Sardinien, die zweitgrößte Insel im Mittelmeer, ist nicht nur für ihre atemberaubenden Strände und beeindruckenden Gebirgslandschaften bekannt, sondern bietet auch eine Vielzahl herrlicher Rennradstrecken. Mit seiner vielfältigen Landschaft, dem angenehmen mediterranen Klima und der reichen kulturellen Geschichte ist die Insel ein wahres Paradies für Radfahrer. Die Insel ist etwa 300 Kilometer lang und an der breitesten Stelle misst sie ca. 150 Kilometer. Da sollten sich genügen Strecken für Touren finden.
Viele Rennrad-Touren bieten nicht nur spektakuläre Ausblicke auf das türkisfarbene Meer, sondern auch die Möglichkeit, charmante Dörfer und historische Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Nur eines sind die meisten Touren nicht: flach. Abenteuerlustige Radfahrer können sich auch auf die Erkundung der vielen versteckten Pfade und Bergwege Sardiniens begeben. Italiener sind große Rennrad Fans, insofern wird auf Radfahrer acht gegeben.
Was auch immer dein Fahrniveau oder deine Vorlieben sind, Sardinien bietet unzählige Möglichkeiten für unvergessliche Rennradtouren. Mit seiner vielfältigen Landschaft, dem angenehmen mediterranen Klima und der reichen kulturellen Geschichte ist die Insel ein wahres Paradies für Radfahrer. Auf allen Touren ist immer ausreichend Wasser und Verpflegung mitzunehmen. Es gibt abseits der Städte und Dörfer kaum Einkehrmöglichkeiten in Bars oder Restaurants. Bei jedem möglichen Stopp sollte Wasser immer in die Trinkflaschen nachgefüllt werden.
Beliebte Rennrad-Touren auf Sardinien
Es gibt auf der Insel sehr viele beliebte Routen führt entlang der Küste und durch die Berge. Viele Rennrad-Touren bieten nicht nur spektakuläre Ausblicke auf das türkisfarbene Meer, sondern auch die Möglichkeit, charmante Dörfer und historische Sehenswürdigkeiten zu erkunden.
Individuelle Entdeckungstour mit dem Rennrad
Diese individuelle Rennradreise auf Sardinien verläuft entlang von herrlichen Küstenstraßen einer Insel, die als exotischste Italiens bekannt ist. Sardinien ist gesegnet mit einem fantastischen Netzwerk gut ausgebauter und autoarmer Straßen, welches Ihnen großartige Bedingungen zum Radfahren beschert. Eine tolle Alternative zum überlaufenen Mallorca! Die Insel hat einen atemberaubenden Küstenverlauf, den Sie während Ihrer Entdeckungstour auf dem Rennrad genießen werden.
Sie beginnen die Reise im Norden der Insel und fahren entlang der hoch ansteigenden Kalksteinklippen des Capo Caccia, ein Kap an der Westküste, bis hin zu den üppig bewachsenen Korkeichenwäldern der Montiferru-Berge, dem größten, erloschenen Vulkanmassiv auf Sardinien. Die Route folgt weiter dem Küstenverlauf mit seinen Sandstränden, smaragdgrünem Wasser und atemberaubenden Blicken auf das Meer bis hinunter zum südlichen Teil der Insel.
Etappen der Rennradreise
- Olbia - Valle Doria: Die erste Radetappe führt Sie ins Herzen der "Gallura" - einer Region, die von Eichenwäldern geprägt ist und in der es tolle kleine Sträßchen gibt, die nur auf uns Radler warten. Es geht im Verlauf des Tages durch das Valle de la Luna, ein Tal mit spektakulären Granitsteinformationen. Der Tag endet dann an der Nordküste in Valle Doria (1ÜN). (ca. 85km / 1300Hm).
- Valle Doria - Alghero: Nach dem Frühstück fahren Sie südwestwärts bis nach Castelsardo mit seiner majestätisch über dem Meer gelegenen Zitadelle und weiter auf der Küstenstraße bis zum geschäftigen Hafenort Porto Torres. Unterwegs wechseln sich Pinienwälder mit langen Sanddünen und Sandstränden ab. Nutzen Sie die Gelegenheit zu einer Pause mit einem erfrischendem Bad im Meer! Nach Porto Torres verlassen Sie die Küste und die Radetappe führt durch liebliches Hügelland nach Süden in Richtung Bucht von Alghero. Von dort ist es nur ein kurzer Weg ans Meer, es geht am Baratz See und durch das Dörfchen Fertilia vorbei bis nach Alghero (1 ÜN). (ca. 98km / 750Hm)
- Alghero - Bosa: Am Morgen bietet sich eine kleine Rundstrecke zum beeindruckend schön gelegenen Capo Caccia an, bevor Sie von Alghero weiter in Richtung Süden fahren (ca. 15km/300Hm extra). Südlich von Alghero folgen Sie der spektakulären Küstenlinie bis nach Bosa (1 ÜN). Die Straße ist eine Achterbahnfahrt, vorbei an hohen, von der Küste aufsteigenden Klippen. Hier und da fügen sich kleine, felsige Buchten und antike Wachtürme ins Bild ein. Es lohnt sich auch immer mit einem Auge nach Meeresvögeln Ausschau halten, z.B. nach Gänsegeiern, die man weit oben in den Felsen sitzen sehen kann. Bosa, das im Planargia-Flachland liegt, ist ein charmantes Städtchen am Flusstal des Temo, unweit vom Meer entfernt. Oberhalb Bosas thront die Serravalle-Burg. Dort beginnen die Häuser des mittelalterlichen Zentrums, die sich bis zum Flussufer hinunterziehen. Ihr Abendessen können Sie heute im Zentrum von Bosa zu sich nehmen. Die lokale Küche besteht aus Fisch und Meeresfrüchten, zu der traditionell ein Glas ‘Malvasia‘, Bosas leckerer Wein, serviert wird (ca. 45 oder 95km / 850 oder 1280Hm).
- Bosa - Santu Lussurgiu: Von Cugliere pedalen Sie durch Wälder hinauf in die Montiferru-Berge zu fahren. Vorbei an kahlen, zerklüfteten Hängen haben Sie Aussicht auf die Abbasanta-Hochebene. Die wohlverdiente Abfahrt im Anschluss bringt Sie zu dem bezaubernden Dorf Santulussurgiu. Oder Sie fahren dann nach der Küste entlang in die Nähe von Santa Caterina di Pittinuri mit dem natürlichen Felsenbogen s'Archittu. Nach einem erfrischenden Bad im Meer geht es hinauf nach Santulussurgiu, wo Sie sich etwas Zeit nehmen sollten, um die wunderschönen und engen Kopfsteingassen zu entdecken. Sie übernachten heute in dem entzückenden “Albergo Diffuso“, um nach einer langen Tagesetappe zu entspannen und zu Abend zu essen (ca. 75km / 1400Hm oder die kürzere Variante ca. 47km / 1100Hm).
- Santu Lussurgiu - Barumini: Heute führt die Tour durch das Landesinnere. Zuerst geht es an den Ufern des Omodeo-Sees entlang. Danach fahren Sie weiter nach Fordongianus, das linksseitig des Flusses Tirso gelegen ist. Sobald Sie in Fordongianus angekommen sind, haben Sie die Möglichkeit, die Ruinen der antiken römischen Bäder zu besuchen. Hier sprudelt noch immer 54 Grad heißes Wasser aus der Erde. Auf kleineren Nebenstraßen gelangen Sie zu der hügeligen Region ‘Marmilla‘. Wir empfehlen einen Zwischenstopp einzulegen und das 3000 Jahre alte Dorf "Su Nuraxi" zu besichtigen. Ihr ruhig gelegenes Hotel liegt auf einem Hügel neben dem Dorf Barumini (1 ÜN) (ca. 96km / 1150Hm).
- Barumini - Arbus - Portixeddu: Heute wird ein entspannter Tag. Sie fahren zu der Campidano-Ebene, um dann zurück zur Küste zu radeln. Schließlich folgt eine finale 9km lange Abfahrt nach Fluminimaggiore und zum lang gestreckten Sandstrand von Portixeddu (1 ÜN). Es lohnt sich, hier die Zeit zu nehmen, um ein Bad im Meer und ein Getränk in einer der Bars vor Ort zu genießen. Im Anschluss fahren Sie zurück, um ein weiteres köstliches Abendessen in Ihrem Hotel einige km im Hinterland, das die Küste überblickt, zu sich zu nehmen (ca. 80km / 1000Hm).
- Portixeddu - Carloforte - Calasetta: Die Radsportreise führt nun wieder an der Küste entlang, von wo aus Sie atemberaubende Aussichten auf weite Sandstrände und ein wildes Vorgebirge genießen können. Mit einer Fähre gelangen Sie dann zur Insel Carloforte. Sie kommen in einer einzigartigen Kleinstadt an, die einen ganz eigenen Charakter besitzt, der von den Genuesen und den Tunesiern geprägt wurde. Diese Region bietet sich an, um einige der besten Fischgerichte des Mittelmeerraums auszuprobieren. Mit einer weiteren Fähre setzen Sie zur Insel Sant‘ Antioco über. Sie ist für ihre altertümlichen Siedlungen und Katakomben unterhalb der Stadt bekannt. Eine kurze Fahrt durch bewirtschaftete Felder wird Sie schließlich zu Ihrem nächsten Hotel nahe Calsetta (1 ÜN) führen. (ca. 65km / 750Hm)
- Calasetta - Costa del Sud: Sie haben es geschafft. Heute steht die letzte Etappe Ihrer Tour auf dem Programm. Dies ist allerdings kein Grund, um traurig zu sein. Denn mit dem letzten Tourtag liegt nochmals eine wunderschöne Tagesetappe vor Ihnen. Die heutige Strecke führt zu einigen der schönsten Strandabschnitten der Insel. Das weit ausgedehnte, blaue Mittelmeer ist stets an Ihrer Seite. Auf verkehrsarmen Straßen fahren Sie an vielen wunderschönen Buchten und schroffen Felsformationen vorbei, bis Sie Pula, Ihr endgültiges Reiseziel, erreichen (1 ÜN). Hier können Sie die Errungenschaften der Woche gebührend feiern (ca. 100km / 1000Hm).
Weitere Touren und Regionen
Neben den beschriebenen Etappen gibt es zahlreiche weitere Routen, die sich für Rennradfahrer eignen. Hier sind einige Beispiele:
- Rund um den weißen Berg: (115 Kilometer, 1.330 Höhenmeter, max. 13 Prozent Steigung)
- Mare e Monti: (128 Kilometer, 1.300 Höhenmeter, max. 16 Prozent Steigung)
- Ins Banditennest: (150 Kilometer, 2.340 Höhenmeter, max. 9 Prozent Steigung)
- Sardische Dolomiten: (104 Kilometer, 1.750 Höhenmeter)
Die Baronia- und Barbagia-Region im Osten sowie das Landesinnere sind seit jeher das Land der Hirten und extrem dünn besiedelt. Neben ihrer landschaftlichen Vielfalt - Sardinien wird auch als "kleiner Kontinent im Mittelmeer" bezeichnet - lockt die Mittelmeerinsel die meisten Touristen mit ihren karibisch anmutenden Stränden und den idyllischen Badebuchten.
Radfahren in verschiedenen Jahreszeiten
Sardinien bietet das ganze Jahr über Möglichkeiten zum Radfahren. Die beste Zeit hängt von Ihren Vorlieben ab:
- Mountainbike: Ganzjährig möglich, aber von Mitte Juli bis Ende August empfiehlt es sich, in der zweiten Nachmittagshälfte zu fahren, um der Hitze zu entkommen.
- Rennrad: Auch im Winter möglich, wobei die Temperaturen in den Höhenlagen niedriger sind. Mitte Februar bis Anfang März sind die kältesten Monate.
Sardinien hat ein tendenziell tropisches Regenfallmuster mit kurzen, heftigen Regenschauern.
Zusätzliche Informationen
Sardinien ist mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 270 Kilometer und einer Breite von etwa 130 Kilometer die zweitgrößte Mittelmeerinsel. Mit nur 1,6 Millionen Einwohnern ist sie sehr dünn besiedelt.
- Die sardischen Autofahrer verhalten sich überwiegend rücksichtsvoll
- Die höchste Berge mit etwa 1.800 Meter liegen im Gennargentu-Gebirge im östlichen Inland.
Alghero ist aufgrund der attraktiven Altstadt und der langen Strände touristisch bedeutend. Alle Touren beginnen und enden am Hafen von Alghero. Ein rosa Rennrad auf einem Sockel erinnert dort an den Start der ersten Etappe des Giro 2017.
Bei der Routenplanung haben wir besonderen Wert auf verkehrsarme, landschaftlich schöne Strecken gelegt - manchmal zulasten der Asphaltqualität, die bisweilen auf der gröberen Seite liegt.
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