Viele Radfahrer und Radfahrerinnen haben nach dem Fahrradfahren oder bereits während der Fahrradtour Schmerzen in den Kniegelenken oder auch Schmerzen am Steißbein.
Was sind die Ursachen für Knieschmerzen nach dem Fahrradfahren?
Knieschmerzen beim Radfahren können verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören eine falsche Sattelhöhe, eine falsche Trettechnik, lange Touren ohne Pausen und eine schwache Beinmuskulatur. Auch Fehlstellungen der Füße und ungeeignete Schuhe können die Schmerzen verursachen.
1. Falsche Fußstellung
Die wenigsten Menschen haben eine perfekte Fuß- oder Kniestellung. O-Beine, X-Beine, leicht nach außen oder innen gerichtete Füße - Fehlstellungen sind eher die Regel als die Ausnahme. Sind Fuß beziehungsweise Pedal nicht richtig ausgerichtet, wird die Belastung nicht optimal auf das Kniegelenk übertragen.
Mit Plattformpedalen können Sie leicht die Position Ihrer Füße während der Fahrt ändern. Erstens verteilt sich der Druck auf dem Fuß gleichmäßig und zweitens bieten sie viel Platz für eine bequeme Stellung.
2. Falsche Sitzhöhe
Einer der häufigsten Verursacher von Knieschmerzen beim Fahrradfahren ist eine falsch eingestellte Sitzhöhe. Dabei führt ein zu tief eingestellter Sattel zu einem spitzen Winkel in den Knien - gerade in der Druckphase entstehen so höchst ungünstige Kräfte im Gelenk. Wird der Sattel zu hoch eingestellt, überstreckt das Knie am tiefsten Punkt, was die Ansätze der hinteren Kniemuskulatur reizen kann.
Kleiner Trick: Schmerzen die Knie beim Fahrradfahren an der Vorderseite, deutet das meist auf einen zu niedrigen Sattel hin. Schmerzen im hinteren oder äußeren Kniebereich können auf eine zu hoch eingestellten Sattel hindeuten.
3. „Unrunder“ Tritt
Dieses Problem kennen alle, die mit ihrem Bike gerne auch mal längere Strecken bergauf fahren. Um die Schwerkraft zu überwinden ist natürlich sehr viel Druck auf das Pedal nötig, gerade, um aus dem „toten Punkt“ Kraft auf die Pedale zu übertragen. Durch diesen „unrunden“ Tritt kommen kurze Belastungsspitzen zustande, die die Knie enorm fordern.
Bei der Pedalstellung auf „6 und 12 Uhr“ gibt es einen „toten Punkt“. Diesen umgehen ovale Kettenblätter und entlasten somit die Knie, die nicht immer wieder von null auf hundert über diesen toten Punkt treten müssen.
4. Medizinische Gründe
Leiden Sie regelmäßig und das über einen längeren Zeitraum unter Knieschmerzen beim Fahrradfahren, ist fachlicher Rat durch einen Arzt oder Orthopäden ratsam. Anhaltende Schmerzen im Knie, womöglich in Verbingung mit eingeschränkter Beweglichkeit des Gelenks, sind immer Symptome, die auf jeden Fall zum Arzt führen sollten. Denn nur wenn medizinische Ursachen ausgeschlossen werden können, ist Fahrradfahren auch wirklich gesund für die Gelenke.
Mögliche Ursachen für schmerzende Knie beim Radfahren:
- Arthrose
- Chronischer Meniskusschaden
- Akuter Meniskusriss
- Schleimbeutelentzündung
- Überlastung
Was darf man nicht machen, wenn man Knieschmerzen hat?
Verzichten Sie auf Aktivitäten, die das Knie stark belasten, wie Laufen, Springen oder schwere Gewichte heben. Besonders in akuten Schmerzphasen sollten Sie das Knie schonen und ihm ausreichend Ruhe gönnen. Tragen Sie gut gedämpfte Schuhe und achten Sie darauf, das Knie nicht in unnatürliche Positionen zu bringen.
Rad-spezifische Fehleinstellungen die zu Knieschmerzen während des Radfahrens führen können
Cleats
Als erste Ursache für Knieschmerzen beim Radfahren lassen sich oft falsch eingestellte Cleats nennen. Ein zu weit nach vorn gestelltes Cleat bringt das Knie am oberen Wendepunkt höher und führt damit zu einem spitzen Kniewinkel beim Einstieg in die Druckphase. Sehr ungünstig, da dies zu ungünstigen Kraftverhältnissen rund um die Kniescheibe (sog. retro-patellarem Druck) führen kann. Gleiches gilt im übrigen auch für eine zu lange Kurbellänge! Im Zweifelsfall also das Cleat nach hinten nehmen (und eventuell die Kurbellänge verkürzen)! Ebenso kann ein Cleat mit falsch eingestellter Rotation zu Rotationsbewegungen und damit Scherkräften über die Knieachse führen. Hier sollte man darauf achten, dass man (pauschal betrachtet) das Cleat so einstellt, dass die Ferse des Fußes leicht nach innen rotiert.
Sattelhöhe
Wirklich einer der häufigsten Verursacher von Knieschmerzen beim Radfahren ist eine schlecht eingestellte Sitzhöhe. Ein zu tief eingestellter Sattel führt zu einem spitzen Kniewinkel beim Einstieg in die Druckphase und damit zu ungünstigen Kraftverhältnissen rund um die Kniescheibe. Ein zu hoch eingestellter Sattel hingegen bringt oft eine Überstreckung des Knies mit sich und reizt dabei gerne Ansätze der hinteren Muskulatur und vor allem des Tractus Iliotibialis.
Als (sehr plakative) Hilfestellung gilt hier, Schmerzen an der Vorderseite des Knies deuten oft auf eine zu niedrige Sitzhöhe, Schmerzen an der Rück- und Außenseite des Knies eher auf eine zu hohe Sitzposition hin.
Sattelneigung & falscher Sattel
Ja auch die Wahl des richtigen Sattels, vor allem aber auch dessen Lage (in Vor- Rückrichtung) und Neigung beeinflussen stark die Belastung des Knies. Ein extrem nach vorne gestellter, sowie nach vorne geneigter Sattel verlagern den Körperschwerpunkt nach vorne und erzeugen eine Art „Drehmoment“ auf dem Rad. Der Körper „Kippt“ nach vorne. Dies, gepaart mit etwas schwacher Körperhaltemuskulatur führt oft zu einer Kompensation im Tritt. Es wird im Einstieg der Druckphase etwas gegen das Pedal „gestemmt“ um sich quasi auf dem Sattel stabil zu halten. Hier wird erneut viel Kraft bei spitzem Kniewinkel erzeugt, was zu Überlastung führen kann. Ein extrem weit nach hinten versetzter oder auch nach hinten geneigter Sattel führen dagegen oft zu einem sehr rückversetzten Körperschwerpunkt und aufrechter Beckenlage, was eine effektive Kraft aus der Streckmuskulatur erschwert.
Am besten hier erst einmal aus einer visuell, neutralen Einstellung starten und eher tiefer anfangen. Der Fuß sollte auch durch den unteren Punkt nicht zu spitz werden, das Knie leicht gebeugt bleiben.
Cockpitposition
Auch die Lage des Cockpits beeinflusst die Belastung des Knies. Ähnlich wie ein schlecht eingestellter Sattel beeinflusst auch das Cockpit die Lage des Körperschwerpunkts auf dem Rad. Ein zu weit entferntes Cockpit „zieht“ den Körper sozusagen nach vorne auf dem Rad.
Kleiner Tip: Wenn man beim Fahren nicht ohne große Hilfsbewegungen die Hände über den Lenker streichen kann, spricht das für einen nach vorn orientierten Körperschwerpunkt.
Was tun wenn aber das Rad ok eingestellt ist und ich trotzdem Knieschmerzen beim Radfahren habe?
Sehr viel häufiger tauchen allerdings Knieschmerzen beim Radfahren auf OHNE offensichtlichen Fehler in der Radeinstellung gibt. Warum?
Schmerzen haben meistens etwas mit fehlerhafter bzw. nicht adäquater Muskelbeanspruchung zu tun. Viele Muskeln machen nicht wirklich das „wofür sie vorbereitet bzw. gemacht wurden“. Oft auch einfach aus dem Grund, weil andere Muskeln nicht das tun was sie sollen und andere Muskeln entsprechend deren „Aufgaben übernehmen“.
Eines der größten und gängigsten Probleme in Relation zu Knieschmerzen beim Fahrradfahren sind Dysbalancen und Schwächen hüftumliegender Muskulatur. Hüftbeugende Muskeln, die für die Pedalbewegung essenziell sind, werden permanent verkürzt. Die gluteale Muskulatur (Gesäßmuskeln), die bei der Pedalbewegung kraftvoll nach hinten unten strecken könn(t)en werden quasi permanent „ausgeschaltet“.
Es braucht dazu nicht viel. Einige Hilfsmittel und eine kleine Routine an Übungen. Die Regelmäßigkeit der Übungen ist hierbei wesentlich entscheidender als die „Härte“ der einzelnen Session. Es geht nicht um das große Workout, sondern 10min täglich während die Kaffee durchläuft! Die statische Haltung der hüftumliegenden Muskeln muss regelmäßig aufgelöst werden!
Knieschmerzen beim Fahrradfahren - mögliche Ursachen und Abhilfen
Sie sind mit dem Fahrrad unterwegs und Ihr Knie schmerzt. Erkennbar? Dann ist es gut, genau herauszufinden, woher der Schmerz kommt. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die möglichen Ursachen und Lösungen für Knieschmerzen beim Radfahren.
1. Verkehrtes Fahrrad
Es kann sein, dass das Fahrrad, auf dem Sie fahren, nicht für Sie geeignet ist. Zum Beispiel, wenn Sie nicht bequem auf Ihrem Fahrrad fahren können oder wenn Sie die falsche Rahmengröße für Ihr Fahrrad haben.
2. Nicht richtig eingestelltes Fahrrad
Ein häufiges Problem bei radfahrbedingten Knieschmerzen ist, dass Ihr Fahrrad falsch eingestellt ist, z. B. Dies führt oft auch zu einer falschen Trettechnik. Achten Sie also immer darauf, dass Ihr Sattel und Ihr Lenker die richtige Höhe haben. Wenn Ihr Fahrrad richtig eingestellt ist, bewegt sich Ihr Knie im richtigen Winkel.
3. Falsche Haltung beim Radfahren
Ist Ihr Fahrrad gut eingestellt, aber haben Sie immer noch Schmerzen in oder um Ihre Kniescheibe? Dann ist es möglich, dass Sie das Fahrrad in der falschen Position fahren. Eine gute Haltung beim Radfahren ist wichtig, um die Ursachen von Knieschmerzen beim Radfahren zu vermeiden.
4. Überlastetes Knie
Knieschmerzen nach dem Fahrradfahren? Manchmal radeln Sie länger oder härter, als Ihr Körper es verkraften kann. Ihr Körper bekommt dann zu wenig Ruhe. Spüren Sie Symptome wie einen stechenden Schmerz, der mit zunehmender Belastung des Knies schlimmer wird? Dann kann das Bindegewebe in Ihren Muskeln und Sehnen überlastet werden und sich entzünden. In diesem Fall ist es ratsam, sich auszuruhen und eventuell einen Physio- oder Beschäftigungstherapeuten aufzusuchen.
5. Temperaturunterschiede
Eine weitere Ursache kann ein Temperaturunterschied sein. Zum Beispiel, wenn es draußen kälter wird. Kälte kann Knieprobleme verursachen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Muskeln und Gelenke beim Radfahren warm halten. Dies kann zum Beispiel mit Thermokleidung geschehen.
6. Erkrankung
Bei Van Raam empfangen wir viele Kunden mit einer Erkrankung, die beim Radfahren Knieschmerzen verursacht. Denken Sie zum Beispiel an Kunden mit Arthrose, Beinlängenunterschieden oder schlechten Knien. Unsere technischen Berater können Ihnen dabei helfen und nach einer möglichen Lösung suchen, damit Sie das Radfahren weiterhin genießen können.
7. Andere Ursache
Treffen die oben genannten Gründe nicht auf Sie zu? Dann ist wahrscheinlich etwas anderes im Argen. Wenn Sie starke Schmerzen haben, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen und sich ausruhen.
Knieschmerzen nach und beim Fahrradfahren verhindern
Wir haben mögliche Ursachen und Lösungen für Radfahren mit Knieschmerzen erörtert. Am idealsten wäre es jedoch, wenn Sie die Schmerzen vermeiden könnten. Im Folgenden geben wir einige Tipps, um Knieschmerzen beim Radfahren zu vermeiden.
- Gewöhnen Sie sich an neues Material
- Aufwärmen
- Bauen Sie das Radfahren schrittweise auf
Ursachen und Lösungen für verschiedene Arten von Knieschmerzen beim Radfahren
Die Möglichkeiten sind vielfältig, wo der Schmerz herkommen kann. Die Knieschmerzen können auf der Vorder-, Innen-, Außen- und Rückseite auftreten. Für jede Lokalisation gibt es typische Ursachen, aber natürlich auch Möglichkeiten diese zu beheben.
Sattelhöhe und -position
- Ein zu niedrig eingestellter Sattel sorgt für einen kleinen Kniewinkel am oberen Totpunkt (0 Uhr Position). Daraus folgt dann eine erhöhte Kompression der Kniescheibe und kann zu Schmerzen auf der Vorderseite führen.
- Ein zu hoch eingestellter Sattel führt tendenziell eher zu Problemen auf der Rückseite oder der Außenseite.
- Befindet sich der Sattel zu weit vorne kommt es wie beim zu tiefen Sattel zu einem erhöhten Anpressdruck der Patella und kann Schmerzen auf der Vorderseite verursachen.
- Steht der Sattel zu weit hinten vergrößert sich die absolute Distanz zwischen Tretlager und Sattel, was analog zum zu hoch eingestellten Sattel zu Problemen der Rückseite bzw. Außenseite führen kann.
Cleat-Positionierung
Ist das Cleat nicht richtig eingestellt gibt es auch hier mehrere Möglichkeiten wie es zu Knieschmerzen kommen kann:
- Ist das Cleat zu weit nach vorne verschoben, steht das Knie im Verhältnis zum Fuß zu weit vorne und kann zu Schmerzen an der Vorderseite führen.
- Zu viel oder zu wenig „Float“ (bezeichnet das „Spiel", was das Cleat im eingeklickten Zustand hat) ist ebenfalls suboptimal für dein Knie.
Weitere Faktoren
- Eine zu lange Kurbel kann ebenfalls die Ursache für Knieschmerzen an der Vorderseite sein.
- Ein weiterer Grund kann ein abgeflachtes/instabiles Fußgewölbe sein.
- Der Lenker hat wohl den kleinsten Einfluss auf die Knieschmerzen.
Was tun bei Knieschmerzen während des Radfahrens?
In Abhängigkeit, wo und wann du die Knieschmerzen beim Radfahren hast, und dir die Ursache für deine Problematik bekannt ist, kannst du auch mit Knieschmerzen Radfahren. Als erstes sollte geschaut werden, ob die Ursache für deine Schmerzen vom Radfahren selbst kommt oder ob die Knieschmerzen beim Radfahren nur getriggert werden. Durch die zyklische Bewegung werden Schmerzrezeptoren gehemmt und die Durchblutung gesteigert, was für eine bessere Wundheilung sorgt.
Knieschmerzen nach dem Radfahren
Manchmal treten die Knieschmerzen auch erst nach dem Radfahren auf. Gerade bei schlecht durchblutetem Gewebe, wie z.B. Sehnen, ist es ein typisches Anzeichen, dass es nach einem anfänglichen „Anlaufschmerz“ zur Besserung während der Belastung kommt und dann im Anschluss an die Belastung wieder schlechter wird. Die häufigste Ursache ist dafür meist eine falsch eingestellte Sitzposition und/oder eine Überlastung durch einen zu hohen Trainingsreiz.
Tipps zur Vermeidung von Knieschmerzen
- Wärme dich vor dem Radfahren auf und beginne langsam mit dem Radfahren bzw. deinem Training.
- Sorge für eine korrekte Sitzposition auf dem Rad. Ein professionelles Bikefitting kann Abhilfe schaffen für Knieschmerzen beim Radfahren und dir ein angenehmeres und schnelleres Fahren ermöglichen.
- Gehe häufiger auf die Matte und erhöhe deine Mobilität und Stabilität mit Athletiktraining oder Yoga.
Die Bedeutung eines korrekten Bike-Setups
Fakt ist, für gesunde und durchschnittlich bewegliche Menschen sollte Radfahren nicht zu einem Problem im Knie oder gar chronischen Schmerzen führen. Erste und wichtigste Voraussetzung für gelenkschonendes Radfahren ist, dass die Knie das recht hohe Moment beim Treten, also die physikalische Kraft, die von Hüft- und Beinmuskeln erzeug wird, möglichst gerade Richtung Unterschenkel und damit Richtung Pedal übertragen kann.
Prinzipiell lässt sich der Zusammenhang von Schmerz und Ursache am Knie recht einfach ergründen und dann auch abstellen. Leider entspricht der Schmerzort recht selten exakt dem Problemort, die Ursache kann irgendwo zwischen unterem Rücken und Fußspitze liegen. Sehr selten resultieren Knieprobleme aus genau einer Fehlstellung, falscher Einstellung am Bike oder einer einzigen Dysbalance im Körper. Viel wahrscheinlicher sind Kombinationen.
Drei grobe Themenfelder für die Ursache von Knieschmerzen auf dem Rad
- Sitzposition, Sattelposition und oder Sattelhöhe inklusive der Platzierungen der Füße auf dem Pedal sind nicht richtig eingestellt.
- Es gibt ein Ungleichgewicht (Dysbalance) innerhalb deiner Hüft-, Bein- und oder Rumpfmuskeln mit resultierenden Ausweichbewegungen.
- Du führst die Tretbewegung nicht ideal aus.
Häufige Fehler und Symptome
Laut dem Institut für Natursport der Sporthochschule Köln sitzen übrigens etwa zwei Drittel aller Radfahrer zu tief.
Ist der Fahrradsattel zu tief oder zu weit vorne eingestellt, beginnt man die Druckphase des Pedalzyklus mit einem spitzen, also unter 90 Grad gebeugten Knie, die Effizienz des Oberschenkelmuskels nimmt ab dieser Beugung extrem ab. Außerdem wird die Kniescheibe als eine Art Umlenklager für die Kraft des vorderen Oberschenkels überdimensional stark auf die Gelenkflächen des Knies gepresst, sogenannter retropatellarer Druck. Reibung mit viel Druck bedeutet auch immer eine Reizung des betroffenen Gewebes und auf Dauer mehr Verschleiß.
Tipp: Stehen die Kurbeln des Rades waagerecht, sollten Kniespitze und Fußballen des vorderen Beines in etwa senkrecht übereinander liegen.
Körperliche Defizite und Dysbalancen
Nicht ad hoc mit Zollstock, Winkelmaß und Lot beheben kann man körperliche Defizite, die zu Kniebeschwerden führen. Besonders wer im Alltag viel sitzt und sich generell nicht viel bewegt, erzeugt damit ungewollt diverse Dysbalancen zwischen Muskeln in seinem Körper.
Dehnübungen und Kräftigung
Fehlstellungen des Beckens auf dem Sattel können in Grenzen zwar auch durch ergonomische Sättel kompensiert werden, am besten ist aber immer eine Kombination der perfekten Sitzeinstellung mit Kräftigungs- und Dehnübungen. Deren Ziel ist es, das sich die Knie auf einer Ebene parallel zum Rahmendreieck bewegen, nur dann stehen, wie oben erwähnt, die Gelenkflächen mit ausgewogener Druckverteilung aufeinander.
Hier sind einige Übungen, die helfen können:
- Kräftigung des Hüftstreckers und des Rückens
- Dehnung Gesäßmuskel
- Langen Hüftbeuger dehnen
- Seitliche Knie- und Sprunggelenkmuskeln kräftigen
- Beinbeugemuskel und Waden flexibel machen
Arten von Knieschmerzen nach dem Radfahren
Es gibt verschiedene Arten von Knieschmerzen, die nach dem Radfahren auftreten können:
- Vorderseite: Schmerzen an der Vorderseite des Knies kommen meist von der Kniescheibe oder der Sehne unter der Kniescheibe.
- Rückseite: Schmerzen in der Kniekehle hängen meist mit einer Überdehnung oder dem Ansatz der Kniesehnen zusammen.
- Innenseite: Schmerzen an der Innenseite des Knies hängen meist mit einem erhöhten Druck auf die Innenseite des Knies zusammen.
- Außenseite: Die Beschwerden an der Außenseite werden in der Regel durch die Reibung der Sehnenplatte an der Seite des Oberschenkelknochens verursacht.
Ursachen von Knieschmerzen nach dem Radfahren
Es gibt verschiedene Ursachen, die zu Knieschmerzen während oder nach dem Radfahren führen können. So kann zum Beispiel eine falsche Körperhaltung dazu führen, dass Sie Schmerzen an der Knievorderseite bekommen. Außerdem können die Symptome auftreten, weil Sie nicht richtig trainiert haben. Wenn Sie zu früh wieder zügig Rad fahren, hatten Ihre Muskeln und Bänder möglicherweise noch nicht genug Zeit, sich daran zu gewöhnen.
Behandlungsmethoden
Es gibt mehrere Möglichkeiten, um Knieschmerzen nach dem Radfahren zu lindern. Zunächst ist es wichtig, dass Sie Ihre Körperhaltung kritisch analysieren und mit einem Spezialisten besprechen. Achten Sie außerdem auf eine gute Trainingsstruktur mit ausreichenden Pausen zwischen den Trainingseinheiten. Mit gezielten Übungen können Sie auch die Bein- und Rumpfmuskulatur stärken. Schließlich ist es manchmal notwendig, einen Physiotherapeuten aufzusuchen.
Häufige Ursachen für Knieschmerzen beim Radfahren
Studien zur Fahrrad-Biomechanik zeigen, dass 65 % der Hobbyradfahrer mindestens einmal pro Jahr Knieschmerzen haben. Die folgenden vier Hauptursachen machen 65 % der von Hobbyradfahrern gemeldeten Beschwerden aus:
- Falsch eingestellter Sattel
- Falsch ausgerichtete Cleats
- Unpassende Kurbelarmlänge
- Überlastung und mangelnde Erholung
Tipps zur Vermeidung von Knieschmerzen beim Radfahren
- Mechanische Einstellung: Stelle den Sattel, die Cleats und die Kurbeln richtig ein.
- Erholung und Dehnung: Wechsle intensive Trainingstage mit leichten oder aktiven Erholungstagen ab.
- Fachleute: Wenn der Schmerz länger als zwei Wochen anhält oder akute Entzündungen auftreten, vereinbare eine biomechanische Analyse.
Schmerzen im Bereich der Kniescheibe
Schmerzen im Bereich der Kniescheibe sind oft eine Folge von Überbelastung. Sie sind besonders bei Sportlerinnen und Sportlern verbreitet. Übungen zur Stärkung der Oberschenkel- und Hüftmuskulatur können helfen. Betroffene sollten auf schmerzhafte Aktivitäten verzichten, damit sich das Knie erholen kann.
Was sind vordere Knieschmerzen?
Wenn das Knie im Bereich der Kniescheibe schmerzt, ist das häufig ein Zeichen für eine Überbelastung. Das bedeutet, dass das Knie zu häufig oder zu stark belastet wurde und es sich nicht schnell genug an diese Belastung anpassen konnte. Das Kniegelenk ist auf Bewegung angewiesen, um gesund zu bleiben. Ohne Druckbelastung wird der Knorpel nicht mit Nährstoffen versorgt. Wenn das Knie zu stark belastet wird, kann es zu kleinen Verletzungen im Bereich der Kniescheibe kommen.
Ursachen für vordere Knieschmerzen
Warum manche Menschen Knieprobleme bekommen und andere nicht, ist unklar. Eine Rolle spielt, wie sich die Kniescheibe in der Führungsrinne des Kniegelenks bewegt. Mögliche Faktoren sind:
- Eine schwache Oberschenkel- und Hüftmuskulatur
- Anatomische Fehlstellungen wie unterschiedlich lange Beine
- Fußfehlstellungen
- Verkürzte Muskeln
- Fehlstellungen wie zum Beispiel X- oder O-Beine
Der wichtigste Risikofaktor für Schmerzen der Kniescheibe ist Überlastung. Zu den Aktivitäten, bei denen starke Kräfte auf das vordere Knie wirken, gehören Laufen, Bergwandern, Treppensteigen und Kniebeugen. Auch sportliches Radfahren kann zu Knieschmerzen führen - vor allem, wenn man in den Bergen oder mit einem schweren Gang fährt.
Diagnose
Wenn nötig, folgen weitere Untersuchungen der Knie, um andere Ursachen auszuschließen. Dazu gehören zum Beispiel ein Meniskusriss, eine Kniearthrose und Sehnenerkrankungen. Bildgebende Untersuchungen wie Röntgen, eine Ultraschalluntersuchung oder eine Magnetresonanz-Tomografie (MRT) helfen bei der Diagnose nicht.
Behandlung
Mögliche Behandlungen sind:
- Entlastung
- Training der Knie-, Oberschenkel- und Hüftmuskulatur
- Akute Schmerzen können auch mit schmerzlindernden und entzündungshemmenden Gels oder Cremes behandelt werden.
- Für Menschen mit Knieschmerzen kommen auch orthopädische Schuheinlagen infrage
Wichtiger Hinweis
Keine gute Idee ist, Schmerzmittel einzunehmen, um wieder Ausdauersport machen zu können. Zum einen wird das Knie dann weiter beansprucht, zum anderen hemmen die Mittel die Nierenfunktion. Gerade bei Hitze, Flüssigkeitsmangel und großen körperlichen Belastungen kann das zu Problemen führen, weil die Nieren dann ohnehin sehr gefordert werden.
Umgang mit Knieschmerzen
Wenn man Aktivitäten, die einem wichtig sind, nicht mehr ohne Schmerzen oder nur noch eingeschränkt nachgehen kann, ist das sehr frustrierend. Bei Gelenkschmerzen muss man sich oft damit abfinden, dass auch die besten Ärztinnen und Ärzte nicht „die eine“ Ursache finden können. Die Behandlung kann einige Zeit dauern und erfordert es, selbst aktiv mitzuarbeiten.
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