Die Welt der schnellsten E-Bikes: Ein umfassender Überblick

Wer sich mit E-Bike Superlativen beschäftigt, kämpft einen Wettlauf gegen die Zeit. Was heute noch als die Sensation in Sachen Geschwindigkeit, Gewicht oder Reichweite gefeiert wurde, kann morgen schon „Schnee von gestern“ sein. Richtig spektakulär wird es auch erst dann, wenn man den Bereich der Pedal betriebenen E-Bikes hinter sich lässt - zu limitiert ist doch die Gattung der Pedelecs und S-Pedelecs, wenn es um Superlativen geht.

Verschiedene Geschwindigkeitsbereiche von E-Bikes

Es gibt verschiedene Bereiche, in denen die E-Bikes angesiedelt sind. Dabei werden diese in Tretunterstützung unterteilt. Die Tretunterstützung wird meist in km/h angegeben.

  • Der erste Bereich ist mit einer Tretunterstützung von 25 km/h angegeben.
  • Auch die nächste Stufe liefert ebenfalls Motorkraft, solange Sie treten. Dabei liegt die Geschwindigkeit bei 45 km/h.
  • Bei der nächsten Stufe ist dies nicht mehr möglich. Hier erreichen Sie eine Geschwindigkeit von 70 km/h.

Mit dem nächsten Bereich könnten Sie sogar auf die Autobahn, wenn's erlaubt wäre.

Die schnellsten Modelle im Überblick

Ein schnelles Bike ist immer wieder in aller Munde. Dabei sind die E-Bikes wirklich alles andere als langsam. Es wurden schon E-Bikes konstruiert, welche ins Guinnessbuch gehören könnten.

Hier sind einige der schnellsten E-Bikes auf dem Markt:

  • Stromer ST5: Mit einem 850 Watt starken Motor ausgestattet, erreicht das Bike etwa 45 km/h. Die Reichweite beträgt etwa 180 km.
  • Blue XTR SPECIALE 3.0 S: Von dem gleichen Hersteller wurde 2019 ein E-Bike mit der Kennzeichnung RSR 2.2 veröffentlicht. Dieses E-Bike ist mit bis zu 10000 Watt erhältlich.
  • Neematic: Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h ist das Neematic eines der schnellsten E-Bikes. In Deutschland werden Sie dieses E-Bike nicht für den Straßenverkehr zugelassen bekommen.
  • Blacktrail: Das deutsche Gegenstück zu dem Neematic kommt aus Regensburg und trägt den Namen Blacktrail.

Das eRockit: Ein Hybrid aus E-Bike und Motorrad

Im Rahmen des „e4 Testivals“ am Hockenheimring stellte das Berliner Entwicklungsteam eRockit ein neuartiges Hybrid-Fahrzeug vor, auf dem mutige Testfahrer mit rund 100 km/h über die bekannte Formel 1-Strecke „radeln“ konnten. Das aus Carbon und Aluminium gefertigte E-Bike ist mit einem luftgekühlten, bürstenlosen Permanentmagnetsynchronmotor ausgestattet. Der kupplungsfreie Riemenantrieb erlaubt eine Spitzenleistung von bis zu 16 kW/22 PS sowie eine Dauerleistung von 5 KW - etwas mehr als die für konventionelle E-Bikes erlaubten 0,25 kW.

Die Akkuleistung für das pedalbetriebene E-Motorrad beträgt stolze 6,6 kWh. Pro Ladung ist damit je nach Fahrweise eine Reichweite von mehr als 120 Kilometern möglich. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h ist für das eRockit ein Führerschein der Klassen A, A1 oder A2 erforderlich.

Durch das intuitive Handling steigst du auf, trittst in die Pedalen und los geht’s. Der Hersteller bezeichnet das eintretende Phänomen als „Muskelkraftmultiplikation“, denn die Elektronik des eRockit registriert über einen Sensor, welche Kraft du aufwendest, und multipliziert diese um das rund 50-Fache. Daher nennen die Entwickler das Pedelec auch den „Human Hybrid®“ Bei vergleichsweise geringem Kraftaufwand erlebst du einen starken Vorwärtsschub.

Bei der Vorstellung am Hockenheimring erregte das eRockit viel Aufmerksamkeit. So düste beispielsweise der Schauspieler Hannes Jaenicke über die Grand Prix-Strecke. Falls du selbst einmal das eRockit probefahren möchtest, kannst du dafür online einen Termin vereinbaren. Außerdem ist es bereits jetzt möglich, dort das Nachfolgemodell der eRockit Limited Edition zu bestellen. Der Kaufpreis liegt mit mindestens12.900 Euro auch weit über dem Durchschnittspreis eines E-Bikes.

Das eRockit ist ein Elektromotorrad mit einem Hubraum von 125 Kubikzentimetern. Im Dauerbetrieb leistet er fünf Kilowatt, in der Spitze erreicht er 16 Kilowatt. Die Batterie in der Fahrzeugmitte fasst 6,6 Kilowattstunden bei 52 Volt - das reicht für 120 Kilometer Reichweite. Gebremst wird über eine 300er-Bremsscheibe vorn und eine 220er-Bremsscheibe hinten.

Das eRockit verfügt über keinen Gashebel am Lenker, sondern beschleunigt ausschließlich per Pedalkraft. Je schneller man in die Pedale tritt, desto mehr erhöht sich die Geschwindigkeit.

Das eRockit gehört als Elektromotorrad rechtlich zur Kategorie der Leichtkrafträder und darf auf öffentlichen Straßen und Autobahnen bewegt werden. Radwege sind für das "schnellste Fahrrad der Welt" allerdings tabu. Zum Fahren benötigt man einen Führerschein und eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Außerdem muss ein Kennzeichen am Motorrad befestigt sein und es gilt die Helmpflicht.

Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs wird über die Pedale reguliert. Die Elektronik registriert die aufgewendete Muskelkraft und multipliziert diese teilweise über ein 50-faches. Innerhalb von Sekunden beschleunigt man mit wenigen Pedalumdrehungen auf fast 100 km/h.

Man benötigt einen Führerschein der Klasse A (A1 oder A2), die Pkw-Führerscheinerweiterung B196 oder einen älteren Pkw Führerschein (Klasse 3), ausgestellt vor dem 1.4.1980.

Die Lithium-Ionen-Batterie besitzt eine Kapazität von 6,6 kWh und reicht für rund 120 Kilometer.

Stromer ST5 Pinion: High-Tech S-Pedelec

Stromer ist die Institution in puncto S-Pedelecs und stattet sein ST5 ausnahmslos mit High-Tech-Features aus. Auch der weichkantige Alu-Rahmen setzt mit vollständiger Kabelintegration Maßstäbe und strahlt einen Top-Mix aus Robustheit und Eleganz aus. Das Cockpit ist maximal aufgeräumt, das Farbdisplay formschön ins Oberrohr integriert.

Für elektrische Schaltvorgänge in Sekundenbruchteilen sorgt Pinions C1.9i-Getriebeschaltung, in der reichlich ausgefeilte Automobilindustrie-Technik steckt. Verbaute Sicherheits-Features: ABS im Vorderrad, Lichtanlage mit Fern- und Bremslicht sowie Vier-Kolbenbremsen von TRP. Die Sitzposition fällt sportlich gestreckt aus, der breite Lenker mit Rückspiegel und Ergo-Griffen liegt perfekt in der Hand.

Links schaltet es sich per Knopfdruck durch vier Unterstützungsstufen, wovon die höchste ein extra Speed-Level bereithält und das ST5 zügig an die 45 km/h-Schwelle schiebt. Die Spreizung von 568 Prozent überzeugt an Anstiegen ebenso wie im Flachen. Top auch, dass im Stehen geschaltet werden kann. Die Pirelli-Pneus liefern Top-Dämpfungseigenschaften und prägen das durchweg spurtreue Fahrverhalten. Stromers ST5 Pinion ist ein S-Pedelec, das keine (Sport-)Wünsche unerfüllt lässt.

i:SY Speed R14 ZR: Kompaktes Speedbike

Wieder einen Rennradfahrer versägt. Mit einem Speedbike, im Kompakt-Format, echt selten. Das i:SY Speed R14 ZR macht’s möglich. Klassische Rahmenrohre, mittig tiefer für leichten Ein/Ausstieg. Versteifende Zusatz-Streben (Lenkkopf-Areal, Rahmenmitte) für optimierte Fahrperformance.

Der mittige Griff macht austariertes Tragen möglich. Am linken Lenkerende ist ein Außenspiegel montiert (groß genug, vibrationsfrei). Ebenso die Bedieneinheit für die Motor- und Displaysteuerung. Darunter Knöpfe für die (laute) Hupe und die Fernlicht-Funktion des Frontscheinwerfers (überragend). Alltags- und tourentaugliche Details: top Ständer, prima Schutzbleche, Speichenschloss, Touren-Gepäckträger. LED-Rückleuchten (intensiver leuchtend beim Bremsen), Riemen, gekapselte Schaltnabe.

Auf stabile 20-Zoll-Felgen sind pannensichere 60-mm-Breitreifen aufgezogen. Das Antriebs-System überzeugt: lang ausgelegter, kräftiger Bosch „Speed“-Motor (regelt bei 45 km/h ab), Riemen, elektronisches Rohloff 14-Gang-Getriebe. Mit einer minimalen Schubunterbrechung (schonend auf Dauer) wechselt die Rohloff präzise den Gang - mühelos per Fingertipp!

Fahreigenschaften: Lässiger Geradeauslauf (freihändig Fahren möglich), nie nervös. Im Slalom faszinierend agil. Pendeln: Entspannt lassen sich im „Sport“-Modus 35 km/h halten. Im „Turbo“ sind 45 km/h drin. Mittlere Reichweite: 50 km, da 500- Wh-Akku an Bord.

Weitere bemerkenswerte E-Bikes

Neben den bereits genannten Modellen gibt es noch weitere interessante E-Bikes auf dem Markt:

  • Xiaomi „Himo“ E-Bike: Das klappbare, umgerechnet etwa 230 € teure Xiaomi „Himo“ E-Bike mit 12 Zoll Bereifung soll in der Stadt bis zu 50 km weit kommen. Leider ist es für seine Größe mit knappen 17 Kilogramm doch recht schwer und eine Akku Ladung soll stolze sechseinhalb Stunden dauern.
  • Bugatti „Diavelo“: Es gilt, die 75.000 € zu toppen, die Bugatti für sein „Diavelo“ aufruft.
  • Steinbach Sonnblick: Das Steinbach Sonnblick kostet als Einsteigermodell 6.990 €, als High-End Variante 12.150€. Carbon Rahmen, -Gabel und -Anbauteile sind bei beiden Varianten Standard, die High-End Ausführung punktet mit so edlen Komponenten wie einer Shimano Dura Ace Di2 Schaltgruppe und Shimano Dura Ace Bremsanlage. Das Rad bringt in seiner besten Ausstattung lediglich 8.5 kg auf die Waage.
  • Riese & Müller Multicharger: Das Cargo-Bike unter den E-Bikes. Das Multicharger besitzt nicht nur einen 64,5 cm langen Gepäckträger, sondern optional auch einen Kofferraum. Eine Zuladung bis zu 60 kg transportiert es überraschend leicht auf seinem Heck.

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