ist.

Gerade bei den Kombi-Produkten ist nicht nur die Dimension des Rückenprotektors, sonde...

Weitere Testergebnisse und Bewertungen

Hier eine Zusammenfassung von Testergebnissen und Bewertungen verschiedener Rückenprotektoren:

  • Alpinestars Nucleon KR-1: Großzügig gelocht bedeutet in diesem Fall auch großzügig belüftet. Fresh!
  • Ortema: „Im Schnitt unter fünf Kilonewton Restkraft - erlaubt ist nach Norm fast das Doppelte. Damit ist Ortemas Rückenprotektor Referenz in dieser Klasse.“
  • : „Mit hervorragenden Dämpfungswerten und ohne wirkliche Schwachstellen glänzt der Rückenschutz ... auf dem Prüfstand. Die Passform ist top, und Extra-Polster decken Schlüsselbein, Nacken und Steiß ab.“
  • : „Dank eines weichen 3-D-Meshgewebes ist ... für einen ausreichend kühlen Luftstrom gesorgt.“
  • : „Softes Gewebe, knackiger Sitz, top belüftet, geringes Gewicht: Diese Protektorenweste liegt auf der Komfortskala ganz weit vorne. ...“
  • : „Die Dämpfungswerte bleiben zwar deutlich unter dem Limit, allerdings wird gemäß Norm nur eine extrem kleine Schutzzone ausgewiesen.“
  • : „üppige, sehr angenehm sitzende Sturzpolsterung im Brust- und Hüftbereich. Seitliche Klettversteller sorgen für einen körpernahen Sitz.“
  • Leatt-Weste: „Der Leatt-Weste fehlt es an Spannkraft, damit sie entsprechend eng, aber immer noch komfortabel sitzt. ...“

Protektorenweste-Motorrad Vergleich 2025

Ein Vergleich verschiedener Protektorenwesten-Motorrad aus dem Jahr 2025 zeigt eine Vielzahl von Optionen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Bewertungen:

Modell Vergleichsergebnis Kundenwertung bei Amazon Preis Geeignet für Art des Schutzes Vorteile Nachteile
Wildken Protektorenjacke sehr gut 3887 Bewertungen ab 63,00 € S Weichschaum atmungsfreundlich, kompletter Oberkörperschutz, Passform anpassbar Protektoren nicht geprüft
Safe Max® Protektorenjacke sehr gut 31 Bewertungen ab 103,00 € L Keine Herstellerangabe sehr leicht, Einsatz als Unterbekleidung keine verstellbaren Gurte
Ortema ORTHO-MAX Jacket sehr gut 31 Bewertungen ab 329,00 € M Weichschaum atmungsfreundlich, leicht zu reinigen, integrierter Nierengurt, Passform anpassbar relativ kurzer Brustprotektor
O'Neal Protektoren-Jacke Kinder sehr gut 3 Bewertungen ab 138,00 € S Weichschaum auch für Kinder geeignet, atmungsfreundlich, kompletter Oberkörperschutz Protektoren nicht geprüft, keine verstellbaren Gurte
O'Neal 0294-112 sehr gut 171 Bewertungen ab 129,00 € XL Weichschaum geprüfte Protektoren, angenehm zu tragen, optimale Belüftung Protektoren nicht geprüft
Pellor CH-ZSMJ06-BKC sehr gut 963 Bewertungen ab 59,00 € L-XL Weichschaum gute Verschleißfestigkeit, einstellbar, mit Produktversicherung nicht wasserdicht
Wosawe Motorrad Schutz-Jacke gut 172 Bewertungen ab 49,00 € M Weichschaum atmungsfreundlich, kompletter Oberkörperschutz, Passform anpassbar Protektoren nicht geprüft
Protectwear Rückenprotektor Weste gut 308 Bewertungen ab 42,00 € L Kunsstoff-Protektore kompletter Oberkörperschutz, Passform anpassbar, sehr stabil, geprüfte Protektoren keine Angabe

Wie muss ein Rückenprotektor sitzen?

Auf dem Motorrad sollte der Rückenprotektor vor allem eines nicht: einschneiden. Sitzt die Weste zu eng, kann so nicht nur das Fahrvergnügen vermindert sein. Auch der Blutfluss zwischen Beinen und Oberkörper kann bei einem zu eng anliegendem Rückenprotektor in der Weste zufolge negativ beeinflusst werden. Dadurch ist dann mitunter auch das Empfinden in den unteren Extremitäten vermindert.

Zudem muss die Passgröße garantieren, dass der Rückenprotektor auch tatsächlich sicher über der Wirbelsäule liegt und nicht verrutschen kann. Achten Sie daher bei Ihrem eigenen Rückenprotektor-Test auch auf die passende Größe, wenn Sie einen Rückenprotektor kaufen wollen. Die Westen dürfen weder zu eng, noch zu weit sitzen.

Es bietet sich für den eigenen Rückenprotektor-Test an, mehrere Protektoren im Fachhandel anzuprobieren, um die für Sie passende Größe zu ermitteln. Einige der Rückenprotektoren sind mit einem zusätzlichen Nierengurt ausgestattet. Welcher Rückenprotektor Ihr persönlicher Vergleichssieger wird, ist von Ihnen selbst abhängig. Schließlich ist die Passform der Protektoren das wichtigste.

Vorteilhaft sind Rückeprotektoren, die eine leichte Passform besitzen. Durch eine leichte Mesh-Weste schmiegt sich ein Rückenprotektor überdies gut an den Körper an. Einschneiden wiederum ist durch Softshell-Material unwahrscheinlich.

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