Sardinien ist ein Motorradfahrerparadies im Mittelmeer! Biken und Baden kann man wunderbar verbinden, die tolle Kombination aus Küsten und Kurven sorgt für jede Menge Abwechslung. Seit vielen Jahren steht Sardinien ganz oben auf der Liste der Kurvensüchtigen, wenn es um Motorradspaß vom Feinsten geht.
Die, nach Sizilien, zweitgrößte Insel im Mittelmeer überzeugt dabei mit Erhebungen bis über 1.800 Meter und einer knapp 2.000 Kilometer langen Küste. Dazwischen liegt ein schier unglaubliches geschlängeltes Straßennetz, das darüber hinaus mit einer sagenhaften Verkehrsarmut überzeugt.
Die besten Motorradregionen auf Sardinien
Eigentlich reicht schon ein grober Blick auf die Landkarte, um die besten Kurvenstrecken auszumachen - die Insel ist ein einziges Geflecht aus Kurven und Kehren.
Zentral- und Ostsardinien
Vielfahrer und Kurvensammler kommen auf den extremen Touren durch die südliche Barbagia, zum Beispiel auf der Strecke von Mandas nach Lanusei auf ihre Kosten. Viel Fahrkönnen erfordern die extremen Pässe im Gennargentu zum Beispiel von Fonni bis Seui. Idealer Treffpunkt: Sadali.
Die Staatsstraße SS 125 von Baunei nach Dorgali ist bei Bikern legendär: Endlos viele Haarnadelkurven, Panoramastrecken mit super Grip und gutem Asphalt, dazu eine einmalige Berglandschaft, die hinter jeder Wendung ein neues Panorama zu bieten hat. Die spektakuläre Bergstraße ist zwar kein Geheimtipp, aber sollte auf keinem Tourenplan fehlen.
Der Norden und Nordosten
In engen Kehren durch endlose Korkeichenwälder geht es rund um Tempio Pausania und Aggius im Herzen der Gallura. Herrlich ist auch das Mondtal Valle della Luna oder auch Piana dei Gran Sassi genannt. In der letzten Eiszeit haben hier Gletscher, Wind und Wetter bizarre Felsen und Hügel aufgetürmt. Hoch hinaus geht es auch auf das Limbara-Massiv.
Südlich von Olbia bahnt sich der Lerno-Fluss seinen Weg zwischen den Granitmassiven der Gallura im Westen und der Bergkette von Monte Nieddu im Osten. Und weil hier kaum Verkehr herrscht, haben einige Motorrad-Insider die gottverlassene Gegend für sich entdeckt. Das wuchtige Kalksteinmassiv des Monte Albo ist das natürliche Wahrzeichen der Alta Baronia, dem Landstrich zwischen Posada und Siniscola im Nordosten Sardiniens.
Tourenvorschläge mit GPS-Daten
Ganz Sardinien ist ein einziges Highlight, wenn es um den Fahrspaß geht. Bei der Planung kann man nur einen Fehler machen: sich zu wenig Zeit für das Bikerparadies nehmen. Die nachfolgenden sechs ausgewählten Routenvorschläge mit GPS-Daten zählen zu den schönsten Motorradtouren auf Sardinien und sorgen für reichlich Genuss-Gänsehaut.
Motorradtour im Nordosten Sardiniens
Kurvensüchtige Motorradfahrer werden von dieser Route in den Nordosten Sardiniens begeistert sein. Ausgangsort ist die Küstenstadt Santa Maria Navarrese, nördlich der Stadt Arbatax gelegen. Von dort aus beginnt der Kurvenspaß auf der bei Motorradfahrern beliebten Strada Statale 125 Orientale Sarda, gemeinhin als SS125 bekannt, gen Norden.
Diese Motorradtour widmet sich dem Highlight im Norden der SS125: der Strecke von Baunei nach Dorgali. Um das friedliche Bergdorf Baunei von Santa Maria Navarrese aus zu erreichen, werden die ersten knapp 500 Höhenmeter in einem munteren Kurventanz bewältigt. Schnell aufgewärmt, bietet sich in Baunei ein unvergleichliches Panorama auf die Küstenregion rund um Tortoli.
Die landschaftlich reizvolle Straße führt insgesamt auf über 350 Kilometern von der Regionalhauptstadt Cagliari im Süden der Insel durch bergige Gebiete in den Norden. In ihrem besonders kurvigen Verlauf passiert die SS125 hierbei auch aussichtsreiche Küstenabschnitte und Städte wie Tortoli, Baunei, Dorgali und Orosei bis nach Olbia und Palau an der Costa Smeralda im Nordosten Sardiniens.
Auf den darauffolgenden 50 Kilometern der SS125 folgt ein Traum vom Motorradfahren: Unzählige Haarnadelkurven wechseln sich mit besonders "flowigen" Streckenabschnitten ab, in denen man in ein rhythmisches Links-rechts-Schwingen verfällt. Die spektakuläre Bergstraße ist zwar kein Geheimtipp, ist dank anderer gut ausgebauter Hauptrouten aber weitestgehend Lkw-frei.
Durch eine einmalige Berglandschaft, die hinter jeder Windung ein neues Panorama zu bieten hat, erreicht man den Biker-Treff am Passo Ghenna Silana auf rund 1000 Metern Höhe. Von dort aus geht es in einem Kurvenrausch weiter bergab nach Dorgali.
Es folgt eine kurze Fahrt durch die Ebene. Ab der Ortschaft Lula geht es auf einer kleineren und wenig befahrenen Straße in wechselhaften Kurvenkombinationen bergauf zum Monte Albo, dessen Gipfel stolz auf 1127 Metern rechts neben der Strecke thront. Kurz vor Sant‘ Anna bietet sich ein sagenhafter Ausblick auf die Küste Richtung Siniscola.
Auch über Lodè und Bitti reißen die Kurvenkombinationen nicht ab. Die Strecke von Bitti nach Nuoro bietet ein weiteres fahrerisches Highlight. Auf einer Nebenstraße führt die Motorradroute von Nuoro nach Fonni und über den Pass am Punta Gonnoroco in luftige Höhen.
Weil ein Teilstück der Passstraße am Arcu Correboi gesperrt ist, folgt die Route ein kleines Stück der Schnellstraße SS389 und biegt schließlich links nach Talana ab. Ab hier teilt man sich die Fahrbahn mit frei herumlaufenden Schafen, Kühen und Schweinen - besonders aufmerksames Fahren ist in dieser einzigartigen Felsenlandschaft gefragt.
Am höchsten Punkt bei der Terrazza Regina della Pace und dem Punto Panoramico di Talana mit seiner großen sardischen Flagge sollte unbedingt ein Boxenstopp eingelegt und die grandiose Aussicht auf Tortoli und Arbatax, umrahmt von einer einzigartigen Berglandschaft mit dem tiefblauen Meer im Hintergrund, aufgesaugt werden.
Von den über 1000 Metern Höhe geht es serpentinenreich auf kleinen Straßen bergab nach Talana. Das "Grande Finale" der Motorradtour folgt kurz nach Talana, wo eine gut ausgebaute Kurvenstrecke mit hohem Spaßfaktor hinab nach Lotzorai und schließlich Santa Maria Navarrese führt.
Die Motorradtour auf einen Blick:
- Streckenlänge: ca. 303 Kilometer
- Fahrtzeit: ca. 5,5 bis 6 Stunden
Mit dem Motorrad: Kurvenreiche, menschenleere Bergstrecken mit bestem Grip sorgen für puren Fahrspaß durch eine abwechslungs- und gebirgsreiche Landschaft. Auf der Route werden insgesamt knapp 9000 Höhenmeter bewältigt und atemberaubende Aussichtspunkte passiert.
Tipps: ausreichend Pausen einplanen und bei der Kleidungswahl die Temperaturunterschiede zwischen Küste und Gebirge mit bis zu 1100 Metern Höhe beachten.
Highlights der Tour: Wer den kurvenreichen Nordosten der Insel auf dem Motorrad entdecken möchte, kommt mit dieser Panorama-Tour voll auf seine Kosten. Die gesamte Route ist ein einziges fahrerisches Highlight. Der Aussichtspunkt Punto Panoramico di Talana ist ein Biker-Pflichtstopp auf Sardinien und der landschaftlich wahrscheinlich schönste Spot der Tour.
Kurvenparadies Gennargentu
Unterwegs in Zentral- und Ost-Sardinien: Diese Motorradroute rund um das höchste Gebirge Sardiniens, den Gebirgskamm Monti del Gennargentu, führt durch die Gemeinden Fonni, Desulo, Aritzo, Seui, Ussassai sowie Gairo und damit in das fahrtechnisch sowie landschaftlich reizvollste Tourenrevier auf der Mittelmeerinsel.
Kurz hinter Tortoli, Ausgangsort der Motorradtour, steigert sich mit der Höhe auch die Kurvigkeit der Strecke auf dem Weg nach Villagrande Strisaili. Auf rund 900 Metern angekommen, biegt die Route gen Norden nach Villanova Strisaili ab und führt in einem besonders kurvigen Verlauf neben der Schnellstraße her.
Die romantische Passstraße zum Arcu Correboi und Punta Gonnoroco teilt man sich hier mit Kühen, Eseln, Schafen und weiteren Vierbeinern - Vorsicht ist geboten, wobei sich die Landschaft bei einem gemäßigten Tempo sowieso besser genießen lässt.
Da hier ein Teilstück der alten Passstraße gesperrt ist, führt die Motorradroute ein Stück über die Schnellstraße zum Passo di Caravai - in der Download-Datei ist der empfehlenswerte Aussichtspunkt am Arcu Correboi daher als Zwischenstopp eingefügt. Anschließend geht es retour über den Passo di Caravai in das höchstgelegene Bergdorf Sardiniens nach Fonni.
An vielen Hauswänden in Fonni sind schöne Malereien, sogenannte Murales, angebracht. Die Strecke von Fonni nach Desulo zählt zu den fahrerisch genialsten Strecken auf Sardinien. Auf einer gut ausgebauten Straße mit größtenteils neuem, griffigem Asphalt kann man sich hier herrlich schwindelig fahren.
Von Aritzo aus geht es über eine endlos erscheinende Kurvenstrecke nach Seulo und Seui. Ein weiteres motorradfahrerisches Highlight ist der Streckenabschnitt, der von Seui auf der SS198 über Ussassai bis nach Gairo Vecchio, einem der bekanntesten "Lost Places" der Insel, führt. Im Jahr 1951 mussten die Bewohner den Ort verlassen, da es wiederholt zu Erdrutschen kam. Daraufhin ließ sich ein Teil der Bewohner im darüberliegenden Ortsteil Gairo Sant‘ Elena nieder. Der verlassene Ort Gairo Vecchio ist ein bekanntes Fotomotiv Sardiniens und als Zwischenstopp in der Route markiert.
Auf der letzten Etappe der Tour um den Gennargentu mit seinen markanten Schieferformationen geht es etwa 900 Höhenmeter kurvig bergab nach Lanusei, bis schließlich wieder Tortoli erreicht wird.
Die Motorradtour auf einen Blick:
- Streckenlänge: ca. 230 Kilometer
- Fahrtzeit: ca. 4 Stunden
Mit dem Motorrad: An Höhenmetern (gesamt ca. 6900) und Kurven mangelt es dieser Rundtour um das höchste Gebirge Sardiniens nicht. Panoramen und abwechslungsreiche, gut ausgebaute Kurvenstraßen mit griffigem Asphalt sorgen für Fahrspaß sondergleichen.
Tipps: Der Aussichtspunkt am Berg Arcu de Correboi zu Beginn der Tour ist einen Boxenstopp wert. Hier bietet sich ein atemberaubender Blick über das Gennargentu-Massiv und die umliegenden Täler, die sich in ihrer natürlichen Schönheit und Einsamkeit präsentieren.
Highlights der Tour: Die Strecke zwischen Fonni und Desulo sowie von Seulo nach Gairo (teils auf der SS198) sorgt für Begeisterung unter dem Helm.
Panoramaroute in der Provinz Ogliastra
Ohne die Ogliastra wäre ein Sardinien-Motorradurlaub unvollständig. Die nachfolgende Motorradtour führt von Tortoli aus in die unberührte und erstaunliche Naturlandschaft des Nationalparks Parco nazionale del Golfo di Orosei e del Gennargentu und hält einige Motorrad-Highlights bereit.
Das erste fahrerische Highlight erreicht man bereits kurz nach Santa Maria Navarrese, wo die Route auf einer rasant ansteigenden Straße nach Baunei führt und das Bergmassiv des Supramonte beginnt. Es folgen die vielleicht schönsten Kilometer der SS125, bis die Route links nach Urzulei abbiegt.
Sardinien ist bekannt für seine Murales - Wandmalereien, die von Bräuchen, Traditionen, Kultur und Widerstand der Einwohner erzählen. In Urzulei, entlang der Route, gibt es besonders viele schöne Murales zu bestaunen.
Auf einer schmal-kurvigen Nebenstraße geht es auf 1100 Meter bergauf nach Talana. Nachdem das Bergdorf durchquert wurde, führt die Route auf aussichtsreicher und fahrtechnisch anspruchsvoller Straße zu den Aussichtspunkten Punto Panoramico di Talana und Terrazza Regina della Pace. Nach einem kurzen Panorama-Fotostopp geht es durch Weidegebiet (Vorsicht: Tiere kreuzen hier gern die Fahrbahn) nach Villanova.
Es folgt eine gut ausgebaute Kurvenstrecke mit hohem Fahrspaßfaktor durch ein bewaldetes Gebiet am südlichen Ende des Lago Alto del Flumendosa, bis eine kleine Brücke erreicht und der Riu Sicaderba überquert wird.
Ab hier wird die Strecke etwas rustikaler, und die markante Felsformation Perda 'e Liana inmitten einer hügeligen Inselmitte, ein weithin sichtbares Naturmonument, erscheint im Blickfeld. Die Landmarke diente wandernden Hirten seit Jahrhunderten als Wegweiser und taucht somit auch beim Motorradfahren in der Region immer wieder vor dem Visier auf.
Auf einer schmalen Straße geht es südlich Richtung Gairo Vecchio, dem faszinierenden Geisterdorf, das nach heftigen Regenfällen und Erdrutschen in den 1950er-Jahren verlassen wurde. Die malerische Lage am Berghang sowie die engen, stillen Gassen verleihen dem Ort eine einzigartige, fast mystische Atmosphäre.
Von Gairo aus geht es weiter südlich entlang des Fiume Pelau. Bevor Cardedu erreicht wird, zweigt die Motorradroute Richtung Loceri ab. In einem spaßig-kurvigen Streckenverlauf werden Lanusei und Ilbono umfahren, ehe die Rundtour, in Tortoli angekommen, ein Ende findet.
Die Motorradtour auf einen Blick:
- Streckenlänge: ca. 156 Kilometer
- Fahrtzeit: ca. 2,5 bis 3 Stunden
Mit dem Motorrad: Die Panoramaroute in der Provinz Ogliastra ist ein Muss für jeden Sardinien-Urlauber. Die abwechslungsreiche und kurvenreiche Strecke führt durch eine erstaunliche Naturlandschaft mit zahlreichen Highlights.
Tipps: Die Strecke ist sehr abwechslungsreich und landschaftlich reizvoll. Die Straße ist größtenteils gut ausgebaut. Trotzdem sollte man sie aufgrund einiger sehr enger und unübersichtlicher Kurven nicht unterschätzen. Die vielen Panoramablicke laden zu kurzen Stopps ein, um die Schönheit der Insel aufzusaugen.
Highlights der Tour: Die Panoramablicke bei Talana und die Fahrt durch das Geisterdorf Gairo Vecchio sind unvergesslich.
Unterkünfte auf Sardinien
Mit dem MOTORRADSTRASSEN-Partnerhotel „Cardedu“, im gleichnamigen Ort laden motorradfreundliche Gastgeber zum Tourenvergnügen ein. Das familiär geführte Haus ist schon lange ein beliebter Ausgangspunkt für einen Sardinienaufenthalt mit Motorrad. Überdachte Unterstellplätze fürs Bike oder ggf. Parkmöglichkeiten für einen Anhänger sind ebenso vorhanden wie eine kleine Werkstatt.
Zu erwähnen ist auf jeden Fall auch die vorzügliche Küche. Vom leckeren Fisch und Meeresfrüchten bis hin zum Wildschwein und Lamm gibt es alles, was die Genießer nach der Kurvenschlacht erwarten. Schmackhafte Suppen, knackige Salate und der bekannte sardische Käse runden das kulinarische Angebot ab. Dass man auch ein Herz für Naschkatzen hat wird mit Desserts wie Schokoladenmousse und Ricottakuchen unterstrichen.
Die gemütlichen Zimmer, mit Blick auf die Gartenanlage, sind nach sardischer Tradition in Pastelltönen angelegt. Unser Partnerhaus liegt in der Region Ogliastra. Der Mix aus traumhaften Stränden und dem Motorradtraum im gebirgigen Hinterland lässt den Motorradspaß bereits nach der Hotelausfahrt beginnen. Alleine was sich um das rund 25 Kilometer entfernte Ulassai abspielt ist schon aller Ehren wert.
Hier eine kleine Auswahl an möglichen Unterkünften:
- Im Norden: Hotel “Tartaruga Bianca” im Küstenort La Ciaccia (Valledoria), Horizon Hotel, Badesi
- Im Süden: Domo Green House, Villasimius
- Im Westen: Albergo Meridiana in Arbus, Green Sporting Clubhotel, Alghero, Tanit Hotel Village Ristorante, Carbonia
- Im Osten: Hotel Club “Saraceno” in Arbatax (bei Tortoli), B&B “Sa Marina” in La Caletta, Hotel Residence Hibiscus, La Caletta, Baja Azurra, Bari Sardo bzw. Torre di Bari, Hotel La Palma, San Teodoro
- In Olbia: B&B “Le Rose”, B&B Etesia, Olbia
Straßen und Verkehr auf Sardinien
Verkehrstechnisch ist Sardinien sehr gut erschlossen. Die SS 131 im Westen, die SS 131 dcn im Nordosten und die SS 125 im Osten verbinden die einzelnen Regionen der Insel miteinander und lassen bei Motorradtouren auf Sardinien schnelle Ortswechsel zu. Das Sahnehäubchen der Sardinen-Motorradtouren sind jedoch die Land- und Gebirgsstraßen.
Wie eigentlich überall in Italien scheinen auch hier die Straßenbauer ein Herz für uns Biker zu haben. Kurve an Kurve, griffiger Belag. Eine Kombination, die nicht nur Fahrspaß, sondern auch Reifenabrieb garantiert.
Wichtige Hinweise
- Selbstverständlich gilt in Italien Helmpflicht, Handy ohne Freisprechanlage ist tabù und die Promillegrenze liegt bei 0,5.
- Auf Landstraßen gilt ein Tempolimit von 90 km/h und 50 km/h innerorts.
- Bremsen, Reifen, Kette und Gepäckträger sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Deswegen vor der Abreise noch einmal gründlich durchchecken! Biker-Werkstätten sind vor allem im kaum besiedelten Bergland rar.
- Der raue Straßenbelag auf sardischen Straßen sorgt für perfekten Grip, aber auch für hohen Verschleiß - deshalb auf ausreichende Profiltiefe achten! Spitze Steine können den Gummisohlen zusetzen.
Tipps zur Tourenplanung
Planen Sie Ihre Motorradtour auf Sardinien! Was ist die passende Unterkunft, der beste Strand, welches ist das passende Zimmer für Sie und Ihre Truppe?
Hier sind einige zusätzliche Ratschläge für Ihre Reise:
- Wie fast im gesamten Mittelmeerraum beginnt auch auf Sardinien ab Ostern die Tourismus-Saison. Wer also seine Motorradtouren auf Sardinien in aller Ruhe fahren will, sollte in den Monaten April bis Juni oder September und Oktober kommen.
- Kann das Wetter im Frühjahr noch Kapriolen schlagen, ist der Herbst ein zuverlässiger Reisebegleiter - stabile Wetterlagen, milde Temperaturen, entspannte Gastronomen. Aber auch der Winter hat seinen Reiz. An der Küste entlangbummeln, in den Hotels oft der einzige Gast sein, das wahre Leben der Insulaner kennen lernen - Motorradtouren im Winterhalbjahr lohnen sich.
- Nie leer losfahren! Tankstellen sind nicht eng gesät, die sardischen Tankautomaten haben so ihre Tücken (und schlucken nicht alle ausländischen Kredit- und EC-Karten) und Tankwarte machen von 13 bis 16 Uhr Mittagspause - ungefähr.
Anreise und Motorradtransport
Viele Traumdestinationen zum Motorradfahren sind mit dem eigenen Eisen nur über Fährverbindungen erreichbar. Wie funktioniert eine Überfahrt und welche Dinge können die Reise vereinfachen? Hier die wichtigsten Tipps!
Es gibt verschiedene komfortable Möglichkeiten, von aus Deutschland gut zu erreichenden Häfen wie Genua oder Livorno das eigene Motorrad an Bord der Fähre ganz problemlos mit in den Urlaub auf die Mittelmeerinsel zu nehmen.
Für die Sicherung der Motorräder auf der Fähre ist das Bordpersonal verantwortlich, die Bikes mit Gurten an Befestigungen an Wänden und Böden festzurren.
Die Fährfahrt beansprucht in der Regel mehr Zeit als nur die eigentliche Fahrzeit. Etwa 2-3 Stunden vor Abfahrt ist der physische Check-in bei der Reederei erforderlich, gefolgt von der Grenzkontrolle und einer längeren Wartezeit, bis das Einladen beginnt. Es ist entscheidend, ausreichend Zeit einzuplanen, besonders an südlichen Grenzübergängen, wo es oft hektisch zugeht.
Die Motorräder werden üblicherweise vorne oder hinten im Schiff mit Spanngurten sicher befestigt. Der Zugang zum Fahrzeugdeck ist während der Fahrt nicht gestattet.
Die zusätzliche Buchung einer Kabine ist besonders bei Nachtüberfahrten zu empfehlen. Dies aus zwei Gründen: Zum einen kann der Lärmpegel in den öffentlichen Bereichen je nach Fähre extrem sein, und eine eigene Kabine ermöglicht eine komfortable Nachtruhe. Zum anderen neigen die Sanitäreinrichtungen in den öffentlichen Bereichen dazu, schnell unangenehm zu werden.
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