Schutzengel für Motorradfahrer: Mythos oder Magie?

Biker-Bells - nie gehört? Dann geht’s Dir vermutlich so, wie vielen anderen, die sich abseits der Chopper- bzw. Harley-Davidson-Szene bewegen.

Ursprung und Legende der Biker-Bells

Um die Biker-Bell kursieren unterschiedliche Legenden. Der Legende nach war ein alter, graubärtiger Biker spät nachts auf dem Rückweg von einem Road Trip nach Mexico. Seine Satteltaschen waren gefüllt mit Geschenken und Mitbringsel für die Kinder in dem Waisenhaus, in dem er arbeitete.

Während er durch die kühle Wüstenluft fuhr, war er froh über sein Leben, über die Kinder im Waisenhaus und seine Biker-Freunde und insbesondere über sein Bike, das ihn nie im Stich gelassen hatte. Er hatte mit seiner Harley zahllose Meilen auf dem Highway abgerissen und die beiden hatten eine Verbindung, die nur Harley Fahrer verstehen können.

Während er durch die Wüste fuhr, erleuchtete der Vollmond den Himmel und die Kakteen warfen gruselige Schatten. Der graubärtige Biker hatte keine Ahnung, dass ein paar Meilen weiter eine Gruppe von fiesen Road Gremlins wartete. Als der alte Biker die Kurve durchfuhr, setzten die Gremlins ihr gesamtes Arsenal ein und brachten ihn dazu zu Stürzen. Er kam im Graben zu sich. Neben Ihm lag eine seiner Satteltaschen.

Er war völlig hilflos, als die Gremlins ihn umkreisten, um ihm den Rest zu geben. Aber der alte Biker wollte nicht kampflos aufgeben. Also schmiss er mit den Geschenken aus seiner Satteltasche nach den Gremlins. Letztendlich hatte er nichts mehr zu werfen. Ihm blieb nur eine kleine Glocke - also begann er sie zu läuten. Erstaunlicherweise schien das Klingen der Glocken die Gremlins zu verwirren und sie unterbrachen vorerst ihren Vormarsch.

Zufällig schlugen zeitgleich zwei andere Biker vor der Kurve, in der sich der Unfall ereignet hatte, ihr Zelt für die Nacht auf. Sie konnten die Unfallstelle nicht sehen, aber sie wunderten sich über das Glockenläuten. Da ihnen das so ungewöhnlich vorkam, machten sie sich auf, um herauszufinden, was es damit auf sich hat. Sie fanden den alten Biker in dem Graben - umkreist von den Gremlins. Ohne zu zögern stürmten die Biker auf die Gremlins zu und verscheuchten sie.

Der alte Biker war unendlich dankbar. Er wollte sich unbedingt bei seinen Rettern revanchieren, aber sie wollten nichts akzeptieren. Also schnitt er zwei Lederstreifen von seiner Satteltasche ab und band an jeden eine kleine Glocke.

Eine Guardian Bell wird auch als Biker-Bell, Ride Bells, Good Luck Bells oder Gremlin Bells bezeichnet. Es sind Glöckchen, die als kleine Glücksbringer den Motorradfahrer/die Motorradfahrerin während der Fahrt vor Unglück bewahren sollen.

Wer oder was sind diese Road-Gremlins?

Road-Gremlins sind kleine, pelzige, koboldartigen Kreaturen, die nichts Gutes im Schilde führen. Road Gremlins sind böse kleine Kreaturen, die Hindernisse vor Bikern auf die Straße legen: Auspufftöpfe, Reifenreste, Öl oder diese Gegenstände, die man nie sieht aber Reifen perforieren und andere Schäden am Bike verursachen. Außerdem scheuchen sie wilde Tiere auf die Landstraße, wenn Motorradfahrer vorbeifahren. Das einzige Ziel der Road Gremlins ist, Biker zu Fall zu bringen.

Funktionsweise von Biker-Bells - oder: die Sache mit den Schlaglöchern

Um sich vor den fiesen Gestalten und ihren gemeinen Aktionen zu schützen, hilft - so sagt man - das Gebimmel einer Biker-Bell. Die Legende der Ride Bells oder Glücksbringer Glocken von Harley-Davidson besagt, dass ein Biker, der Anfang des 19. Jahrhunderts verunglückte, von kleinen, pelzigen Kreaturen bedroht wurde.

Als er da so benommen im Sand herum lag, bemerkte er kleine pelzige Kreaturen, die sich ihm bedrohlich näherten. Ein guter Freund, dem der Biker von seinem kuriosen Erlebnis erzählt, schenkte ihm ein an einem Lederband baumelndes Glöckchen, um ihn vor weiteren Gremlin-Attacken zu bewahren.

Biker-Bells: Kauf-Tipps

Biker-Bells sind nicht nur eine zauberhafte Geschenkidee für bislang noch unsichere Fahranfänger oder Wiedereinsteiger, sondern für alle lieben Motorradfreunde.

Alternative Glücksbringer für Motorradfahrer

Viele verschenken aber auch alternative Glücksbringer, um besonders geschätzten Mitmenschen auf ihren Motorradtouren symbolisch Schutz zu wünschen, im Glauben daran, dass in gefährlichen Situationen ein bisschen Hilfe “von oben” kommt. Ebenfalls irgendwie “himmlisch” und damit äußerst beliebt sind auch Schutzengel-Anhänger, die man lieben Menschen als Glücksbringer schenkt.

Schutzpatrone für Motorradfahrer

St. Christopherus

Wer kennt ihn nicht, den Heiligen St. Christopherus?

Madonnina della Creta

In einigen Regionen huldigen Biker auch den einstigen irischen Missionar St. Was lag also näher, als dass der 1933 gegründete Motorradclub von Castellazzo Bormida die Madonnina della Creta zu seiner himmlischen Schutzherrin auserkor? - Tatsächlich erklärte Papst Pius XII sie 1947 per Apostelbrief zur “Madonnina della Creta primaria Patrona dei motociclisti” und somit DER Schutzpatronin für Motorradfahrer.

Zwei Jahre später reisten die Biker mit einer Votivlampe nach Rom, die der Papst höchstselbst am 7. Januar segnete.

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