Ducati Panigale V4 S: Eine neue Ära beginnt (2025)
Die Ducati Panigale V4 S des Jahres 2025 markiert einen bedeutenden Wendepunkt in der Geschichte der Superbikes. Ducati stellt die Panigale V4 von Einarmschwinge auf Zweiarmschwinge um, zur Freude im Fahrerlager der WSBK. Mit der neuen Panigale V4 wendet Ducati sich weiter und in diesem Fall erneut von einer technischen Besonderheit ab. Und wie schon zuvor: Das kann nur Vorteile haben.
Umstellung auf Zweiarmschwinge
Bereits 2003 machte Ducati diesen Schritt mit der 999 und bekam starken Gegenwind von den Fans. Doch damals wie heute gibt es gute Gründe für eine zweiarmige Schwinge. "Wir sind überzeugt, dass diese Änderung sehr freudig aufgenommen wird", sagte Ducati-Technikkoordinator Marco Zambenedetti im Mai 2024. Gemeint war der damals eigentlich noch geheime Umstieg von der Einarmschwinge auf eine Zweiarmschwinge beim Superbike Panigale V4 .
Verbessertes Handling und Fahrgefühl
Die größte Veränderung zeichnet das Handling der Ducati aus, das in vielerlei Hinsicht zugänglicher und damit besser wurde. Zunächst erleichtert es die neu gestaltete Ergonomie es, sich auf dem Motorrad zu bewegen und in den fordernden Brems- und Beschleunigungsphasen an Tank und Sitzhöcker guten Halt zu finden. Dazu ist hinter der Scheibe spürbar mehr Windschutz. Die Panigale V4 S kommt dem Fahrer entgegen, gibt außerdem ein glasklares Feedback und schafft schnell reichlich Vertrauen.
Die in der lateralen Steifigkeit reduzierte und nun zweiarmige Schwinge, der ebenfalls modifizierte Hauptrahmen und das semiaktiv arbeitende Öhlins-Fahrwerk der neuesten Generation formen eine harmonische Einheit und verhelfen der neuen Pani zu tollem Feeling in tiefsten Schräglagen und beeindruckender Stabilität. Das altbekannte "Rühren" der Duc beim harten Beschleunigen in Schräglage gehört der Vergangenheit an.
Neue Bremse und Race eCBS
Auf der Bremse legte die Ducati doppelt zu. Neben maximal performanten Brembo-Stoppern mit Hypure-Sätteln und fetten 330er-Scheiben trägt sie nun das von Ducati und Bosch entwickelte Race eCBS. Dieses System aktiviert im schärfsten ABS-Modus (sieben statt drei) beim harten Anbremsen die Hinterradbremse und das wirkt sich spürbar stabilisierend in der ersten Bremsphase aus. Zudem hält das eCBS den Bremsdruck am Hinterrad (natürlich ABS-überwacht) bis in tiefe Schräglage aufrecht und ermöglicht so ein besseres "Turning".
Bedeutet in der Praxis, dass engere Linien mit weniger Einsatz möglich werden und die Hinterradbremse automatisch so genutzt wird, wie von einem Profi-Rennfahrer. Beim Wechsel auf das normale Race-ABS ist der Unterschied durch etwas weniger Drang der Pani nach innen spürbar.
Sensorenflut mit DVS
Elektronisch verbaut Ducati nun das aus der MotoGP abgeleitete DVS (Ducati Vehicle Oberserve), das über 70 Sensoren ohne neue Hardware simulieren soll. Welche Sensoren das sind, verraten die Italiener nicht, aber verneinen auch nicht, dass zum Beispiel anhand von Schlupf, IMU-Daten, Bremsdruck und Gasgriffstellung das Gripniveau des Asphalts bestimmt wird. Bei der Fahrpräsentation fallen keine spezifischen Neuerungen auf, jedoch arbeitet die Elektronik insgesamt piekfein und mit höchster Präzision. Auch erfahrene Racer spüren Regeleingriffe mitunter kaum und in den scharfen Settings bewegen sich die Helferlein am Limit des physikalisch Möglichen - Wow!
Die neue Zweiarmschwinge im Detail
In der World Superbike beginnt die Geschichte der neuen Ducati Panigale V4 mit Zweiarmschwinge. Die jüngeren Erfolge in der WSBK mit 2 Weltmeisterschaften in Folge sollen fortgeführt werden, und da stört die Einarmschwinge. Neben ihren Nachteilen beim Gewicht und dessen Verteilung sowie dem komplizierteren Abstimmen des Fahrwerks ist das Uralt-Argument des schnelleren Radwechsels noch aus alten Langstreckenzeiten seit Jahren in keiner Ecke des Fahrerlagers mehr haltbar.
Die neue, zweiarmige Schwinge der Panigale V4 ist aus Aluminium gefertigt, wiegt mit Antrieb und Federung angeblich 3,8 Kilogramm weniger als das einarmige Pendant und baut 16 Millimeter länger. Interessant: Die neue Schwinge - "Ducati Hollow Symmetrical Swingarm" getauft - lagert wohl in den gleichen Drehpunkten im Motorgehäuse wie zuletzt die Einarmschwinge. Und daraus folgt ein unkonventioneller Aufbau.
Unkonventionelle Lösung
Während der in Fahrtrichtung linke Schwingenarm der neuen Ducati Panigale V4 bekannt gezeichnet und eingebaut wirkt, musste Ducati den rechten unkonventionell ausrichten. Grund: Die Krümmer der beiden hinteren Zylinder und der unter dem Antrieb liegende Schalldämpfer sind optisch bis auf wenige Änderungen nach bisheriger Bauart mit Einarmschwinge geblieben. Sprich der rechte Arm der neuen Schwinge nimmt einen weiten Schwung vom Schwingenlager nach innen, um die Krümmer herum, um dann kurz nach den Auspuffteilen schnurgerade zur Hinterradachse zu laufen.
Lohn der Mühen: Neben dem Sparen des Gewichts von 3,27 Kilo konnte Ducati die Steifigkeit der Schwinge um 37 Prozent senken. Im Allgemeinen soll die neue Hinterradaufhängung der Panigale V4 die Kraft des V4 besser auf die Straße - und vor allem auf die Rennstrecke bringen.
V4-Motor und Leistung
Der Desmosedici Stradale getaufte Motor trägt nicht nur 2 zusätzliche Lambdasonden - in Summe 6 - und damit das Siegel Euro5+, sondern leistet mit 216 PS ein halbes PS mehr. Er muss dafür allerdings 500 Umdrehungen höher auf 13.500 Touren kommen. Deutlich veränderte Ducati alle Werte rund um das Drehmoment aus 1.103 Kubik. Es sinkt in der Spitze um 2,7 Nm, dafür steigt die dafür zu erreichende Drehzahl um 1.750 Touren auf 11.250 Umdrehungen pro Minute. Mit Racing-Abgasanlage von Akrapovic (Original-Zubehör ohne Straßenzulassung) steigt die Spitzenleistung angeblich auf bis zu 228 PS.
Für die Nerds: Ducati erhöht die Ventilhübe um 0,75 Millimeter für den Einlass und 0,45 Millimeter für den Auslass sowie die Länge der Ansaugtrichter. Passend zur gestiegenen Drehzahl sind die kurzen Trichter um 10 Millimeter auf 25 Millimeter gekürzt, während die Trichter für den unteren Drehzahlbereich um 5 auf 80 Millimeter wachsen.
Neues Fahrwerk
Mit der neuen Zweiarmschwinge in der neuen Ducati Panigale V4 ändert Ducati das übrige Fahrwerk gleich mit. Bei den vorgestellten Modellen V4 und V4 S wächst der Federweg der Gabel um 5 auf 125 Millimeter, während der Federweg der jeweils neuen Federbeine mit 130 Millimeter bekannt lang bleibt. Ob durch die geänderte Hinterradaufhängung oder einen neuen Frontrahmen, ist nicht bekannt, allerdings steht der Lenkkopfwinkel mit 66 Grad ein halbes Grad steiler als bisher. Und das betrifft den Nachlauf direkt: in den beiden neuen Panigale V4 schrumpft er um 2 auf 98 Millimeter. Durch die neue Schwingenlänge wächst der Radstand um 16 auf 1.485 Millimeter.
Bei der neuen Ducati Panigale V4 ist das Fahrwerk mit einer USD-Gabel von Showa und einem Federbein von Sachs wie gehabt vollständig manuell einstellbar. Die V4 S bekommt das semi-aktive Öhlins-S-EC 3.0 an Lenkkopf und Schwinge, bestehend aus der NPX 25/30-Gabel vorn und einem TTX36-Dämpfer hinten.
Neue Brembo-Bremse
Zur EICMA 2023 stellte Brembo die neue Top-Bremse des Hauses vor. Hypure getauft und für Hyperbikes entwickelt, ist die neue Ducati Panigale V4 eines der ersten Serienmotorräder mit diesen neuen Sätteln an der Gabel. Die neuen 4-Kolben-Sättel kombiniert Ducati an V4 und V4 S mit zwei 330er-Bremsscheiben vorn, der 2-Kölber hinten ist mit einer 245er-Scheibe kombiniert. Standard bei Ducati: Das komplette Sicherheitspaket mit allen erdenklichen Assistenten in Form des Bosch MSC ist ab Werk aktiv.
Noch mehr Elektronik
Bei der neuen Ducati Panigale V4 simuliert Ducati unter dem Oberbegriff DVO - Ducati Vehicle Observe - die Daten von 70 Sensoren und versorgt die zentrale IMU (Inertial Measurement Unit) mit Informationen. Dabei ist das Wort zentral sogar wörtlich zu nehmen, denn Ducati versetzt die IMU von der Front hinter den Tank, um das Gerät zentraler im Fahrzeug zu platzieren. Unter den bekannten Funktionen wie ABS, Traktionskontrolle, Wheelie-Control, Launch-Control, Slide-Control und der einstellbaren Motorbremse findet sich ein komplett neues Feature: Ducati nennt es Race eCBS.
Neue Bremskraftverteilung Race eCBS von Ducati
Ducati setzt bei der neuen Panigale V4 zum ersten Mal ein neues Verbundbremssystem ein. Das zusammen mit Bosch entwickelte Race eCBS ist ein elektronisch gesteuertes System zum "Verteilen" der Bremskraft von vorn nach hinten. In 7 Stufen einstellbar, erzeugt das Race eCBS bis zu 15,5 Prozent des maximalen Bremsdrucks an der hinteren Bremse, wenn am Handbremshebel gezogen wird.
Besonders interessant: In Stufe 1 bremst das Motorrad sogar mit der Hinterradbremse in tiefen Schräglagen weiter, um einen engeren Radius zu ermöglichen, und das selbst ohne Betätigen der der Hand- oder Fußbremse. So gesehen ist das Race eCBS ein weiterentwickeltes Kurven-ABS, das ohne Eingriff des Fahrers Bremsdruck erzeugen darf.
Unterschiede - Panigale V4 und V4 S
Technisch unterscheiden sich die neuen Zweiarmschwingen-Versionen der Ducati Panigale V4 und V4 S nicht. Leistung und Elektronik sind deckungsgleich. Die offensichtlichsten Unterschiede betreffen die Fahrwerke. Das konventionelle Showa/Sachs-Duo an der V4 wird übertrumpft vom semi-aktiven Öhlins-Fahrwerk an der V4 S. Ebenso von Öhlins: Der Lenkungsdämpfer der V4 S, der einen von Sachs ersetzt. Zudem sparen an der V4 S die Schmiederäder und die Lithium-Ionen-Batterie Gewicht.
Ducati Panigale V4 SP2: Sportlichkeit an der Spitze
Die Ducati Panigale V4 SP2 manifestiert in der Panigale Familie den maximalen Ausdruck des kontinuierlichen Informations- und Technologieaustauschs von der Welt des Rennsports zu den Serienmotorrädern. Dieser entwickelt sich mit jeder neuen Version Jahr für Jahr weiter, so wie es auch bei den Ducati Corse Prototypen der Fall ist. Die “SP2” ist das Modell, mit dem Ducati die Sportlichkeit der Panigale V4 auf die Spitze treibt . Mit besten Grüßen aus Bologna.
Design und Lackierung
Die “SP2”-Version verfügt über eine noch leistungsfähigere Bremsanlage, leichte Carbonfelgen, einen leichteren Sekundärantrieb dank einer schmaleren Kette sowie eine Trockenkupplung, die von den WorldSBK-Bikes übernommen wurde. Racing-Fußrasten und eine Reihe von Komponenten aus Carbon runden das Paket ab. Die Panigale V4 SP2 zeichnet sich durch die spezielle “Winter Test”-Lackierung aus, bei der das matte Schwarz der Verkleidungsteile mit dem matten Carbon-Finish der Felgen und Flügel kombiniert wird. Die matten Flächen stehen mit den leuchtend roten Akzenten und dem Glanz des gebürsteten Aluminiumtanks im Kontrast. Die Winglets im Doppelprofil-Design sind mit der italienischen Flagge verziert, die auch auf der offiziellen Panigale V4 R SBK zu sehen ist.
Motor und Leistung
Das Herzstück der Panigale V4 SP2 ist der 1.103 cm³ große Desmosedici Stradale aus der MotoGP: Ein V4-Motor mit gegenläufiger Kurbelwelle, der schon bei niedrigen Drehzahlen ein hohes Drehmoment liefert und seine sportliche Seele auf der Strecke zum Ausdruck bringt. Um das volle Potenzial dieses Motors auszuschöpfen, hat Ducati spezielle Drehmomentkurven für die einzelnen Gänge und vier verschiedene Leistungsmodi (Full, High, Medium, Low) entwickelt.
Für den Einsatz auf der Rennstrecke kann die Leistung der Desmosedici Stradale mit dem neuen Ducati Performance Rennauspuff aus Titan, der in Zusammenarbeit mit Akrapovic entwickelt wurde und als Zubehör erhältlich ist, weiter verbessert werden. Mit diesem Auspuff wird die Ducati Panigale V4 SP2 um 5 kg leichter, wodurch das Trockengewicht des Motorrads auf nur 168 kg sinkt.
Rennsport-Komponenten
Die Verbindung zu den Motorrädern, die in der Superbike-Weltmeisterschaft fahren, ist bei der “SP2”-Version der Panigale V4 noch deutlicher zu erkennen. Zu dem bereits bei der Panigale V4 2022 vorgestellten, stärker auf die Rennstrecke ausgerichteten Getriebe kommt bei diesem Motorrad der erleichterte Sekundärantrieb mit 520er-Kette und die STM-EVO SBK-Trockenkupplung hinzu. Diese Kupplung garantiert im Vergleich zur Ölbad-Kupplung der Panigale V4 S eine wirksamere Anti-Hopping-Funktion bei extremer Beanspruchung des Motorrads auf der Rennstrecke und eine größere Leichtgängigkeit bei geschlossenem Gas.
Fahrwerk und Bremsen
Das Chassis der Panigale V4 SP2 besteht aus einem Aluminium-Vorderrahmen, der den Desmosedici Stradale als tragendes Element nutzt. Die Aluminiumschwinge und der Heckrahmen aus Aluminiumguss sind direkt mit dem Motor verbunden. Das Fahrwerk besteht aus einer elektronisch gesteuerten Öhlins NPX25/30-Gasdruckgabel mit 125 mm Federweg. Um die Leistung auf der Rennstrecke und die dynamischen Qualitäten der Ducati Panigale V4 noch weiter zu verbessern, ist die “SP2”-Version mit hochwertigen Carbonfelgen im 5-Doppelspeichen-Design ausgestattet, die 1,4 kg leichter sind als die Aluminium-Schmiederäder der Panigale V4 S.
Die Panigale V4 SP2 ist außerdem mit den exklusiven Brembo Stylema R Bremssätteln ausgestattet, die eine hohe Bremskraft in Verbindung mit einer außergewöhnlichen Ausdauer auch bei längeren Einsätzen auf der Rennstrecke garantieren, ohne dass der Weg des Bremshebels nachjustiert werden muss. Der vordere Bremshebel ist mit einem “Remote Adjuster” ausgestattet, mit dem der Hebelweg durch ein Drehrädchen feinjustiert werden kann, wie es auch bei den Rennmaschinen möglich ist.
Elektronik und Fahrerassistenzsysteme
Alle elektronischen Parameter des Motorrads können dank des Anzeigemodus “Track Evo” , der von dem in der MotoGP verwendeten Modus abgeleitet ist, klar im Cockpit dargestellt werden. Bei der Version “SP2” gehört das GPS-Modul zur Serienausstattung und ermöglicht so die Aktivierung der automatischen Rundenzeitfunktion, die sofort zwei Zwischenzeiten der Strecke anzeigt, auf der man gerade unterwegs ist. Durch das Laden der Slick Ducati Performance Software (als Zubehör erhältlich) stehen außerdem die speziell für Slick- und Regenreifen entwickelten Parameter der Ducati Traction Control zur Verfügung.
SP - Sport Production
Das SP, "Sport Production", steht bei Ducati schon seit jeher für richtig schnelle und edle Track-Bikes. Jahr für Jahr gibt es ein Update für die Panigale-Modellreihe und jedes Jahr aufs Neue scheint der Gipfel der Sportlichkeit erreicht. Inzwischen wiegen die Bikes trocken nur mehr knapp über 170 kg, bringen aber deutlich über 200 PS auf die Straße! Wo soll das nur hinführen? Doch den Ducati Ingenieuren reicht es offenbar noch nicht. Genau wie die Renn-Eisen der SBK wird jährlich nachgeschärft, was uns heuer die V4 SP2 beschert.
Track-Kit und Elektronik
Wie ernst der Rennstrecken-Aspekt der V4 SP2 gemeint ist, zeigt das Track-Kit, welches in Serie inkludiert ist. Darin finden sich Aluminium-Abdeckungen für die Montagepunkte der Seitenspiegel, des Kennzeichenhalters und ein offener Kupplungsdeckel aus Karbon. Für richtige Race-Cracks gibt es auch noch die optionale Akrapovic Racing-Abgasanlage aus Titan. Sie entlockt dem 1.103 ccm Desmosedici Stradale V4 Motor das volle Potential. Statt "nur" 215,5 PS bei 13.000 U/min steigt die Leistung auf 228 PS und 131 Nm Drehmoment. Trotz dieses massiven Leistungsboosts soll die Anlage dennoch leise genug für Rennstrecken mit strengen dB-Regeln sein.
Doch Amateure könnten 200+ Pferdchen niemals zügeln ohne die Elektronik, die in der V4 SP2 nicht nur allgegenwärtig, sondern auch stark für den Gebrauch im Oval ausgelegt ist. So gibt es zum Beispiel eine eigene Drehmomentkurve für jeden Gang und vier Power Modi (Full, High, Medium, Low) optimieren die Leistungsentfaltung. Der Track EVO Modus, ein spezieller Racing-Modus für das TFT-Display mit einem hohen Grad an Individualisierbarkeit und detaillierten Anzeigen, ist nicht mehr optional, sondern Serie auf der V4 SP2.
Fahrwerk und Bremsen
Statt der Ölsumpf-Kupplung der V4 S ist die V4 SP2 mit einer Trockenkupplung ausgestattet, die noch besser mit dem extremen Einsatz auf der Rennstrecke zurechtkommt. Außerdem ist die Kupplung auch so konzipiert, dass mit dem Austausch einer Feder die mechanische Motorbremswirkung angepasst werden kann. Die Öhlins NPX25/30 Gabel vorne und das Öhlins TTX36 Federbein hinten bieten 125 mm bzw. 130 mm Federweg und werden zusammen mit dem Lenkungsdämpfer elektronisch per Smart EC 2.0 System semiaktiv gesteuert. Statt den Aluminium-Felgen der V4 S besitzt die Panigale V4 SP2 Karbon-Felgen, die mit 1,4 kg weniger Masse auch deutlich weniger Aufstellmoment verursachen (-26% an der Front und -46% am Hinterrad). Auch die Brembo Stylema Bremserei ist die feinste Ware, die nicht nur mächtig verzögern, sondern auch per Knopf am Lenker eingestellt werden kann, wie man es von vollblutigen Rennmaschinen kennt.
Ducati Panigale V4 Superleggera: Eine Klasse für sich
Der italienische Motorradhersteller Ducati bringt eine Extrem-Variante der Panigale V4. Die Superleggera wird noch über der V4R angesiedelt. Nur 500 Exemplare werden gebaut. Im Juni 2020 ist die Produktion der Supersport-Rakete nun angelaufen.
Positionierung und Exklusivität
Die Spitze der Panigale V4 -Familie bildet derzeit die V4R, die auch als Homologationsmodell für die Superbike-WM dient. Mit 998 Kubik hat die V4R eine Leistung von 221 PS bei einem Gewicht von 193 Kilo (fahrfertig). Ihr Preis liegt bei 39.900 Euro. Entsprechend wird Ducati eine Superleggera-Variante der Panigale V4 nachschieben, die alles tragen darf, was gut und teuer ist.
Karbon und Aerodynamik
Zu allem was gut und teuer ist, gehören beidem Modell vor allem Bauteile aus Karbon. Dazu gehört die stromlinienförmige Verkleidung, die eine aerodynamische Effizienz bieten soll, die der von aktuellen MotoGP-Maschinen entspricht und diese sogar übertrifft. Für die von der Desmosedici GP16 abgeleiteten Biplane-Flügel seitlich an der Vollverkleidung versprechen die Italiener einen Abtrieb von 50 kg bei 270 km/h, 20 kg mehr als die Flügel der Panigale V4 und V4 R. Aus Karbon mit einlaminierten Aluminiumelementen gefertigt werden auch der Haupt-, der Heckrahmen und die Einarmschwinge. Auch die Fünfspeichen-Räder, auf die Reifen vom Typ Pirelli Diablo Supercorsa SP montiert werden, sind aus Kohlefaserlaminat gefertigt.
Motor und Leistung
Das echte Highlight der Superleggera liegt aber unter dieser Karbonhaut - der Desmosedici Stradale R-Motor, der leichter und leistungsstärker ist als je zuvor. Der 998 cm³ große 90-Grad-V4, der die Superleggera V4 antreibt, wiegt ganze 2,8 kg weniger als der 1.103 cm³ V4. In der Straßenvariante mit zugelassenem Akrapovic-Auspuff toben hier 224 PS bei 15.250 Touren und 118 Nm bei 11.750/min. Wir der Titan-Rennauspuff samt mitgeliefertem Renn-Kit montiert, sollen sagenhafte 234 PS bei 15.500/min und 120 Nm bei 11.750/min parat stehen.
Gewichtsoptimierung
Dank des umfangreichen Einsatzes von Karbonfaser, Titan und von maschinell gefrästen Aluminiumkomponenten hat die Superleggera V4 ein Trockengewicht von nur 159 kg (16 kg weniger als die Panigale V4). Ihr Leistungsgewicht liegt bei 1,41 PS/kg. Wird das komplette Renn-Kit verbaut, sinkt das Gewicht auf 152,2 kg und das Leistungsgewicht verbessert sich auf 1,54 PS/kg.
Fahrwerk und Bremsen
Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen der Superleggera V4 gehören ein erleichtertes Öhlins-Fahrwerk mit Druckgabel und ein Brembo-Bremssystem mit Stylema R-Bremssätteln.
Exklusive Erlebnisse
Gebaut werden von der Ducati Superleggera V4 nur 500 Exemplare. Alle tragen natürlich eine Plakette mit der fortlaufenden Seriennummer. Alle Käufer erhalten im Rahmen eines SBK Experience-Events die Möglichkeit, die Panigale V4 R aus der Superbike-WM probezufahren. Noch exklusiver wird es für die 30 Kunden, die das limitierte MotoGP Experience-Paket zum Preis von rund 4.000 Euro kaufen. Die dürfen nämlich unter Anleitung sogar das aktuelle MotoGP-Bike testfahren.
Da nehmen sich die speziell angefertigte Dainese-Airbagrennkombi und ein spezieller Arai-Karbonhelm, die mit dem Motorrad erworben werden, schon fast langweilig aus.
Preis und Verfügbarkeit
Laut Ducati soll die Produktion aber im Juni 2020 angelaufen sein. Bis zur Auslieferung der ersten Exemplare sollte es somit nicht mehr lang dauern. Gebaut werden sollen lediglich 5 am Tag. Als Preis werden 100.000 Euro genannt.
Zusammenfassung der technischen Daten
| Modell | Leistung | Trockengewicht | Besondere Merkmale |
|---|---|---|---|
| Panigale V4 S (2025) | 216 PS (bis zu 228 PS mit Akrapovic) | 187 kg | Zweiarmschwinge, Race eCBS, DVS |
| Panigale V4 SP2 | 215,5 PS (228 PS mit Akrapovic) | 168 kg | Carbonfelgen, Trockenkupplung, Track Evo Modus, Brembo Stylema R |
| Panigale V4 Superleggera | 224 PS (234 PS mit Renn-Kit) | 159 kg (152,2 kg mit Renn-Kit) | Karbonfaser-Verkleidung, MotoGP-Technologie, Limitierte Auflage |
Verwandte Beiträge:
- Die schnellsten Radfahrer der Welt: Rekorde & beeindruckende Leistungen
- Die schnellsten Motocross-Bikes der Welt: Top-Modelle & Geschwindigkeitsrekorde
- Schnellste MotoGP Strecke der Welt: Rekorde & Fakten
- E-Bikes und Nässe: Die ultimativen Tipps für sicheres Fahren bei Regen!
- E-Mountainbike Verleih Garmisch: Entdecken Sie die Alpen mit dem E-Bike!
Kommentar schreiben