Die Harley-Davidson Heritage Classic 114 hat sich im Dauertest als zuverlässiger Begleiter erwiesen. Hier müssen sich ausgewählte Zweiräder beweisen, sich als treuer Begleiter tagaus, tagein bewähren.
Dauertest der Harley-Davidson Heritage Classic 114
Die Harley-Davidson Heritage Classic 114 betrat am 6. Juni 2018 die Dauertest-Bühne. Pure Sympathie schwang ihr nicht entgegen. Die Zahl derer, die sich dem eher gemütlichen Fahrstil mit einer Harley bewusst verschreiben wollen, ist gering.
Verschleiß und Wartung
Entgegen sonstiger Erfahrungswerte seitens der Harley-Techniker verbrauchte die Dauertest-Heritage über die Testdistanz drei Satz originale Bremsbeläge sowie einen Test-Zubehörbelag vorne - während ein einziger Satz hinten die kompletten 50.000 Kilometer überstand. Was nur unterstreicht: Der dicke 114er-Motor sowie das komplette Bike wurden nicht geschont.
Bekannte Mängel
Schon damals sprach die Liste an Defekten eine ganz eindeutige Sprache: leichter Rostansatz am Auspuff, die Kupplung rupft schon mal, einmal nicht angesprungen, neue Software für den Tacho aufgespielt, und eine Rücklichtbirne musste getauscht werden. Danach vibrierte der Twin abermals eine Rücklichtbirne durch - seine wahre Achillesferse. Die Empfehlung für alle Treiber des gleichen Bikes lautet daher unumwunden: Lehnt euch zurück, freut euch über euer Motorrad und nehmt für den Fall der Fälle eine Rücklichtbirne mit (Bestellnummer 68167-04, 3,95 Euro).
Zustand nach dem Zerlegen
Im Grund behält die Harley-Davidson Heritage Classic 114 ihren zuverlässigen Charakter bei. So weist zwar die Ölpumpe leichte Riefen auf. Die Funktion schränken die aber nicht ein. Und allein die Nockenwelle: als ob sie gerade erst aus dem Regal in Milwaukee gefallen wäre. Von Abnutzung keine Spur. Diese Aussage ließe sich noch für viele weitere Teile treffen. Das Getriebe? Einwandfreier Zustand. Die Kurbelwelle? Tipptopp. Die Ausgleichswellen? Quasi Neuzustand.
Kupplung und Getriebe
Allerdings: Einträge zur Kupplung und zum Getriebe finden sich über die 50.000 Kilometer nicht nur im Fahrtenbuch, sondern auch in zahlreichen Leserzuschriften wieder. Die Dosierbarkeit ist nicht die beste, das Getriebe verlangt besonders bei kaltem Motor viel Kraft, der Leerlauf bleibt oft unauffindbar.
Zylinder und Kolben
Punktabzüge muss die Harley an anderer Stelle hinnehmen. Da die Company kein Verschleißmaß für die Zylinder und die Kolben defi-niert, zählt allein das Laufspiel zwischen diesen beiden Bauteilen. Bis zum Dauertest-Ende lief der dicke V2 ohne Zicken und Auffälligkeiten, pulsierte so ruhig und gelassen durchs Drehzahlband wie zu Beginn der 50.000 Kilometer. Weil auch kein wirklicher Ölverbrauch messbar war, die abschließende Leistungsmessung ebenfalls Bestwerte offenbarte, wird diese kleine Mess-Schwäche dem Motor nicht über Gebühr angerechnet.
Platz 1 der Dauertest-Abschlusstabelle
So rennt die Harley-Davidson Heritage Classic 114 am Ende aller Untersuchungen nicht nur souverän über die 50.000-Kilometer-Marke, sondern voller Selbstverständlichkeit auf Platz eins der Dauertest-Abschlusstabelle - gleichauf mit Yamahas MT-07. Ihr wirklich geringer Wertverlust, ihr Dauerlauf ohne Ausfälle sowie der gute Gesamtzustand ihrer Motorteile sorgen aber dafür, dass sie sich unaufhaltsam nach vorne schiebt.
Fahrerfahrungen und Eindrücke
Auf der Dauertest-Schlussrunde sammelte MOTORRAD action team-Reiseleiter Daniel Lengwenus noch letzte Eindrücke von der Harley-Davidson Softail Heritage:
- Die Harley ist nicht wirklich für Leute unter 1,80 m Körpergröße gemacht.
- Die Satteltaschen lassen sich auch öffnen wenn man auf dem Soziussitz eine große Ortlieb-Reisetasche verstaut hat - leidlich aber immerhin.
- Ich habe noch niemals eine kompliziertere Ölkontrolle erlebt.
- Ich habe ich zwei Flaschenhalter entdeckt. Zwei kleine Halbliterflaschen passen perfekt hinter die Scheibe.
- Die HD ist bei sommerlichen Temperaturen über 30 Grad nur noch von Leuten fahrbar, die bei 95 Grad in der Sauna noch zwei Kellen aufgießen.
Nachdem bei etwa 40.000 Kilometern der nächste Service (Kostenpunkt 283,70 Euro) und neuer TÜV/HU auf dem Programm standen, schnappte sich Daniel Lengwenus die mit MIchelin Commander III frisch bereifte Dauertest-Harley für einen ausgiebigen Ausflug: "Die Harley ist ein komfortables Reisegerät, solange man den Tempomaten auf 120 km/h stehen lässt. Komisch ist, dass sie nur im Leerlauf anspringt."
MOTORRAD-Sportreporter Imre Paulovits war mit der Harley auf GP-Tour nach Spanien: Ganz ehrlich war ich nach der Erfahrung mit Rückenschmerzen von anderen langen Touren mit Harleys etwas nicht gerade wild darauf, so weit mit der Heritage zu fahren, aber meine Befürchtungen waren völlig grundlos. DIe Sitzposition und die Sitzbank erlaubtren entspanntes Reisen auch über 1.500 Kilometer, die Scheibe bietet guten Windschutz ohne Vakuum-Effekt, so sind lange Etappen eine Freude.
MOTORRAD-Redakteur Klaus Herder war kürzlich rund 2.350 Kilometer mit der Dauertest-Harley-Davidson Heritage 114 unterwegs und gibt Rückmeldung:
- Motor: Gefällt mir sehr gut, herrlich Druck aus dem Keller, immer zwischen 1.800 und 3.000/min (Autobahnrichtgeschwindigkeit) ruckel- und zuckelfrei fahrbar, mehr Umdrehungen braucht’s nicht zum Grinsen.
- Getriebe: Was mich allerdings riesig nervt ist dieses Getriebe. Übersetzung völlig okay, aber die Geräuschentwicklung speziell beim Runterschalten (Ausrollen an der Ampel) ist grausam, der Kraftaufwand immens - ich hatte immer das Gefühl, ein Brett kaputttreten zu müssen.
Bei Harley-Davidson in Hannover gab’s ein Software-Update, damit der Tacho nicht mehr die Batterie leerlutscht.
Die Harley-Davidson Heritage Classic 114 Modelljahr 2019 steht im neuen Military Style vor mir und soll mich auf eine aufregende Tour in den Südwesten von Europa begleiten. Sie verfügt über den starken 114cui Motor, hat eine Touren-Scheibe, Seitentaschen und die neuen Reflektor LED Scheinwerfer.
Die erste Inspektion ist bei ca. 1600 Kilometern zu erledigen und die nächste größere ist bei 8000 Kilometern. Was ich aber nicht erst gesehen habe ist, das man bei der Heritage Classic selbst als Laie die Kupplung schnell nachgestellt bekommt, am Bautenzug ist ein Spanner verbaut, der am Rahmen liegt.
Aktivieren: Schalter einmal eindrücken. Im Display ändert sich die Anzeige des Tempomat Icon von Orange auf Grün. Wenn man den Schalter nach oben betätigt, beschleunigt die Harley-Davidson bis max.
Die Heritage Classic hat ABS und sie bremst sehr gut. Sie verzögert zwar die Fahrt, aber sie blockiert nicht, was früher bei einer Vollbremsung schnell passiert ist.
Leergewicht inkl. Features: LED-Scheinwerfer und -Nebelscheinwerfer, USBAnschluss, elektronische Geschwindigkeitsregelanlage Cruise Control, Nebelscheinwerfer, abnehmbarer Windschild, Security System (Key Fob für Wegfahrsperre und Alarmanlage), Keyless Ignition, Restreichweitenanzeige, Fahrertrittbretter, zwei bezogene Hartschalenkoffer (Ges.-Vol.: ca.
Satteltaschen für die Heritage Classic: Auswahl und Montage
Man will die passende Tasche für seine Harley - eine Tasche, die gut aussieht, mit ordentlich Stauraum, abschließbar und mit einem Träger, der kaum auffällt. Formstabiler ABS-Kunststoff und verstärkte Seitenelemente schützen den Inhalt vor Beschädigungen und lassen die Taschen auch ungepackt gut aussehen.
Bei Ankunft am Fahrtziel lassen sich die Taschen mit zwei Handgriffen vom dazugehörigen SLH-Seitenträger entfernen: Im Tascheninneren löst man mit einer Vierteldrehung den Schnellverschluss, der gleichzeitig als Diebstahlsicherung dient. Anschließend lässt sich die Seitentasche einfach aus dem Seitenträger ziehen.
SW-MOTECH bietet die neuen Seitentaschen LH1 und LH2 einzeln oder als Set mit den dazugehörigen SLH-Seitenträgern an. Erhältlich sind die Taschen für nahezu alle Softail-Modelle ab Baujahr 2018: Softail Street Bob, Slim, Low Rider, Fat Boy / S, Breakout / S, Deluxe.
Chopper Gepäck: Stil und Funktionalität
Bei langen Motorradtouren kommt zwangsläufig die Frage auf wohin mit dem Gepäck? Dank des vielfältigen Angebots an Chopper Gepäck findest du im MOTEA Onlineshop für jede Tour den passenden Reisebegleiter für dein retro Motorrad. Die passende Optik ist gerade bei Seitenkoffern und Gepäcktaschen für Custombikes von hoher Bedeutung.
Das Chopper Gepäck im MOTEA Onlineshop zeichnet sich durch Markenqualität aus. Die Craftride Satteltaschen bestehen je nach Ausführung aus Rinds- oder Kunstleder mit einer wasserabweisenden Beschichtung. Die vielfältigen Chopper Gepäck Lösungen von Craftride und Bagtecs bestehen aus widerstandsfähigem ABS-Kunststoff und sorgen dank der spezifischen Kofferträger und Haltesätze für eine absolut stabile und sichere Montage.
Worauf man beim Kauf achten sollte
Wer auf der Suche nach dem richtigen Reisegepäck für sein Motorrad ist, der sollte sich vorab Gedanken darüber machen, was die Gepäcktasche mitbringen sollte. Besonders bei Fahrern von Choppern, Cruisern oder einer Harley spielen aber nicht nur die Funktionalität und der Stauraum der Motorradkoffer eine Rolle. Auch ihr Design ist wichtig bei der Entscheidung für das richtige Gepäck.
Der Hersteller Craftride bietet mit seinen Produkten im Segment Motorradgepäck eine echte und günstige Alternative zum OEM Harley Davidson Gepäck. Im direkten Vergleich lassen sich außer im Preis kaum Unterschiede zwischen Craftride und den OEM Artikeln finden. Ihre Funktionen, die Verarbeitung sowie ihr Design stimmen nahezu genau überein.
Probleme mit Original-Satteltaschen und Lösungen
Hat schon mal einer Probleme mit den Original- Satteltaschen bei einer Heritage Classic Baujahr 2007 gehabt, daß sie streifen am Zahnriemenrad? Gibt es da Abstandshalter oder ähnliches? Außerdem streift der Boden von der Satteltasche am Auspuff bzw. steht die Tasche auf. Hat da jemand vielleicht eine Lösung?
So wie es aussieht hat der Zahnriemenschutz ganz leicht aufs Pulley gedrückt was vermutlich durch die Satteltasche verstärkt wurde.
Man könnte versuchen, den Auspuffhalter zu modifizieren, um den Auspuff etwas nach unten zu zwingen. Andere Abstandshalter würde ich nicht empfehlen, weil die üblicherweise nur nen beschissener Kompromiß sind, der noch viel schlechter funktioniert.
Auf der linken Seite ist die Tasche doch voll durchgebogen und schleift daher am Pulley. Andere Seite wie ich schon sagte, liegt das wohl an der Auspuff Umrüstung.
Ich werde jetzt mir die Saddlebag Bracket Relocation Kit (90238-00) bestellen, weil da komme ich, die Satteltaschen, ein bißchen höher, dann wäre zumindest mal die Auspuffseite erledigt und hoffe natürlich daß das auch links hilft.
Die Softail Baureihe: Eine Hommage an den Chopper-Trend
Unter Druck von einigen Customizern wie Arlen Ness musste Harley-Davidson Anfang der 1980er Jahre den Choppertrend bedienen. Die Softail Baureihe imitiert genau diesen Look ohne zugleich die fahrtechnischen Nachteile und Komforteinbußen eines ungefederten Hinterrades in Kauf nehmen zu müssen. Beim Softail-Fahrwerk sitzt das Hinterrad in einer Dreiecksschwinge aus Stahlrohr; die beiden Federbeine sind waagerecht unter dem Getriebe versteckt und sorgen dort nahezu unsichtbar für ein Minimum an Federungskomfort.
Unser Dienstfahrzeug: Harley-Davidson Softail Heritage Springer 2004
Unser Dienstfahrzeug bei Dock66 Motorcycle Parts ist dieses Jahr eine 2004er Harley-Davidson Softail Heritage Springer mit TC 88 Motor. Der Twin Cam 88 ist ein luftgekühlter 45°-V2, jedoch mit zwei unten liegenden Nockenwellen, mit 1.449 cm³ Hubraum (Bohrung: 95,3 mm, Hub: 101,6 mm), mit einer elektronisch geregelten sequentiellen Saugrohreinspritzung (ESPFI).
Wird das Wetter sehr schön, oder Mann will seine Optik ein wenig mehr Richtung Chopper bringen, kann die Scheibe ohne Werkzeug einfach abgenommen werden. Das Classic Modell von 2004 zeichnet sich durch einen schwarzen Öltank und die schwarze Springergabel aus.
Wer weiter weg fahren will und ein wenig Gepäck mitnehmen muss, kann im Shop von Dock66 Motorcyle Parts noch weiteres Zubehör für Touring und Reise bekommen. Stilvoll ist der Gepäckträger für Solositze und natürlich der Abstands-Halter für Satteltaschen.
Ein persönlicher Erfahrungsbericht
Ich wusste vorher nur, dass ich etwas "altes"(aber nicht zu alt), mit Softail, Trittbrettern und Tacho im Tank haben wollte. Zwischenzeitlich hab ich mir einen "big-bore"-Kit mit 85cui und höherer Verdichtung gegönnt. Ausserdem hab ich vorn auf ein 19"-Rad und die Bereifung auf Metzeler Cruisetec umgestellt.
Man hat das Gefühl, das eine Harley aus dem Vollen gefräst ist und noch den Enkeln Spaß machen wird. Es gibt stärkere Bikes. Und schnellere. Aber wie heißt es bei "Rolls Royce": die Leistung ist immer ausreichend.
Und zwar vom Start weg. Dann mit 50 (km/h, nicht mein Alter - obwohl das auch passen würde) im 5ten Gang durch kleine verträumte Orte plöttern, ist einfach fantastisch. Außerdem begreift man sehr schnell, dass 80km/h auf der Landstraße durchaus genug und schon ziemlich schnell sind.
Den Kupplungsdeckel habe ich noch tauschen müssen. Der hatte sich verzogen und war undicht. Die Vibrationen ab 120km/h sind z.T. schon heftig.
Aber ihrem Reiz bezieht sie aus der unaufgeregten Art, ihr Drehmoment lässig aus dem V2 zu schütteln (oder sollte ich vibrieren schreiben?) und dann Easy um alle möglichen Landstrassenbiegungen zu schnüren.
Die Bremsen: Ein Schwachpunkt
Zumindest die vordere 1-Kolbenserienschwimmsattelbremse ist eine Zumutung und war mit Sicherheit auch 1995 alles andere, als zeitgemäß. Hier hilft auch nicht das oft von anderen Harleyfahrern beschworene vorausschauende Fahren, denn schließlich lässt sich die Dummheit anderer nicht wirklich immer und vor allem rechtzeitig vorhersehen.
Die originale 1-Kolbenbremse vorn ist eine echte Zumutung ohne jede Entschuldigung. Hier MUSS jeder Evo-Eigner zur eigenen und zur Sicherheit anderer auf jeden Fall aufrüsten.
Kein aufgeregtes Kreischen, kein unangenehmes Dröhnen, nur ein tiefes, bassiges "Potato, Potato, Potato". Und das hat man dank intuitiver Bedienung und entspannter Sitzhaltung immer unter Kontrolle.
Fazit
Ein Klassiker. Egal ob von 1956 oder 2014. Zeitlos, okay hier und da etwas zu viel Schminke, dafür aber mit Charme und Charakter. Sie steht zu ihren (verzeihlichen) Fehlern.
Wenn Ihr die Reife für eine Harley besitzt, dann gönnt sie Euch - irgendwann einmal im Leben. Im Übrigen ist es nicht nötig, unendlich viel Geld für eine Harley auszugeben. Also am Besten mit fachmännischer Beratung auf die Suche gehen. Den satten Sound des Milwaukee-Eight genießen, entspannt im Sattel einer Harley Softail sitzen und unterwegs sein.
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