Anleitung zum Wechseln von Schwalbe Fahrradreifen

Jeder Fahrradfahrer kennt es: Am Fahrrad den Reifen oder einen Schlauch zu wechseln, kommt relativ häufig vor. Spätestens bei abgefahrenem Profil sollte ein Fahrradreifen (z.B. aus dem Hause Schwalbe) getauscht werden. Auch wenn Qualität und Material vom Fahrradreifen bzw. Fahrradschlauch z.B. Seitdem es Schwalbe Reifen mit Pannenschutzeinlage gibt, hat man als Radfahrer immerhin schon mal deutlich seltener mit geplatzten und gerissenen Schläuchen zu tun; aber auch der beste Pannenschutz kann bei ungünstigen Durchstichen leider nicht immer einen beschädigten Schlauch verhindern. Immerhin wird das Risiko dadurch deutlich minimiert!

Moderne Pannenschutzreifen für Fahrräder kosten zwar etwas mehr als ein Reifen komplett ohne solch einen Schutz; meist hat sich dieser Mehrpreis aber bereits nach der ersten verhüteten Panne schon gerechnet. Somit lohnt es sich allemal in solch einen Schwalbe Reifen zu investieren. Zumal verständlicherweise wohl niemand gerne mitten im Wald mit einem Platten liegen bleiben möchte.

Wer oftmals mit zu niedrigem Luftdruck fährt, muss damit rechnen, dass sich an der Reifenflanke im Laufe der Zeit Risse bilden - überprüfen Sie daher immer mal die Reifen zwischendurch! Diese Risse können irgendwann unter Belastung den Reifen regelrecht platzen lassen. Noch dazu setzen Witterungen wie Kälte, Hitze und auch UV-Licht einem Reifen auf Dauer extrem zu.

Wenn ein Reifenwechsel nötig ist, fahren die meisten Rad-Besitzer mit ihrem Bike dann in eine Fahrradwerkstatt und lassen den Schwalbe-Reifen oder auch Schwalbe-Schlauch von einem Fachmann wechseln. Dies ist auf jeden Fall ein sinnvoller Weg - jedoch kann man mit unserer nachfolgenden Anleitung und mit nur wenig Werkzeug solch einen Wechsel auch als Laie recht einfach durchführen.

Wenn man Pech hat, muss man diese Arbeit unterwegs im Wald, auf dem Fahrradweg oder gar auf dem Marktplatz machen - da wo eben der Reifen kaputtgegangen ist. Wer Glück hat, muss diese Arbeit jedoch nicht unterwegs angehen, sondern kann das ganz bequem in der heimischen Hobby-Werkstatt, in der Garage oder auch im Keller durchführen. In solchen Räumlichkeiten hat man natürlich beste Voraussetzungen für einen optimalen Reifenwechsel, wenngleich es natürlich auch - im Falle eines Falles - am Wegesrand funktioniert bzw. funktionieren sollte.

Dann gilt natürlich die Vorrausetzung, dass Sie das passende Werkzeug und ebenso einen Ersatzschlauch bzw. Nachfolgend erklären wir nun, anhand einer bebilderten Schritt-für Schritt-Anleitung, wie Sie beim Wechsel bzw. der Erneuerung eines Schwalbe-Fahrradschlauchs und/oder eines Fahrradreifens vorgehen sollten. Als wichtigstes Werkzeug darf hierbei auf keinen Fall ein vernünftiger Reifenheber - am besten mit Metallkern - nicht fehlen. eventuell Gabel- bzw.

Notwendige Werkzeuge und Materialien

  • Neuer Reifen und ggf. neuer Schlauch
  • Reifenheber (am besten mit Metallkern)
  • Gabel- oder Ringschlüssel (meist SW15)
  • Luftpumpe mit Manometer (z. B. Schwalbe Airmax Pro)
  • Felgenband (falls erforderlich)
  • Montagefluid (z. B. Schwalbe Easy Fit)
  • Eventuell Kabelbinder oder alter Pedalriemen als "dritte Hand"

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Reifenwechsel

1. Vorbereitung

Suchen Sie sich einen Platz, an dem Sie gut arbeiten können. Eine Garage oder ein Keller sind im Winter ideal, bei gutem Wetter können Sie den Reifen auch an der frischen Luft wechseln. Vor dem Wechsel sollte der Untergrund abgedeckt werden, z. B. mit einer Packdecke oder dünnem Karton, um Schäden wie Kratzer zu vermeiden.

2. Laufrad demontieren

Zuerst wird das Laufrad mit dem passenden Werkzeug gelöst. Beim Hinterrad achten Sie darauf, ob das Rad eine Schaltung besitzt. Auch Felgenbremsen müssen beim Demontieren berücksichtigt werden. Entfernen Sie das Hinterrad, stellen Sie zuvor den niedrigsten Gang ein.

3. Luft ablassen

Sobald Sie den Reifen erfolgreich aus dem Fahrradrahmen genommen haben, öffnen Sie das Ventil und lassen die Luft aus dem Schlauch.

4. Reifen von der Felge hebeln

Anschließend wird der Reifen von der Felge gehebelt. Entscheidend hierbei: Beginnen Sie an der gegenüberliegenden Seite des Ventils und heben Sie den Schlauch nur an einer Seite des Reifens herunter.

5. Felgenband überprüfen und ggf. austauschen

Sollte das Felgenband Schäden aufweisen, können Sie es bei dieser Gelegenheit austauschen. Typische Felgenbandschäden: Risse, Dellen oder Abrieb. Ein neues Felgenband kann relativ einfach angebracht werden.

Alle Speichenbohrungen müssen vollständig und sicher durch ein geeignetes Felgenband abgedeckt sein.

6. Neuen Reifen vorbereiten

Überprüfen Sie die Laufrichtung des Fahrradreifens, indem Sie sich am Profil und dem Rotationspfeil, den Sie seitlich am Reifen finden, orientieren. Dann kommt die Reifenmontageflüssigkeit zum Einsatz.

7. Reifen aufziehen

Wie beim Entfernen wird auch beim Aufziehen des neuen Reifens über eine Seite gearbeitet: Stülpen Sie den Reifen einseitig über die Felge. Der Schlauch wird nicht direkt komplett eingesetzt. Sie setzen zunächst nur das Stück ein, in dem sich das Ventil befindet.

8. Schlauch einsetzen

Hat das funktioniert, kommt die Luftpumpe zum Einsatz. Der Schlauch wird zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht komplett gefüllt. Der Reifen wird über das Felgenhorn geschoben, soweit dies möglich ist. Das geht bis zu einem gewissen Grad mit der Hand, dann muss eventuell Werkzeug zum Einsatz kommen.

9. Reifendruck prüfen und anpassen

Prüfen Sie, ob der Reifen wirklich gut auf der Felge sitzt. Wenn Sie sicher sind, dass das der Fall ist, kann der Schlauch nun aufgepumpt werden. Benutze ein Manometer (z. B. Schwalbe Airmax Pro) um den Reifendruck einzustellen. Der zulässige Druckbereich ist auf der Reifenflanke angegeben.

Kontrolliere den Reifendruck mindestens einmal pro Monat mit einem Luftdruckprüfer.

10. Laufrad montieren

Das nun runderneuerte Laufrad mit Reifen und Schlauch vom Hersteller Schwalbe kann dann wieder am Fahrradrahmen bzw. in der Gabel montiert werden.

Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Montage

  • Verwende zur Montage keine scharfen Montierhilfen.
  • Achte auf rechtwinklige Stellung des Ventils.
  • Zentriere den Reifen, bevor Du ihn bis zum gewünschten Druck aufpumpst.
  • Hilfreich ist es immer die Montage gegenüber dem Ventil zu beginnen und am Ventil zu beenden, da sich der zu montierende Reifenwulst auf möglichst langer Strecke im Felgentiefbett befinden sollte.
  • Statt den Reifen mit dem Daumen zu drücken, ist es oft leichter den Reifenwulst von gegenüber über das Felgenhorn zu „rollen“.
  • Sehr hilfreich sind natürlich Reifenheber. Achte dabei darauf, dass der Reifenwulst keinen Schaden nimmt. Immer nur ein kleines Stück hebeln und den Reifenheber lieber öfter ansetzen. Auf keinen Fall Reifenheber aus Metall verwenden.

Besondere Herausforderungen und Lösungen

Marathon Plus Reifen

Als besonders schwierig in der Montage erweist sich manchmal der Marathon Plus in den schmalen Versionen. Durch die Eigenspannung rutscht der Reifen immer wieder aus dem Tiefbett und dann ist es extrem schwer, das letzte Stück Reifen über das Felgenhorn zu ziehen. Sehr hilfreich ist hier eine dritte Hand, die den Reifen auf der gegenüberliegenden Seite im Tiefbett festhält. Auch ein Kabelbinder oder ein alter Pedalriemen können gute Dienste als "dritte Hand" leisten.

Schwierige Montagefälle

Der Schwalbe Reifenheber ist besonders hilfreich bei schwierigen Montagefällen. Du kannst ihn auf der Felge einclipsen und damit den bereits montierten Bereich des Reifenwulstes fixieren. Dieser rutscht dann nicht mehr heraus während Du den letzten Abschnitt über die Felge hebelst.

Verwendung von Tubeless-Felgenbändern

TIPP: Wenn sich Fahrradreifen schwer montieren bzw. demontieren lassen, hilft in den meisten Fällen die Verwendung eines Tubeless-Felgenbands anstatt der üblich verbauten Standardfelgenbänder. Tubeless-Felgenbänder sind wesentlich dünner als Standardfelgenbänder und verschaffen somit dem Reifenwulst im Felgenbett etwas mehr Platz. Zudem kann der Reifenwulst über ein Tubeless-Felgenband besser ins Felgenhorn und auch wieder aus dem Felgenhorn herausrutschen. Das Tubeless-Felgenband muss ca.

Abweichungen bei Felgen- und Reifendurchmesser

Wenn der Felgendurchmesser zu groß und/oder der Reifendurchmesser zu klein ist, gleitet der Reifenwulst nur schwer in die richtige Stellung auf der Felgenschulter. Abhilfe: Den Druck kurzfristig überhöhen und/oder den Reifenwulst mit Seifenlauge oder Montageflüssigkeit einreiben, um ihm das Gleiten zu erleichtern.

Unser Montagefluid Easy Fit lässt sich sehr einfach mit der praktischen Schwammdose- ohne Hilfsmittel und schmierige Finger - auf den Reifenwulst auftragen. Beim Aufpumpen gleitet der Reifenwulst dann leicht in die richtige Position auf der Felge. Nach ca. 10 Minuten verflüchtigt sich die Flüssigkeit vollständig.

Wenn der Felgendurchmesser zu klein und der Reifendurchmesser zu groß ist, kommt der Reifen unabhängig vom Reifendruck nicht richtig zum Sitzen. Abhilfe schafft meistens ein Zentrieren des Reifens von Hand bei sehr geringem Druck. Bearbeite den Reifen mit dem Daumen, bis die Felgenkennlinie des Reifens an allen Stellen parallel zur Felge verläuft.

Westwood Felgen

Eine "Hakenfelge" ist heutzutage der Normalfall - also eine Felge, bei der die Felgenhörner oben mit einem Haken nach innen abschließen. Es gibt aber auch noch viele, sogenannte "Westwood" Felgen im Markt. Hollandräder sind z. B. häufig darauf unterwegs. Diese klassischen Felgen haben keinen Haken, der den Reifen festhält und zentriert. Zudem bestehen Westwood-Felgen aus Stahl mit einer sehr glatten Oberfläche. Diese Felgen erfordern bei der Montage besondere Aufmerksamkeit.

Manuelle Zentrierung. Bevor der Reifen stramm aufgepumpt wird, muss sichergestellt werden, dass er zentrisch auf der Felge sitzt. Anders als bei einer Hakenfelge rutscht der Reifen beim Aufpumpen nicht automatisch in die richtige Position. Wenn der Reifen ungleichmäßig sitzt, kann er leicht von der Felge abspringen.

Luftdruck max. 5 Bar. Generell sind solche Felgen nicht hochdrucktauglich. Den maximal möglichen Luftdruck des Reifens kann man auf solchen Felgen meist nicht ausschöpfen. Durch die ETRTO-Norm ist der Luftdruck auf 5 Bar begrenzt. Wir empfehlen, noch etwas mehr Sicherheitsreserve einzukalkulieren und es bei vier Bar zu belassen. Daraus ergibt sich auch, dass diese Felgen für schmale Reifen oder schwere Fahrer nicht gut geeignet sind.

Tubeless-Montage

Tubeless-Bereifung bietet eindeutige Vorteile bei Schnelligkeit, Komfort, Grip und Pannensicherheit. Unnötige Reibung zwischen Reifen und Schlauch wird vermieden. Dadurch ist der Rollwiderstand wesentlich geringer als bei Faltreifen oder Schlauchreifen. Tubeless kann man ohne Leistungseinbußen mit einem geringeren Luftdruck fahren. Das bringt Vorteile im Komfort aber auch mehr Kontrolle in kritischen Situationen und auf schlechten Strecken. Gleichzeitig bieten Tubeless-Systeme hohe Pannensicherheit. Die Gefahr von Durchschlägen ist deutlich geringer. Ein plötzlicher Luftverlust durch platzende Schläuche oder Ventilabrisse ist ausgeschlossen. Zudem funktionieren Tubeless-Systeme sehr gut im Zusammenspiel mit Pannenschutzflüssigkeiten.

Die Vorteile sind vor allem für sportliche Fahrer interessant, denen es um maximale Performance geht. Das System ist technisch anspruchsvoll und erfordert ein Tubeless kompatibles Laufrad. Wenn Du ein wartungsärmeres Set-Up suchst, dann ist das System mit Schlauch die richtige Wahl für dich.

Benötigte Materialien für Tubeless-Montage:

  • Tubeless-Ventil
  • Dichtflüssigkeit (z. B Schwalbe Doc Blue)
  • Montagefluid (z. B Schwalbe Easy Fit)
  • Standpumpe mit Manometer
  • Putztuch

HINWEIS: Ein Kompressor oder der Schwalbe Tire Booster sind sehr hilfreich, wenn es beim Aufpumpen Probleme gibt.

Schritte zur Tubeless-Montage:

  1. Reifen wie gewohnt auf die Felge montieren. Reifenheber nur vorsichtig einsetzen.
  2. Vor dem Aufpumpen beide Reifenwülste mit Montagefluid bestreichen.
  3. Das Ventil muss sich beim Aufpumpen zwischen den Wülsten befinden.
  4. Beim ersten Aufpumpen ist ein kräftiger Luftstoß erforderlich (Standpumpe, Kompressor oder Tire Booster).
  5. Der Reifen rastet hörbar auf der Felge ein. Danach Luft wieder ablassen.
  6. Am besten direkt zur ersten Ausfahrt starten. Die Abdichtung durch die Milch ist erst abgeschlossen, wenn der Reifen gewalkt hat und die Karkasse vollständig benetzt ist.
  7. Nach 24 Stunden nachpumpen.

HINWEIS: Unbedingt die Angaben zu maximalem Luftdruck von Reifen und Felge beachten!

HINWEIS: Bitte zum Aufpumpen keine CO2-Kartuschen verwenden. Das CO2 wirkt sich ungünstig auf die Pannenschutzflüssigkeit aus!

HINWEIS: Generell ist beim Hantieren mit der Dichtflüssigkeit Vorsicht geboten.

Verwendung von Dichtflüssigkeit

Tubeless Easy-Reifen sind keine luftdichten Tubeless-Reifen. Es wird eine spezielle Pannenschutzflüssigkeit benötigt, um die notwendige Dichtigkeit herzustellen. Echte Tubeless-Reifen, wie sie früher üblich waren, kamen theoretisch ohne die Flüssigkeit aus. Dafür waren sie viel schwerer und in der Praxis wurden sie trotzdem meistens mit Dichtmilch gefahren.

Wie häufig muss die Dichtflüssigkeit nachgefüllt bzw. erneuert werden? Doc Blue bleibt ca. 2000 km oder 2-7 Monate als vorbeugender Pannenschutz im Reifen aktiv. Wenn das System einmal dicht ist, musst Du die Milch nicht unbedingt nachfüllen. Die zusätzliche Schutzwirkung gegen Pannen hast Du natürlich nur, wenn es noch aktive Milch im Reifen gibt. Wir empfehlen die Dichtflüssigkeit vor einem Wettkampf oder einer größeren Tour zu kontrollieren und zu erneuern. Wenn Dich das Mehrgewicht nicht stört, kannst Du auch einfach zusätzliche Dichtmilch einfüllen.

Mit einer Nadel kann man testen, ob die Dichtflüssigkeit noch funktionsfähig ist. Einfach in die Lauffläche einstechen und den Reifen rotieren lassen. Wenn das Loch nicht automatisch abgedichtet wird, musst Du Dichtflüssigkeit nachfüllen. Doc Blue bleibt ca. 2000 km oder 2-7 Monate als vorbeugender Pannenschutz im Reifen aktiv. Der Zeitraum variiert stark in Abhängigkeit von der Temperatur.

Problemlösungen bei der Tubeless-Montage

Aufpumpen ist häufig das größte Problem beim Montieren eines Tubeless-Reifens. Gerade bei eher klassischen Felgenformen, die nicht optimal für eine Tubeless-Montage konstruiert sind, entweicht die Luft beim Pumpen oft unkontrolliert zwischen Reifenwulst und Felge. Folgende Kniffe schaffen Abhilfe:

  • Kontrollieren, dass das Ventil zwischen den Reifenwülsten positioniert ist.
  • Montagefluid wie z. B. Easy Fit verwenden! Durch den Gleitfilm rutscht die Reifenwülste viel leichter in die vorgesehene Position.
  • Ventileinsatz entfernen um den Luftdurchfluss zu vergrößern.
  • Wenn der Reifen zu locker sitzt, hilft oft eine zusätzliche Lage Felgenband.
  • Reifen vorher mit Schlauch montieren und 24 Stunden ruhen lassen.

Tire Booster

Zum Aufpumpen eines Tubeless-Reifens ist ein kräftiger Luftstoß erforderlich. Leider ist eine Standpumpe dafür nicht bei allen Laufrädern ausreichend und einen Kompressor haben die wenigsten Nutzer zuhause. Hier schafft der Tire Booster Abhilfe.

Im wesentlichen handelt es sich um einen Druckbehälter, den Du mit der Standpumpe bis auf 11 bar aufpumpen kannst. Die gesammelte Luft beförderst Du dann mit einem einzigen „Schuss“ in den Reifen.

Anleitung zur Verwendung des Tire Boosters:

  1. Reifen und Felge vor der Montage säubern.
  2. Reifen wie gewohnt auf die Felge montieren. Vor dem Aufpumpen beide Reifenwülste mit Montagefluid bestreichen. Das Ventil muss sich beim Aufpumpen zwischen den Wülsten befinden.
  3. Entlüftungsventil („Air Valve“) des Tire Booster schließen.
  4. Pumpenkopf vom Tire Booster auf das Fahrradventil drehen. Mit dem Adapter kannst du den Luftstrom in den Reifen verstärken. Dafür Ventileinsatz entfernen, Adapter auf den Pumpenkopf des Tire Boosters schrauben und zusammen auf den Ventilschaft drehen.
  5. Tire Booster aufpumpen (max. 11 Bar/160 PSI).
  6. Entlüftungsventil öffnen. Der Reifen rastet hörbar auf der Felge ein.
  7. An der Kennlinie den richtigen Sitz des Reifens überprüfen. Ist Nachpumpen erforderlich, kann dies über den Tire Booster erfolgen (Entlüftungsventil muss geöffnet sein).
  8. Pumpkopf entfernen. Ggf. Dichtflüssigkeit (z.B.

Reifengrößen und Felgenkompatibilität

Reifen und Felge müssen zueinander passen. Genauer gesagt, muss der Reifeninnendurchmesser mit dem Felgenschulterdurchmesser übereinstimmen. Die Reifengröße 37-622 passt z.B. auf eine Felge 622 x 19C. Außerdem müssen Reifenbreite und Felgeninnenmaulweite aufeinander abgestimmt sein.

Die Größen von Fahrradreifen werden heute nach der Europäischen Reifen- und Felgennorm ETRTO (European Tire and Rim Technical Organization) bezeichnet. Die ETRTO Größenbezeichnung (z. B. 37-622) gibt die Breite (37 mm) und den Innendurchmesser des Reifens (622 mm) an. Die Zollbezeichnung (z. B. 28 x 1.40) gibt den ungefähren Außendurchmesser (28 Zoll) und die Reifenbreite (1.40 Zoll) an. Die Zollangaben sind nicht präzise und nicht eindeutig. Reifen mit dem Durchmesser von 622 und 635 mm bezeichnet man beide als 28 Zoll. Im angelsächsischen Sprachraum und im MTB Sport sind die Zollbezeichnungen weit verbreitet. Diese werden in der gekürzten dezimalen Form, z. B.

Häufige Fehler beim Reifenwechsel vermeiden

  • Schlauch einklemmen: Ein häufiger Fehler ist das Einklemmen des Schlauchs zwischen Reifen und Felge. Dies kann zu einem sofortigen Plattfuß führen. Achten Sie darauf, dass der Schlauch beim Aufziehen des Reifens nicht eingeklemmt wird.
  • Fremdkörper übersehen: Wenn der ursprüngliche Schaden nicht behoben wird, kann der neue Schlauch sofort wieder beschädigt werden. Überprüfen Sie daher den Reifen und die Felge gründlich auf Fremdkörper oder scharfe Kanten.
  • Falsches Werkzeug verwenden: Verwenden Sie ausschließlich Reifenheber und keine scharfen oder spitzen Werkzeuge wie Schraubenzieher, um den Reifen von der Felge zu lösen. Dies verhindert Beschädigungen am Reifen und Schlauch.
  • Zu hohen Luftdruck einstellen: Ein übermäßig aufgepumpter Reifen kann leicht platzen oder einen neuen Schlauch beschädigen.

Empfehlungen zum Luftdruck

Je nach verwendetem Reifen (Mantel) ist der Luftdruck für das Befüllen unterschiedlich. angepasst werden kann. Der ADFC empfiehlt zusätzlich den Reifendruck am Vorderrad um ca.

Reifenprofil und Laufrichtung

Das Profil beeinflusst auf einer ebenen Straße die Haftung kaum, denn diese resultiert fast ausschließlich aus der Haftreibung der beiden Werkstoffe Gummi/Untergrund. Geschwindigkeiten, wie diese mit dem Fahrrad erreicht werden können. Negativ macht sich ein grobes Profil vor allem beim Laufgeräusch bemerkbar. laut und erzeugt große Laufgeräusche. Kraftaufwand beim Fahren.

Die meisten Straßenreifen haben inzwischen auch eine vorgegebene Laufrichtung ( Rotation direction) auf dem Reifen angegeben, der die Richtung bei der Montage bestimmt.

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