RuhrtalRadweg und Ruhr zu Ruhr Radweg: Informationen und Highlights

Willkommen zu einer Entdeckungsreise entlang des RuhrtalRadwegs und des Ruhr zu Ruhr Radwegs. Diese Radstrecken bieten Ihnen ein unvergessliches Radfahrvergnügen in Nordrhein-Westfalen, zwischen dem Sauerland und dem Ruhrgebiet.

Der RuhrtalRadweg: Eine Reise entlang der Ruhr

Der RuhrtalRadweg erstreckt sich über 240 Kilometer und folgt dem Lauf der Ruhr von ihrer Quelle im Sauerland bis zur Mündung in den Rhein in Duisburg. Kein anderer Fluss in Deutschland verbindet Industriekultur und Natur auf so engem Raum wie der RuhrtalRadweg. Diese vom ADFC mit 4 Sternen ausgezeichnete Qualitätsradroute lädt dazu ein, das Ruhrgebiet auf zwei Rädern zu erkunden.

Die Radtour entlang der Ruhr dauert in der Regel zwischen drei und fünf Tagen. Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die sich ideal mit Besuchen von Museen, Industriekulturdenkmälern, Schlössern, Musicals oder Shopping verbinden lassen.

Der RuhrtalRadweg ist sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn gut zu erreichen und durchgehend gut beschildert. Für Radfahrer, die ihre Urlaubsplanung lieber in professionelle Hände geben, bietet die Ruhr Tourismus GmbH attraktive Reiseangebote, die online gebucht werden können.

Hinweise zur Routenführung in Duisburg

Aufgrund von langfristigen Sperrungen an der Karl-Lehr-Brücke und am Ruhrwehr in Duisburg gibt es eine geänderte Routenführung. Folgen Sie dem grün ausgeschilderten Verlauf bis zum Duisburger Innenhafen und bei Bedarf der blau markierten Route zur Rheinorange.

Der Ruhr zu Ruhr Radweg: Auf den Spuren der Industriegeschichte

Der Ruhr zu Ruhr Radweg ist eine etwa 58 Kilometer lange Rundtour, die auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse verläuft. Dadurch ist die hügelige Landschaft der Freizeitregion Ennepe-Ruhr auch für weniger geübte Radfahrer erlebbar. Offizielle Start- und Zielpunkte sind der Parkplatz unterhalb der Isenburg in Hattingen sowie die Ortsmitte von Wetter-Wengern.

Streckeninformationen im Überblick:

  • Länge: ca. 58 km
  • Höchster Punkt: Schee (250 m)
  • Tiefster Punkt: Hattingen (70 m)
  • Schwierigkeit: mittelschwer

Der Radweg ist durchgehend beschildert und mit dem Logo des Radwegs sowie eingekreisten Zahlen versehen, die die Richtung zu den Knotenpunkten weisen. Über 250 solcher Knotenpunkte wurden auf einer Strecke von 1.200 Kilometern im Radrevier Ruhr installiert.

Sehenswürdigkeiten entlang des Ruhr zu Ruhr Radwegs

Die Route führt an zahlreichen interessanten Orten vorbei, darunter:

  • Herdecke: Bekannt als "Stadt zwischen den Ruhrseen"
  • Harkortsee: Mit einem imposanten 30 Meter hohen Viadukt
  • Zeche Nachtigall: Die Wiege des Ruhrbergbaus mit einem LWL-Industriemuseum
  • Burgruine Hardenstein: Eine Wasserburg mit einer faszinierenden Sage
  • RuhrtalFähre Hardenstein: Verbindet die Burgruine mit der Schleuse Herbede
  • Kemnader See: Ein beliebtes Naherholungsgebiet mit vielfältigen Freizeitangeboten
  • Henrichshütte Hattingen: Ein LWL-Industriemuseum mit dem ältesten Hochofen im Ruhrgebiet
  • Altstadt von Hattingen: Mit 150 Fachwerkhäusern und dem Wahrzeichen "Bügeleisenhaus"
  • Scheetunnel: Ein 722 Meter langer Eisenbahntunnel, der heute als Fuß- und Radweg genutzt wird

Detaillierte Streckenbeschreibung

Die Tour startet idealerweise am Hauptbahnhof in Hattingen. Nach wenigen Kilometern auf dem RuhrtalRadweg erreichen Sie die Glück-Auf-Trasse, auch bekannt als Kohlenbahn. Diese ehemalige Bahnstrecke diente vor über 100 Jahren dem Kohletransport und ist heute ein beliebter Rad- und Wanderweg. Die ersten 17 Kilometer führen leicht bergauf in Richtung Sprockhövel. Am südlichsten Punkt der Tour angelangt, geht es wieder nordwärts. In Wengern angekommen, fahren Sie auf dem RuhrtalRadweg, der mit seiner beeindruckenden Landschaft punktet. Die Zeche Nachtigall und die Überfahrt mit der Ruhrtalfähre Hardenstein sind die Highlights auf diesem Teilstück der Tour. Am Ende der Tour wartet mit dem LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen ein weiteres Highlight auf Sie.

Höhenprofil und Schwierigkeitsgrad

Die mittelschwere Strecke hat ein Höhenprofil von rund 200 Metern. Von Hattingen bis Schee ist eine beinahe konstante Steigung bergauf zu bewältigen. Der tiefste Punkt liegt am Beginn des Bahntrassenradwegs auf etwa 77 Metern über dem Meeresspiegel, der Bahnhof Schee auf etwa 240 Metern. Von Schee bis Silschede ist der Weg sanft-hügelig mit geringem Gesamtgefälle. Zwischen Silschede und Albringhausen führt der Weg auf Straßen überwiegend bergab. Der Abschnitt im Ruhrtal ist sehr eben und ohne nennenswerte Steigungen oder Gefälle.

Beschaffenheit der Wege

Die überwiegenden Abschnitte der Tour werden auf wassergebundener Decke gefahren, die Elbschetalbahn ist asphaltiert. Die geringen Teile im Straßenverkehr sind natürlich auch asphaltiert. Auch der RuhrtalRadweg verläuft auf einigen Abschnitten auf Beton oder Asphalt.

Anreise und Parkmöglichkeiten

Anreise mit dem Auto: Direkt an der Trasse befindet sich an der Grünstraße ein kleiner Parkplatz. Dazu auf der A43 bis zur Ausfahrt 21 Herbede und aus allen Richtungen kurz danach rechts auf die Wittener Straße Richtung Hattingen.Anreise mit Bus und Bahn: Mit der S3 von Essen, Essen-Steele oder Mülheim a. d. Ruhr bis zur Endstation Hattingen (Ruhr) Mitte.

Der Scheetunnel

Am Schee-Tunnel geht die Tour über in den Radweg Nordbahntrasse, der bis in die nördliche Wuppertaler Innenstadt führt. Am Kemnader See kann man auf den Parkway EmscherRuhr Richtung Castrop-Rauxel umschwenken. In Hattingen ist mit dem Schulenbergtunnel ein richtiger Eisenbahntunnel zu durchfahren. Der Tunnel ist beleuchtet, jedoch insgesamt dunkel. Durch die Kurvenlage sind Ein- und Ausfahrt nicht gleichzeitig zu sehen. Ängstliche Personen können den Tunnel über das Straßennetz jedoch umfahren. Der lange Schee-Tunnel ist nicht Teil der eigentlichen Runde und wird als Abstecher befahren. Er ist noch wesentlich schwächer beleuchtet, sodass man durch eine sehr lange, düstere Röhre fährt und unbedingt eigene Beleuchtung benötigt.

Die Glückauf-Trasse

Die längste durchgehend befahrene Bahntrasse ist die der Kohlenbahn oder auch Glückauf-Trasse zwischen Hattingen und Wuppertal. Sie wurde 1884 eröffnet und führte auf etwa 25 Kilometern mit einem Bogen über Sprockhövel von Norden nach Süden. Ziemlich genau 100 Jahre nach der Eröffnung wurde die Strecke stillgelegt. Von ihr wird durch den Radweg der Teil zwischen dem ehemaligen Haltepunkt Stadtwald in Hattingen bis Wuppertal befahren. Im Teil des Ruhrgebiets ist es dieser Ruhr-zu-Ruhr-Radweg, auf Wuppertaler Stadtgebiet heißt er Nordbahntrasse.

Knotenpunkte des Radreviers Ruhr

Entlang des Weges gibt es mehrere Knotenpunkte des Radreviers.Ruhr. Die Radtour ist mit einem eigenen Piktogramm markiert. Dieses ist an Kreuzungsstellen an den weiß-roten Wegweisern des Radverkehrsnetzes NRW zu finden. Dazwischen ist den kleinen weiß-roten Piktogrammen mit Fahrrad und Richtungspfeil zu folgen bis zur nächsten Kreuzungsstelle.

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