Die Wahl des richtigen Mountainbike-Reifens entscheidet über Fahrspaß oder Frust auf dem Trail. Je nach Disziplin, Bike oder Vorliebe des Bikers gibt es eine Vielzahl von Mänteln, die auf die Felge montiert werden können. Die Reifen sollten je nach Einsatzbereich einen guten Rollwiderstand oder maximalen Grip liefern, pannensicher oder sehr leicht sein. So stellt zum Beispiel ein Enduro- oder All-Mountain-Biker im alpinen Gelände sicherlich andere Anforderungen an den Reifen als ein Cross Country Racer im Rennen.
Insgesamt wurden 18 Mountainbike-Mäntel ausgiebig getestet, wobei die Preise zwischen rund 20 und 60 Euro lagen. Ein guter MTB-Reifen hat jedoch eines gemein: Je nach Bike, Felge und Disziplin sollte der Mantel optimalen Grip auf dem Trail liefern sowie leichtläufig sein, dennoch aber pannensicher. Auch die Felgenbreite sollte bei der Wahl eines Reifens bedacht werden, schließlich muss die Reifenbreite zur Felgenbreite passen.
Draht- oder Faltreifen: Die Qual der Wahl
Generell hat ein Mountainbiker die Wahl zwischen Draht- und Faltreifen. Hier spielt es noch keine Rolle, ob die Felge Tubeless Ready ist oder nicht. Betrachtet man grob den Aufbau eines MTB-Reifens, besteht dieser aus einer Lauffläche mit Profil, den Seitenwänden der sogenannten Karkasse, also dem Gerüst des Mantels, und dem Wulst, der den Mantel in der Felge hält.
Der Vorteil eines Drahtreifens liegt hauptsächlich im günstigeren Preis. Im Gegensatz dazu sind Drahtreifen schwerer und nicht faltbar, wodurch sie z. B. nicht mit auf eine lange Radreise genommen werden können. Faltreifen hingegen sind einfach im Rucksack zu transportieren und meist Tubeless-kompatibel. Der größte Vorteil ist jedoch das geringere Gewicht, was gerade bei einer beschleunigten Masse, was ein Rad am Mountainbike nun mal ist, besonders positiv ist und so die Fahreigenschaften verbessert. Fährt man also nur gelegentlich und gemütlich mit dem Mountainbike, reicht in aller Regel ein Drahtreifen vollkommen aus.
Tubeless-System: Mehr Pannensicherheit und Traktion
Wie der Name schon sagt, wird bei einem Tubeless-System auf den bisher üblichen Schlauch verzichtet. Generell sind alle neueren Mountainbike-Felgen dafür ausgelegt, schlauchlos fahren zu können. Jedoch müssen diese bei Bedarf erst auf Tubeless umgerüstet werden. Nicht nur, dass das Aufziehen der Reifen schwerer ist, das anschließende Aufpumpen kann einen sogar zur Verzweiflung bringen, sollte kein Kompressor zur Hand sein. Durch die teils großen Spalte zwischen Reifen und Felge entweicht die Luft beim Aufpumpen, mit einer normalen Handpumpe ist es dann mehr oder weniger unmöglich, die Reifen aufzupumpen.
Sind die Reifen aber erst mal montiert, bieten Tubeless-Reifen einige Vorteile, vor allem die erhöhte Pannensicherheit dank der Dichtmilch. Diese muss vor dem Aufpumpen in den Mantel gegossen werden, zum Teil über das Ventil. Die Dichtmilch verfestigt sich mit der Zeit und muss in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Nur so kann die Dichtmilch ihrer Aufgabe nachkommen und kleine Beschädigungen im Mantel abdichten. Unter anderem werden so eingefahrene Dornen zuverlässig abgedichtet, die sonst den Schlauch zerstechen würden.
Ein weiterer großer Vorteil ist, dass man mit Tubeless einen niedrigeren Reifendruck fahren kann. Wo bei Schlauchreifen der Schlauch den Mantel gegen die Felgen drücken musste, wodurch ein höherer Druck notwendig war, drückt bei Schlauchlos-Reifen die Luft den Mantel direkt in die Felge. Damit geht einher, dass Reibungen zwischen Mantel und Schlauch nicht mehr stattfinden, wodurch auch der Rollwiderstand reduziert wird. Tubeless ist letztlich also für Biker interessant, die viel fahren, den Mehraufwand bei Montage und Wartung nicht scheuen und die Vorteile der gehobenen Pannensicherheit und Traktion nutzen möchten.
Hin und wieder liest man, dass Tubeless eine deutliche Gewichtseinsparung mit sich bringt, da auf einen Schlauch verzichtet werden kann. Zwar spart man das Gewicht des Schlauchs, aber ein stabileres Felgenband, ein etwas schwereres Ventil und nicht zuletzt die notwendige Dichtmilch summieren sich auf. Gerade im Mountainbike-Bereich muss pro Laufrad teilweise 100 Milliliter und mehr Dichtmilch verwendet werden. Muss nach einer gewissen Zeit die Milch erneuert werden, wird das Laufrad unter Umständen deutlich schwerer als mit Schlauch.
Top-Reifen im Test: Schwalbe, Continental und Maxxis
Schwalbe Hans Dampf: Der Vielseitige
Vielseitig und bissig: Der Schwalbe Hans Dampf überzeugt mit starkem Grip und überraschend gutem Rollverhalten. Ideal für All-Mountain- und Enduro-Fans. Der Schwalbe Hans Dampf bietet nahezu alles, was man sich von einem modernen MTB-Reifen für All-Mountain- oder Enduro-Touren wünscht. Auf anspruchsvollen oder feuchten Trails bietet er enormen Grip und vermittelt stets ein sicheres Fahrgefühl. Auch ist der Rollwiderstand erstaunlich gering für einen Mantel, der gerne im groben Gelände bewegt wird. Somit macht der Hans Dampf auch auf langen Touren und auf festen Untergründen Spaß.
In der Super-Trail-Ausführung mit der Addix-Soft-Gummimischung bietet der dampfende Hans den im Vergleich besten Grip auf nahezu allen Untergründen - bei dennoch erstaunlich geringem Rollwiderstand. Verarbeitungstechnisch gibt es, wie bei Schwalbe üblich, nichts zu bemängeln. Optisch bietet der Hans Dampf in einer bestimmten Reihenfolge abwechselnd zweireihige und dreireihige, rechteckige Profilstollen in der Mitte mit einer Profilhöhe von ungefähr 5 Millimeter. Diese sollen nicht nur für ausreichend Grip, sondern auch für gute Rolleigenschaften sorgen. Das offene Profil soll sich zudem kaum mit Dreck zusetzen.
Gerade auf dem für Mountainbiker bevorzugten Untergrund spielt der Hans Dampf seine Stärken aus. Egal ob weicher Waldboden mit Wurzelteppichen oder gröberer Schotter, das Bike bleibt mit dem Hans Dampf stets gutmütig und kontrollierbar. Sollte der Wettergott einmal nicht gnädig sein und die Trails deutlich matschiger und weicher werden, muss man mit dem Hans Dampf nicht zu Hause bleiben. Auch hier baut der MTB-Reifen noch gut Grip auf und erst wenn es sehr matschig oder gar schneematschig wird, kommt er an seine Grenzen. Nicht nur auf dem Vorderrad macht er Spaß, auch als Hinterreifen hat er seine Berechtigung.
Bei knackig steilen und oder feuchten Gegenanstiegen auf dem Trail muss man sich sehr anstrengen, um das Hinterrad zum Durchdrehen zu bewegen, was zusätzlich Sicherheit und Fahrspaß vermittelt. Letztlich hat sich der Schwalbe Hans Dampf den Testsieg redlich verdient, da er viel Fahrspaß und Sicherheit vermittelt.
MTB-News.de hat den Hans Dampf im August 2018 (kurz nach der Neuauflage des Produkts) getestet. »Die Überarbeitung hat sich gelohnt: Auch in der jüngsten Ausführung bleibt der Schwalbe Hans Dampf ein Allrounder, der insbesondere an leistungsfähigen Trail-Bikes überzeugen kann. So richtet sich der Reifen weniger an Rennfahrer und Enduro-Piloten, als vielmehr Mountainbiker, die den passenden Reifen für eine Vielzahl an Bedingungen suchen. Insbesondere auf trockenen und harten Böden in gemäßigtem Gelände kann der neue Hans Dampf mit verbesserter Traktion, guter Kontrollierbarkeit und rundem Abrollverhalten überzeugen. Die Variante mit Addix Soft-Gummimischung und einfacher Karkasse bietet hier am Vorderrad das beste Gesamtpaket, am Hinterrad empfiehlt sich für lange Anstiege oder höhere Forstweganteile die haltbarere und leichter rollende Addix SpeedGrip-Mischung. »Breit gebaut bietet der Hans Dampf hohen Durchschlagsschutz, rollt aber dennoch effizient. In Sachen Grip glänzt der Reifen vor allem beim Bremsen und in steilen Anstiegen.
Continental Kryptotal: Spezialist für Vorder- und Hinterrad
Der Continental Kryptotal ist in einer speziellen Vorderrad- und Hinterrad-Version erhältlich. Der Kryptotal-Fr Trail Endurance und der Kryptotal-Re Downhill Soft bieten einen sehr guten Grip bei gleichzeitig guten Rolleigenschaften. Die Reifenkombination macht auf dem Mountainbike einfach nur Spaß und vermittelt ein sicheres Fahrgefühl, sowohl auf schnellen Downhills als auch bei steilen Anstiegen.
Bei der neuesten Generation, wie dem Argotal oder dem Kryptotal, kann je nach Mountainbike-Disziplin oder Vorliebe eine entsprechende Variante gewählt werden. So ist der Kryptotal mit unterschiedlichen Casings, also Karkassen, erhältlich. Entsprechend kann zwischen der Trail-, Enduro- oder Downhill-Karkasse gewählt werden. Zudem kann zwischen einer soften oder super soften Gummimischung gewählt werden. Die Verarbeitung der beiden Mäntel ist top. Hier gibt es nichts zu bemängeln.
Das Profil des Hinterrades besteht aus sechs Millimeter hohen und in Zweierreihen angebrachten Profilblöcken in der Mitte des Mantels sowie ebenfalls sechs Millimeter hohen Profilblöcken an den Seiten. Die einzelnen Seitenstollen sind zwischen den Mittelprofilblöcken angeordnet. Das Profil des Vorderrades ist etwas anders designt. Während das Seitenprofil identisch zum Hinterrad ist, besteht das Mittelprofil aus sich abwechselnden Zweier- und Dreier-Profilblockreihen.
Auf dem Test-Trail, der sowohl im Belag als auch im Profil sehr abwechslungsreich ist, hat uns die Kryptotal-Kombination sehr gut gefallen. Auf einzelnen Streckenabschnitten verbesserten wir sogar unsere Rekorde um mehrere Sekunden. Das deutet schon mal an, dass der Kryptotal gute Leistung sehr gut erbringt. Der Grip ist sehr gut, und sowohl auf losem als auch auf festem Belag kann man sich auf die Reifen verlassen. Auch am Grenzbereich bleibt die Reifenkombination sehr gut beherrschbar.
Bei steilen Gegenanstiegen spielt das Hinterradprofil seine Stärken aus. Die Profilblöcke beißen sich gut in den Untergrund und erst sehr spät beginnt das Hinterrad durchzudrehen. Im Vergleich zum Schwalbe Hans Dampf bietet der Kryptotal zwar einen etwas besseren Grip, der Schwalbe Hans Dampf rollt jedoch gefühlt etwas leichter ab und ist preislich attraktiver. Am Ende bekommt man mit dem Continental Kryptotal-Fr Trail Endurance und Continental Kryptotal-Re Downhill Soft eine ausgezeichnete Kombi für den gemischten Einsatz und je nach Bedarf mit der geeigneten Karkasse und Gummimischung. Der Reifen rollt gut ab und bietet guten Grip. In der Summe also ein verlässlicher Begleiter, der sowohl im Uphill als auch im Downhill sehr viel Spaß macht und ein sicheres Fahrgefühl vermittelt.
Maxxis Aggressor: Der Allrounder mit Charakter
Der Maxxis Aggressor Exo TR Dual ist ein vielseitiger Mountainbike-Reifen mit Charakter. Der Mantel bietet gute Rolleigenschaften und guten Grip auf nahezu jedem Untergrund. Somit ist der Aggressor ein optimaler Allrounder für ausgedehnte All-Mountain-, aber auch für anspruchsvolle Enduro-Touren, der stets viel Spaß macht. Im Profil können sich jedoch kleine Steinchen festsetzen, die dem Biker im schlimmsten Fall um die Ohren geschleudert werden.
In der Mitte der Lauffläche besteht das Profil überwiegend aus in Zweierreihen angebrachten Profilblöcken mit einer Profilhöhe von knapp vier Millimetern. Jede fünfte Reihe weist sogar drei Profilblöcke auf. Somit steht das Profil etwas kompakter, was für Grip und für gute Rolleigenschaften sorgen soll.
Auf einem mit Kies übersäten Uphill bemerkten wir eine Eigenschaft, die uns nicht ganz so gut gefallen hat. Kleine Steinchen setzen sich in dem eng stehenden Profil leicht fest und werden bei etwas schnellerer Fahrt umhergeschleudert. So kann es passieren, dass dem Biker ein Steinchen ins Gesicht fliegt oder entsprechend den Lack des Bikes beansprucht. Auf dem recht technischen S2-Test-Trail hat uns der Maxxis Aggressor sehr gut gefallen, und der Mantel hat richtig Spaß gemacht.
Das Profil beißt sich in den Untergrund und sorgt für ordentlich Grip. Der Mantel lässt sich sehr gut beherrschen, selbst am Limit. Hier widerspricht sich der Name, den der Hersteller dem Mantel gab. Sowohl auf trockenem als auch auf sehr feuchtem Untergrund bleibt der Mantel stets gutmütig und das Bike ist auch während brenzliger Situationen gut beherrschbar. Wer einen Top-Allrounder für sein All-Mountain- oder Enduro-Bike für ausgedehnte Touren sucht, der wird mit dem Maxxis Aggressor Exo TR Dual fündig. Der Mantel bietet gute Rolleigenschaften, besitzt einen guten Grip und bleibt auch auf anspruchsvollen Trails gut beherrschbar.
Schwalbe MTB-Reifen: Ein Überblick
Schwalbe bietet für alle MTB-Disziplinen ein breites Portfolio an. Für jeden Biker gibt es entsprechend des Einsatzzwecks den richtigen Reifen.
Addix Reifenmischungen
Schwalbe hat seine Reifenmischungen auf vier Compounds reduziert, die in ihrer Zusammensetzung variieren und maßgeblich für die Fahreigenschaften eines jeden Reifens sorgen:
- Addix Speed: Für XC-Racer, Fokus auf geringen Rollwiderstand.
- Addix Speedgrip: Vielseitigste Mischung, Brücke zwischen Cross-Country, Trail und All-Mountain.
- Addix Soft: Vor allem an Enduro-Reifen, aber auch an Trail- und All-Mountain-Reifen für ambitionierten Einsatz.
- Addix Ultra Soft: Highend-Reifen im Gravity-Segment, guter Grip und Dämpfung.
Decade of Super: Die Karkasse im Detail
Schwalbe bietet unterschiedliche Versionen seiner Reifen an. Zum einen gibt es die Performance-Varianten, die preiswerter sowie schwerer sind und meist sowohl als Falt- als auch als Drahtreifen verfügbar sind. Die Evolution-Line ist nicht nur teurer, sondern vor allem stabiler, leichter und ausschließlich als Faltreifen-Variante entwickelt. Im August 2020 hat Schwalbe für seine Evolution-Reifen fünf neue Reifenkonstruktionen eingeführt: Die "Super Five". Sie sollen für ein vereinfachtes und simpleres Sortiment sorgen und die Kaufentscheidung künftig erleichtern.
Die fünf Konstruktionen:
- Super Race (vorher Light Skin)
- Super Ground (vorher Snake Skin, TLE)
- Super Trail (vorher Snake Skin, Apex, TLE)
- Super Gravity (vorher auch Super Gravity)
- Super Downhill (vorher Downhill)
Einige Reifen, wie den Racing Ray gibt es auch mit der super schicken Transparent Sidewall. Ein Hingucker für die Fahrer, die auch auf die Optik achten.
Auch die Reifenbreite variiert von Modell zu Modell. Bei CC-Pneus startet die Range bei 2,1", was allerdings recht schmal ist. Die meisten Hersteller und Fahrer setzen im Cross-Country und Marathon inzwischen auf 2,25" oder gar 2,35" breite Reifen. Bei Trailbikes oder im Enduro-Segment ist das das absolute Minimum, hier liegen die meisten Reifen bei 2,35" Breite oder mehr. Teils gibt es die Pneus auch in 2,6".Was die Reifengröße angeht, hat man zumeist die Wahl zwischen 29" oder 27,5". Neuentwicklungen werden inzwischen meist nicht mehr in 26" produziert. Bestehende Modelle findet man derzeit meist auch in 26 Zoll.
MTB-Reifenmodelle von Schwalbe im Überblick
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über einige beliebte MTB-Reifenmodelle von Schwalbe:
| Modell | Einsatzbereich | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Thunder Burt | Cross-Country & Marathon | Leicht, schnell, geringer Rollwiderstand |
| Racing Ralph | Cross-Country & Marathon | Guter Rollwiderstand, leises Abrollverhalten |
| Smart Sam | Allrounder | Für Asphalt, Feldwege bis hin zu Trails |
| Racing Ray | Cross-Country & Marathon | Viel Grip und Sicherheit, glänzt auch bei nassem Wetter |
| Rocket Ron | Cross-Country & Marathon; All-Mountain; Trail | Größere Mittelstollen für viel Grip |
| Wicked Will | Cross-Country & Marathon; Trail | Allrounder für Trail-Biker und ein Winterreifen für Cross-Country-Athleten |
| Nobby Nic | All-Mountain; Trail | Vielseitig, guter Grip auf verschiedenen Untergründen |
| Rock Razor | All-Mountain; Trail; Enduro; Downhill | Gutes Abrollverhalten, viel Grip auf trockenen Trails |
| Eddy Current (Front & Rear) | All-Mountain; Trail; E-MTB | Extra für das E-MTB entwickelt |
| Hans Dampf | All-Mountain; Trail; Enduro; Downhill | Sicherheit und Halt auf diversen Untergründen und Bedingungen |
| Big Betty | All-Mountain; Trail; Enduro; Downhill | Harte und trockene Böden |
| Magic Mary | All-Mountain; Trail; Enduro; Downhill | Für das gröbste Gelände entwickelt |
| Dirty Dan | Enduro; Downhill | Für extreme Bedingungen gemacht ist |
Tubeless-Umbau: Werkstatt-Tipps
Tubeless bietet gleich mehrere Vorteile. Aufgrund des fehlenden Schlauchs kann man einen noch niedrigeren Luftdruck fahren, wodurch man mehr Grip hat. Das System ist insgesamt leichter und im Fall der Fälle hilft die Milch dabei, Löcher und kleine Cuts zu verdichten.
Was man für den Umbau auf Tubeless braucht:
- TL-fähige Felge und Reifen (heuzutage gang und gäbe)
- Tubeless-Felgenband (oftmals schon montiert)
- Ventile und Dichtmilch
- Standpumpe oder Kompressor
Reifen sind immer auch eine individuelle Sache: wo der eine gar nicht so zufrieden ist, hat die andere keinerlei Probleme und ist begeistert. Als Schwalbe den Rick XC Pro Anfang Juli vorgestellt hatte, war ich sofort interessiert.
Weitere Tipps zur Reifenwahl
Immer wieder wird über den perfekten Reifendruck diskutiert. Fakt ist, dass dieser stark von unterschiedlichen Faktoren abhängig ist. Einerseits sind das die technischen Voraussetzungen: Tubeless oder Schlauch? Wie breit sind Reifen und Felge? Wie schwer ist der Fahrer? Hinzu kommen die äußeren Faktoren, die ebenfalls zu bedenken sind: Wie ist das Terrain, wie sieht die Witterung aus? Auch Einsatzbereich und Fahrstil spielen eine Rolle bei der Suche nach dem perfekten Reifendruck. In der Regel lassen sich einige Grundregeln festhalten: Je schwerer, desto mehr Luft. Je trockener der Boden ist, desto mehr Luft. Und so weiter.
Bei klassischem Reifensetup mit Schlauch sollte der Reifendruck nicht zu tief sein, damit keine "Pinch Flats" oder Snakebites riskiert werden, also der Schlauch nicht zwischen Felge und Reifen eingequetscht wird. Der Druck sollte daher abhängig von Terrain, Wetter und Fahrergewicht bei mindestens 1,8 Bar liegen. Mit Tubeless Setups lässt sich problemlos ein niedrigerer Luftdruck fahren. Das ist ein Luftdruckrechner, der abhängig von diesen Faktoren den richtigen Druck empfiehlt.
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