Sabrina Fischer: Engagiert im Gesundheitswesen und der Pflege

Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Persönlichkeiten im Gesundheitswesen und Pflegebereich, darunter auch Aspekte wie Stipendien für medizinische Forschung und gemeinschaftliche Wohnprojekte.

Förderung medizinischer Forschung durch die Deutsche Herzstiftung

Die Deutsche Herzstiftung e. V. vergibt Jahresstipendien an medizinische Doktoranden für klinische Forschung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Stipendium dient qualifizierten Studierenden, sich auf ihre wissenschaftliche Arbeit zu konzentrieren. Ein Lebenslauf in Kurzfassung - unter Angabe der Abiturnote und einer evtl. Erfahrung im Beruf (Art und Dauer) und in wissenschaftlicher Arbeit - sowie das Zeugnis des ersten medizinischen Staatsexamens (in Kopie) sind ebenfalls beizufügen. Eine Förderung durch eine Studienstiftung ist nachzuweisen und förderlich für die Bewerbung.

Beispiele für Stipendiaten

  • Lennart Simon Schmidt-Schweda (Universitätsmedizin Göttingen, Zentrum Innere Medizin, Klinik für Kardiologie)
  • Leo D. Kaiseng Quach (Inst.)
  • Niklas Burkhard (UMM Universitätsmedizin Mannheim, I.)
  • Sophie Kerth (Deutsches Herzzentrum München, Klinik für Kinderkardiologie und Angeborene Herzfehler, Abt.)

Johannes Schreiber: Rückkehr und Reform in der Pflege

"Es fühlt sich an wie heimkommen." Mit diesen Worten trat Johannes Schreiber vor einem Jahr seine Position als Pflegeleitung am Klinikum Traunstein an. Nach mehreren Jahren in leitender Funktion, unter anderem als Bereichsleiter der Chirurgie am KSOB-Standort Trostberg sowie zuletzt als Pflegedienstleitung und Mitglied der Klinikleitung an der Schön Klinik Vogtareuth, kehrte Johannes Schreiber im April 2024 an seine alte Wirkungsstätte zurück - diesmal in neuer Rolle: als Gesamtverantwortlicher für Pflege- und Funktionsdienste am Klinikum Traunstein. Die Kliniken Südostbayern haben mich geprägt. Hier habe ich gelernt, was gute Pflege bedeutet. Natürlich ist die Lage herausfordernd: steigende Anforderungen an die Pflege, der demografische Wandel und die bevorstehende Krankenhausreform - das sind große Themen.

Ich bin mit drei klaren Schwerpunkten gestartet: Erstens, die Personalsituation zu stabilisieren. Zweitens, die Führungsstrukturen innerhalb der Pflege zu stärken. Wir haben inzwischen viele offene Stellen besetzen können - durch gezieltes Recruiting und eine strukturierte Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen. Unsere Führungskräfte sind heute enger in strategische Prozesse eingebunden. Das hat nicht nur die Führungsqualität gestärkt, sondern auch die Identifikation mit den Zielen der Kliniken Südostbayern verbessert.

Die größte Herausforderung bleibt der Fachkräftemangel - er ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern prägt den Alltag. Gleichzeitig erleben wir einen Generationenwechsel in der Pflege. Wir reagieren mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, gezielter Förderung und einem kulturellen Wandel: weg von starren Hierarchien, hin zu mehr Mitgestaltung und echter Wertschätzung. Auch investieren wir konsequent in Aus- und Weiterbildung - und entwickeln Führungskräfte aus den eigenen Reihen.

Ein zentraler Schritt war die Neuaufstellung der Führungsebene. Wir haben unser Führungsteam neu besetzt, Rollen klar definiert und Verantwortlichkeiten geschärft. Wichtig war uns auch, eine Kultur des Dialogs zu fördern. Wir haben gezielt Räume für Austausch geschaffen, eine positive Fehlerkultur etabliert und eine offene Feedbackkultur gestärkt. Veränderung gelingt nur, wenn Menschen sich einbringen und sich in ihren Rollen gesehen und gehört fühlen.

Indem ich präsent bin. Ich suche aktiv das Gespräch, nehme Stimmungen auf und erkenne früh, wo es Bedarf für Unterstützung gibt. Wertschätzung ist für mich keine einmalige Geste. Sie zeigt sich im Alltag - durch ehrliches Interesse, durch persönliche Rückmeldungen und durch klare Anerkennung für das, was geleistet wird. So entsteht Zusammenhalt.

Weitere engagierte Persönlichkeiten im Gesundheitswesen

Neben Johannes Schreiber gibt es zahlreiche weitere engagierte Persönlichkeiten, die einen wichtigen Beitrag im Gesundheitswesen leisten:

  • Sarah-Jil: Seit über zehn Jahren ist die 40-Jährige ein unverzichtbarer Teil der Klinik in Bad Reichenhall. Sie ist das organisatorische Rückgrat der Zentralen Notaufnahme (ZNA).
  • Simone Goëss: Chefarztsekretärin in der Onkologie in Traunstein. Ihre jetzige Abteilung, die Onkologie, liegt Simone Goëss besonders am Herzen.
  • Hubert Gallenberger: Klinikseelsorger an der Kreisklinik Trostberg. Ein wesentlicher Teil seiner Arbeit ist die Begleitung von Patienten und Angehörigen in Trauer- und Krisensituationen.
  • Michael Grüber: Seit über 30 Jahren eine treibende Kraft an der Kreisklinik Trostberg. Neben der Pflege engagiert sich Michael seit 2008 für eine nachhaltigere Klinik.
  • Alexander Nißlein: Lehrer für Krankenpflegeberufe in Traunstein. Er mag die Herausforderung diese komplexen Themenfelder für die Auszubildenden so „aufzubereiten“, dass sie sie einerseits schnell verstehen und andererseits direkt für den Beruf nutzen können.
  • Rosa Janka: Spielt Harfe auf der Palliativstation am Klinikum Traunstein. Sie schenkt den Patientinnen und Patienten mit ihrer Musik Trost und Frieden.
  • Eugen Siegle: Führungskraft. Eugen Siegle ist eine bodenständige Führungskraft, die seinen Mitarbeitenden auf Augenhöhe begegnet.

Nachhaltigkeit in Kliniken

Michael Grüber engagiert sich seit 2008 für eine nachhaltigere Klinik. Er war maßgeblich an der EMAS-Zertifizierung beteiligt und trieb Initiativen wie Mülltrennung und fair gehandelte Bettwäsche voran. Heute ist Michael Teil des „KSOB Green Teams“, das sich für ökologische Standards einsetzt. Das „Green Team“ arbeitet mit anderen Kliniken zusammen und hat zuletzt eine Blaupause für nachhaltiges Handeln entwickelt.

Ausbildung und Lehre in der Pflege

Alexander Nißlein ist Lehrer für Krankenpflegeberufe in Traunstein. Er absolvierte seine Krankenpflege Ausbildung an den Kliniken Südostbayern. Seit 2009 lehrt sie - neben ihrer Tätigkeit auf der Intensivstation - auch an der Fachhochschule Salzburg und bildet dort den Pflegenachwuchs aus. Ihr Schwerpunkt liegt auf Simulationstrainings, eine relativ neue Lehrmethode, bei der der berufliche Alltag im sicheren Umfeld des Skillslab erprobt werden kann.

Gemeinschaftliche Wohnprojekte

Es gibt diverse Wohnprojekte und gemeinschaftliche Wohnformen, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten:

  • Familiäres Wohnprojekt mit freien Plätzen in Osnabrück.
  • Wohnen in einer Wohngemeinschaft in einem Biobetrieb mit Gemüse- und Tierhaltung.
  • Künstlerhof in Südhessen, der sich selbst versorgt und ökologisch autarkes Leben anstrebt.
  • Wohnprojekte für Senioren, die Wert auf Gemeinschaft und gegenseitige Hilfe legen.
  • Genossenschaftliches Wohnprojekt mit dem Ziel, kostengünstigen und qualitativ hochwertigen Wohnraum zu realisieren.

Diese Projekte bieten vielfältige Möglichkeiten für Menschen, die ein gemeinschaftliches und unterstützendes Wohnumfeld suchen.

Beispiele für Wohnprojekte

Projekt Ort Beschreibung
Familiäres Wohnprojekt Osnabrück Familiäres Miteinander mit Erwachsenen und Kindern auf großem Grundstück.
Biobetrieb mit Wohngemeinschaft Landesinneres Gemüse- und Tierhaltung im geschlossenen System, extensiv und mit Spaß.
Künstlerhof Südhessen Selbstversorgender, ökologisch autarker Hof mit künstlerischen Aktivitäten.
Senioren-Wohnprojekt Verschiedene Orte Gemeinschaftliches Wohnen mit gegenseitiger Hilfe und Unterstützung.
Genossenschaftliches Wohnprojekt Hannover-Linden Kostengünstiger und qualitativ hochwertiger Wohnraum in einer lebendigen Nachbarschaft.

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