Schutzklasse AA Motorrad: Definition und Bedeutung

Motorradbekleidung wird seit einigen Jahren nach fünf Schutzstandards zertifiziert. Diese Standards helfen Käufern, einen schnellen Überblick über die Schutzleistung der Bekleidung zu erhalten. Die fünf Klassen sind durch die Buchstaben AAA, AA, A, B und C dargestellt.

In Motorradbekleidung finden sich Etiketten, welche die fünf Schutzstandards abbilden. Mithilfe der fünf Klassen, dargestellt durch die Buchstaben AAA, AA, A, B und C, können sich Käufer und Käuferinnen einen schnellen Überblick verschaffen, was die Klamotte leisten kann:

  • C steht für reinen Aufprallschutz.
  • B für reinen Abriebschutz.
  • A für beides zusammen - geprüft und zertifiziert nach der Euro-Norm EN 17092-2 (bis 6): 2020.

Beim kombinierten Abrieb-/Aufprallschutz ist Klasse A quasi die Freizeitklamotte, die den höchsten Tragekomfort bietet, allerdings auch die niedrigste Schutzstufe. Bei den Klassen AA und AAA kehrt sich das Verhältnis entsprechend um, vom Protektoren-bewährten Touring-Textilanzug bis hin zur reinen Protektoren-Rennkombi.

Die EN 17092 Norm

Die Norm EN 17092 definiert sowohl die Anforderungen an Material und Konstruktion der Motorradbekleidung als auch an Ergonomie während der Fahraktivitäten. Es gibt insgesamt 5 Schutzklassen, wobei die Klasse AAA das höchste Schutzniveau und Klasse A das niedrigste Schutzniveau bietet.

Überblick über die Schutzklassen

  • Klasse AAA: Typische Beispiele für diese Klasse sind ein- oder zweiteilige Lederkombis, welche für den Einsatz auf Rennstrecken geeignet sind. Diese Modelle besitzen einen besonders hohen Abriebschutz, bieten jedoch eine niedrige ergonomische Flexibilität.
  • Klasse AA: Motorradbekleidung dieser Klasse eignet sich gut für Tourenfahrer. Diese Klasse schützt gegen Wetter- und Witterungseinflüsse und besitzt ebenso einen relativ hohen Abriebschutz. Die Ergonomie des Fahrers wird weniger beeinträchtigt als bei der Klasse AAA.
  • Klasse A: Diese Klasse schränkt den Fahrer in seiner Beweglichkeit am wenigsten ein. Die Bekleidung ist leicht, eignet sich gut für Freizeit und Stadtfahrten, leistet allerdings auch den niedrigsten Abriebschutz.
  • Klasse B: Die Bekleidung dieser Klasse bietet keinen Aufprallschutz, sondern lediglich Abriebschutz.
  • Klasse C: Unter dieser Klasse fallen Protektoren-Ensembles, die nur mit einem Träger aus Mesh-Material zusammengehalten werden und bieten somit nur einen Aufprallschutz.

Schutzklasse AA im Detail

Beim Kauf einer Motorradhose stößt man oft auf die Begriffe AA und AAA Zertifizierung. Doch was genau bedeuten diese Standards, und welche Unterschiede gibt es zwischen den beiden Sicherheitsstufen?

AA (Level 2) - Diese Schutzklasse bietet einen guten Kompromiss zwischen Sicherheit und Tragekomfort. Motorradhosen mit AA-Zertifizierung sind für den normalen Straßengebrauch konzipiert und bieten soliden Schutz bei Stürzen.

AA-zertifizierte Hosen bieten einen guten Schutz bei gleichzeitig hohem Tragekomfort und Flexibilität - ideal für den Alltag und Touren.

AA vs. AAA: Was ist der Unterschied?

AAA (Level 3) - Diese höchste Schutzklasse steht für maximale Sicherheit. AAA-zertifizierte Motorradhosen bestehen aus besonders widerstandsfähigen Materialien, die selbst bei hohen Geschwindigkeiten bestmöglichen Schutz bieten. Sie sind vor allem für Vielfahrer und Motorradreisende konzipiert, die höchsten Abriebschutz benötigen.

Zusätzlich enthalten AAA-zertifizierte Hosen meist direkt Level-2-Protektoren im Lieferumfang, was für einen noch besseren Schutz sorgt. Außerdem sind sie aus festerem und widerstandsfähigerem Material gefertigt als AA-Hosen, wodurch sie etwas fester sitzen, aber dennoch komfortabel bleiben.

Für den Alltag und gelegentliche Touren ist eine AA-zertifizierte Motorradhose eine gute Wahl. Für sportliche Fahrer oder Vielfahrer empfiehlt sich eine AAA-zertifizierte Motorradhose. Die Wahl zwischen AA und AAA hängt von deinen Fahrgewohnheiten und deinem persönlichen Sicherheitsanspruch ab.

Während AA-Hosen eine gute Balance zwischen Schutz und Komfort bieten, sind AAA-Hosen für maximale Sicherheit konzipiert.

Weitere wichtige Bestandteile der Schutzausrüstung

Besonders wichtiger Bestandteil einer umfassenden Schutzausrüstung sind Motorradhandschuhe. Geprüfte Motorradhandschuhe bieten Schutz vor Umgebungsbedingungen, ohne dabei die Fingerfertigkeit des Benutzers beim Betätigen der Steuer- und Bedienelemente des Motorrads zu beeinträchtigen. Alle Held Motorradhandschuhe mit CE-Zeichen sind gemäß der Verordnung (EU) 2016/425 als „Persönliche Schutzausrüstung“ eingestuft und wurden bei einem akkreditierten Prüfinstitut auf Basis der EN 13594:2015 zertifiziert. Innerhalb der Norm existieren die Schutzklassen Level 1 und Level 2.

Die EN 13634:2017 trägt den Namen „Norm für Schutzschuhe für Motorradfahrer beim Fahren von Motorrädern auf Straßen und im Gelände“. Motorradstiefel dienen zum Schutz vor Umweltbedingungen und Verletzungen bei Stürzen und müssen bei der Prüfung folgenden Anforderungen gerecht werden: Schutzfunktion, ergonomische Eigenschaften, Unbedenklichkeit und mechanische Eigenschaften. Der Prüfbereich besteht aus zwei Zonen, wobei im Bereich A ein mäßiges Verletzungsrisiko besteht, im Bereich B ein hohes Risiko.

Helme und ihre Normen

Für Helme gibt es prinzipiell drei Arten der Normung, die Prüfung nach ECE, DOT oder SNELL. In Deutschland wird in der Regel ein Integralhelm mit Sicherheitszertifikat, geprüft nach ECE-Zertifizierung, gefordert.

Am Kinnriemen des Helms befindet sich ein Label mit dem Prüfsiegel des Helms. Integralhelme sind nach der europäischen Norm ECE22-06 (teilweise auch noch ECE22-05) geprüft. Diese Norm stellt jedoch nur Mindestanforderungen an das Material und die Eigenschaften eines Helms. In den USA entspricht die DOT-Norm in etwa der ECE-Prüfung.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0