Schwalbe Fahrradreifen E-Bike Test: Der Ultimative Leitfaden

Schwalbe ist nicht nur Europa-Marktführer und eine der bekanntesten Reifenmarken, sondern auch zum Synonym für Fahrradreifen schlechthin geworden. Ob Stadtflitzer, Cross-Country- oder Downhill-Bikes: Die deutsche Traditionsmarke hat den passenden Reifen parat. Bei Schwalbe kriegt ihr definitiv den passenden Reifen für euer Bike! Die Auswahl ist riesig, für Stadtflitzer über Touren-Bikes bis hin zum Hardcore-Trail-Einsatz hält die deutsche Traditionsmarke das passende Modell für euch bereit.

Schwalbe Karkassen: Ein Überblick

Schwalbe hat sich unserer Kritik an den Karkassen angenommen und ihr Portfolio um ein weiteres Modell aufgestockt. Ganz nebenbei haben sie auch die anderen Optionen überarbeitet und vor allem umbenannt. Statt auf SnakeSkin TLE, Apex und Co. hören die 5 Highend MTB-Karkassen auf Super Race, Super Ground, Super Trail, Super Gravity und Super Downhill. In den meisten Fällen steckt das Einsatzgebiet des Reifens im Namen, sodass die Wahl der richtigen Karkasse einfacher fallen soll. Bei Schwalbe erfolgt die Benennung der Karkassen relativ gut nachvollziehbar. Hier wird mehr oder weniger der Einsatzzweck hinter die Bezeichnung „Super” gehängt. Die fünf Karkassen Super Race, Super Ground, Super Trail, Super Gravity und Super Downhill bieten ein großes Spektrum von leichten, schnell rollenden Karkassen bis hin zu robusten, mehrlagigen Konstruktionen für härteste Einsätze.

Super Race

Der Fokus bei der Super Race-Karkasse liegt auf niedrigem Rollwiderstand und geringem Gewicht. Daher befindet sich nur eine schmale Schutzeinlage im Bereich der Lauffläche. Super Race ist noch leichter und vor allem optisch ein Leckerbissen: Sie ist mit Tan-Walls, den schicken beigen Seitenflanken, erhältlich. Sinn macht die Karkasse aber nur an CC Race-Bikes, weshalb sie in unserem Vergleichstest keine Rolle spielt.

Super Ground

Super Ground ist die überarbeitete Version der SnakeSkin TLE-Karkasse, die uns nach wie vor für den Einsatz am Enduro-Bike, aber auch für viele am Trail-Bike zu schwach auf der Brust ist. Es handelt sich bei der Super Ground-Karkasse um eine typische einlagige Karkassenkonstruktion, bei der drei Lagen Karkassenmaterial mit 67 TPl im Bereich der Lauffläche übereinanderliegen. Für erhöhten Pannenschutz hat Schwalbe eine Schutzeinlage von Wulst zu Wulst eingearbeitet. Sie erhöht vor allem den Schnittschutz an den Seitenwänden und sorgt obendrein dafür, dass die Super Ground-Reifen auch ohne Dichtmilch gut die Luft im Reifen halten.

Ja, es gibt noch leichtere Karkassen von Schwalbe, aber die Super Ground-Karkasse markiert definitiv das unterste Ende der Skala für Trail- und Enduro-Biker. Der dreilagige Karkassenaufbau wird über die gesamte Fläche von einer SnakeSkin-Einlage bedeckt. Für den harten Trail-Einsatz sind die Seitenwände aber zu dünn, ab etwa 80 kg Körpergewicht gehören Pinch-Flats am Hinterrad zur Tagesordnung.

Super Trail

Mit der neuen Super Trail-Karkasse schließt Schwalbe endlich die Lücke zwischen der pannensicheren Super Gravity- und der leichten Super Ground-Karkasse. An ihre Stelle tritt nun Super Trail, die es auch bei schmaleren Reifen gibt. Die Apex-Karkasse war den breiten 2,6”- und 2,8”-Reifen vorenthalten.Dabei ist sie wie Super Groundl aufgebaut, setzt aber zusätzlich noch auf eine stabile Apex-Einlage an der Seitenwand, die als Durchschlagschutz dient.

Die Super Trail bzw. bei Radialreifen als Trail Pro bezeichnete Karkasse ist analog zur Super Ground-Karkasse als einlagige Konstruktion mit 67-TPI-Karkassenmaterial aufgebaut. Sie setzt aber zusätzlich noch auf eine Gummieinlage an der Seitenwand, die als Durchschlagschutz dient und dem Reifen insgesamt mehr Stabilität verleiht. Schwalbe sieht das Einsatzgebiet dieser Karkasse sehr breit gefächert. Mit dem moderaten Gewicht soll sie dennoch genügend Pannenschutz liefern, um sich neben All Mountain- und Trail-Einsätzen auch bis in Enduro-Gefilde vorzuwagen.

Verglichen mit dem Testfeld liefert die leichte Super Trail-Karkasse im aktuellen Labortest mit Radialaufbau jedoch nur im unteren Bereich ab. Sie bietet einen soliden Schutz bei Durchschlägen, der vergleichbar mit der Hardwall-Karkasse von Pirelli ist, jedoch etwas geringfügiger als der von MAXXIS EXO+ Karkasse ausfällt. Damit empfiehlt sich die Trail-Karkasse von Schwalbe für Enduro-Einsätze nur am Vorderrad.

Super Gravity

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann mit der Super Gravity-Karkasse am Enduro-Bike gar nicht falsch liegen. Denn in Sachen Pannenschutz spielt sie ganz vorne mit, wiegt aber auch entsprechend mehr. Das Zusatzgewicht gegenüber Super Trail kommt vor allem aus der zusätzlichen vierten Karkassen-Lage. Leichtere Fahrer können sie auch für den Downhill-Einsatz ohne Probleme am Vorderrad einsetzen.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann mit der Super Gravity- bzw. Gravity Pro-Karkasse am Enduro-Bike gar nicht falsch liegen. Denn in Sachen Pannenschutz spielt sie ganz vorne mit. Im Gegensatz zur Super Trail-Karkasse kommt sie mit vier statt drei Lagen Karkassenmaterial mit 67 TPI daher, welche mit der Schutzeinlage von Wulst zu Wulst sowie der Gummieinlage an der Seitenwand kombiniert sind. Damit erreicht die Gravity-Karkasse von Schwalbe sehr gute Werte bei Durchstich und Durchschlag. Besonders beim Durchstich glänzt die Schwalbe Gravity-Karkasse, wo sie auch Downhill-Karkassen anderer Hersteller deutlich übertrifft. Hier muss sie sich nur der hausinternen Downhill-Karkasse geschlagen geben.

Super Downhill

Die neue Schwalbe Downhill-Karkasse ist einfach nicht platt zu kriegen. Trotz zahlreicher verpatzter Lines im Rockgarden mit niedrigem Luftdruck können wir bisher keinen Platten mit der Super Downhill-Karkasse verzeichnen. So viel Pannenschutz geht natürlich zulasten des Gewichts, sodass die Super Downhill zu den schwersten Karkassen im gesamten Vergleichstest zählt. Am Enduro-Bike macht sie also nur bei sehr schweren Fahrern über 90 kg mit aggressivem Fahrstil Sinn. Außer beim Downhill-Einsatz ist man mit der Super Gravity-Karkasse besser beraten.

Die beiden Karkassen fürs harte Gelände haben vor allem Detail-Updates erhalten: Die Downhill-Reifen sind jetzt faltbar und hören auf den Namen Super Downhill. Erstmalig setzt Schwalbe bei Super Downhill auf einen faltbaren Reifenwulst, wodurch sich der Reifen im Vergleich zum Vorgänger mit Drahtkern einfacher Tubeless montieren lässt. Auch die Apex-Einlage wurde im Vergleich zu Super Gravity weiter verstärkt und setzt auf zwei unterschiedliche Materialien.

Viel hilft viel: Die Super Downhill-Karkasse von Schwalbe ist eine klassische zweilagige Karkassenkonstruktion, bei der sechs Lagen mit 68-TPI-Karkassenmaterial auf der Lauffläche und vier Lagen an der Seitenwand auch bei niedrigen Luftdrücken noch ausreichend Schutz bieten sollten. Doch nicht nur die Karkassenlagen sind doppelt ausgeführt, auch die schon in den Super Trail- und Super Gravity-Karkassen eingesetzte Gummieinlage am Reifenwulst ist bei der Super Downhill-Karkasse gleich zwei Mal vorhanden. Das soll die Seitenwände noch weiter stabilisieren und den Durchschlagschutz maximieren. Beim Durchschlagtest im Labor liefert die Schwalbe Super Downhill-Karkasse mit knapp 600 mm Fallhöhe einen sehr guten Wert, der nur noch von der Specialized GRID Gravity-Karkasse und MAXXIS DH-Casing getoppt werden konnte. Beim Schutz gegen Durchstiche macht Schwalbe allerdings niemand etwas vor. Hier erzielt die Super Downhill-Karkasse die besten Werte im Test.

Allgemeine Karkassenmerkmale

Alle neuen Schwalbe-Karkassen setzen auf einen Chafer, der direkt am Wulst anliegt und vor allem den Kontaktbereich mit der Felge gegen Durchreiben schützt, was durch leichtes Verrutschen des Reifens beim Bremsen oder in Kurven vorkommen kann.

Schwalbe ADDIX Gummimischungen

Bei den High-End-Reifen der Evolution-Serie setzt Schwalbe auf die ADDIX-Gummimischungen. Insgesamt gibt es vier verschiedene Compounds, um deren genaue Zusammensetzung Schwalbe ein großes Geheimnis macht. Für sie kommen nur Speedgrip, Soft und Ultra Soft infrage. Schwalbe hat für das Mountainbike-Segment vier unterschiedliche Gummimischungen entwickelt. Aus welcher dieser Mischungen ein Reifen aufgebaut ist, erkennt man bei Schwalbe nicht nur am Schriftzug an der Reifenflanke, sondern darüber hinaus auch auf der Lauffläche durch einen farbigen Streifen.* ADDIX Speed: Schwalbes schnelle XC-Race-Mischung, deren Hauptaugenmerk auf der Verringerung des Rollwiderstands liegt. Sie wird daher ausschließlich mit Reifenprofilen für den XC-Einsatz kombiniert.* ADDIX Speedgrip: Schwalbes Universal-Compound, der die umfangreichste Einsatzbandbreite der Schwalbe-Gummimischungen bedient. Daher ist ADDIX Speedgrip in der größten Anzahl der Mountainbike-Reifen vertreten.

ADDIX Speedgrip hat einen Riesenvorteil gegenüber den weicheren Mischungen: Der Verschleiß der Reifen mit dem blauen Streifen hält sich absolut in Grenzen. Wer ohnehin meist bei gutem Wetter unterwegs ist, kann mit der Mischung ADDIX Speedgrip mehr Lebenszeit aus seinen Reifen raushohlen und den Geldbeutel schonen. Am Vorderrad ist ADDIX Speedgrip nur etwas für echte Könner und Freunde von kilometerlangen Schotteranstiegen. Für den Trail- und All Mountain-Einsatz ist die ADDIX Speedgrip-Gummimischung für ein schnell rollendes Setup am Hinterrad empfehlenswert, wo der Kompromiss aus Grip und niedrigem Rollwiderstand gut aufgeht.

* ADDIX Soft: Die aggressivsten Reifenmodelle für den Enduro- und Gravity-Einsatz bauen bei Schwalbe mindestens auf die ADDIX Soft-Gummimischung. Dieser Compound soll gegenüber ADDIX Speedgrip ein gutes Plus an Dämpfung und Grip liefern, ohne dass der Rollwiderstand durch die Decke geht. Das macht ADDIX Soft zu einem vielseitigen Compound, der nicht nur im Gravity-Bereich gut funktioniert.

Der Compound ADDIX Soft ist die Universalmischung von Schwalbe und macht an fast jedem Bike eine gute Figur. Für den Einsatz auf dem Trail ist der gute Kompromiss aus Grip und Rollwiderstand sowohl am Vorder- als auch am Hinterrad sinnvoll, beim Touren-Einsatz bietet er sich für griffige Vorderreifen an. Beim Rollwiderstand liegt er übrigens gleichauf mit dem MAXXIS 3C MaxxTerra Compound. Es gibt daher auch für den Trail-Einsatz keinen Grund, einen Reifen mit der schneller rollenden ADDIX Speedgrip-Gummimischung am Vorderrad zu fahren. Wenn Abfahrten im Fokus stehen, empfiehlt sich ADDIX Soft definitiv für Trail-Einsätze auch am Hinterrad.

* ADDIX Ultra Soft: Downhillers Liebling: Der ADDIX Ultra Soft mit dem lila-Streifen auf der Lauffläche ist die weichste Gummimischung von Schwalbe und kommt vor allem in Kombination mit der Downhill-Karkasse zum Einsatz. Vereinzelt gibt es ihn auch in Kombination mit der Super Gravity-Karkasse, er eignet sich dann ideal als Vorderreifen für richtig ruppige Trails.

Während die ADDIX Soft-Mischung noch einen vielseitigen Kompromiss darstellen soll, ist ADDIX Ultra Soft ganz klar als kompromisslose Gummimischung für maximale Kontrolle bergab konzipiert. Die Gummimischung mit dem höchsten Grip und der höchsten Dämpfung von Schwalbe soll zudem ganzjahrestauglich sein. In Sachen Grip macht ihm im Nassen keiner was vor. Insbesondere in Verbindung mit einem Radialreifen ergibt sich eine exzellente Dämpfung.

Nicht geeignet für E-Mountainbikes

Die härteste ADDIX-Mischung, ADDIX Speed, liefert für E-Mountainbikes zu wenig Traktion.

Beliebte Schwalbe Reifenmodelle

Die Auswahl an Reifen bei Schwalbe ist riesig. Dennoch verbauen die Fahrradhersteller fast ausschließlich drei Pneus von Schwalbe: Magic Mary, Hans Dampf und Nobby Nic. Außer diesen Allroundern hat Schwalbe aber auch echte Spezialisten im Programm wie den Dirty Dan für matschige oder den Rock Razor für extrem trockene Bedingungen. Speziell für E-Mountainbiker wurde der Eddy Current entwickelt.

Magic Mary

Der Magic Mary ist der Liebling vieler Biker. Der grobstollige Reifen mit seinen massiven Seitenstollen bietet grandiose Kurvenführung auf weichen Böden. Im Vergleich zum Dirty Dan knickt er aber auch auf Steinen oder harten Trails nicht weg. Auch die Bremstraktion und die Selbstreinigung können sich sehen lassen. Die Probleme aus der Vergangenheit, als sich die Seitenstollen schnell vom Reifen verabschiedet haben, hat Schwalbe spätestens mit der neuen Super Gravity-Generation in den Griff bekommen. Top! Am Vorderrad macht er sich auch beim Touren-Einsatz sehr gut.

Die Radial-Version punktet mit einem Plus in Sachen Dämpfung und Grip. Für den Einsatz am Vorderrad würden wir daher die Radial-Version stets bevorzugen. Beim von uns gewichteten Pannenschutz-Gesamtwert erzielt der Magic Mary mit Super Downhill-Karkasse den Spitzenwert des Testfelds.

Big Betty

Schwalbes neuester Reifen im Programm ist die Neuauflage eines echten Gravity-Klassikers. Zwischenzeitlich verschwand der Reifen, ist nun wieder voll zurück auf dem Trail. Auch der Big Betty hat spürbar mehr Abfahrts-Performance als der Hans Dampf bei einem verkraftbar erhöhten Rollwiderstand. In ADDIX Soft-Mischung bietet der von uns getestete Big Betty mit Super Gravity-Karkasse neben einem niedrigeren Rollwiderstand auch eine hohe Pannensicherheit. In Verbindung mit der sehr guten Bremstraktion ist der Big Betty damit ein hervorragender Allround-Hinterradreifen für den harten Enduro-Einsatz.

Neben den abgestützten Mittelstollen hat die neue Big Betty aber nicht mehr viel mit ihrem Namensgeber gemein. Schwalbe hat versucht, viel Bremstraktion durch lange Kanten quer zur Fahrtrichtung mit geringem Rollwiderstand zu kombinieren. Die Seitenstollen sind - wie es sich für einen Gravity-Reifen gehört - massiv und graben sich, dank ausgeprägtem Übergangsbereich auch auf losem Untergrund richtig fest ein. Im Vergleich zu den Seitenstollen am Magic Mary-Pneu sind sie aber nicht so gut abgestützt und brechen etwas früher weg, sodass man mit dem Big Betty auch ganz bewusst und ohne Hinterradbremse durch enge Kurven driften kann.

Hans Dampf

Der Hans Dampf ist Schwalbes Allround-Reifen. Das relativ geschlossene Profil liefert im technischen Uphill einen guten Kompromiss aus Rollwiderstand und Traktion. Für den Touren-Einsatz funktioniert er vorne und hinten gut. Das runde Profil mit den großen Übergangsstollen macht Kurvenfahrten in jeder Schräglage berechenbar. Dabei bietet er weniger Seitenhalt als z. B. ein Magic Mary, lässt sich dafür aber sehr kontrolliert driften. Seine Seitenstollen halten auch den engsten Anliegern stand, das macht den Hans Dampf im Hinterrad auch für den Bikepark-Besuch interessant. Eine Drehrichtung hat er übrigens nicht.

In der Tat rollt der Hans Dampf mit der von uns getesteten Super Gravity-Karkasse und ADDIX Soft-Gummimischung im Labor sehr leicht und befindet sich in den Top 3 Rollwiderstandswerten im Test. Mit der ebenfalls erhältlichen ADDIX Speedgrip-Gummimischung können Uphill-Fanatiker nochmal ein paar Watt einsparen - für die meisten ist die ADDIX Soft-Mischung jedoch die goldene Mitte aus Rollwiderstand und Abfahrts-Performance am Hinterrad. In puncto Grip und Traktion kann der Hans Dampf seine Alleskönner-Qualitäten jedoch nicht ganz verbergen. Beim Einsatz im Bikepark geht es - wenngleich noch kontrollierbar - merklich rutschiger zu als mit grobstolligeren Reifen.

Nobby Nic

Der Einsatzbereich des Nobby Nic hört da auf, wo Downhill-Spaß anfängt. Das zeigt sich schon an den verfügbaren Karkassen: Super Gravity- oder Downhill- Varianten sucht man bei ihm vergebens. Profilhöhe und Seitenstollen ähneln dem Hans Dampf, durch noch enger beieinander liegende Mittelstollen rollt der Nobby Nic aber noch schneller. Macht ihn das nicht zu einem guten Hinterreifen für Touren-Biker?

Eddy Current

Vergesst alles, was wir euch je über den richtigen Reifendruck erzählt haben! Mit dem extrem stabilen Eddy Current (egal ob Front oder Rear) könnt ihr ruhigen Gewissens mit Drücken knapp über 1 bar experimentieren. Möglich machen das die stabile Super Gravity-Karkasse und die massiven Gummischichten des Profils.

Die Profile von Vorder- und Hinterreifen unterscheiden sich beim Eddy Current grundlegend. Zwar sind beide nur so mit „eckigen“ Stollen übersät. Der Eddy Current Front hat aber nur zwei Aufgaben, für die er optimiert wurde: Kurvenhalt und Bremstraktion. Dafür wurden die rechteckigen Mittelstollen in die Länge gezogen, um möglichst lange Kanten in der Seitenführung zu bieten. Auch die Seitenstollen fallen massiv aus und graben sich gut in den Untergrund, kommen aber nicht ganz an das Niveau des Magic Mary heran.

Die 2,6” breite Version bietet auf Schotter und steinigen Trails schier endlosen Grip, auf weichem Waldboden gräbt sie sich aber nicht so gut ein wie die schmalere Variante mit 29” x 2,4”. Die schmale Variante ist unser Favorit und bietet hohe Lenk- und Spurpräzision und dennoch mehr als genug Grip in allen Lebenslagen. Für das Profil des Eddy Current Rear haben sich die Schwalbe-Entwickler bei Motocross-Maschinen inspirieren lassen.

Seine massiven Mittelstollen graben sich im Uphill wie Schaufeln tief in losen Untergrund. Das macht den Eddy Current Rear zu einem echten Kletterspezialisten, der besonders auf Schotter mit nicht enden wollender Traktion überzeugt. Auch auf der Bremse macht ihm so schnell keiner etwas vor. In der 27,5” x 2,8” breiten Version ist er in Anliegern jedoch zu schwammig und indirekt. Wir bevorzugen daher die schmalere Version mit 29” x 2,6” und hoffen, dass es ihn bald auch in einer schmalen Variante für die „kleinen“ Laufräder gibt.

Eines haben Eddy Current Front und Rear noch gemein: ihr hohes Gewicht. Für den leichten Touren-Einsatz ist der Eddy Current völlig überdimensioniert, hartes Gelände bergauf wie bergab ist seine Paradedisziplin.

Dirty Dan

Wie der Name schon sagt, macht man sich mit dem Dirty Dan schmutzig. Der Matschreifen mit seinen super langen Profilblöcken und den extrem großen Abständen zwischen ihnen gräbt sich in weiche Böden und wirft den Dreck zwischen den Stollen schnell wieder ab. Auch auf Wurzeln kann er noch viel Traktion und Präzision bieten. Sobald ihr mit ihm große Steinplatten trefft, ist jedoch Vorsicht geboten. Sowohl Seiten- als auch Mittelstollen verformen sich dann stark und das Fahrverhalten wird schwammig. Rollwiderstand ist übrigens mehr als genug vorhanden!

Rock Razor

Nur fürs Hinterrad! Mit dem Semislick fliegt ihr förmlich jede Rampe bergauf. Von den minimalistischen Mittelstollen solltet ihr euch nicht täuschen lassen. Auf hartem Untergrund generiert die große Aufstandsfläche viel Bremstraktion. Die Seitenstollen sind fast identisch mit denen des Magic Mary und beißen sich gut fest. Sie sind aber etwas kleiner und flacher. In Anliegern knicken sie deshalb später weg - cool! Der Übergang auf die Seitenstollen ist unspektakulär und dank der Mini-Übergangsstollen kontrolliert machbar. Doch der Rock Razor mag es nur staubtrocken, im Matsch haben selbst Profis mit ihm zu kämpfen. Deshalb ist er für euch nur sinnvoll, wenn ihr in Südfrankreich wohnt oder euren Reifen regelmäßig an die Bedingungen anpasst.

Weitere Schwalbe Reifenmodelle

* Crossover: Für E-SUV und Touring-Bikesbietet echte Allround Fähigkeiten für den Einsatz auf Straßen, Feldwegen und leichtem Gelände.* Big Apple: DER VORREITER DES KOMFORTS. In der dritten Generation vereint der Big Apple höchste Komforteigenschaften mit modernem Design und sicherer Performance.* Big Ben Plus: DER KERNIGE BRUDER DES BIG APPLE. Großer Komfort dank großem Volumen.* Billy Bonkers: SAG HALLO ZU BILLY BONKERS!DER NEUE SCHWALBE REIFEN FÜR PUMPTRACK, DIRTJUMP UND SLOPESTYLE.* Green Marathon: VIEL MEHR ALS EIN EINSTIEGSREIFEN. Preisgünstiger City- und Touringreifen mit bemerkenswertem Pannenschutz.* Dirty Dan: DER SPEZIALIST FÜR DEN SCHLAMM. Für tiefe Böden und weiche Untergründe.* Eddy Current: DIE REVOLUTION FÜRS E-MTB. Unser erster echter E-MTB - Spezialist für All Mountain und Enduro.* Energizer Plus: SPEZIELL FÜR E-BIKES ENTWICKELT. Der Energizer Plus hat ein hochmodernes, dynamisches Tourenprofil mit glattem Mittelteil und stark diamantierten Seitenflächen.* Energizer Plus Tour: SO LANG DER AKKU HÄLT. Ohne Ende Fahrvergnügen mit dem E-Touringspezialisten Energizer Plus Tour.* Fat Frank: DER STYLISCHE URBAN-CRUISER. Fat Frank macht auf jedem Bike eine verführerisch gute Figur. Großes Volumen und cooles Profildesign.* Hans Dampf: DER ALLESKÖNNER FÜR ALL MOUNTAIN UND ENDURO. Alles was den Spaß am Biken steigert hat Hans Dampf in petto.* Hurricane: DER ALLROUNDER FÜR LEICHTES GELÄNDE. Der neue Hurricane hat ein modernes, dynamisches Profildesign.* Ice Spiker Pro: LEICHTER, GRIFFIGER, SCHNELLER. Der Turbo unter den Spike-Reifen.* Johnny Watts: AUSGEZEICHNETE WAHL FÜR SUV BIKES. Johnny Watts vereint Leichtlauf auf hartem Untergrund mit langer Haltbarkeit und Pannenschutz, wie kein zweites Profil.

Weitere Aspekte bei der Reifenwahl

* Reifenbreite: Schwalbe-Reifen bauen übrigens relativ breit.* Reifendruck: Da die Hersteller beim Luftdruck eher auf Nummer sicher gehen, empfehlen wir, sich eher am Minimalwert zu orientieren.* Montage: Das Handling der meist starren Trekkingmodelle ist hingegen umständlicher und benötigt oft die Hilfe von Reifenhebern.* Pannenschutz: Beim Schutz gegen Durchstiche werden drei Tests durchgeführt.

Tabelle: Pannenschutz Champions bei Trekking- und Gravelreifen

Reifentyp Champion
Trekkingreifen Michelin CityStreet, Schwalbe Marathon E-Plus
Gravelreifen Teravail, Schwalbe

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