Hinterradtaschen, Gepäckträgertaschen, Packtaschen - es kursieren auch bei den Herstellern verschiedene Begriffe für die Fahrradtaschen, die sich (meist als Paar eingesetzt) beidseitig am Gepäckträger befestigen lassen.
Arten von Fahrradtaschen
Ob täglicher Arbeitsweg, Wochenendtour oder Fernreise: Die Wahl der richtigen Fahrradtasche kann den Unterschied zwischen Chaos und Komfort ausmachen. In unserem umfassenden Fahrradtaschen Test 2025 stellen wir Ihnen die besten Modelle vor - von kompakten Rahmentaschen bis zu geräumigen Gepäckträgertaschen. Egal, ob Sie Bikepacking betreiben oder einfach mehr Stauraum für Ihre täglichen Strecken benötigen - hier finden Sie garantiert das passende Modell.
Es gibt verschiedene Arten von Fahrradtaschen, darunter:
- Gepäckträgertaschen: Diese werden seitlich am vorderen oder hinteren Gepäckträger befestigt und bieten mehr Stauraum - ideal für Radtouren und längere Reisen.
- Fahrradtaschen (z. B. Lenkertaschen, Rahmentaschen oder Satteltaschen): Diese sind kompakter und eignen sich für kleine, leicht zugängliche Gegenstände.
Testkriterien und Ergebnisse
Wir haben zahlreiche Fahrradtaschen auf Herz und Nieren geprüft - unter anderem in Bezug auf Verarbeitung, Wasserdichtigkeit, Montagefreundlichkeit, Volumen und Preis-Leistungs-Verhältnis. Unser Vergleich richtet sich an alle, die Qualität und Funktionalität schätzen - vom urbanen Pendler bis zur Abenteurerin auf zwei Rädern.
Getestet haben wir neun Taschen, von denen acht einen Rollverschluss haben: Sie werden durch mehrmaliges Einrollen des oberen Randes und anschließender Fixierung mit einer oder mehreren Schnallen geschlossen. So ein Rollverschluss ist zwar im Handling etwas komplizierter als ein einfacher Deckel, dafür schützt er in der Regel besser gegen Spritzwasser, das während der Fahrt im Regen gern von allen Seiten kommt.
Die Taschen in unserem Test haben Volumina zwischen 18 und 26 Litern und tragen etwa 9 bis 12,5 Kilogramm. Bei zwei Modellen reichen die rund 40 Liter und etwa 20 Kilogramm für kurze Reisen genauso aus wie für große Einkäufe. Einige unserer Testtaschen gibt es auch in kleinen Versionen für Frontgepäckträger, sodass man mit insgesamt vier Taschen unterwegs sein kann. Auch lassen sich einige Hinterradtaschen mit einer zusätzlichen, oben aufliegenden Einzeltasche kombinieren, um das Volumen zu vergrößern.
Top 10 der besten Fahrradtaschen im Test
Unsere Auswahl der besten Fahrradtaschen 2025 basiert auf Expertenbewertungen, Kundenerfahrungen und praktischen Tests. Ob Bikepacking, Radreise oder Pendelstrecke - hier finden Sie Modelle, die mit Qualität, Wasserschutz und smarter Ausstattung überzeugen.
- Restrap Saddle Pack Satteltasche - Schwarz
- Ortlieb Handlebar-Pack M - 15L
- Ortlieb Sport-Packer Plus QL2.1 (2×15L) - Rot
- Brooks Scape Saddle Roll Satteltasche - Grün
- Ortlieb Back-Roller QL2.1 (2×20 L) - Schwarz
- Ortlieb Frame-Pack M - Rahmentasche 4L
- Restrap Canister Lenkertasche - Schwarz
- Brooks Brick Lane Doppelpacktasche - Kupfer
- Restrap Stem Bag - Vorbautasche
- Topeak MTX TrunkBag DXP - 22,6L - Schwarz
Vergleichstabelle der besten Fahrradtaschen
Hier erhalten Sie einen kompakten Überblick mit Bildern, Volumen, Gewicht, Wasserschutz und direktem Link zum Kauf - perfekt für einen schnellen Vergleich.
| Produkt | Modell | Typ | Volumen | Gewicht | Wasserdicht | Link |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Restrap Saddle Pack | 4 L | Satteltasche | 4 L | 210 g | Ja | Kaufen |
Detaillierte Analyse ausgewählter Modelle
Im Folgenden werden einige der getesteten Modelle detaillierter analysiert:
Thule Shield
Die Shield von Thule ist eine klassische Gepäckträgertasche mit Rollverschluss. Das Besondere: Es gibt sie in vier Größen mit Volumina von 13, 17, 22 und 25 Litern. Wir haben das größte Modell getestet, das etwa ein Kilo wiegt. Es enthält, wie die kleineren Modelle, Täschchen für Papiere und Kleinkram. Ein Notebook passt hinein, aber gepolstert ist das Fach nicht, und entnehmen lässt es sich auch nicht.
- Das gefällt an den Shield von Thule: Sie wirken robust und sind, ordentlich eingerollt, windschnittig.
- Das weniger: Die Gepäckträgerhaken müssen einzeln manuell gesichert werden.
SKS Infinity Urban Sidebag
Die Infinity Urban Sidebag von SKS ist eine Pendlertasche. Sie besteht außen aus einer Mischung aus glattem Kunststoff und Mesh-Gewebe. Anders als bei den meisten Konkurrenzmodellen ist die Innenseite zum größten Teil mit einem Futter aus glattem Stoff versehen. Der Vorteil: Gegenstände gleiten leichter an den Wänden der Taschen entlang und lassen sich ohne Widerstand herausziehen. Innen auf der Rückseite gibt es ein dick gepolstertes Laptopfach. Entfernen kann man es nicht.
- Das gefällt an der Infinity Urban Sidebag: Das gut gepolsterte Notebookfach und die Außentasche machen die Infinity Urban flexibel. Sie lässt sich leicht einhängen und abnehmen.
- Das weniger: Sie ist schwer.
Aevor Pannier Pack
Die Pannier Pack von Aevor wendet sich mit ihrem Design an ein sportliches Publikum. Sie besteht aus einem dünnen Mesh-Gewebe, das auf der Innenseite geglättet ist. Ein gepolstertes Notebook-Fach mit zwei kleineren Täschchen für Zubehör ist nicht entnehmbar.
Ortlieb Back Roller Free
Die Back Roller sind der Packtaschen-Klassiker schlechthin: Ortlieb gilt als Erfinder des Fahrradtaschen-Rollverschlusses und brachte die Back Roller erstmals vor rund 35 Jahren auf den Markt. Wir haben die Free-Version getestet, die PVC-frei, aber ebenso haltbar und wasserdicht wie das Original sein soll. Sie wird wie alle Ortlieb-Taschen in Deutschland gefertigt.
- Das sind die Vorteile: Das Material wirkt sehr stabil. Ortlieb gibt fünf Jahre Garantie und repariert auch noch ältere Exemplare. Die Handhabung ist unkompliziert.
- Das sind die Nachteile: Der Schultergurt bekommt beim Fahren Spritzwasser ab.
Vaude Aqua Back Plus
Optisch erinnert die Aqua Back Plus an das Set von Ortlieb. Allerdings ist das Material steifer, weshalb es sich nicht ganz so geschmeidig aufrollen lässt. Auch die Vaude-Tasche ist PVC-frei und wird in Deutschland produziert. Vaude gibt darüber hinaus an, dass die Produktion klimaneutral sei.
- Das sind die Vorteile: Die Tasche hat ein großes Volumen, ist flexibel und wirkt robust. Vaude gibt fünf Jahre Garantie. Hinzu kommen Details wie die Innentasche, die Außentasche und die Vorrichtung für ein Schloss.
- Das sind die Nachteile: Die Aqua Back Plus ist relativ schwer. Das Thema »Schultergurt einhaken« hat Ortlieb besser gelöst.
Topeak Pannier Drybag
Die Pannier Drybag ist dünn und mit 786 Gramm sehr leicht. Sie ist ausschließlich in Anthrazit/Schwarz und den Größen 15 (vorn) und 20 Liter (hinten) lieferbar.
- Das gefällt: Sie ist die leichteste im Testfeld, wasserdicht und unkompliziert.
- Das weniger: Das unflexible Befestigungssystem könnte an dem ein oder anderen Gepäckträger für Probleme sorgen. Zusätzliche Innentaschen oder Außentaschen gibt es nicht.
Befestigungssysteme
Alle getesteten Taschen werden an einer Strebe eines Gepäckträgers mit zwei Klemmen befestigt. Unten verhindert ein kleiner Arm, dass sie in Kurven vom Gepäckträger weg schwenken. Alle Taschen im Test eignen sich für Standardgepäckträger. Probleme kann es mit unterschiedlich dicken Gepäckträgerstreben geben. Adapter für verschiedene Strebenstärken liegen einigen Modellen bei. Ortliebs neues System von 2025 lässt sich ohne Adapter an unterschiedliche Durchmesser anpassen.
Durch Verschieben der Klemmen respektive des stabilisierenden Arms können die Taschen so an die meisten Gepäckträger angepasst werden, dass sie während der Fahrt nicht nach vorn oder hinten wandern. Wichtig ist dabei, dass sie so weit hinten positioniert werden, dass man sie beim Fahren nicht mit der Ferse berührt.
Zusätzliche Ausstattung
Einige der getesteten Modelle verfügen innen oder außen über kleine Fächer. Will man den Inhalt sortieren oder besser schützen, kann man Inlays kaufen. Ortlieb und Vaude bieten so etwas passend für einige ihre Taschen an.
Einige Taschen verfügen über eine Außentasche, die einen Schnellzugriff ermöglicht. Ohne Suchen findet man Werkzeug, Handschuhe oder was auch immer man dort unterbringen möchte.
Hybridtaschen
Eine Gattung von Transporttaschen für Radfahrerinnen und Radfahrer kommt aktuell in Mode, hat aber noch keinen einheitlichen Namen: »Hybride Gepäckträgertasche« heißt es bei einem Hersteller, »Fahrrad Rucksack« bei einem anderen. Gemeint sind Gepäckträgertaschen, die auch als Rucksack getragen werden können.
Die Hybridtaschen eignen sich hauptsächlich für die Stadt. Sie haben alle ein integriertes Laptopfach, das sich teils entnehmen lässt.
Solche Hybridtaschen erfordern jedoch immer Kompromisse. Sie sind schwerer als Fahrradrucksäcke und Gepäckträgertaschen.
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