Simson S51 Moped Mokick: Ein Klassiker im Wandel der Zeit

Die Simson S51, ein Produkt des ehemaligen DDR-Unternehmens Simson, ist ein Paradebeispiel für ein Moped bzw. Mokick mit 2-Takt-Motor. Auch andere Modelle wie die Simson Schwalbe, Simson S50, Simson KR51 und der Simson Spatz waren mit dieser Motorenart ausgestattet. Aber was macht den 2-Takt-Motor so besonders?

Der 2-Takt-Motor: Kompakt und Leistungsstark

Ein 2-Takt-Motor ist im Vergleich zu einem 4-Takt-Motor einfacher aufgebaut und benötigt weniger bewegliche Teile, was ihn zu einer platzsparenden Option für kleinere Fahrzeuge wie Mopeds und Motorräder macht. Die Simson-Modelle, die mit 2-Takt-Motoren ausgestattet waren, hatten auch den Vorteil einer höheren Leistung im Verhältnis zum Gewicht und zur Größe. Bei einem 2-Takt-Motor erfolgt der Ein- und Auslass der Gase und die Zündung der Kraftstoff-Luft-Mischung in nur zwei Hüben (Einspritz- und Ausstoßhub), während es bei einem 4-Takt-Motor vier Hübe (Ansaug-, Verdichtungs-, Arbeits- und Auspuffhub) gibt. Dadurch können 2-Takt-Motoren eine höhere Leistung im Verhältnis zum Gewicht und zur Größe erzeugen, was sie ideal für kleinere Fahrzeuge wie Simson-Mopeds macht.

Ein weiteres Merkmal von 2-Takt-Motoren, wie sie in den Simson-Mopeds zu finden sind, ist, dass sie Öl direkt in den Kraftstofftank einmischen, um den Motor zu schmieren und zu kühlen. Die Funktionsweise eines 2-Takt-Motors ist durch die Zündung einer Kraftstoff-Luft-Mischung innerhalb des Zylinders gekennzeichnet, die eine Kraft erzeugt, die den Kolben nach unten drückt und so die Kurbelwelle dreht. Die Ein- und Ausstoß der Gase werden durch den Kolben gesteuert, der den Einlass und Auslass des Zylinders öffnet und schließt.

Ein weiterer Faktor, der zur Effektivität von 2-Takt-Motoren in Simson-Mopeds beiträgt, ist ihre Konstruktion. Die 2-Takt-Motoren in Simson-Mopeds sind in der Regel kleiner und einfacher aufgebaut als 4-Takt-Motoren und benötigen daher weniger bewegliche Teile. Dies führt zu einer höheren Zuverlässigkeit und reduzierten Wartungskosten.

Insgesamt ist ein 2-Takt-Motor aufgrund seiner Einfachheit und geringeren Größe im Vergleich zu einem 4-Takt-Motor effektiver. Allerdings waren sie auch lauter, weniger kraftstoffeffizient und emittierten mehr Schadstoffe als 4-Takt-Motoren. Die 2-Takt-Motoren in Simson-Mopeds können eine höhere Leistung im Verhältnis zum Gewicht und zur Größe erzeugen und sind aufgrund ihrer geringeren Anzahl beweglicher Teile zuverlässiger und erfordern weniger Wartung.

Dies führt jedoch zu einer höheren Emission von Schadstoffen, insbesondere von Kohlenwasserstoffen, Stickoxiden und Kohlenmonoxid.

Die Simson S51: Vielseitigkeit und Langlebigkeit

Die Simson S51 zeichnet sich durch ihre Vielseitigkeit aus und ist berühmt für ihre Langlebigkeit und Leistung. Mit der Produktion des S51 wurde im Jahr 1980 begonnen. Die äußerlich auffälligsten Veränderungen stellte der Einsatz eines völlig neu konzipierten, kompakten Triebwerkes mit vielfältigen technischen Neuerungen und großer Variabilität dar.

Mit diesem modernen fahrtwindgekühlten 3,7 PS Motor, mit wahlweise 3- oder 4-Ganggetriebe auf Ziehkeilbasis, konnte bei den S 51-Typen eine 10%ige Verbrauchssenkung erreicht, und die Geräusch- und Abgasgrenzwerte lt. ECE noch unterboten werden.

Die S51 Varianten

  • S 51 E (E = Enduro): Erregte größte Aufmerksamkeit bei der Jugend. Wegen der begrenzten Motorleistung ist es aber nur für leichtes Gelände tauglich. Es basiert im wesentlichen auf der S 51 B2-4, besitzt aber eine hochgelegte Auspuffanlage mit Wärmeschutz und Räder mit grobstolligen Reifen.
  • S 51 Comfort: Diese 1983 angelaufene Komfort-Variante, baute auf dem S 51 B2-4 auf.

Der Wandel der Zeit: 2-Takt-Motoren im Rückgang

Ja, auch Simson-Mopeds mit 2-Takt-Motoren sterben allmählich aus, da sie im Vergleich zu modernen 4-Takt-Motoren in der Regel weniger kraftstoffeffizient und umweltschädlicher sind. Trotzdem gibt es noch einige Simson-Fans und Liebhaber, die 2-Takt-Motoren bevorzugen, da sie einen einzigartigen Klang und ein traditionelles Fahrerlebnis bieten.

In vielen Ländern wurden sogar Gesetze und Vorschriften erlassen, die die Verwendung von 2-Takt-Motoren einschränken oder verbieten, insbesondere in städtischen Gebieten mit hoher Luftverschmutzung. Die meisten modernen Simson-Mopeds werden mit 4-Takt-Motoren betrieben, da sie leiser, kraftstoffeffizienter und umweltfreundlicher sind als 2-Takt-Motoren. In einigen Ländern, wie den USA und einigen europäischen Ländern, sind 2-Takt-Motoren in den meisten Fahrzeugtypen verboten, einschließlich Simson-Mopeds, da sie mehr Emissionen als 4-Takt-Motoren produzieren.

Moped oder Mokick: Was ist der Unterschied?

Der Begriff „Fahrrad mit Hilfsmotor“ ist vielleicht nicht hilfreich. Ein Moped ist doch nicht zwingend ein Fahrrad mit Hilfsmotor. Der Unterschied vom Ganzen ist die Art wie man den Motor startet. Den Spatz gab es z.B. auch als Moped und später dann als Mokick.

Die Hilsmotoren befanden sich am Lenker, unter dem Gepäckträger oder unter dem Tretlager und trieben das Fahrrad über Keilriemen, eine Kette oder Reibrad an. Die ersten echten Mopeds hatte deshalb auch noch Pedale. Man fuhr per Pedalantrieb (Moped= Motor/Pedale))an, ließ die Kupplung kommen und startete so dem Motor. Notfalls konnt man auch noch per Pedalantrieb (etwas mühsam) weiterfahren. Für das Fahren wurden die Pedale eigentlich nicht mehr benötigt. Deshalb wurde irgendwann auf sie verzichtet und ein Kickstarter eingebaut.

Versicherungskennzeichen: Was Sie wissen müssen

Das Kennzeichen am Mofa, Moped und Mokick oder auch am Roller sowie am E-Scooter ist zugleich das Versicherungskennzeichnen. Und dieser ist bei Nutzung des Zweirads im öffentlichen Straßenverkehr Pflicht. Denn diese Kennzeichen werden dem Fahrer erst ausgestellt, wenn ein gültiger Versicherungsschutz besteht. Die entsprechenden Kennzeichen können Mopedfahrer beim Kfz-Haftpflichtversicherer erhalten.

Diese ganzjährigen Versicherungskennzeichen für das Moped sind allerdings nicht unbegrenzt gültig, sondern dabei handelt es sich stets um Verfallpolicen. Grundsätzlich besteht der Versicherungsschutz bei einer ganzjährigen Mopedversicherung vom jeweils 1. März eines Jahres bis Ende Februar des Folgejahres. Diese müssen dementsprechend regelmäßig erneuert werden. Das jeweilige Versicherungsjahr kann direkt am Kennzeichnen abgelesen werden und zugleich gibt schon die Farbe des Kennzeichens Aufschluss darüber, für welches Jahr dieses Versicherungskennzeichen gültig ist. Im Jahre 2017 waren zum Beispiel schwarze Moped-Kennzeichen gültig, im Jahre 2018 blaue und im Jahre 2019 grüne.

Wer das Moped dennoch ohne ein gültiges Kennzeichen im öffentlichen Straßenverkehr nutzt, der muss nicht nur mit Geldstrafen rechnen, sondern zugleich besteht dann auch kein Versicherungsschutz. Das Versicherungskennzeichnen ist dabei nicht nur für den Versicherungsschutz bei Haftpflichtansprüchen wichtig, sondern zugleich ist dieses in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.

Kosten des Mopedkennzeichens

Die Versicherungsprämie richtet sich unter anderem nach dem Alter des Fahrers und dem Fahrerkreis. Weiterhin ist es wichtig, ob Du neben der Haftpflichtversicherung weitere Einschlüsse für Dich und Dein Zweirad wünschst. Die Kasko erstattet Dir den Wert Deines Moped / Mokick / Mofa. Hierbei ist es wichtig, dass exakt auch das Fahren mit einem Zweirad in die Unfallversicherung eingeschlossen ist. Die finanziellen Folgen nach einem Unfall sicherst Du mit einer individuellen Unfallversicherung ab. Wenn alles passt, wie Versicherungsschutz, Alter des Fahrers und des Zweirad, dann zahlst Du für das Versicherungsschild am Moped ab lediglich 25,00 Euro für das ganze Jahr.

Für die Oldtimer aus DDR-Zeiten gibt es spezielle Angebote: besonderer Schutz zum Oltimer-Sparpreis. Das trifft neben der Vogelreihe, wie die legendäre Schwalbe, auch auf Spatz, Habicht, Sperber sowie die beliebten Simson S50 und S51 auch auf die Roller SR50 und die Simson SR1 und SR2 oder das Krauseduo zu.

Fahrerlaubnis: Was darf ich fahren?

In dem "Auszug aus der Allgemeinen Betriebserlaubnis", den ich beim Kauf mit erhalten habe, steht eine eingetragene Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Mit der Klasse -M- dürfen Sie Mopeds oder Mokicks bis max. 50 ccm und einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit bis max. 45 km/h führen. Für diese wunderschönen Fahrzeuge der DDR gibt es eine Sonderreglung.

Simson Modelle im Überblick

Jedes Modell der Simson-Reihe hat seinen eigenen Charme und Zweck. Simson ist mehr als nur ein Name auf glänzendem Chrom - es ist ein Stück Motorradgeschichte, das sich durch die Jahrzehnte hindurch in den Herzen der Menschen verankert hat. Von der legendären Schwalbe bis zum vielseitigen S51 - jedes Modell erzählt seine eigene Geschichte.

Simson Star

  • Motor: Ausgestattet mit einem 50ccm Motor, der in den Versionen von 1964 bis 1986 eine Leistung von bis zu 3,6 PS erreichte.
  • Design: Der Star bietet ein einfacheres, klassisches Moped-Design mit minimaler Verkleidung.

Simson Schwalbe KR51

Die Simson Schwalbe KR51, die zwischen 1964 und 1986 produziert wurde und eine beeindruckende Stückzahl von über 1.176.640 Einheiten erreichte, ist nur ein Beispiel für die tiefe Verwurzelung der Marke in der DDR. Bis heute sind Fahrzeuge wie die Schwalbe KR51 Teil des deutschen Straßenbildes und erleben ein Revival in der Oldtimer-Szene. Die Möglichkeit, klassische Modelle wie die S50/51 oder KR51/2 in elektrische Fahrzeuge umzubauen, zeigt, dass die Marke auch in der heutigen Zeit noch für Innovation steht.

Jedes dieser Simson-Modelle bietet eine einzigartige Kombination aus Stil, Leistung und Zweckmäßigkeit, die sie zu einer geschätzten Wahl für verschiedene Fahrer macht.

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