Der Ruhr-Sieg-Radweg verbindet auf insgesamt 113 km Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen über den Bigge-Radweg und die beiden Flüsse Ruhr und Sieg.
Gemütlich auf ehemaligen Bahntrassen entdeckt man den 113 km langen Ruhr-Sieg-Radweg von Meschede nach Kirchen (Sieg). Steigungsarm verbindet er die beiden Wasserläufe Ruhr und Sieg. Etwa die Hälfte der Strecke führt über ehemalige Bahntrassen und ermöglicht steigungsarmes Radeln in der Mittelgebirgslandschaft.
Streckenverlauf und Highlights
Zunächst geht es vom Bahnhof in Meschede über Eslohe nach Finnentrop. Unterwegs entdeckt man die herrliche Landschaft des Sauerlands wie den Biggesee oder die Attendorner Tropfsteinhöhle sowie Industriekultur, Museen und idyllische Städte und Dörfer. Von Finnentrop geht es über Attendorn nach Olpe.
Diese Strecke führt entlang des Biggesees, einem der größten Stauseen Westfalens und auch die historischen Altstädte von Attendorn und Olpe laden zu einem Abstecher ein. Besondere Highlights sind neben dem Fledermaustunnel auch der Ahauser Stausee und die Aussichtsplattform Biggeblick am Biggesee.
Von Olpe geht es zunächst nach Wenden. Durch den 400 m langen Hohenhainer Tunnel führt der Radweg zum historischen Stadtkern Freudenbergs im Siegerland und von dort nach Niederfischbach, wo sich die als Siegerländer Dom für eine Pause anbietet.
Der südliche Abschnitt in Rheinland-Pfalz
Der südliche Abschnitt von ca. 23 km in Rheinland-Pfalz folgt als Bahntrassenradweg dem Tal des Asdorf-Baches von Kirchen an der Sieg bis Freudenberg, dessen historischer Stadtkern mit seinen Fachwerkhäusern überregional als „Alter Flecken“ bekannt ist.
Ab hier wendet er sich nach Nordwesten ins „Wildenburger Land“ durch einen Eisenbahntunnel auf die Höhe der Wasserscheide zwischen der Bigge und der Sieg und verlässt kurz nach der Siedlung „Bahnhof Wildenburg“ Rheinland-Pfalz.
Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke
Entlang der Bigge erreichen Sie dann die Wendener Hütte - eine der ältesten, noch hervorragend erhaltenen Holzkohleanlagen im deutschsprachigen Raum. Das nächste Etappenziel ist die Kreisstadt Olpe mit der größten und schönsten Talsperre Westfalens: dem Biggesee. Als architektonisches Wahrzeichen der Stadt gilt der Hexenturm, der bis ins 19. Jahrhundert hinein als Gefängnis genutzt wurde.
Auf der Fahrt entlang dem Biggesee erreichen Sie Attendorn. Hier wartet der Stadtkern mit einem einzigartigen Ensemble gotischer Baukunst auf: Direkt neben der prächtigen Pfarrkirche, die auch als Sauerländer Dom bezeichnet wird, steht das historische Rathaus, in dem heute das Sauerlandmuseum untergebracht ist. Eine weitere Attraktion vor Ort ist die große Tropfsteinhöhle.
Die letzte Teiletappe führt entlang der Bigge über Eslohe bis zum Zielort Meschede.
Besonderheiten der Streckenführung
Die Trasse der Biggetalbahn ist nur zwischen dem ehem. Bahnhof Wildenburg bis kurz vor Freudenberg ausgebaut. Der Verlauf des Ruhr-Sieg-Radwegs orientiert sich zwischen Olpe und Kirchen am Sieg-Bigge-Radweg / "Zwei-Länder-Tour", der auf etwa 60 km von der Sieg bei Kirchen über Freudenberg nach Olpe und weiter entlang des Biggesees nach Attendorn und Finnentrop führte. Bis auf zwei kürzere Abschnitte wird die Strecke auch durch das Radverkehrsnetz des Landes abgedeckt.
Zwischen Olpe und Saßmicke gibt es zum Radverkehrsnetz entlang der Landesstraße eine attraktivere, wenn auch geringfügig hügligere Alternative auf Nebenstraßen und Wirtschaftswegen, die auch von der Bikearena Sauerland genutzt wird. Südlich von Rothemühle blieb die ehemalige Bahnstrecke im Biggetal; der Ruhr-Sieg-Radweg wird hingegen üner Römershagen zum ehem.
In der Kreisstadt Olpe wurde der Bereich des Endbahnhofs der Biggetalbahn durch den Bau einer Entlastungsstraße stärker umgestaltet, wobei sich auch Verbesserungen in der Radverkehrsführung ergeben haben. In Olpe und Wenden ist bis Rothemühle kein Ausbau der Bahntrasse der Biggetalbahn zu einem Radweg geplant.
Aufgrund einiger inzwischen fehlender Brücken und Straßenunterführungen sowie der Einbeziehung von Flächen in Gewerbegebiete wäre er jetzt noch im Grenzbereich Nordrhein-Westfalen / Rheinland-Pfalz interessant und könnte einen ganz sanften Anstieg ins Wildenburger Land schaffen.
Der Hohenhainer Tunnel
Am ehemaligen Bahnhof Wildenburg, der sich knapp 2 km außerhalb des Ortes befindet, beginnt der kurze, aber ausgesprochen sehenswerte Bahntrassenweg nach Freudenberg. Die schwierigen topographischen Verhältnisse machten hier die Aufschüttung mächtiger Dämme erforderlich.
Der absolute Höhepunkt der Etappe 9 des Ruhr-Sieg-Radwegs ist aber der 400 m lange Hohenhainer Tunnel, der hinter dem Bahnhof Hohenhain durchfahren wird (die Zufahrt zum Bahnhof trägt passenderweise den Namen "Klein Tirol"). Der Tunnel ist ganzjährig tagsüber beleuchtet.
Auf der anderen Seite des Höhenzugs schwenkt der Trassenweg ins Gambachtal ein und verliert bis Freudenberg 70 Meter an Höhe - zunächst weiter auf der Bahntrasse, später auf einem Wirtschafts- und Anliegerweg.
Service und Infrastruktur
In der gesamten Region (Kreis Soest, Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis, Kreis Olpe und Kreis Siegen-Wittgenstein) ist ein Rettungspunktsystem installiert. Service rund ums Fahrrad.
Anreise nach Meschede
Nach Meschede besteht ein sehr gute Anbindung an den Schienenverkehr.
- Aus Westen: A44 bis Kreuz Werl. Weiter auf die A445 und A 46 Richtung Arnsberg/Meschede. Ausfahrt Meschede.
- Aus Norden: A2 bis Ausfahrt Rheda-Wiedenbrück. Weiter auf der B55 Richtung Lippstadt/Meschede.
- Aus Süden: A45 bis Ausfahrt Olpe.
In der Meschede gibt es ein Parkleitsystem, das zu zentralen Parkplätzen führt. Die Innenstadt ist in vier Bereiche aufgeteilt.
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