Gute Gruselfilme lösen jede Menge Nervenkitzel aus. Dabei geht es bisweilen leise und subtil zu, oft jedoch auch laut und brachial. Egal auf welche Weise, der Spaß am Horror ist beliebt. In Kürze stehen die ersten Halloween-Partys an. Für analoge Gamer, die lieber einen ruhigen Abend vor dem Fernseher planen, könnte ein Spieleabend mit einem gruseligen Filmbrettspiel die perfekte Mischung aus beiden Vorhaben darstellen.
Was die Wenigsten wissen: Auch Brettspiele haben das Genre des Schreckens längst erobert und stehen den furchterregenden Streifen in Sachen Adrenalinschub in nichts nach. Einige der Horrorbrettspiele haben sich dabei die populärsten Gruselfilme als direktes Vorbild genommen. Jedes der folgenden fünf Horrorspiele zaubert eine schaurige Gänsehaut. Hier, liebe Brettspieler und Horrorfilm-Enthusiasten, sind also unsere fünf furchterregenden Spieltipps. Vielleicht wollt ihr eure Nachtlämpchen schon bereithalten?
Die Freude am Gruseln ist gesund. Das sagt sogar die Forschung. Während des Muffensausens werden Endorphine und Dopamin ausgeschüttet. Das soll glücklich, entspannt und resilient machen. Ganz nach dem Motto: Nach der Anspannung durch Schreckensbilder von Blut, Gewalt, Besessenheit und Verwesung in einer kontrollierbaren Umgebung folgt die Entspannung.
1. Night of the Living Dead
George A. Romeros 1968 veröffentlichter Zombiefilm „Night of the Living Dead“ gilt heute als Genreprägend und Kulturgut. Er war der erste Horrorfilm seiner Art. Die Story erzählt die Geschichte der Geschwister Barbra und Johnny, die sich gemeinsam auf den Weg machen, um das Grab ihres Vaters zu besuchen. Auf ihrem Weg werden die beiden aus heiterem Himmel von einem eigenartig blutarm aussehenden Mann angegriffen. Während der Flucht kann sich Barbra auf einer verlassenen Farm verstecken und auch Ben gelingt es, später zu folgen. Doch sie sind nicht alleine: In dem Keller des Farmhauses hat bereits ein Ehepaar, Helen und Harry Cooper, samt Tochter Karen, Schutz gesucht.
Die News verraten, dass eine furchterregende Epidemie ausgebrochen ist, die infizierte, verstorbene Menschen zu kannibalistischen Untoten wieder auferstehen lässt. Das Zombiebrettspiel „Night Of The Living Dead“ ist ein kooperativer Dungeon-Crawler, der entweder als Solobrettspiel oder mit bis zu fünf weiteren Freunden gespielt werden kann. Siegen oder versagen ist also gemeinsame Sache, wenn die Spieler in ihrer Rolle der Überlebenden in das Geschehen des gleichnamigen Kultfilms eintauchen. Dazu wählen sie ein Szenario aus, dessen Ziele sie gemeinsam erfüllen müssen. Fünf der zehn möglichen Szenarien stellen den Film als Brettspiel nach und die restlichen fünf bieten den Spielern erweiterte Storys mit neuen „Was wäre passiert wenn“-Handlungen, die sich aus Romeros Meisterwerk ergeben.
Teamwork ist in dem Horrorspiel Zombicide: Night of the Living Dead alles. Zombicide: Night of the Living Dead basiert auf dem Kulthorrorfilm von George A. Romero. Während der Zieljagd darf diejenige auf die Ghule und die Verbesserung der Charakterfähigkeiten nicht vernachlässigt werden. Denn im Laufe der Nacht werden die Monster immer zahlreicher und wenden gemeine Taktiken an, um den Spielern den Garaus zu machen.
Eine besonders spannende Spielmechanik ist der Switch der Spielcharaktere zwischen den Identitäten des Romero-Modus, der die eher sozial-interaktive Atmosphäre des Films nachstellen soll, und dem Zombicide-Modus, der ihre blutrünstige Seite im Kampf gegen die lebenden Toten an die Oberfläche kehren lässt.
2. The Thing: Das Brettspiel
Heute als Kultfilm von Horror- und Sci-Fi-Fans gleichermaßen gefeiert, fiel The Thing von dem Filmemacher John Carpenter 1982 bei seinen Zuschauern gnadenlos durch. Ob das negative Urteil an den Splatterszenen oder am gleichzeitigen Start von E. T. lag (zwei Außerirdische sind eventuell einer zu viel), ist unklar. Eines Tages retten die Wissenschaftler einen Hund vor der Tötung vor zwei vermeintlich boshaften norwegischen Kollegen - die beide noch während dieser Szene getötet werden. In der verwüsteten Forschungsstation der Norweger finden die Wissenschaftler anschließend eine seltsam deformierte Leiche, die sie mitsamt des Hundes zu ihrer eigenen Basis transportieren. Die Untersuchungen an dem Leichnam werfen viele Fragen auf.
In dem Deduktions- und Bluff-Spiel „The Thing: Das Brettspiel“ schlüpfen die Spieler oder der Solospieler in die Rollen der Antarktisforscher des Filmvorbilds. Der Alienspieler spielt inkognito, ganz wie es sich für Carpenters Horrorgestalt gehört, und versucht unerkannt aus der Station zu entkommen. Die Forscher haben indes das Ziel, genau das zu verhindern, indem sie der echten Identität des Aliens durch Tests auf die Spur kommen. Doch es wäre keine wahrhaftige Basis, wenn die Spieler nicht gleichzeitig auch für ihr eigenes Wohlergehen und für das der Basis sorgen müssten. Das erfordert gute Absprachen untereinander, die jederzeit durch den verdeckten, agierenden Spieler sabotiert werden könnten. Dieser kann sich jederzeit dazu entscheiden, mit den anderen Spielern geschickt zusammenzuarbeiten, sie zu assimilieren oder seine Gestalt zu verlassen, um als Alien gegen die anderen anzutreten.
Das Alien-Brettspiel zum Horrorfilm bietet eine gute Portion Nervenkitzel.
3. Saw: The Jigsaw Trials
Saw ist eine zehnteilige Horrorfilm-Reihe, die seit 2004 regelmäßig für blanke Nerven bei ihren Zuschauern sorgt. Für Ende September 2025 wurde bereits ein elfter Teil offiziell angekündigt. Alle Filme zeigen, wie Menschen durch brutale Folterungen dazu gedrängt werden sollen, ihren Lebenswillen zu beweisen. Eine Idee der lebensmüden Filmfigur John Kramer. Sterbenskrank erscheint es ihm, als wüssten die meisten Menschen nicht, dass das Leben ein Geschenk ist. John will diese Ignoranten durch ausgeklügelte Folterapparaturen an die vermeintlich heilsame Schwelle ihres Lebens bringen. Entscheiden die Testobjekte sich für das Leben und schaffen es, die Folterkammern lebend zu verlassen, sollte sich ihre innere Einstellung hin zu einem lebenswerten Leben verändern. So zumindest seine Romantisierung von splattergleichen Foltermethoden.
Weil John weiß, dass seine Lebenszeit ablaufen wird, sorgt er beständig für Komplizen, die sein blutiges Geschenk an die Menschheit fortführen sollen, wenn es ihm nicht mehr möglich ist. Das Horror- und Splatter-Brettspiel Saw: The Jigsaw Trials war ein Kickstarter von Autor Lukas Melia, der bereits finanziert wurde und in deutschen Brettspielshops gelistet ist. John Kramer aka Jigsaw weiß, dass er nicht mehr viel Lebenszeit hat. Um für einen würdigen Nachfolger zu sorgen, sperrt er die ein bis sechs möglichen Spieler in seiner Folterwerkstatt ein. Dort liegen alle Werkzeuge und Materialien, die zum Fallenbau benötigt werden, aber auch solche, die die Anwärter benutzen können, um sich aus denen der anderen zu befreien. Wurde mit Ressourcenkarten eine einzigartige Fall erstellt und parallel eine Billy-Karte gezogen, dürfen die Spieler mit dem berüchtigten Spruch „Ich möchte ein Spiel spielen“ ihre Mitspieler herausfordern.
Zur Wahl stehen den Opfern entweder Folterschaden oder ein Fluchtversuch, der mit Zuhilfenahme von Werkzeugkarten und anderen Gegenständen durchgeführt werden kann. Gelingt das nicht, verschlimmert es die brenzlige Ausgangslage jedoch.
4. Resident Evil
Als 1996 das erste Resident-Evil-Videospiel auf den Markt kam, wurde die Leidenschaft um das Horrorgame bei unzähligen Spielern geweckt. Auch Hollywood sah in der Story des Games Filmpotenzial und veröffentlichte 2002 den ersten Kinofilm „Resident Evil“. Resident Evil - Apocalypse (2004): Der zweite Film spielt in Raccoon City, einer Stadt, die Gamern aus dem Horror-Videospiel bestens bekannt sein dürfte. Die ehemalige Leiterin der Genforschungsfabrik (Alice) hat durch ein hinterhältiges Vorgehen der Umbrella Corporation übernatürliche Fähigkeiten erhalten. Resident Evil: Extinction (2007): Das Virus hat mittlerweile fast die gesamte Menschheit infiziert. Alice schließt sich in der Wüste von Nevada mit den letzten Überlebenden im Kampf gegen die Untoten zusammen. Doch das ist nicht ihre einzige Schlacht.
Resident Evil: Afterlife (2010): Die Überlebenden flüchten sich samt Powerfrau Alice nach Los Angeles und müssen feststellen, dass das Virus auch dort um sich greift. Resident Evil: Retribution (2012): Inmitten der Zombieapokalypse wacht Alice auf dem Gelände der Umbrella Corporation auf. Resident Evil: The Final Chapter (2016): Die Welt scheint fast nur noch von Untoten bevölkert. Alices Superkräfte sind die einzige bleibende Rettung vor dem Sieg des Zombie-Virus und damit dem Ende der Menschheit. Die Reihenfolge der Erscheinungszeitpunkte der Brettspiele zu den Zombiefilmen und den Videospielen um die Umbrella Corporation hat so einige Spieler verwundert. So erschien der zweite Teil 2019, der dritte Teil 2021 und der erste Teil im Jahr 2023. Nichtsdestotrotz kommen alle Brettspiele der Zombie-Reihe ausgesprochen gut bei ihren Fans an.
Das Brettspiel zu Resident Evil hat mit Filmen und Videospielen gleich mehrere Vorlagen - angefangen hat alles mit einem ziemlich guten Game. Die kooperativen Survival- und Horror-Brettspiele von Sherwin Matthews, für ein bis vier Spieler, entführen die Spieler als Überlebende der T-Virus-Epidemie in die Welt des Resident-Evil-Videospiels. Mit von der Partie sind bekannte Spielfiguren und Gegner, wie der Licker. Der erste Teil der Brettspielreihe spielt in der Spencer Mansion, dem Hauptsitz der unterirdisch gelegenen Umbrella Corporation, die verantwortlich für den Ausbruch des Zombie-Virus ist. Teil Zwei und Drei starten in Racoon City.
Mit einem kleinen Bereich beginnend, baut sich mit jeder Entscheidung der Spieler der Spielplan weiter aus, der zunächst nur aus wenigen Kacheln besteht. Währenddessen müssen Rätsel gelöst, das Anwesen erkundet, NPCs auf Missionen geschickt und Kämpfe geführt werden. Auf Ihrer gefahrvollen Tour eröffnen die Spieler immer wieder neue Wege, auf denen sie nützliche Ressourcen finden können. Doch es erwarten die Überlebenden gleichsam blutrünstige Feinde, und auch die allgemeine Gefahrenstufe des Horrorbrettspiels steigt mit der Spieldauer an. Das Kampagnenspiel bietet eine große Menge an freien Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten, die im Zusammenspiel mit den Spannungs- und Begegnungsdecks, denen im Verlauf immer wieder neue Effektkarten hinzugefügt werden, den Spielverlauf in jeder Partie maßgeblich verändern. Das Kampagnenspiel dauert bis zu 27 Stunden an.
5. Texas Chain Saw Massacre
Zeitungen berichteten weltweit über den »Terrorfilm« und noch im selben Jahrzehnt nahm das Museum of Modern Arts den verstörenden Horrorfilm in seine Sammlung auf. 1978 erschien der Schocker von Regisseur und Produzent Tobe Hooper unter dem Titel Blutgericht in Texas auf deutschsprachigen Leinwänden, wurde jedoch nur wenige Jahre später durch die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt und als gewaltverherrlichend verschrien. Erst im Jahr 2012 wurde der Horrorklassiker wieder zur Ansicht freigegeben. Die Handlung von Texas Chain Saw Massacre erzählt die Geschichte einer Gruppe von fünf jungen Leuten: Sally und ihr Bruder Franklin, Jerry, Pam und Kirk.
Aufgrund jüngster Nachrichten über Grabschändungen machen sich die Freunde auf den Weg quer durch Texas, um das Grab von Sallys und Franklins Großvater zu überprüfen, das Gerüchten zufolge den Übeltätern zum Opfer gefallen ist. Auf ihrem Weg lassen sie einen Anhalter zusteigen. Ein fataler Fehler, wie sich schon bald herausstellen soll. Doch die Freunde schaffen es, ihn mit geballter Kraft wieder loszuwerden. Nur kurze Zeit später ist ihrem Tank das Benzin ausgegangen. Zum Leidwesen der Gruppe verfügt die angefahrene Tankstelle auch über keines mehr. Es geht zu Fuß weiter. An einem übel aussehenden Hof angekommen, steigt die Hoffnung auf Kraftstoff erneut. Doch es kommt anders.
Auch den Spielern ist das Benzin ausgegangen. Sie müssen kooperativ zusammenarbeiten, um Schlüssel für den Van und genügend Treibstoff (Kanister) zu finden. Außerdem ist da noch der kannibalistische Leatherface, dem es in dem Brettspiel mit Push-your-Luck-Elementen zu entkommen gilt. Gespielt wird in vier Phasen: Bewegen, Spielsteine ziehen, Aktionen ausführen und Aufräumen. Verläuft die Suche erfolgreich, gewinnt die Gruppe, doch Achtung: The Texas Chainsaw Massacre: The Game endet, wenn es Leatherface gelingt, drei Charaktere im Schlachtraum an Fleischerhaken zu hängen.
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