Schöne Radtouren in der Eifel: Tipps für unvergessliche Erlebnisse

Sprudelnde Waldbäche, glitzernde Seen, mittelalterliche Burgen und würzige Biere - in der Eifel kommen Naturfans, Kulturbegeisterte und Genießer gleichermaßen auf ihre Kosten. Ganz im Westen Deutschlands, in der Grenzregion zu den Niederlanden, Belgien und Luxemburg, liegt eine Landschaft, die vielfältiger kaum sein könnte. Hier zeugen mehr als 100 erloschene Vulkane von mächtigen Kräften aus dem Erdinneren.

Im Laufe der Jahrmillionen haben Flüsse tiefe Täler in die Felsen geschnitten. Auf Hochebenen pfeift der Wind über Moore, allenthalben sprudeln Quellen, menschenleere Wälder locken mit kühlendem Schatten. Und die enorme Vielfalt spiegelt sich auch in der Kultur wider, im Reichtum der Orte, deren Historie Jahrhunderte, ja, teils Jahrtausende weit zurückreicht. Die Eifel ist wahrlich ein Landstrich, der für jede und jeden etwas zu bieten hat. Der Wilde Westen unserer Breiten lässt sich perfekt mit dem Fahrrad erkunden. Wie wäre es mit einer der folgenden Touren?

Vierländer-Tour

Sieben Etappen, vier Länder, hundert Eindrücke: Auf dieser Tour kommen garantiert Hoch- und Freiheitsgefühle auf, denn die Strecke führt im Wortsinn über Grenzen - von den Niederlanden über Deutschland, Belgien bis nach Luxemburg. Dort, wo der lauschige Fluss Rur in die Maas mündet, startet das Vergnügen, mitten in der niederländischen Gemeinde Roermond, die auf eine lange Historie zurückblickt: Ihre Ursprünge reichen bis in die Römerzeit, und wer zum Auftakt der Fahrradtour über den Markt flanieren möchte, der atmet Geschichte: Allein die Kathedrale St. Christophorus (15.

Und los geht’s Richtung Deutschland auf den RurUferRadweg, der zu Beginn horizontweite Blicke eröffnet, links und rechts saftgrüne Wiesen, Auwälder und Seen, in denen sich der Himmel spiegelt. Die Jülicher Börde ist eine Landschaft, die einfach verzaubert. Hier verfliegen die Kilometer förmlich, wenn es vorbeigeht an Mühlen, Herrenhäusern und Wasserschlösschen - und in der Ferne Burgen prangen. In Jülich lohnt ein Besuch der ältesten Zitadelle Deutschlands: Die beeindruckende Festung aus der Mitte des 16.

Wie die Jahrhunderte das Leben der Menschen und die Menschen wiederum die Natur geprägt haben, wird auf der Tour in vielen Facetten deutlich - so auch am Tagebau Schophoven, wo der Abbau von Braunkohle das Gesicht der Landschaft tiefgreifend verändert hat. Im weiteren Verlauf der Tour gewinnt aber vor allem die Natur als Gestalterin die Oberhand. Zwischen den uralten Bäumen im Nationalpark Eifel streifen Rothirsch und Mufflon umher, auf den Ästen turnen Baummarder und Wildkatze. Am Rursee zupft die Sonne an den Wellen.

Und weiter geht es auf dem Vennbahnradweg, teils auf einer ehemaligen Bahntrasse zwischen Monschau, das mit einem mittelalterlichen Stadtkern, Kopfsteinpflastergassen und der Burg Monschau lockt, und dem belgischen St. Vith im Naturpark Hohes Venn-Eifel mit seinen wilden Wäldern. Nun führt der Eifel-Ardennen-Radweg wieder von Belgien nach Deutschland in die Stadt Prüm, die ihre Wurzeln im 8. Jahrhundert hat. Von Prüm aus rollt man weiter Richtung Süden auf dem Prüm- und Enzradweg. Fast ohne Steigung rauscht die Landschaft vorbei. Ausgedehnte Forste, duftende Streuobstwiesen und ja: Hopfenfelder.

Auf der letzten Etappe der Tour wird es nochmal abenteuerlich, wenn man durch die "Kleine Luxemburgische Schweiz" radelt - durch schattige Wälder und finstere Felsspalten. Und nach weiteren 60 Kilometern ist das Ziel der Vierländertour erreicht: Luxemburg, wo man noch eine Nacht verbringen kann.

Kaiserliche Eifelreise

Diese Tour kann wahrhaft kaiserlich genannt werden! Nicht zuletzt liegen Start und Ziel des rund 235 Kilometer langen Wegs in überaus geschichtsträchtigen, ja kaiserlichen Orten: Los geht es in Aachen, Wirkungsstätte Karls des Großen. Zu Beginn der Route erleben Radbegeisterte auf einer 56 Kilometer langen Strecke das Hohe Venn, eine beinahe mystisch anmutende Gegend, ein Hochmoor, rau und wild, in dem knorrige Birken ihre Stämme aus dem Sumpf strecken und Sauergräser ihre Halme im Wind wiegen.

Ohne es zu merken, überquert man radelnd mehrere Male die Grenze zwischen Belgien und Deutschland. In welchem Land man gerade ist? Egal! Am nächsten Tag geht es weiter durch die glucksende Moorlandschaft - und wem der Magen knurrt: Ausschau halten nach einem der zahlreichen "Fritures". Über die ehemalige Venn-Querbahn passiert man entspannt Bütgenbach mit seinem beeindruckenden Viadukt und erreicht auf der nächsten Etappe den Anschluss an den Kyll-Radweg, der dem Lauf des gleichnamigen, wildromantischen Eifelflüsschens folgt. Sattgrüne Ebenen wechseln hier mit waldigen Hügeln. Und weiter führt die Route nach Kronenburg. Funfact: Zu Zeiten Karls V.

Schon aus der Ferne sichtbar ragen bald die Gerolsteiner Dolomiten empor: Die mächtige Felswand überragt die für ihr Mineralwasser berühmte Brunnenstadt - eine Naturkulisse, die den Betrachter in die Urzeit mitnimmt. Nach Gerolstein, auf der nächsten Etappe der Tour, rollt das Rad durch das enge und tief ins Land geschnittene Tal der Kyll. Am nächsten Tag geht es dann auf 60 Kilometer entlang von plätschernden Flüssen zum krönenden Abschluss der kaiserlichen Eifelreise: ins Herz von Trier, der ältesten Stadt Deutschlands mit der "Porta Nigra", dem Schwarzen Tor.

Maare-Mosel-Radweg

Wer ganz entspannt eine der schönsten Routen durch die Eifel kennenlernen möchte, sollte unbedingt eine Tour auf dem Maare-Mosel-Radweg von Daun nach Bernkastel-Kues einplanen. Die Strecke verläuft auf einer ehemaligen Bahntrasse, ist knapp 60 Kilometer lang, asphaltiert, oftmals leicht abschüssig und steckt voller Erlebnisse.

An jene Zeiten, als hier noch die Eisenbahn entlangschnaufte, erinnert kurz nach dem Start das Dauner Viadukt: 30 Meter hoch, 100 Meter lang spannen sich die fünf Bögen - von dort oben kann man auf Baumkronen und die waldigen Hügel in der Umgebung blicken. Von der luftigen Höhe geht es im Weiteren ins erdige Dunkel, oder besser gesagt quer durch den Lützelbacher Kopf. Das "Große Schlitzohr", ein Tunnel aus dem Jahr 1908, führt 560 Meter mitten durch den Felsen. Im weiteren Verlauf der Strecke rauscht man - fern vom Lärm der Zivilisation - durch wispernde Buchenwälder und an glitzernden Maaren vorbei.

Diese fast kreisrunden und teils erstaunlich tiefen Gewässer zeugen von der vulkanischen Geschichte der Eifel: Einstmals stieg Magma aus dem Erdinneren auf, traf auf wasserführende Gesteinsschichten, es kam zu heftigen Explosionen, schließlich entstanden trichterförmige Senken. Und die füllten sich nach und nach mit Wasser.

Und weiter rollen die Räder: Ab Wittlich kündigen erste Weinberge von der Mosel und dem Zielort, der Doppelstadt Bernkastel-Kues, überragt von der Burgruine Landshut. Wer noch Zeit hat, kann hier zum Ausklang über den mittelalterlichen Markt flanieren oder sich in der Vinothek auf eine Zeitreise in den hiesigen Weinbau mitnehmen lassen.

Venn-Eifel-Mosel-Runde

Auf rund 325 Kilometern führt die Venn-Eifel-Mosel-Runde durch so unterschiedliche Landschaften wie Moore, Wälder, Flusstäler und Streuobstwiesen. Von der Römerstadt aus geht es zunächst entlang kleinerer Flüsse hinauf in die Eifel bis in die Bierstadt Bitburg. Dann führt die Route durch das Kylltal ins Land der Vulkane - nach Gerolstein. Ausflugstipp für den folgenden Streckenabschnitt: Das Museumsstellwerk in Lissendorf, das Einblick in die Eisenbahngeschichte gewährt.

Anschließend geht es weiter durch die magischen Moore des Hohen Venn bis ins belgische Bütgenbach. Und genau zurück in den Süden wendet sich die Rundtour nun auch wieder, führt über die Grenze zu Deutschland bis nach Prüm und über Höhenzüge und tief eingeschnittene Flusstäler des Isleks. Wer einmal vom Rad absteigen und in die jüngere Eifelgeschichte blicken möchte, dem sei ein Ausflug nach Neuerburg ans Herz gelegt.

Das Ende der Rundtour lässt sich entspannt an Prüm und Sauer ausrollen - wenn es zurückgeht ins Moseltal.

Sechs schöne Radtouren auf ehemaligen Bahntrassen in der Eifel

MYBIKE hat sechs der schönsten Radtouren auf ehemaligen Bahntrassen in der Eifel herausgesucht:

1. Vennbahn-Radweg: 3-Länder-Tour

  • TOUR: 128,2 km, 968 Hm, leicht

Klar, es muss nicht gleich die ganze Strecke sein. Wer nur einen Tagestrip unternehmen will, nimmt sich vielleicht vom Start in der Kaiserstadt Aachen nur die ersten zwei Etappen mit rund 50 Kilometern vor, die durch beschauliche Wald- und Wiesenlandschaft über das belgische Raeren wieder auf deutsches Gebiet in das Eifelstädtchen Monschau mit seinen Fachwerkhäusern und engen Gassen führt. Aber es lohnt sich, diesen Weg entlang der Trasse der Vennbahn, die Ende des 19. Jahrhunderts als Verbindung zwischen Kohlerevieren im Norden und Stahlhütten im Süden angelegt und 2002 stillgelegt wurde, einmal komplett zu fahren und eine Grenzerfahrung der besonderen Art zu machen. Immer wieder wechselt die Route von Deutschland nach Belgien und wieder zurück, am Ende führt sie noch nach Luxemburg. Da heißt es: Augen auf, um die Vielfalt der Regionen zwischen Eifeler Hügelland, faszinierenden Moorlandschaften im Hohen Venn oder dem idyllischen Our-Tal wahrzunehmen. Und Ohren auf, um den Reiz der unterschiedlichen Sprachen und Dialekte vom Wallonischen über das Französische bis zur moselfränkischen Sprachvarietät „Lëtzebuergesch“ zu erleben.

Highlights:
  • Historische Altstadt Aachen
  • Naturpark Hohes Venn-Eifel
  • Kreuz im Venn am Felsen der Richelsley
  • Historische Altstadt Monschau
  • Viadukt Reichenstein
  • Ourtal Rollefbachviadukt
Essen & Trinken:
  • Landgasthof Gut Marienbildchen Roetgen
Weitere Tipps:
  • www.vennbahn.eu

2. Maare-Mosel-Radweg: Weg der Viadukte und Tunnel

  • TOUR: 58,5 km, 381 Hm, leicht

Der größte Spaß beginnt nach etwa 30 Kilometern. Kurz hinter dem Pleiner Viadukt geht es rund zehn Kilometer bergab, phasenweise rasant. Einfach rollen lassen, den Fahrtwind spüren, drei Tunnel - der längste 585 Meter - durchqueren: Ach, schööön! Vorausgesetzt, man fährt diesen Weg, der entlang einer Ende des 19. Jahrhunderts in Betrieb genommenen und Anfang der 1980er Jahre stillgelegten Bahnstrecke verläuft, von Nord nach Süd, vom Eifelort Daun nach Bernkastel-Kues an der Mosel. Gleich bei Daun überquert er das imposanteste von mehreren Viadukten der Strecke, mit einem weiten Ausblick über die Umgebung. Kurz darauf wartet ein weiterer, „Großes Schlitzohr“ genannter, 560 Meter langer Fahrradtunnel. Ans Wasser führt übrigens nicht erst das Finale. Auf dem ersten Stück durch die Vulkaneifel bieten sich kurze Abstecher zu einigen Eifel-Maaren an. Der fast durchgängig asphaltierte Radweg streift kleine Ortschaften sowie weitläufige Naturschutzgebiete.

Highlights am Maare-Mosel-Radweg:
  • Dauner Burg
  • Manderscheider Burgen
  • Strohner Lavabombe
  • Maare
  • Historischer Marktplatz Bernkastel-Kues
Essen & Trinken:
  • Hofladen Vulkanhof Gillenfeld
  • Eifeler Scheunencafé
  • Bauernhofcafé Morgenfelderhof
  • Winzerhofcafé Görgen Platten

3. Nims-Radweg: Sanft hügelige Tour mit Abstecher zur Bierstadt

  • TOUR: 61,9 km, 841 Hm, mittel

Bei der Quelle des Flüsschens Nims startet der Weg, der leicht hügelig verläuft und speziell auf den über 20 Kilometern von Lasel in die Bierstadt Bitburg sportliche Bergaufpassagen aufweist. Zunächst geht es aber durch die Naturschutzgebiete Niesenberg und Schönecker Schweiz mit der Felsformation Schönecker Dolomit sowie über die Höhen des Hardtwaldes. Zwischen Seffern und Bickendorf muss eine Umleitung gefahren werden, als Folge der Flutkatastrophe 2021. Weiter führt die Tour in die Bierstadt Bitburg, wo die Bitburger-Erlebniswelt einen Besuch lohnt. Die letzten circa 20 Kilometer von Bitburg nach Irrel an der Grenze zu Luxemburg verlaufen entlang einer früheren Trasse der Nims-Sauertalbahn - und damit weitgehend flach. Zielpunkt ist die Irreler Mühle, wo die Nims in die Prüm mündet. Es besteht Anschluss zum Prüm-Radweg. Die Irreler Wasserfälle, früher eine Attraktion der Region, sind durch die Flut 2021 zerstört worden. Acht Sandstein-Skulpturen säumen den Radweg an der Nims.

Highlights:
  • Bitburger Erlebniswelt (Bier-Brauerei)
  • (Wasser)burg Rittersdorf
  • Schloss Niederweis
  • Dinosaurierpark Teufelsschlucht Ernzen
  • 8 Sandstein-Skulpturen am Weg
Essen & Trinken:
  • Restaurant Hotel Koch - Schilt in Irrel

4. Prüm-Radweg: Hopfen meterhoch

  • TOUR: 96,8 km, 986 Hm, mittel

Entlang einer ehemaligen Bahntrasse verlaufen hier die rund 20 Kilometer von Prüm nach Waxweiler. Es geht dabei gemütlich mit leichtem Gefälle von circa 460 auf 330 Meter über dem Meeresspiegel hinab. Vorher von Stadtkyll nach Prüm und danach von Waxweiler nach Minden an der luxemburgischen Grenze ist der Weg mit recht vielen Anstiegen gespickt. Die Tour führt weitestgehend an der Prüm entlang, dem zweitlängsten Fluss der Eifel. Neben meist asphaltierten Radwegen sind auch einige Kilometer auf verkehrsarmen Straßen zu absolvieren. Ende August/Anfang September stehen bei Holsthum kurz vor Minden die Hopfenpflanzen meterhoch direkt am Radweg. Am Ziel stößt der Prüm-Radweg auf den Sauer-Radweg.

Highlights:
  • St. Salvator Basilika Prüm
  • Devonium (Museum in Waxweiler)
  • Prümer Burg
  • Stausee Bitburg
  • Römische Villa Holsthum
Essen & Trinken:
  • Restaurant Landhotel am Wenzelbach (auch Übernachtung)

5. Sauer-Radweg: Auf nach Luxemburg!

  • TOUR: 61,2 km, 441 Hm, leicht

Diese Route schlängelt sich am deutsch-luxemburgischen Grenzfluss Sauer entlang. Nach dem Start in Wasserbillig, wo die Sauer in die Mosel mündet, verlaufen auf dem ersten Stück auf beiden Ufern Radwege, verbunden durch mehrere Brücken. Der Weg ist insgesamt recht flach, dank asphaltierter Radwege gut befahrbar und führt teilweise über eine ehemalige Bahntrasse. Weinberge und malerische Orte im Luxemburger Land prägen die Tour ebenso wie der 336 Meter lange beleuchtete Ralinger Tunnel und viele Brücken. Zwischen Metzdorf und Wintersdorf nach circa 10 Kilometern ist der Weg zum Schutz eines Feuchtgebietes auf 200 Metern aufgeständert. Die letzten 35 Kilometer vom sehenswerten Echternach bis Ettelbrück befinden sich komplett in Luxemburg, dort ist der Weg übrigens als „Piste-Cyclable-de-la-Basse-Sûr“ beschildert. In Minden besteht Anschluss an den Prümtal-Radweg.

Highlights:
  • Rastpunkt Grutenhäuschen
  • Schloss und Eisenhütte Weilerbach
  • Abteistadt Echternach
  • Burg Bollendorf
Essen & Trinken:
  • Restaurant Hotel Hauer (Bollendorf)
  • Weincafé-Restaurant Johannishof (Langsur)

6. Eifel-Ardennen-Radweg (Bahntrassenteil): Lebendige Eisenbahn-Historie

  • TOUR: 36,2 km, 289 Hm, mittel

Von Prüm ins belgische St. Vith verläuft der Weg über die in der Kaiserzeit angelegte, nun still gelegte Bahntrasse der Westeifelbahn. Sie bietet viele weite Ausblicke in die Landschaft und einen Hauch Eisenbahnromantik, etwa durch einen Abstecher ins kleine Eisenbahnfreilichtmuseum mit restaurierter Lock und alten Bahn-Relikten in Pronsfeld. Weiter geht es entlang des Alf- und des Ihrenbaches über zahlreiche Brücken, durch Wiesen- und Waldlandschaft. Hinter Bleialf, wo das Restaurant Weltenbummler mit Biergarten im ehemaligen Bahnhofsgebäude zur Einkehr einlädt, durchfährt man einen 400 Meter langen Eisenbahntunnel, der im Winter zum Schutz der Fledermäuse gesperrt ist. Eine Brücke über die Our führt nach Belgien, wo ein Stück verkehrsarme Landstraße befahren werden muss. Jetzt gilt es noch, das malerische Tal der Our zu queren, und schon gelangt man ins kleine Städtchen St. Vith, wo auch Anschluss zum Rennbahn-Radweg besteht. Übrigens: Der komplette Eifel-Ardennen-Radweg führt von Prüm wesentlich anspruchsvoller weitere rund 75 Kilometer nach Osten über Gerolstein bis zum Nürburgring. In einem historischen Eisenbahnwaggon in Pronsfeld befindet sich das Café Stullwerk.

Highlights:
  • Eisenbahnmuseum Pronsfeld
  • St. Salvator Basilika Prüm
  • Eifel-Zoo (Lünebach)
  • Besucherbergwerk Mühlenberger
Essen & Trinken:
  • Restaurant Weltenbummler
  • Restaurant am Wenzelbach
  • Café Stullwerk (Pronsfeld)

Infos & Tipps für einen Radurlaub in der Eifel

Anreise: Aachen sowie die Eifelorte Gerolstein, Euskirchen oder Kall sind mit der Deutschen Bahn erreichbar, mit Umstiegen etwa in Trier oder Köln. Verschiedene Radbuslinien (300, 555, 260, 777) führen dann teilweise zu den Start- oder Zielorten der Touren.

Weitere Informationen finden Sie unter:

Weitere Radwege in der Eifel

In der Eifel gibt es eine Vielzahl von Radwegen, die unterschiedliche Ansprüche erfüllen. Ob gemütliche Bahntrassenradwege, anspruchsvolle Mountainbike-Strecken oder entspannte Flussradwege - die Eifel bietet für jeden Geschmack das Richtige.

Bahntrassenradwege

Bahntrassenradwege eignen sich dank überwiegend flacher und asphaltierter Strecken meist hervorragend für Familien. Sechs MYBIKE-Tipps für die Eifel:

  • Vennbahn-Radweg
  • Maare-Mosel-Radweg
  • Nims-Radweg
  • Prüm-Radweg
  • Sauer-Radweg
  • Eifel-Ardennen-Radweg

Flussradwege

Flussradwege wie an Rur, Ahr oder Kyll bieten Ihnen nahezu steigungsfreies Radvergnügen - mitten im Mittelgebirge. Sie radeln durch grüne Täler, vorbei an malerischen Bächen, kleinen Ortschaften und schönen Rastplätzen. Diese Radwege sind ideal für genussvolle Tages- oder Wochenendtouren.

Themenradwege

Wenn Sie mehr über die Eifel erfahren möchten, sind die Themenradwege genau richtig für Sie. Sie erzählen Ihnen Geschichten aus fernen Galaxien bis zur Entstehung außergewöhnlicher Landschaftsformen - direkt entlang des Weges. Infotafeln oder Apps liefern Ihnen Hintergründe, ohne den Rhythmus Ihrer Fahrt zu unterbrechen.

Mountainbiken in der Eifel

Wenn Ihr Puls im Takt der Pedale schlägt und Waldduft die Luft erfüllt, beginnt das echte Mountainbike-Abenteuer - mitten in der Eifel. Felsige Passagen, flowige Trails und stille Seen machen jede Tour einzigartig. Mal fordernd, mal entspannt - immer intensiv. Und am Ende? Ein kühles Getränk in der Abendsonne.

Rennrad fahren

Rennradgenuss auf über 1.500 Kilometern - die Radarena am Ring.

Tipps für Ihren Tagesausflug mit dem Fahrrad

Erleben Sie die Eifel auf zwei Rädern! Ausgewählte Tagesradtouren führen Sie durch verwunschene Wälder, vorbei an glitzernden Seen und zu eindrucksvollen Burgen.

Die Eifel bietet eine Vielzahl von Radwegen und Routen, die individuell geplant und kombiniert werden können. Ob als Tagesausflug oder mehrtägige Entdeckungsreise - hier findet jeder die passende Tour.

Radknotenpunktsystem

Die EifelRadSchleifen bieten Ihnen 16 thematische Fahrrad-Rundtouren zwischen 20 und 50 Kilometern. Jeder Weg beginnt und endet dort, wo Sie starten - ganz ohne logistische Umwege. Und dank des Radknotenpunktsystems finden Sie sich mühelos zurecht: Knoten merken, losradeln, genießen.

Anreise mit Bus und Bahn

Mehrere Rad- und Wanderbahnhöfe sind optimal angebunden und ermöglichen Ihnen die unkomplizierte Anfahrt mit Bus und Bahn - ganz ohne Auto.

E-Bike-Verleih und Ladestationen

In der Eifel gibt es zahlreiche Verleihstationen für E-Bikes sowie Ladestationen, um die Akkus wieder aufzuladen. So können Sie auch längere Strecken problemlos bewältigen.

Zusammenfassung der Radtouren

Radweg Länge Schwierigkeit Besonderheiten
Vennbahn-Radweg 128,2 km Leicht 3-Länder-Tour, ehemalige Bahntrasse
Maare-Mosel-Radweg 58,5 km Leicht Viadukte, Tunnel, Maare
Nims-Radweg 61,9 km Mittel Hügelig, Bierstadt Bitburg
Prüm-Radweg 96,8 km Mittel Hopfenfelder, Prüm
Sauer-Radweg 61,2 km Leicht Entlang der Sauer, Luxemburg
Eifel-Ardennen-Radweg 36,2 km Mittel Bahntrasse, Eisenbahnmuseum

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