Höchste Geschwindigkeit in der MotoGP: Eine Analyse der Rekorde und Fahrer

Die MotoGP ist für viele Fans die wahre Königsdisziplin des Motorsports. In der MotoGP ist der Fahrer viel wichtiger als das Bike, in der Formel 1 ist es umgekehrt.

Die Faszination der Geschwindigkeit

Die Bikes werden immer schneller, erklärt der Franzose Fabio Quartararo. "Auf langen Geraden erreichen wir schon mehr als 360 km/h." Man muss sich fast wundern, dass trotzdem so wenig passiert.

Trotzdem sind die MotoGP-Bikes klar langsamer als die Formel 1. Der höchsten jemals gemessenen Geschwindigkeit (362,4 km/h durch Johann Zarco 2021) fehlen zwar nur rund zehn km/h auf die automobile Königsklasse. Aber die Kurvengeschwindigkeiten sind deutlich geringer. Auf einer Runde in Spielberg macht das beispielsweise 20 Sekunden aus.

Technische Aspekte und Leistungsdaten

Die Leistungsdaten sind dennoch beeindruckend: Die Motorräder haben zwischen 250 und 290 PS, sind aber auch nur 157 Kilogramm schwer (ohne Fahrer). Die Leistungsbegrenzung geben weniger die Rahmendaten vor - also die 1000 Kubikzentimeter Hubraum oder die maximal vier Zylinder -, sondern die Physik. „Wir können die Leistung gar nicht richtig auf den Asphalt bringen“, erklärt Fabio Quartararo, „weil sonst das Vorderrad abhebt. Und wir müssen sehr früh bremsen, weil sonst das Hinterrad nach oben drängt.“ Die volle Leistung wird von der Elektronik nur auf den langen Geraden im höchsten Gang abgerufen.

Rekorde und bemerkenswerte Leistungen

Stefan Bradl stellte aber zumindest einen Rekord auf. Im freien Training fuhr er am Freitag mit 336,5 Kilometer pro Stunde die höchste Geschwindigkeit, die jemals auf dem Indianapolis Motor Speedway mit einem Motorrad erreicht wurde.

Ducati-Werksfahrer Francesco Bagnaia gelang am Samstagvormittag im dritten Freien Training die schnellste jemals gefahrene Runde auf dem 3,7 Kilometer langen Sachsenring. Die Rekordmarke des Italieners: 1:19,765 Minuten oder 165,6 km/h im Schnitt.

Besonderes Bonbon für die Geschichtsbücher: Bradl fuhr heute mit 245,9 km/h durch den Lichtschranken der offiziellen Geschwindigkeitsmessung und stellte damit den höchsten je erzielten Topspeed in der 125er-Weltmeisterschaft auf!

Die schnellsten Fahrer

Unter den besten Spezialisten der Rennstrecke darf Marc Márquez nicht fehlen. Der Spanier nimmt einen prominenten Platz in der Siegerliste der Veranstaltung ein. Der spanische Fahrer hat dreimal in der MotoGP gewonnen (2013, 2017, 2019).

  • Valentino Rossi hält mit sieben Siegen in allen Kategorien den Rekord, darunter vier in der MotoGP (2003, 2005, 2008, 2009).
  • Giacomo Agostini konnte in der Saison 1968 sämtliche (zehn) Läufe der Weltmeisterschaft für sich entscheiden.

Sicherheit und Technologie

Doch auch die Motorrad-WM arbeitet an der Sicherheit. Seit zwei Jahren fährt ein kleiner Airbag mit. Trotzdem verletzen sich die Biker immer wieder. Das letzte Opfer: Suzuki-Pilot Alex Rins (26/ESP/WM-Siebter), der sich bei einem Startunfall beim Lauf in Barcelona das linke Handgelenk brach.

Tabelle: Top Geschwindigkeiten in MotoGP

Fahrer Geschwindigkeit (km/h) Strecke Jahr
Johann Zarco 362,4 - 2021
Stefan Bradl 336,5 Indianapolis Motor Speedway -

Der Sachsenring und seine Bedeutung

Es ist eines der größten Sportevents Deutschlands. Bis zu 200.000 Menschen pilgern auch am kommenden Wochenende wieder zur Motorrad-WM an den Sachsenring.

Das Rennwochenende auf dem Sachsenring verfolgten 232.202 Zuschauer. Die bisherige Bestmarke stammt aus dem Jahr 2011. Da kamen 230.133 Fans an die Strecke. Auch der MotoGP-Tross war auf dem Sachsenring auf Rekordjagd. Sowohl in der Königsklasse als auch in der Moto3-Kategorie sind Strecken- und Topspeed-Rekord gefallen.

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