Völlig abgefahren: Bei Weltrekordversuchen loten waghalsige Athleten immer wieder die Grenzen des Möglichen aus - schneller, weiter, verrückter.
Muskelkraft triumphiert: Der Geschwindigkeitsrekord von Todd Reichert
Nun hat der kanadische Unternehmer Todd Reichert vom Team Aero Velo mit seinem Fahrrad Eta einen neuen Geschwindigkeitsrekord für muskelbetriebene Fahrzeuge aufgestellt.
Am 19. September raste sein Speedbike mit sagenhaften 139,45 km/h. Für die entscheidenden letzten 200 m brauchte Reichert nur 5,163 s, was 139,45 km/h entspricht.
Das Rekordgefährt ist ein 25 kg leichtes Liegerad mit einer enorm windschnittigen Verkleidung aus Carbonfasern.
„Nach dem griechischen Symbol der Effizienz benannt ist Eta entworfen, um in der Lage zu sein, Geschwindigkeiten von mehr als 140 km/h zu schaffen“, schreibt Aero Velo in seinem offiziellen YouTube-Kanal über den Rekord. „Die aerodynamische Schale verleiht Eta 100 Mal weniger Widerstand als ein modernes Auto.
Das Ziel: 30.000 Kanadische Dollar einzusammeln, um genau diese Rennmaschine bauen zu können, die jetzt diesen sagenhaften Weltrekord aufgestellt hat.
Am 8. Juli 2014 war das Ziel erreicht.
Auf der State Route 305 unweit von Battle Mountain sind Mitte September viele Muskelprotze mit ihren individuellen rollenden Gefährten gegeneinander angetreten.
Dominiert hat den Wettbewerb völlig klar und eindeutig das Team von Aero Velo.
Schon am Donnerstagmorgen, den 17. September, gelang ihm dann die Sensation: 139,45 km/h.
So schnell war noch nie ein Mensch alleine mit der Kraft seiner Muskeln unterwegs.
„Wir glauben, Menschen können das Unmögliche schaffen“, lautet das Intro auf der Webpräsenz von Aerovelo.
Schauplatz für den erfolgreichen Geschwindigkeitsrekord war ausgerechnet die Stadt Battle Mountain im US-Bundesstaat Nevada. Das klingt schon mal nach Schlacht. Und so war es dann auch.
In Battle Mountain traten vom 14. bis zum 19. September beim inzwischen 16. Mal Fahrer gegeneinander an, um einen neuen Rekord aufzustellen.
Auf der Beschleunigungszone von fünf Meilen verändert sich ihr Höhenverlauf nicht einmal um 1,5 m. Schnurgerade zieht der Asphalt hier seinen Weg durch die Steppe links und rechts.
Die World Human Powered Speed Challenge
Die World Human Powered Speed Challenge findet jährlich im US-Bundesstaat Nevada am Battle Mountain statt.
Jedes Jahr werden in der Wüste von Nevada Geschwindigkeitsrekorde gebrochen.
Teams aus aller Welt versuchen mit stromlinienförmig verkleideten Hightech-Rädern, die Grenzen für muskelbetriebene Fahrzeuge auszuloten.
In diesem Jahr stellte der Kanadier Todd Reichert mit seinem Fahrzeug "Eta" einen neuen Rekord auf: Er erreichte am 18. September eine Geschwindigkeit von 144,17 km/h.
Dabei hatte er erst vier Tage zuvor mit 142,04 km/h seinen eigenen Rekord von 2015 gebrochen.
Aussagen von Todd Reichert
Todd Reichert: Es ist wirklich eine unglaubliche Erfahrung.
Natürlich ist mir dieser Titel wichtig, aber noch viel wichtiger sind mir die vielen Dinge, die wir auf dem langen Weg zum Ziel gelernt haben.
Die Themen Design, Testfahrten und Training mussten wir immer wieder von ganzen neuen Blickwinkeln betrachten und angehen.
Tatsächlich mussten wir wirklich erst in die Rolle von Experten reinwachsen.
Deutschlandradio Kultur: Sie haben bereits 2015 einen Weltrekord aufgestellt, jetzt haben Sie Ihren eigenen gebrochen.
Todd Reichert: Für uns geht es nicht so sehr darum, Rekorde zu brechen, als viel mehr, etwas Unglaubliches zu schaffen, dass die Sicht der Leute darauf verändert, was alles möglich ist.
Wir wissen, dass wir mit mehr Tests und mehr Durchläufen noch schneller sein könnten, und wir wollen noch höhere Geschwindigkeiten erreichen.
Deutschlandradio Kultur: Beschreiben Sie mal Ihr Weltrekordfahrzeug: Wie sieht es aus? Wie navigieren Sie?
Todd Reichert: Das Rad sieht aus wie ein weiß schimmernde Rakete, die die Straße runterbrettert.
Der Fahrer ist komplett umschlossen von einer aerodynamischen Hülle, aus der die Räder nur acht Millimeter herausragen.
Um die Aerodynamic zu verbessern, gibt es keine Haube, aus der der Fahrer herausgucken kann, stattdessen gibt es zwei kleine Kameras wie eine Art Periskop, und der Fahrer navigiert, indem er innen auf die Schirme starrt.
Es ist wirklich extrem eng, um den Luftwiderstand noch zu minimieren.
Todd Reichert: Eigentlich ist unsere Motivation bei allem, was wir machen, das infrage zu stellen, was gemeinhin als unmöglich angesehen wird: nämlich, mehr mit weniger zu erreichen, und zwar mit Fahrzeugen, die effizienter sind als diejenigen, die wir im Alltag sehen.
Wenn "Eta" mit einem kleinen Motor ausgestattet wäre, hätte es einen Brennstoffwirkungsgrad von über 9000 mpg, was hundert Mal effizienter wäre als ein heutiges effizientes Auto mit Verbrennungsmotor.
Technische Details des Eta-Speedbikes
Das Eta ist ein Speedbike und ist wie ein Velomobil, mit einer aerodynamischen Verkleidung ausgestattet, unter der sich ein Liegerad befindet. Die Verkleidung aus Carbon bietet etwa 100 Mal weniger Luftwiderstand als moderne Autos.
Um überhaupt von Weltrekord zu Weltrekord zu kommen, musste Eta aber erst geschaffen werden.
Dafür hat Todd Reichert gemeinsam mit seinem Team in 2014 eine Finanzierungskampagne auf Kickstarter.com gestartet.
Am 09. Juli 2014 endete die Kampagne und 32.825 kanadische Dollar wurden als Unterstützung von 221 Personen geboten.
148,53 Dollar ist das durchschnittliche Gebot. Für Kampagnen auf Kickstarter ist das erstaunlich viel.
Anders als beim gewöhnlichen Velomobil, verschwindet der Fahrer bei Eta vollständig unter der Verkleidung.
Es gibt keine Öffnung mit einem Sichtfenster und somit auch keinen Deckel - wie die Race Caps beim Velomobil.
Der Fahrer hat keine freie Sicht direkt aus dem Speedbike heraus.
Für die Fahrt kommen zwei sehr kleine Kameras an das Geschoss.
Diese sind verbunden mit einem Display was sich im Cockpit befindet.
Dadurch sieht Todd Reichert nach vorne die Strecke.
Die State Route 305 ist eine solch gerade Strecke, dass Kurven etc. Das Eta wiegt mit all der Technik übrigens nur ca. 25 kg.
Natürlich sind Speedbikes ohne Verkleidung deutlich leichter. Und Velomobile können auch gut an dieses Gewicht herankommen.
Effizienz und Design des Eta
Mit einer Leistung von weniger als 200 Watt kann das Eta 90 km/h schnell fahren.
Würde ein Benzinmotor den Vortrieb übernehmen, könnte das Rad nach Berechnungen von Aerovelo über 9.500 Meilen mit einer Gallone weit kommen, also mit 4,5 Liter Benzin eine Distanz von rund 15.000 Kilometer zurücklegen.
Mit der Ästhetik klassischer Räder hat das Eta nichts mehr gemeinsam.
Um möglichst wenig Luftwiderstand zu erzeugen, ist das Gefährt mit einer glatten, tropfenförmigen Außenhaut eingekleidet.
Der Fahrer ist hier in einer Art Liegeposition denkbar kompakt untergebracht.
Die maßgeschneiderte Kammer hat weder Fenster noch Sehschlitze. Um sich zu orientieren, muss sich der Pilot auf die Bilder zweier Außenkameras verlassen, die auf zwei kleinen Displays angezeigt werden.
Unter der glatten Außenhaut befindet sich ein aus Carbon gefertigter Rahmen, der zusammen mit der Verschalung und der Antriebstechnik 25 Kilogramm wiegen soll. Für den längsdynamischen Superlativ ist allerdings weniger das Gewicht als vielmehr der geringe Luftwiderstand verantwortlich, den das wie ein Projektil geformte Rad erzeugt.
Der vorherige Rekordhalter: Sebastian Bowier
Der steht seit 2013 bei wahnsinnigen 133,8 km/h. Aufgestellt hat diesen Rekord der holländische Radfahrer Sebastian Bowier vom Human Power Team aus Delft.
Kennen Sie Sebastiaan Bowier? Nein? Eigentlich überraschend, denn der 26-jährige Niederländer, von Beruf Produktdesigner beim Zubehörhersteller BBB Cycling, ist seit dem September 2013 offiziell der schnellste Radfahrer der Welt.
Wer nun einwendet, so ein „Human powered vehicle“ sei ja eigentlich kein Fahrrad, Pedalantrieb hin oder her, hat natürlich irgendwie recht - von dem, was wir uns unter einem Fahrrad vorstellen, ist die Aero-Flunder des Niederländers weit entfernt; auch scheinen die technischen Aspekte von Bowiers Rekordfahrt die athletischen deutlich in den Schatten zu stellen.
Andere verrückte Weltrekorde auf dem Fahrrad
Ob atemberaubende Geschwindigkeiten, unfassbare Distanzen oder skurrile Höchstleistungen - die erzielten Weltrekorde auf dem Fahrrad zeigen, wozu Mensch und Fahrrad fähig sind.
Der Mensch giert von Natur aus nach Höchstleistungen.
Auch die Selbstverwirklichung spielt dabei eine Rolle. Und heutzutage mehr denn je das Streben nach Bewunderung, Anerkennung und dem 15-Minute-Fame.
Klar ist: Finanzielle Anreize lassen sich ebenso wenig von der Hand weisen wie die dadurch entstehende mediale Aufmerksamkeit.
Wer Rekorde aufstellt, landet dazu meist in den Geschichtsbüchern, auf Titel- und Startseiten und macht sich so unsterblich.
Das Fahrrad ist ein probates Mittel, um neue, bisher unerreichte Rekorde aufzustellen.
Längster Wheelie auf einem Fahrrad
Man mag es kaum glauben, aber im Jahre 1999 stellte der Amerikaner Kurt Osburn diesen Gaga-Rekord auf dem Hinterrad fahrend auf, indem er so im Sattel hockend lockere 11 Stunden absolvierte.
Belohnung: der Eintrag im Guinessbuch der Rekorde.
2018 setzte er noch einen drauf: Er fuhr von Anaheim in Kalifornien nach Orlando in Florida, von Küste zu Küste: 4 569,89 Kilometer.
Fun Fact: Dabei spulte er sagenhafte 1,8 Millionen Pedalumdrehungen ab. Irre? Könnte man so bezeichnen, oder?
Die meisten Kilometer in einem Jahr
Wir schreiben das Jahr 1939, sprechen über ein Stahlrad mit vier Gängen, satten 15 kg Eigengewicht und eine Zeit, die nicht die glücklichste der Geschichte war.
Und wir sprechen von Tommy Godwin, der mit seinen 27 Jahren einen Rekord für die Ewigkeit aufstellte. Auf seinem Raleigh-Fahrrad legte er bei Wind und Wetter einen Kilometer nach dem anderen zurück.
Es gilt zu bedenken, dass es damals keine wetterfeste Regen- und Funktionskleidung gab, die Trikots aus Baumwolle bestanden, die sich voll Wasser sogen und allgemein das Material noch nicht das Beste war.
Desto eher muss man den Hut ziehen, denn am Ende stand eine magische Zahl von 120805 Kilometern.
Wir rechnen das mal eben runter: Das sind rund 330 Kilometer am Tag.
Stunden-Weltrekord
Dieser Weltrekord, bei dem versucht wird, in einer Stunde so viele Kilometer wie möglich zurückzulegen, geht momentan sowohl bei den Herren als auch den Frauen nach Italien.
Der Rekord, an dem sich schon seit 1873 stetig zahlreiche Fahrer und Fahrerinnen versucht haben, gehört seit dem 8. Oktober 2022 Filippo Ganna, erfolgreicher Profi bei Ineos Grenadiers.
Er legte innerhalb einer Stunde im Tissot Velodrome in Grenchen, Schweiz, sagenhafte 56,792 Kilometer zurück.
Die Italienerin Vittoria Bussi tat es ihm gleich und stellte im Velódromo Bicentenario im mexikanischen Aguascalientes am 13. Oktober 2023 mit 50,267 Kilometern bei den Frauen einen neuen Fabelweltrekord auf.
Zudem ist sie damit die erste Frau, die die Schallmauer von 50 km/h durchbrach.
Vor solchen Leistungen ziehen wir den Hut.
Das längste Tandem-Fahrrad der Welt
Schnappatmung, wenn man diese Daten liest: 55,16 Meter misst das Fahrrad-Vehikel des Niederländers Ivan Schalk und seines Teams.
Am 3. Juni 2023 knackte er damit sogar direkt zwei Rekorde: "Längste Tandem-Fahrrad der Welt" sowie "Größtes fahrbares Fahrrad der Welt".
Denise Mueller-Korenek: Mit Dragster-Hilfe zum Rekord
Kann man mit einem Fahrrad 296 km/h schnell fahren? Eine dreifache Mutter aus den USA kann es.
Die 45-Jährige hat sich in der Salzwüste zuerst von einem Dragster mit einem Schleppseil auf 160 km/h ziehen lassen und dann bis auf 296 km/h beschleunigt.
Weltrekord in der Salzwüste von Salt Lake City: Am Schleppseil des Dragsters wurde Denise Mueller-Korenek bis auf 160 km/h beschleunigt.
Das Rekordfahrrad ist ein modifiziertes Rad von KHS.
Sonst wäre sie wohl kaum auf die aberwitzige Idee gekommen, den Herren-Geschwindigkeits-Weltrekord auf dem Fahrrad zu brechen.
Der liegt seit dem 3. Oktober 1995 bei 268 km/h und wurde gefahren vom niederländischen Ex-Radrennprofi Fred Rompelberg im Bonneville-Salzsee in der Nähe von Salt Lake City.
Diese Sause entspricht in etwa der Geschwindigkeit, die eine Boeing 747 erreicht, kurz bevor sie abhebt.
Schon vor einigen Jahren sorgte die Ausnahmeradlerin Denise Mueller-Korenek für mediale Aufmerksamkeit, als sie mit einer Geschwindigkeit von 236,57 km/h den Weltrekord der schnellsten Frau auf einem Fahrrad aufstellte.
Damals beschrieb sie diesen Moment als eine Offenbarung, die der Brisanz von „einem Streichholz, das auf Benzin geworfen wird“ ähnlich ist. Ihren inneren Antrieb nennt Denise Mueller-Korenek so: „To be fastest!“ Mit Ausrufezeichen.
Sie ist die erste Frau mit diesem Weltrekord.
Die Rekordfahrt von Denise Mueller-Korenek im Detail
Die Rekordfahrt verlief dann so: Die ersten 2,4 Kilometer fuhr Denise Mueller-Korenek mit einem Schleppseil am Auto befestigt mit Autoantrieb bis auf eine Geschwindigkeit von 160 km/h. Dann löste die Fahrerin des Dragsters, Shea Holbrook, die Verbindung und die 45-Jährige Mueller-Korenek profitierte die restlichen 5,6 Kilometer lediglich noch vom Windschatten des Fahrzeugs, um auf den Rekordwert von 296 km/h zu beschleunigen.
„Es war die Fahrt ihres und meines Lebens“, meinte die Rennfahrerin Shea Holbrook.
Das Fahrrad für die Weltrekordfahrt wurde von der US-amerikanischen Fahrradschmiede KHS gesponsert und speziell für diesen Rekord entwickelt. Es wurde statt mit Fahrradreifen mit 17-Zoll-Rädern und -Reifen von Motorradrädern ausgestattet, um den Schwerpunkt zu reduzieren.
Der Rahmen des Rades ist zur Stabilisierung verlängert und verfügt über eine „Kurzweg“-Aufhängung, um die unvermeidlichen Vibrationen bei hoher Geschwindigkeit zu dämpfen.
Gebaut haben das Rekordfahrrad Len Lochmiller in Zusammenarbeit mit SD Wheelworks in San Diego, vollständig von Hand.
Die Geschichte des Geschwindigkeitsrauschs auf Fahrrädern
Angefangen hat der Irrsinn der Superraserei auf Fahrrädern bereits im vorvergangenen Jahrhundert.
1899 hatte Charles Murphy eine verrückte Idee: Er ließ sich von einer Lokomotive auf Geschwindigkeit ziehen, ließ die Lok los und raste dann alleine weiter.
Niemals zuvor war ein Mensch mit 96 km/h auf dem Fahrrad unterwegs gewesen.
Für dieses Event wurden auf einer Strecke von einer Meile extra Sperrholzplatten an den Eisenbahnschwellen befestigt.
Heute lässt sich eine Weltrekord-Aspirantin natürlich nicht mehr von einer Lok ziehen. Heute ist der Dragster das Zugfahrzeug der Wahl.
Marius Prünte will es wissen
Diesen Wert zu knacken, hat sich Rennradfahrer Marius Prünte vorgenommen.
Er will sich seinen Kindheitstraum erfüllen und der schnellste Radrennfahrer der Welt werden. „Das wird mein neues Projekt.
Prünte setzt auf eine gute Vorbereitung. Er hat in Südkorea an den World Firefighter Games teilgenommen und konnte bei den Olympischen Spielen der Feuerwehren auf dem Mountainbike und beim Einzelzeitfahren zwei Goldmedaillen gewinnen.
Mit einem ausrangierten Linienbus möchte er in den kommenden Monaten auf Promotion-Tour gehen und für seinen Weltrekord-Versuch werben.
Seinen Rekordversuch möchte der junge Rennradfahrer am liebsten im US-amerikanischen Staat Utah wagen.
Dort liegt der Bonneville Salt Flats State Park mit dem Bonneville-Speedway-Gelände, das aufgrund seiner Ebenheit und Größe oft für Geschwindigkeitsrekorde genutzt wird.
„Man muss sein Fahrrad zu 100 Prozent beherrschen. Man muss viel Erfahrung mitbringen. Man muss hochkonzentriert sein.
Um den Weltrekord zu knacken, benötigt der 30-Jährige einen Sportwagen, um Windschatten zu bekommen.
Das Rad muss mit einer sogenannten Doppel-Übersetzung ausgestattet sein.
„Der Gang wird also so hoch sein, dass ich den aus dem Stand heraus nicht treten kann“, führt er aus.
Wenn über 100 km/h Geschwindigkeit erreicht sind, klinkt er sich aus und muss sich anschließend komplett auf seine Beine verlassen.
Tabelle: Übersicht der Geschwindigkeitsrekorde
| Rekord | Geschwindigkeit | Fahrer/Team | Ort | Datum |
|---|---|---|---|---|
| Muskelbetriebenes Fahrrad | 144,17 km/h | Todd Reichert (AeroVelo) | Battle Mountain, Nevada | 18. September |
| Von Dragster gezogen | 296 km/h | Denise Mueller-Korenek | Salt Lake City | |
| Stunden-Weltrekord (Männer) | 56,792 km | Filippo Ganna | Grenchen, Schweiz | 8. Oktober 2022 |
| Stunden-Weltrekord (Frauen) | 50,267 km | Vittoria Bussi | Aguascalientes, Mexiko | 13. Oktober 2023 |
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