Schambeinschmerzen beim Radfahren: Ursachen, Behandlung und Prävention

Die Beliebtheit des freizeitmäßigen sowie sportlichen Radfahrens nimmt seit Jahren stetig zu und hat in der Corona-Ära einen zusätzlichen Schub erhalten. Akute perineale und genitale Beschwerden wie Scheuerwunden, Folliculitis, Furunkel, Schmerzen, perineal-genitale Par- und Dysästhesien (v.a. die regelhaft akzeptierten eingeschlafenen Genitalien) sind bekannte Beschwerdebilder aller Geschlechter.

Was ist eine Schambeinentzündung?

Bei der Schambeinentzündung (auch: Osteitis pubis, Pubalgie oder Symphisitis) handelt es sich um eine Entzündung der Schambeinfuge (medizinisch: Symphyse), die durch immer wiederkehrende Mikrotraumata, also kleinste Verletzungen einzelner Körperstrukturen, entsteht. Mitbetroffen sind neben der Symphyse die Schambeinknochen und die umliegenden Muskeln und Bänder. Eine Schambeinentzündung wird nicht durch Viren oder Bakterien verursacht, läuft also nicht-infektiös ab. Betroffen sind vor allem SportlerInnen aus Sportarten wie Fußball, Tennis, Handball, Badminton und Basketball, weil hierbei immer wieder schnelle Start-Stopp-Bewegungen auf hartem Hallenboden stattfinden. Unter Läufern trifft die Schambeinentzündung vor allem Trailläufer.

Das Schambein und seine Strukturen

Das Schambein ist ein Teil unseres Beckens. Der Beckenring stellt sozusagen die Basisplattform unseres Rumpfes dar, schließt den Bauchraum nach unten ab und ist die Verbindung zwischen Armen, Wirbelsäule und Beinen. Am Rücken schließt das Kreuzbein (Sacrum) das knöcherne Becken ab. Daran grenzen auf beiden Seiten über das Iliosakralgelenk (ISG) die Hüftbeine (Os ilium) mit ihren Hüftschaufeln oben und den Sitzhöckern unten. Dort, wo die beiden Hüftbeine vorne zusammentreffen, befinden sich die Schambeine. Zwischen den beiden Schambeinen ist eine Faserknorpelscheibe: die Schambeinfuge, Symphyse oder Symphysis pubica. Die Symphyse ermöglicht minimale Bewegungen des Beckenrings. Das weibliche Becken ist deutlich größer als das der Männer, allerdings nicht so hoch wie das männliche.

Wie funktioniert die Symphyse und was hat sie mit dem Iliosakralgelenk zu tun?

Das Becken stellt die Verbindung zwischen der Wirbelsäule und den Beinen dar und wirkt somit auch als Überträger der Kräfte von oben nach unten und von unten nach oben. Das Körpergewicht wird über die beiden Iliosakralgelenke und die Hüftbeine symmetrisch auf beide Beine verteilt. Ein Teil der vom Rumpf nach unten und von den Beinen nach oben wirkenden Kräfte trifft am Schambein aufeinander. Für eine gesunde Symphyse ist es also wichtig, dass die Verteilung der Kräfte über die Iliosakralgelenke, den Beckenring und die Symphyse funktioniert. Funktioniert eines dieser Beckengürtelelemente nicht richtig, kommt es zu einer Funktionsstörung im ISG, am Schambein oder in der Lendenwirbelsäule.

An der Symphyse setzt von oben die Sehne des geraden Bauchmuskels (Rectus Abdominis) an. An der Vorderseite der Schambeinfuge befinden sich die Ansätze der schrägen Bauchmuskeln (Obliquus internus und externus), aber auch die Ursprünge einiger Beinmuskeln: Gracilis-Muskel und M. Adduktor Longus. Bandstrukturen stabilisieren die Symphyse von allen Seiten. In der Schwangerschaft sorgen Hormone für eine kurzfristige Lockerung des ansonsten straffen Gelenks.

Wenn Sie beim Gehen oder Laufen auf dem rechten Bein stehen und das linke Bein vom Boden abheben, sinkt das Becken auf der linken Seite nach unten ab. Dann verlagert sich das Schambein auf der rechten Seite nach oben und auf der linken Seite nach unten. Die Symphyse wird Druck- und Zugbelastungen ausgesetzt. Eigentlich ist die Symphyse durch die Bänder und Muskeln so fest gesichert, dass keine wirkliche Verschiebung stattfinden kann. Eine Verletzung der Iliosakralgelenke kann jedoch zu Schmerzen und / oder einer Entzündung im Schambeinbereich führen.

Symptome einer Schambeinentzündung

Eine Schambeinentzündung äußert sich vor allem durch in die Leiste und Hüfte ausstrahlende Schmerzen. Sie verhindern meist schmerzfreie sportliche Aktivitäten wie Fahrradfahren. Ein typisches Symptom bei einer Schambeinentzündung sind Schmerzen im Bereich der Symphyse und der Schambeinäste. Diese sind mitunter so stark, dass Betroffene sportliche Aktivitäten einschränken oder sogar ganz unterlassen müssen. Die Symphyse ist deutlich druckschmerzhaft und der umgebende Bereich ist zum Teil geschwollen.

Manchmal sind die Schmerzen bei einer Schambeinentzündung nicht auf die Symphyse und die Schambeinäste begrenzt, sondern strahlen in die Leiste, Hüft- oder Dammregion aus. Schmerzen im Unterbauch und im Bereich des Beckenbodens sind ebenso möglich. Typisch bei einer Schambeinentzündung ist außerdem der "Anlaufschmerz". Dabei sind die Schmerzen am stärksten beim Aufstehen nach längerem Sitzen und lassen bei gleichförmigen Bewegungen wie Gehen wieder nach. Ruckartige Bewegungen oder Treppensteigen bereiten den Betroffenen meist Schmerzen.

Fahrradfahren übt einen Druck auf das Schambein aus und ist bei einer Schambeinentzündung meist nicht möglich. Sofern Sport überhaupt noch möglich ist, treten die Schmerzen oft erst nach Ende der körperlichen Belastung auf beziehungsweise verstärken sich gegen Abend. Fieber ist eher für bakterielle Infekte typisch und fehlt bei der Schambeinentzündung.

Weitere Symptome sind:

  • aufstehen nach längerem Sitzen tut weh
  • ruckartige Bewegungen schmerzen
  • sportliche Betätigung wird auch als schmerzhaft empfunden
  • Übungen wie Sit ups sind nicht durchführbar wegen der Schmerzen

Ursachen und Risikofaktoren

Wird die Symphyse zu sehr beansprucht, kommt es mitunter zu einer Entzündung und zur Bildung von Narbengewebe. Dies führt unter Umständen dazu, dass der Knochen abgebaut wird und in angrenzenden Knochenregionen Zysten oder Stressfrakturen (stressbedingte Brüche) entstehen.

Die Schambeinentzündung tritt besonders häufig bei Sportarten auf, bei denen große Zugkräfte auf die Symphyse einwirken. Dazu gehören Sportarten mit vielen Sprint- und Schusselementen oder schnellen Richtungswechseln. Als Risikosportarten für eine Schambeinentzündung gelten demnach vor allem:

  • Fußball
  • American Football
  • Basketball
  • Tennis
  • Laufsportarten

Auch Schwangerschaft und Geburt sind manchmal die Ursache für eine Schambeinentzündung. Untersuchungen zeigten Schäden an der Symphyse bei Frauen nach der Geburt. Ob die Mechanismen denen bei Sportlern mit Schambeinentzündung ähneln, lässt sich bislang nicht sicher sagen.

Für Frauen, die während der Schwangerschaft oder nach der Geburt Schmerzen am Schambein haben, ist es ratsam, sich an ihren Frauenarzt zu wenden.

Des Weiteren entsteht in seltenen Fällen eine Schambeinentzündung als Komplikation von OPs im Beckenbereich (zum Beispiel an der Prostata). Bei einem Blasenkatheter, der oberhalb des Schambeins durch die Bauchwand in die Harnblase eingeführt wird, entwickelt sich in seltenen Fällen eine Schambeinentzündung.

Diagnose

Welcher Arzt stellt die Diagnose "Schambeinentzündung"?

Betroffene Sportler gehen meist mit Schmerzen in der Leistengegend, im Schambeinbereich, im Unterbauch oder mit Hüftschmerzen zum Orthopäden. Dieser kann andere Sportverletzungen wie eine Adduktorenzerrung, eine Leistenzerrung, Sehnenansatzreizung, Stressfraktur, Leistenhernie oder Verletzungen des Hüftgelenks durch motorische Tests, Röntgen, eine Ultraschalluntersuchung, eine Szintigrafie oder ein MRT ausschließen. Im MRT werden Knochenmarksödeme sichtbar gemacht, die auch zu Schmerzen in der Leistenregion führen können.

Ausschlaggebend für die Diagnose der Schambeinentzündung sind letztendlich Schmerzen beim Gehen und Laufen, beim Treppensteigen, beim Einbeinstand und das Vorhandensein von Anlaufschmerzen nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen. Sportler mit Schambeinentzündung reagieren stark empfindlich auf Druck im Symphysenbereich und auf die Dehnung der Adduktorenmuskeln des Hüftgelenks bei der Abspreizung eines Beins nach außen. Da es sich bei der Schambeinentzündung nicht um eine infektiöse Erkrankung handelt, sollte im Blutbild keine Erhöhung der Entzündungswerte sichtbar sein.

Wie stellt der Arzt eine Schambeinentzündung fest?

Die Diagnose der Schambeinentzündung ist nicht leicht. Die beschriebenen Schmerzen treten mitunter auch bei anderen Sportverletzungen und -krankheiten auf, etwa bei einer Leistenzerrung, einem Adduktorensyndrom (Überlastung bestimmter Sehnen) oder anderen schmerzhaften Erkrankungen in der Leiste.

Auch das Hüftgelenk wird oft als Schmerzursache verdächtigt. Insgesamt gilt es, eine Schambeinentzündung gegen folgende Erkrankungen und Verletzungen mit ähnlichen Symptomen abzugrenzen:

  • Knochenmarksentzündung (Osteomyelitis)
  • Stress-/Ermüdungsfrakturen im Bereich des Beckenknochens
  • Abrissfrakturen der Sehnenansätze
  • Leistenbrüche (Hernien)
  • Nervenengpasssyndrome
  • Insertionstendinose (chronische Reizung eines Sehnenansatzes am Knochen)
  • Adduktorenzerrung (Adduktoren = Muskeln an der Innenseite des Oberschenkels)
  • Erkrankungen des Harn- und Geschlechtstraktes
  • Rheumatologische Erkrankungen
  • Neoplasien (Neubildungen von Gewebe)

Anamnese und körperliche Untersuchung

Um der Ursache der Beschwerden auf den Grund zu gehen, wird der Arzt zuerst die Krankengeschichte erheben (Anamnese), indem er sich ausführlich mit dem Patienten unterhält. Mögliche Fragen dabei sind zum Beispiel:

  • Haben Sie Schmerzen beim Gehen oder Treppensteigen?
  • Gelingt es Ihnen, auf einem Bein zu stehen?
  • Wo genau sitzen die Schmerzen?
  • Wie lange dauert der Schmerz in der Regel an?
  • Treiben Sie Sport? Wenn ja, welchen?
  • Wann lässt der Schmerz nach?

Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung. Bei einer Schambeinentzündung stellt der Arzt dabei meist Druckschmerzen über der Symphyse beziehungsweise den Schambeinästen fest.

Beim sogenannten Symphysen-Klaff-Test übt der Arzt Druck auf bestimmte Sehnenansätze (Adduktorenansätze) aus. Bereitet dies Schmerzen, ist es ein Hinweis auf eine Schambeinentzündung.

Bildgebende Verfahren

Bildgebende Verfahren helfen bei der Diagnose einer Schambeinentzündung. Wichtig ist jedoch die Abgrenzung zu infektiösen Erkrankungen, da die Bildgebung häufig ähnlich ist, sodass Schambeinentzündung und infektiöse Entzündungen oft nur schwer voneinander zu unterscheiden sind.

Röntgenuntersuchungen sind zum Ausschluss einer Stressfraktur sinnvoll und zeigen auch typische Hinweise auf eine Schambeinentzündung. Dazu zählen etwa verdichtetes Knochengewebe unterhalb des Knorpels, Zysten oder knöcherne Unregelmäßigkeiten. Oft ist der Symphysenspalt verbreitert.

Eine weitere bildgebende Maßnahme bei Verdacht auf Schambeinentzündung ist die Szintigrafie (vor allem 3-Phasen-Skelettszintigrafie mit Technetium-99m), eine nuklearmedizinische Untersuchung. Sie eignet sich bereits im Frühstadium und um die Schambeinentzündung von einer Knochenmarksentzündung abzugrenzen.

Auch die Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie, MRT) bietet eine gute Möglichkeit, um die Schambeinentzündung diagnostisch abzugrenzen. Im MRT ist eine Osteitis pubis bereits frühzeitig erkennbar, etwa an Flüssigkeitsansammlungen im Knochen (Knochenmarksödeme) in der Schambeinregion.

Therapie

Was hilft bei einer Schambeinentzündung?

Eine Schambeinentzündung heilt meist von selbst aus. Da sich die Symptome durch eine starke Beanspruchung der inneren Oberschenkelmuskulatur (Adduktoren) verschlechtern, ist eine Sportpause bei einer Schambeinentzündung unumgänglich. Die Behandlung der überlasteten Muskulatur durch einen Physiotherapeuten kann die Schmerzen in der Leiste lindern. Wärmeanwendungen wie die Heiße Rolle, Elektrotherapie und Ultraschallbehandlungen sowie Massagen fördern die Durchblutung und Entspannung der Muskeln. Rumpfstabilisierende Übungen entlasten langfristig überbeanspruchte Bereiche des Hüftgürtels.

Medikamente, Tabletten und Salben

Schmerz- und Entzündungshemmer wie Diclofenac oder Ibuprofen lindern kurzfristig die Schmerzen und dämmen die Entzündung ein. Salben erreichen besonders in diesem Bereich selten die Strukturen, für die sie bestimmt sind, da sie vorher durch die Haut absorbiert und verstoffwechselt werden. Bei längerfristigen oder chronischen Beschwerden der Symphyse werden häufig Kortison-Injektionen gegeben.

Wann darf man nach einer Schambeinentzündung wieder Sport machen?

Die Symphisitis heilt durch konservative Behandlung meist von selbst aus. Dabei ist jedoch von Seiten aller Beteiligten viel Ausdauer und Geduld gefragt. Ihren Sport sollten Sie erst dann wieder beginnen, wenn Sie beim Gehen und Laufen keine Schmerzen mehr haben. Besprechen Sie Ihre Trainingspläne mit Ihrem Orthopäden und einem Physiotherapeuten oder Sportwissenschaftler, um eine weitere Überlastung auszuschließen.

Übungen zur Schmerzlinderung

Sofern es schmerzfrei möglich ist, können Sie mit einer Schambeinentzündung im Schwimmbad kraulen und Aquajogging trainieren. Übungen im Vierfüßlerstand sind erlaubt. Auch beidbeinige Übungen, bei denen keine Verschiebung oder Verwringung des Beckengürtels stattfindet, kräftigen die Rumpfmuskulatur und belasten die Symphyse nur minimal.

Weitere Ursachen für Schmerzen beim Radfahren

Neben den oben genannten Ursachen können auch andere Faktoren zu Schmerzen im Schambeinbereich beim Radfahren führen. Dazu gehören:

  • Falsche Sattelwahl: Ein unpassender Sattel kann zu Druckstellen und Schmerzen führen.
  • Falsche Sitzposition: Eine ungünstige Sitzposition kann die Belastung auf das Schambein erhöhen.
  • Zu lange Fahrten: Lange Fahrten ohne ausreichende Pausen können zu Überlastungsschmerzen führen.

Der Sattel und seine Form

Der Unterschied von funktionierenden Sätteln für Männer und Frauen liegt aber weniger an der Sattelbreite im hinteren Bereich, wie landläufig oft propagiert, sondern eher in der Ausformung der Sattelmitte und -nase. Bei Ergon ist es eben nicht so, dass es einen Standardsattel und ein generell breiteres Damenmodell gibt, sondern beide Varianten wurden speziell für das jeweilige Geschlecht und ihre Bedürfnisse entwickelt. „Frauen zeigen auf dem Sattel nicht nur ein vorverlagertes, sondern insgesamt größeres Druckbild. Deshalb sind unsere Ergon-Sättel im Übergangsbereich etwas breiter, um sowohl Sitzbein als auch Schambein angenehm zu lagern. Dabei helfen hochwertige Polstermaterialien aus der Orthopädie.Um den schmerzhaften Druck zwischen Schambein und Sattel zu reduzieren, könnte man entweder durch Veränderung der Sitzposition das Becken nach hinten kippen, so handelt man sich aber schnell statt dem einen neue Probleme ein. Besser und nachhaltiger ist, man tauscht den Sattel gegen ein ergonomisch an Körper und Geschlecht angepasstes Modell aus. Alternativ kann man durch Stretching und oder Kräftigungsübungen ebenfalls den Winkel des Beckens zum Sattel korrigieren, aber eher langfristig.

Sattelneigung und Nachsitz zu verstellen, oder den Lenker deutlich anzuheben, um die Verlagerung des Druckbilds Richtung Sitzknochen zu erreichen, solche Maßnahmen greifen aber sehr in die Kraftübertragung beim Treten und oder Steuerung des Bikes ein. Ziel muss sein, sowohl die knöchernen Kontaktstellen - Sitzknochen und Schambeinbogen - als auch die Weichteile so auf dem Profil des Sattels positionieren zu können, dass es keine spezifischen Schmerzpunkte mehr gibt. Komplett eliminieren lässt der Druck sich nicht. Er kann nur durch den passenden Sattel, dynamisches Sitzen und gelegentliches Aufstehen auf ein möglichst homogenes Druckbild ohne Druckpunkte umverteilt werden.

Vorbeugung

Wie lässt sich einer Schambeinentzündung vorbeugen?

Bestimmte Maßnahmen eignen sich, um einer Schambeinentzündung vorzubeugen. Dazu gehört, den ganzen Körper vor dem Sport aufzuwärmen, die Adduktoren zu dehnen und gezielt die Bauch- und Rumpfmuskulatur zu trainieren, um diese aufzubauen und zu stabilisieren.

Eine Fehlstatik des Fußgewölbes lässt sich durch geeignete Einlagen anpassen. Ungleichgewichte zwischen den muskulären Gegenspielern gilt es, wenn möglich, durch ein geeignetes Training auszugleichen.

Mobilitätsstörungen des Iliosakralgelenks (zwischen Kreuzbein und Darmbein) lassen sich durch manualmedizinische Methoden wieder beheben.

Zusätzlich sollten Radfahrer auf folgende Punkte achten:

  • Sattelhöhe und -neigung: Der Sattel sollte so eingestellt sein, dass das Becken nicht zu stark nach vorne kippt.
  • Sitzposition: Eine aufrechte Sitzposition entlastet das Schambein.
  • Pausen: Regelmäßige Pausen während langer Fahrten helfen, Überlastungen zu vermeiden.

Zusammenfassung

Schambeinschmerzen beim Radfahren können verschiedene Ursachen haben, wobei die Schambeinentzündung eine häufige Diagnose ist. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um chronische Schmerzen und langfristige Sportunterbrechungen zu vermeiden. Durch geeignete Präventionsmaßnahmen und eine individuelle Anpassung des Fahrrads können viele Beschwerden vermieden werden.

Tabelle: Ursachen und Maßnahmen bei Schambeinschmerzen beim Radfahren

Ursache Maßnahmen
Schambeinentzündung Sportpause, Physiotherapie, entzündungshemmende Medikamente
Falsche Sattelwahl Ergonomischen Sattel wählen, Sattelbreite anpassen
Falsche Sitzposition Sattelhöhe und -neigung anpassen, aufrechte Sitzposition einnehmen
Zu lange Fahrten Regelmäßige Pausen einlegen, Trainingsumfang langsam steigern

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0