Fahrradreifen haben kein leichtes Leben: Steine, Dornen und Glasscherben trachten täglich nach ihrer Luft. Die schwarzen Rundlinge müssen also viel leisten, wodurch das Lastenheft dementsprechend lang ausfällt.
Mit dem Schwalbe Reifenberater findest du ganz leicht heraus, welchen Fahrradreifen du brauchst! Das Tool hilft dir, den perfekten Reifen für alle Gelegenheiten zu finden - sei es für dein Mountainbike, Trekkingrad oder Rennrad. Keine langen Suchaktionen mehr.
Die Qual der Wahl: Welcher Reifen ist der Richtige?
Damit ein Reifen bestmöglich mit allen Ansprüchen und Bedingungen zurecht kommt, ist immer ein Kompromiss nötig. Um Ihnen daher den bestmöglichen Überblick zu verschaffen, haben wir einen Praxis- und Prüfstandtest durchgeführt. Dabei erfolgt der Praxistest auf zahlreichen Testfahrten im Alltag, beim Pendeln und Wochenendtouren.
In diesem Test finden Sie ausgesprochene Allroundreifen, die am City-, Trekking-, Fitnessrad, Randonneur und Gravelbike eine mehr oder weniger gute Figur machen. Vertreten sind herkömmliche Trekking-, aber auch Gravelreifen. Daher ist es auch interessant, wie die Reifen untereinander, aber eben auch im direkten Vergleich mit dem jeweils anderen Genre abschneiden! Bei den Marken finden sich Modelle von Continental und Schwalbe, die im deutschsprachigen Markt den Ton angeben.
Reifenmontage und wichtige Details
Viele Fahrradfahrer können die Reifen selbst montieren, insbesondere wenn sie über das notwendige Werkzeug und die Erfahrung verfügen. Allerdings kann es hilfreich sein, einen Fachhändler aufzusuchen, wenn du dir unsicher bist.
Beim Montageverhalten montieren wir alle Reifen auf verschiedene Laufräder und achten im Detail auf den Kraftaufwand, die Notwendigkeit eines Reifenhebers und wie schnell sich die Reifen richtig im Felgenbett setzen. Das Handling der meist starren Trekkingmodelle ist hingegen umständlicher und benötigt oft die Hilfe von Reifenhebern. Nach der Montage vermessen wir die Reifen und vergleichen die Werte mit der Herstellerangabe. Dabei fällt auf, dass die meisten Reifen nur wenig abweichen.
Beim Tausch der Reifen sollten auch gleich die Schläuche mitgewechselt werden, denn sie unterliegen ebenfalls einem Verschleiß. Wer dann etwa auf leichte Modelle setzt, spart teils ordentlich Gewicht und senkt leicht den Rollwiderstand bei einem nur geringen Preisaufschlag. Zudem sollte man einen Blick auf die verschiedenen Materialien Butyl, Latex und TPU werfen.
- Felgenband: Hochwertige Felgenbänder reduzieren schon ab Werk das Pannenrisiko. Wichtig ist dabei die ideale Breite, die grob „Felgenmaulweite plus 3 bis 5 Millimeter“ betragen sollte. Geklebte Versionen verrutschen zudem nicht.
- Flickzeug: Für Butylschläuche hat sich Flickzeug von TipTop stehts bewährt. Schneller geht’s allerdings mit Schnellklebeflicken, etwa von Syncros.
- Lochschnüffler: Haucht der Reifen die Luft nur langsam aus, ist das Loch teils schwer zu finden.
- Luftdruckprüfer: Beste Performance gibt’s nur mit dem richtigen Luftdruck. Ein kompakter Luftdruckprüfer hilft bei der regelmäßigen Kontrolle.
- Montagefluid: Wenn störrisch aufzuziehende Reifen nicht in ihre Endposition springen wollen, hilft Schwalbe EasyFit.
- Reifenheber: Intelligente Reifenheber wie der Maxalami NoodLever können mehr: Er hebelt nicht nur, sondern hat auch eine clevere De- und Montagefunktion.
- Schlauch: Ist der Schaden an Tubelessreifen oder Schlauch zu groß, hilft oft nur ein Ersatzschlauch. Butylschläuche gibt es auch in leicht, etwa von Continental.
- Silicon-Politur: Gepflegte Reifenflanken sehen besser aus und lassen Dreck nur schwer anhaften. Nur auf der Lauffläche hat das Mittel nichts zu suchen!
- Standpumpe für die Werkstatt: Die große Standpumpe ist ideal für Werkstatt, Garage und Auto und macht das Aufpumpen zum Kinderspiel. Dank großer Manometer lässt sich auch der Luftdruck perfekt ablesen.
- Talkum-Puder: Wer mit Schlauch fährt, sollte die Reifen-Innenwand wie auch den Schlauch mit Talkum benetzen. Dadurch agieren beide geschmeidiger und können nicht aneinander verkleben.
- Tubeless-Dichtmilch: Sie steht bei Tubeless-Systemen für den bekannten Selbstheilungseffekt während der Fahrt. Zuständig dafür sind kleine Dichtpartikel, die die Schadensstelle von innen verstopfen und damit reparieren.
- Tubeless-Werkzeug: Für Tubeless-Systeme benötigt man spezielles Reparaturwerkzeug. Dazu zählt eine kleine Gabel und sogenannte Dichtwürste.
Pannenschutz im Fokus
Beim Pannenschutz setzen die Hersteller auf zwei verschiedene Systeme: Hochdichte, engmaschige Gewebe sind besonders leicht und flexibel, sind aber teuer und schützen nicht so effizient vor Durchschlägen. Sie werden meist bei Gravelreifen und eher teuren Trekkingreifen eingesetzt. Dicke Gummieinlagen unter der Lauffläche agieren als Abstandhalter, erhöhen aber das Gewicht und teils den Rollwiderstand recht deutlich.
Beim Schutz gegen Durchstiche werden drei Tests durchgeführt. Dabei wird im ersten Test die Sicherheit gegen Dornen, Nägel oder Draht überprüft und ein spitz zulaufender Metalldorn durch die Lauffläche gedrückt. Hier überzeugen vor allem Condura, CST, Michelin und die beiden Schwalbe Marathons.
Der zweite Test simuliert ein flacher Prüfdorn die Abwehr gegenüber scharfkantigen Glasscherben oder Steinen. Michelin CityStreet, Scalato Mondano und vor allem Schwalbe Marathon E-Plus sowie G-One setzen sich teils deutlich ab.
Der dritte Test überprüft die Widerstandsfähigkeit der Flanken, um gegen Kanten, große Steine oder Äste am Boden gewappnet zu sein. Maxxis, Michelin City Street und Schwalbes Marathon E-Plus sowie G-One bieten hier sehr hohen Schutz.
Am Ende kristallisieren sich in Summe aller Pannenschutztests folgende Champions heraus: Bei den Trekkingreifen bestechen Michelins CityStreet und vor allem Schwalbes Marathon E-Plus. Bei den Gravelreifen überzeugen vor allem Teravail und Schwalbe.
Am Ende zeigt die echten Fahrqualitäten nur der Praxistest. Dazu wurden die Testmodelle auf Fahreindruck, Laufgeräusche, Komfort, Dämpfungsverhalten und Traktion überprüft.
Für die Fahrdynamik besonders wichtig ist ein geringes Gewicht. Schließlich muss der Reifen nach jedem Ampelstopp oder einer Kurve wieder in Fahrt gebracht werden. Durch die Bank fallen die Gewichte bei den Gravelreifen deutlich geringer aus. Rene Herse, Schwalbe G-One, Specialized und vor allem Bontrager tun sich hier besonders hervor, was in der Praxis auch deutlich spürbar ist. Bei den Trekkingreifen können Condura, Cult, Michelin CityStreet und Schwalbes Green Marathon einen Vorteil einfahren.
Rollwiderstand und Fahrkomfort
Während das Gewicht eher nur beim Beschleunigen wichtig ist, spielt der Rollwiderstand immer eine große Rolle. Beim Abrollen des Reifens entsteht nämlich zwischen den verschiedenen Reifenkomponenten sowie zwischen Reifen und Schlauch ein Walkeffekt, der Energie vernichtet. Ein geringer Rollwiderstand sorgt also für ein zügiges Vorankommen und eine gute Agilität, der Fahrer spart zudem Energie. So rollen die Gravelbikes den Trekkingreifen durch die Bank davon, wobei Schwalbes G-One und Specialized besonders effizient arbeiten. Bei den Trekkingreifen überraschen indessen Continental und Schwalbe, wobei vor allem Schwalbes Green Marathon sogar mit den guten Gravelreifen mithält!
Beim Fahrkomfort arbeiten zwei Punkte Hand in Hand: Der Komfort selbst wird durch eine geschmeidige Reifenkonstruktion erzielt. Hier spielen die Gravelreifen in Summe ihre Stärke aus, wobei uns die Modelle von Rene Herse, Schwalbe und Specialized besonders gut gefallen haben.
Bei der Traktion ist ein Ergebnis nicht zwingend nur am Profil auszumachen, denn sie ergibt sich aus der Griffigkeit der Gummimischung, dem Profil und der Geschmeidigkeit der Karkasse.
Empfehlungen und Fazit
Einen guten Allrounder zu entwickeln, ist für viele Hersteller eine große Herausforderung. Das zeigt unser Test auf dem Prüfstand und in der Praxis. Gerade die Punkte Gewicht und Leichtlauf stehen bei vielen im direkten Konflikt mit der Pannensicherheit.
Bei den Gravelreifen haben wir am Ende drei Favoriten: Wer einen maximal traktionsstarken Reifen mit tollem Komfort sucht, aber bei der Pannensicherheit Einbußen in Kauf nimmt, greift zum Rene Herse. Im Trekkingsegment bieten Continental und Schwalbes Green Marathon eine durch die Bank solide Leistung ohne echte Schwäche, heimsen dadurch eine Empfehlung ein.
Schwalbe Marathon Plus: Unplattbar?
Aktuellstes Beispiel unter den Schwalbe-Technolgien ist der Marathon Plus, der das Know-How des pannengeschützten Sport-Reifens auf einen Tourenreifen überträgt. Dabei setzt Schwalbe auf den rundum laufenden Pannenschutzgürtel „Smart Guard“ mit einer 5 Millimeter dicken Kautschukschicht unter der Lauffläche. Gürtel und Reifendecke bringen zusammen eine fast einen Zentimeter dicke Schutzschicht auf die Straße.
Der für die Sasion 2014 neu aufgelegte Reifen mit der Bezeichnung „unplattbar“ ist vor Schäden durch eingefahrene Festkörper nicht mehr nur „beinahe“ (velojournal 3/2009), sondern absolut sicher. Überdies erhöhen „Anti-Aging-Seitenwände“ die Resistenz gegen Rissbildungen und schützen vor Alterung durch Überbelastung bei zu geringem Luftdruck. Im MTB-Sortiment sorgen Modelle wie der Marathon Plus MTB mit denselben „Smart Guard“-Technologien für pannenfreies Fahren.
Tubeless-Technologie: Der Marathon Almotion
Eine Entwicklungsstufe weiter ist der Marathon Almotion: Der Trekking-Reifen ist so konstruiert, dass er auf einen Schlauch komplett verzichten kann. Dabei umhüllt eine Karkassenkonstruktion „Dynamic Casing“ den Innenbereich, was zugleich einen klassischen Zielkonlikt lösen soll: einen Reifen mit bester Kombination aus Grip, Vorwärtsdrang und geringem Rollwiderstand zu konstruieren. Durch den Wegfall von Reibung zwischen Schlauch und Mantel rollt dieser Schlauchlos-Pneu deutlich leichter, wiegt aber ein paar Gramm mehr als ohne Pannenschutz.
Spielt das Gewicht eine Rolle, lohnt der Blick auf den Marathon Deluxe: Der auch für schnelle E-Bikes zugelassene Reifen spart ein halbes Kilogramm bei gleichem Pannenschutz, zeigt aber, weil ohne Schulterstollen wie beim Mondial, „zu wenig Profil für wildes Querfeldein“ (Trekkingbike 4/2013).
Weitere Empfehlenswerte Schwalbe Reifen
- Silento: Leichten und leisen Lauf für Trekking- und Cityradler
- Lugano: Ausreichend Grip auf nassem und trockenem Asphalt
- Racing Ralph: Top-Allrounder mit gutem Kurvengrip
Schwalbe MTB-Reifen: Marktübersicht
Die ersten eigenen Reifen entwickelte Schwalbe Mitte der 70er Jahre und hat sich seitdem als Marktführer in diesem Segment etabliert. Das Sortiment sorgt ab und an für Verwirrung. Doch wer einmal den Durchblick hat, findet für jeden Zweck den richtigen Reifen!
Top 5 Schwalbe-Reifen für MTB
Für alle MTB-Disziplinen bietet Schwalbe ein breites Portfolio an, das seit Jahren Biker aller Couleur begeistert. Für jeden Biker gibt es entsprechend des Einsatzzwecks den richtigen Reifen. Hier sind unsere absoluten Schwalbe Favoriten:
- Nobby Nic: Modell Evolution Super Ground, Addix Speedgrip, TLE
Die Addix Reifenmischungen
Schwalbe hat seine Reifenmischungen auf vier Compounds reduziert. Diese variieren in ihrer Zusammensetzung stark und sorgen maßgeblich für die Fahreigenschaften eines jeden Reifens:
- Addix Speed: Für XC-Racer
- Addix Speedgrip: Für Cross-Country, Trail und All-Mountain
- Soft-Mischung: Vor allem an Enduro-Reifen, aber auch an Trail- und All-Mountain-Reifen
- Ultra Soft Compound: An den Highend-Reifen im Gravity-Segment
Decade of Super: Die Karkasse im Detail
Schwalbe bietet derzeit unterschiedliche Versionen seiner Reifen an. Zum einen gibt es die Performance-Varianten, die preiswerter sowie schwerer und meist sowohl als Falt- als auch als Drahtreifen verfügbar sind. Die Evolution-Line ist nicht nur teurer, sondern vor allem stabiler, leichter und ausschließlich als Faltreifen-Variante entwickelt.
Im August 2020 hat Schwalbe für seine Evolution-Reifen fünf neue Reifenkonstruktionen eingeführt: Die "Super Five". Sie sollen für ein vereinfachtes und simpleres Sortiment sorgen und die Kaufentscheidung künftig erleichtern:
- Super Race
- Super Ground
- Super Trail
- Super Gravity
- Super Downhill
Weitere MTB-Reifen von Schwalbe
- Thunder Burt: Cross-Country & Marathon
- Racing Ralph: Cross-Country & Marathon
- Smart Sam: Allrounder
- Racing Ray: Cross-Country & Marathon
- Rocket Ron: Cross-Country & Marathon; All-Mountain; Trail
- Wicked Will: Cross-Country & Marathon; Trail
- Rock Razor: All-Mountain; Trail; Enduro; Downhill
- Eddy Current (Front & Rear): All-Mountain; Trail; E-MTB
- Hans Dampf: All-Mountain; Trail; Enduro; Downhill
- Big Betty: All-Mountain; Trail; Enduro; Downhill
- Magic Mary: All-Mountain; Trail; Enduro; Downhill
- Dirty Dan: Enduro; Downhill
Die Qual der Wahl: Welcher Reifen passt zu mir?
Neben der richtigen Reifengröße und dem passenden Profil gibt es weitere Eigenschaften, die ein guter Fahrradreifen aufweisen sollte. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Punkte einmal zusammengetragen:
- Größe: Die Größe von Fahrradreifen lassen sich in der Regel in drei verschiedenen Größenbezeichnungen angegeben: in ETRTO, in Zoll (englische Bezeichnung) und in Millimeter (französische Bezeichnung). Heutzutage wird vorrangig die Europäische Reifen- und Felgennorm (ETRTO) verwendet.
- Reifenbreite: Die Breite des Reifens kann variieren und beeinflusst zudem das Fahrverhalten. Breitere Reifen versprechen gewöhnlich mehr Komfort und bieten eine bessere Haftung, während schmalere Reifen in der Regel einen geringeren Rollwiderstand aufweisen.
- Reifenprofil: Beim Reifenprofil sollten Sie darauf achten, auf welcher Art von Untergrund Sie hauptsächlich fahren. Für Straßen sind meist glattere Profile geeignet, da der Rollwiderstand geringer ist, wie zum Beispiel bei Rennrad- oder Citybike-Reifen. Für Geländefahrten oder Schotterwege sind Mountainbike-Reifen mit stärkerem Profil besser geeignet.
- Reifentyp: Es gibt unterschiedliche Reifentypen, wie z. B. Drahtreifen, Faltreifen oder Tubeless-Reifen. Jeder Typ hat seine Vor- und Nachteile, wie Gewicht, Pannensicherheit, Montage und Preis.
- Ventilart: Bei den Ventilarten unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Ventilen: Auto-Ventil, Presta-Ventil und Dunlop-Ventil.
- Maximaler Luftdruck: Je nachdem, für welchen Fahrradreifen Sie sich entscheiden, sollten Sie auf den empfohlenen Luftdruck achten.
- Pannenschutz / „Unplattbare“ Reifen: Einige Reifen verfügen über eingebaute Schutzschichten, um die Wahrscheinlichkeit von Pannen zu reduzieren.
Reifengrößen im Überblick
Bei Fahrradreifen lassen sich in der Regel vier verschiedene Größenbezeichnungen aufzählen. Die zeitgemäße Bezeichnung ist nach der Europäischen Reifen- und Felgennorm (ETRTO), die englische und französiosche Bezeichnung ist allerdings ebenfalls noch häufig zu finden.
- ETRTO: Europäische Reifen- und Felgennormgröße, welche die Breite und den Innendurchmesser des Reifens in Millimeter angibt.
- Zoll: Die etwas veraltete Größenbezeichnung in Zoll ist bei Fahrradreifen immer noch weit verbreitet.
- Französische Bezeichnung in Millimeter: Die ebenfalls veraltete französische Größenbezeichnung wird in Millimetern angegeben.
- Englische Bezeichnung in Zoll: Bei der englischen Bezeichnung wird die Größe des Reifens ebenfalls in Zoll angegeben.
Reifentypen im Detail
- Drahtreifen: Diese Reifen haben starre Stahl- oder Kevlar-Drähte, die in die Kante des Reifens eingearbeitet sind und auf der Felge sitzen.
- Faltreifen: Faltreifen sind vom Aufbau ähnlich wie Drahtreifen, allerdings besitzen sie biegsame Kevlar-Drähte, was sie leichter und einfacher zu transportieren macht, da sie faltbar sind.
- Tubeless Reifen: Diese Reifen werden ohne Schlauch gefahren und benötigen eine spezielle tubeless-kompatible Felge.
Wann sollte man den Fahrradreifen wechseln?
Ein Wechsel des Fahrradreifens steht generell dann an, wenn er entweder beschädigt oder stark abgenutzt ist. Spätestens wenn auf der Lauffläche bereits die Pannenschutzeinlage durchscheint, sollte der Reifen gewechselt werden.
Unser Tipp: Überprüfen Sie möglichst einmal im Monat Ihren Reifendruck mit einem Manometer, da ein zu geringer Luftdruck den Verschleiß am Reifen stark erhöhen kann.
Der richtige Luftdruck
Für den idealen Luftdruck kommt es neben dem Fahrradtypen auf viele verschiedene Faktoren an, wie zum Beispiel die Reifengröße, das Gewicht der aufsitzenden Person und den Untergrund, auf dem man fährt. Ein guter Indikator ist vor allem die Herstellerangabe - an diese sollten Sie sich möglichst halten.
Generell kann man sich jedoch an dieser Faustregel orientieren: je breiter der Reifen, desto geringer der Luftdruck. Umgekehrt bedeutet dies, dass man z. B. ein Rennrad, das einen sehr schmalen Reifen mit wenig Profil besitzt, mit einem höheren Luftdruck fährt.
Anleitung: Fahrradreifen wechseln
Haben Sie einen Platten? Dann haben wir nachfolgend eine Anleitung, wie Sie Ihren Fahrradreifen schnell und einfach wechseln können. Am besten halten Sie folgende Gegenstände bereit: einen Reifenheber, Flickzeug oder einen neuen Schlauch, eine Luftpumpe und ggf. einen Eimer Wasser und Seife.
Zunächst lassen Sie die restliche Luft aus dem Reifen, indem Sie das Ventil öffnen. Nun nehmen Sie im besten Fall einen Reifenheber zur Hand und versuchen, einen Reifenwulst über den Felgenrand zu hebeln. Haben Sie eine Seite des Reifens geschafft, verfahren Sie mit dem restlichen Reifen genauso, bis der gesamte Reifen von der Felge gelöst ist.
Anschließend ziehen Sie den Schlauch heraus. Nun geht es auf Spurensuche: Überprüfen Sie den Schlauch und den Reifen auf Löcher oder Einkerbungen. Dies gelingt am besten, indem Sie den Reifen Aufpumpen und in Wasser tauchen. Anhand der aufsteigenden Luftblasen erkennen Sie das Loch. Wenn das Loch relativ klein ist, können Sie es mit einem Fahrradflickset reparieren.
Schwalbe: Synonym für Fahrradreifen
Den Begriff Schwalbe assoziieren viele mit Fahrradreifen wie Papiertaschentücher mit Tempo. Tatsächlich ist der Reifenhersteller für Fahrräder, Scooter und neuerdings auch Rollstühle nicht nur Europa-Marktführer und eine der bekanntesten Reifenmarken hierzulande. Schwalbe ist vielmehr zum Synonym für Fahrradreifen schlechthin geworden.
Schwalbe Aerothan Schlauch gewinnt Test
Der Schwalbe Aerothan hat den Test von TPU-Schläuchen der Zeitschrift ROADBIKE (Ausgabe 04/23) gewonnen. Mit 82 Punkten erhielt er das Gesamturteil "sehr gut" und den Testsieg im Allround-Test.
Wichtige Hinweise zur Reifengröße
Um die richtige Reifengröße für dein Fahrrad zu finden, schaue dir zunächst den Aufdruck auf deinem aktuellen Reifen an. Dort sind die Größenangaben vermerkt, die häufig in Millimetern (z.B. 28 x 1.5) oder in Zoll (z.B. 26 x 2.1) angegeben sind. Wenn die Größe nicht mehr lesbar ist oder du einen neuen Reifen kaufen möchtest, kannst du auch die Rahmengröße deines Fahrrads oder die Empfehlungen des Herstellers in Betracht ziehen.
Regelmäßige Kontrolle und Wartung
Die Häufigkeit des Reifenwechsels hängt von mehreren Faktoren ab, darunter der Typ des Reifens, wie viel Fahrrad gefahren wird und die Bedingungen, unter denen das Fahrrad genutzt wird. Allgemein ist es ratsam, Reifen regelmäßig auf Abnutzungserscheinungen, Risse oder andere Beschädigungen zu überprüfen.
Spezielle Reifen für verschiedene Wetterbedingungen
Schwalbe bietet spezielle Reifen für verschiedene Wetterbedingungen an. Beispielsweise gibt es Reifen mit einer speziellen Profilgestaltung und Gummimischung für besseren Grip bei Nässe und Kälte oder solche, die für trockene und sommerliche Bedingungen optimiert sind.
Händlersuche
Nutze die Händlersuche auf unserer Seite, um einen Reifenhändler in deiner Nähe zu finden.
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