Schwalbe MTB Reifen im Test: Die besten Reifen für E-MTB, Tour & Trail und All-Mountain

Über die perfekte Reifenwahl für sein Geländefahrrad hat wohl schon jeder MTBler lange gegrübelt. Kein Wunder, trotz nur wenigen Quadratzentimetern Auflagefläche hat die Bereifung mehr Einfluss auf die Fahrperformance als jedes andere Bauteil. Hinzu kommt, dass die Hersteller mittlerweile nicht nur zig verschiedene Profilarten mit teils irrwitzigen Modellnamen anbieten.

Auch gilt es, aus verschiedensten Karkassen-Versionen und Gummiausführungen auszuwählen. Hinzu kommen diverse Durchmesser und Reifenbreiten. Dazu nehmen noch persönliche Erfahrungen, individueller Fahrstil und natürlich der Einsatzzweck des Bikes Einfluss auf die Reifenwahl.

Die besten E-MTB-Reifen 2024 im Test!

E-MTBs sind nicht zu stoppen - ein Großteil aller verkauften Mountainbikes in Deutschland haben seit Jahren einen Motor fix installiert. Grund genug für die Reifenbäcker ihre Produkte auch speziell für E-MTBs anzupassen. Wir haben die besten Modelle im Test:

  1. Maxxis Assegai Double Down 3C Maxx Grip TR 29 x 2,5" WT

    In der Kategorie der E-MTB-Reifen siegt eine Kombination, die gar nicht speziell für E-MTBs entwickelt wurde: Maxxis mit Assegai und Minion DHR II, in je sehr stabilen Ausführungen.

    Maxxis bietet keine speziellen E-Reifen, setzt dafür auf Profile aus dem Enduro- und DH-Segment. Der Assegai rollt sehr zäh, läuft dafür in Kehren und auf Wurzelpassagen wie auf Schienen. Lose erdige Böden schocken ihn ebenso wenig. Solider Pannenschutz.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Assegai Double Down 3C Maxx Grip TR 29 x 2,5" WT (Vorderreifen)

    Preis: 85 Euro

    Gewicht: 1355 g

    Breite: 63,5 mm

  2. Maxxis Minion DHR II DH Casing Dual TR 29 x 2,4" WT

    Der einzige Drahtreifen im Test fällt pfundig aus, punktet aber mit guten Werten auf den Prüfständen. Im Gelände trifft er die Anforderungen für den E-MTB-Einsatz ideal: Er greift beherzt in Kehren zu, bietet Traktion pur und zeigt erst spät Grenzen auf.

    Testergebnis: überragend

    Modell: Minion DHR II DH Casing Dual TR 29 x 2,4" WT (Hinterreifen)

    Preis: 62 Euro

    Gewicht: 1381 g

    Breite: 59,3 mm

  3. Michelin E-Wild Front Racing Line 29 x 2,6"

    Der auf Rennsport optimierte Michelin klebt wie Pattex auf den Steinen, Wurzeln oder Schotterpassagen. Die groben Stollen fressen sich in jeglichen Untergrund. Der Aufbau könnte noch stabiler sein, aggressive Moves lassen den vortriebsschwachen Pneu etwas walken.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: E-Wild Front Racing Line 29 x 2,6" (Vorderreifen)

    Preis: 86 Euro

    Gewicht: 1391 g

    Breite: 65,1 mm

  4. Michelin E-Wild Rear Racing Line 29 x 2,6"

    Störrisch in der Montage, erfreut der E-Wild am Heck mit sattem Grip, der superweiche Gummi spielt auf Wurzeln und in Kurven seinen Vorteil aus. Das kostet im Gegenzug beim Rollwiderstand Punkte. Etwas instabiler in schnellen Kurven. Das Gewicht ist fair.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: E-Wild Rear Racing Line 29 x 2,6" (Hinterreifen)

    Preis: 86 Euro

    Gewicht: 1391 g

    Breite: 64,9 mm

  5. Pirelli Scorpion E-MTB S 29 x 2,6"

    Mit seinem klebrigen Gummi weiß der Scorpion S speziell auf gemischten Untergründen zu punkten: Der Kurvengrip ist sehr gut, auch im feuchten Terrain. Schwächer im Pannenschutz, was am Vorderrad aber kein so großes Problem darstellt. Sehr gutes Gewicht.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Scorpion E-MTB S 29 x 2,6" (Vorderreifen)

    Preis: 80 Euro

    Gewicht: 1317 g

    Breite: 64,0 mm

  6. Pirelli Scorpion E-MTB R 29 x 2,6"

    Mit dem heckspezifischen Scorpion R stellt Pirelli den leichtesten E-Reifen im Test. Im Pannenschutz muss er Federn lassen, dafür setzt er beim Rollwiderstand ein Ausrufezeichen. Seriöser Halt in Kehren und im Trockenen. Die Traktion überzeugt ebenso.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Scorpion E-MTB R 29 x 2,6" (Hinterreifen)

    Preis: 80 Euro

    Gewicht: 1263 g

    Breite: 63,9 mm

  7. Schwalbe Eddy Current Front Super Trail Soft 29 x 2,6"

    Schwalbes E-MTB-Pneu gibt an der Vorderachse ein Grip-Feuerwerk: Bremstraktion, Kurvenhalt? Alles top, auch Wurzeln oder losen Erdboden scheut „Eddy“ nicht. Der Pannenschutz geht für einen Vorderreifen okay. Starke Rolleigenschaften, sehr gutes Gewicht!

    Testergebnis: Überragend

    Modell: Eddy Current Front Super Trail Soft 29 x 2,6" (Vorderreifen)

    Preis: 75 Euro

    Gewicht: 1266 g

    Breite: 64,4 mm

  8. Schwalbe Eddy Current Rear Super Gravity Soft 29 x 2,6"

    Schier unzerstörbar trotzt der ultraschwere Eddy-Hinterreifen den Prüfständen und erzielt beim Pannenschutz Bestwerte. Das Rollverhalten ist trotz des Gewichts okay. Grip und Traktion erreichen nicht das Niveau des Vorderreifens, sind dennoch sehr gut.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Eddy Current Rear Super Gravity Soft 29 x 2,6" (Hinterreifen)

    Preis: 75 Euro

    Gewicht: 1483 g

    Breite: 64,1 mm

  9. Vittoria E-Mazza Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6"

    Vittoria empfiehlt, den E-Mazza an der Vorderachse zu montieren. Im Labor liefert er Topwerte beim Rollwiderstand, der Durchstichschutz ist ebenso klasse. In der Praxis zielt er mehr auf Tour denn Trail: Er rutscht früh, die Traktion im Gelände ist ausbaufähig.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: E-Mazza Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6" (Vorderreifen)

    Preis: 69 Euro

    Gewicht: 1338 g

    Breite: 64,4 mm

  10. Vittoria E-Martello Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6"

    Als sehr schnell rollender Hinterradreifen ergänzt der E-Martello sein Brudermodell sehr gut. In der Praxis bietet er speziell auf technischen Uphills gute Traktionswerte,auf der Bremse blockiert er früher. Im groben Geläuf geizt er mit Grip, Schotter liegt ihm mehr.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: E-Martello Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6" (Hinterreifen)

    Preis: 69 Euro

    Gewicht: 1350 g

    Breite: 64,4 mm

Die besten Tour- & Trail-Reifen für dein MTB 2024 im Test!

Gehören noch lange nicht zum alten Eisen: Tour- und Trail-Reifen sollen Gripstark und dennoch effizient rollen. Welche Reifenhersteller das am besten gestrickt bekommen, lest ihr hier:

  1. Schwalbe Nobby Nic Super Ground Soft 29 x 2,4"

    Bei den Trail- und Tourenreifen hat die Kombination aus Nobby Nic und Wicked Will von Schwalbe die Stollen vorne. Mit tollen Rolleigenschaften, passablem Gewicht und dennoch guten Pannenschutzwerten sowie einer rundum starken Performance auf dem Trail geht der Testsieg nach Reichshof bei Gummersbach.

    Mit vorhersehbarem Handling und enorm viel Traktion/Grip unterstreicht der Nobby sein Alleskönnertalent. Sehr gute Pannenschutzwerte. Gewicht und Rollwiderstand sind relativ gering und bescheren ihm in Kombi mit dem Brudermodell den Testsieg.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Nobby Nic Super Ground Soft 29 x 2,4" (Vorderreifen)

    Preis: 69 Euro

    Gewicht: 866g

    Breite: 58,7 mm

  2. Schwalbe Wicked Will Superground Speed Grip 29 x 2,4"

    Leicht, exzellente Rollwiderstandswerte und solide Pannenschutzeigenschaften bietet der Wicked Will. Dazu punktet er im Gelände: Er liefert viel Traktion, auf der Bremse blockiert er kaum. In Kurven bleibt er auf harten wie weichen Böden stets auf Kurs.

    Testergebnis: überragend

    Modell: Wicked Will Superground Speed Grip 29 x 2,4" (Hinterreifen)

    Preis: 69 Euro

    Gewicht: 833g

    Breite: 59,3 mm

  3. Continental Mountain King Protection TR 29 x 2,3"

    Contis extrem leichter, top rollender Mountain King ist seit Jahren im Portfolio. Das sehr offene Profil eignet sich mehr für Flowtrails, Traktion und Halt auf festem Erdboden sind okay. Weniger gut im Groben und beim Durchschlagschutz, aber recht resistent gegen Durchstiche.

    Testergebnis: gut

    Modell: Mountain King Protection TR 29 x 2,3" (Vorderreifen)

    Preis: 65 Euro

    Gewicht: 675 g

    Breite: 59,7 mm

  4. Continental Cross King Protection TR 29 x 2,3"

    Der superleichte Cross King sorgt für ein lebendiges Heck: Er rollt äußerst flott, grippt in Kehren stets berechenbar und sicher. Harte Untergründe liegen ihm aber mehr als losere. Zweitschlechtester Reifen im Durchschlagschutz, beim Durchstichtest noch knapp gut.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Cross King Protection TR 29 x 2,3" (Hinterreifen)

    Preis: 65 Euro

    Gewicht: 687 g

    Breite: 58,2 mm

  5. Goodyear Escape Ultimate TC 29 x 2,35"

    Den Escape empfiehlt der US-Gigant für vorne wie hinten, er punktet auf harten Böden und langen Touren. Der Rollwiderstand ist gering, beim Pannenschutz ist der relativ leichte Pneu Schlusslicht. Im Groben verliert er früher als die Konkurrenz Grip und Seitenhalt.

    Testergebnis: gut

    Modell: Escape Ultimate TC 29 x 2,35"

    Preis: 60 Euro

    Gewicht: 850 g

    Breite: 59,2 mm

  6. Kenda Regolith Pro SCT TR 29 x 2,4"

    Kendas Regolith patzt im Labor beim Durchstichtest, Rollwiderstand und Durchschlag meistert er sehr gut. Im Gelände schmiegt er sich toll dem Boden an, verwöhnt dabei mit solider Traktion. Für noch mehr Kurvenhalt würden ihm größere Seitenstollen gut stehen.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Regolith Pro SCT TR 29 x 2,4" (Vorderreifen)

    Preis: 65 Euro

    Gewicht: 898 g

    Breite: 60,1 mm

  7. Kenda Karma 2 Pro SCT TR 29 x 2.4

    Heckseitig ist im Hause Kenda der Karma für die Traktion zuständig. Dabei macht er einen seriösen Job, nur beim Bremsen könnte er berechenbarer sein. Kein Überflieger in Sachen Pannenschutz, dafür sehr leicht. Für schnelle Touren auch an der Front gut einsetzbar

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Karma 2 Pro SCT TR 29 x 2.4 (Hinterreifen)

    Preis: 60 Euro

    Gewicht: 783 g

    Breite: 57,0 mm

  8. Maxxis Forekaster Exo 3C Maxx Terra TR 29 x 2,4" WT

    Einfache Tubeless-Montage, stabiler Sitz: Der recht schwere Forekaster gefällt auf Anhieb. Kurvengrip, Seitenhalt und Traktion glänzen in jeder Traillage, dazu rollt er noch im sehr guten Bereich. Sehr stark im Durchschlagschutz, solide Stichfestigkeit.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Forekaster Exo 3C Maxx Terra TR 29 x 2,4" WT (Vorderreifen)

    Preis: 75 Euro

    Gewicht: 915 g

    Breite: 59,9 mm

  9. Maxxis Rekon Exo Dual TR 29 x 2,4" WT

    Der Rekon bietet Maxxis-typisch hohe Traktion und tollen Seitenhalt, neigt in Kurven nur minimal zum Ausbrechen. Der Durchschlagschutz ist klasse, der Durchstichschutz im Mittelfeld. Im Labor rollte das harte Dual-Gummi schlechter als das weichere am Forekaster.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Rekon Exo Dual TR 29 x 2,4" WT

    Preis: 60 Euro

    Gewicht: 899 g

    Breite: 59,3 mm

  10. Specialized Purgatory Grid T9 2Bliss 29 x 2,4"

    Der wuchtige Purgatory an der Front beißt sich toll ins Erdreich, auch auf Wurzeln greift das weiche Gummi ideal. Dieses sowie das extreme Gewicht kosten in Sachen Vortrieb aber ganz schön viele Körner. Äußerst hoher Schutz vor Durchschlägen und -stichen.

    Testergebnis: gut

    Modell: Purgatory Grid T9 2Bliss 29 x 2,4"

    Preis: 60 Euro

    Gewicht: 1044 g

    Breite: 58,8 mm

  11. Specialized Ground Control Grid T7 2Bliss 29 x 2,35"

    Wie sein Kompagnon vorne, zählt der preiswerte Ground Control nicht zu den spritzigsten, dafür im Gelände zu den gripstärksten Pneus. Seitenhalt und Traktion, speziell auf der Bremse, sind exzellent! Oberes Mittelfeld bei Gewicht und Pannenschutz.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Ground Control Grid T7 2Bliss 29 x 2,35"

    Preis: 45 Euro

    Gewicht: 840 g

    Breite: 58,2 mm

  12. Vittoria Agarro Trail Graphene APF 29 x 2,6"

    Der extrabreite, sehr schwere Agarro zeigt sich kaum defektanfällig und rollt erstaunlich flott. Auf Touren ist er smooth unterwegs, etwas kritischer wird es bei extremen Fahrmanövern: Bei Schräglage in Seitenhalt und Kehren bricht er früher aus als andere.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Agarro Trail Graphene APF 29 x 2,6"

    Preis: 69 Euro

    Gewicht: 981 g

    Breite: 60,2 mm

  13. Vittoria Syerra Downcountry 4C Graphene 2.0 TLR 29 x 2,4"

    Der asketische Pneu für den „Downcountry“-Einsatz punktet im Labor mit sehr guten Rollwiderstands- und Pannenschutzwerten. Auch in der Praxis rollt er munter. Reißt im Talschuss bei Schräglage früher weg und wirkt weniger stabil. Sonst souveräne Traktion.

    Testergebnis: sehr gut

    Modell: Syerra Downcountry 4C Graphene 2.0 TLR 29 x 2,4"

    Preis: 66 Euro

    Gewicht: 858 g

    Breite: 58,5 mm

Die besten All-Mountain-Reifen 2022 im Test!

Von wegen Gummi trocknet aus: Auch wenn diese Testergebnisse aus 2022 stammen - Testsieger-Gummis sind auch heute noch richtig gute Investitionen - und teils drastisch runtergesetzt:

All-Mountains gelten als die Alleskönner schlechthin. Durch die Reifenwahl können diese Allrounder-Eigenschaften aber erheblich beeinflusst werden. Setzt man beispielsweise auf einen gripstarken Reifen mit mehr Pannenschutz in Form einer dickeren Karkasse, wird aus einem All-Mountain schnell ein "Quasi-Enduro". Hier findest du jedoch eher leichte und recht gut rollende Reifen-Paare, um auch auf langen Touren Spaß zu haben. Vorne wählten wir, wenn möglich, eine etwas weichere Gummimischung, um mehr Grip für die Front zu generieren. Fürs Heck schickten die Hersteller dann teilweise dickere Karkassen, da Durchschläge hier häufiger vorkommen. Die Reifenauswahl passierte in enger Absprache mit den Reifenherstellern oder deren Distributeuren. Bei der Auswahl handelt es sich nicht immer explizit um einen Vorder- oder Hinterreifen, sondern um Empfehlungen. Viele Reifen können sowohl vorne als auch hinten gefahren werden.

  1. Schwalbe Nobby Nic TLE Super Ground Addix Soft 29 x 2,4" (Testsieger 2022)

    Testfazit: Die Neuauflage des Nobby Nics ist ein voller Erfolg. Auch mit dünnerer Karkasse bietet er prima Pannenschutz und rollt sehr flott - perfekt für Tourenfahrer. Der Grip der Addix-Soft-Variante ist ebenfalls richtig klasse.

    Zusatzinfos: 3-fach-Gummimischung. 67-TPI-Karkasse. Auch als 26"- und 27,5"-Reifen erhältlich.

    Testergebnis: Überragend/ Testsieger

    Preis: 63 Euro

    Breite/Gewicht: 58,3 mm/ 852 g (Vorderreifen)

  2. Schwalbe Nobby Nic TLE Super Trail Addix Speedgrip 29 x 2,4" (Testsieger 2022)

    Testfazit: Die Trail-Karkasse bietet mehr Schutz, ist dennoch nicht zu schwer. Die Speedgrip-Mischung ist spürbar gripschwächer. Tourer, für die Pannenschutz und Rollverhalten zählt, fahren diesen Nobby vorne und hinten

    Zusatzinfos: Die Trail-Karkasse bietet mehr Schutz, ist dennoch nicht zu schwer. Die Speedgrip-Mischung ist spürbar gripschwächer. Tourer, für die Pannenschutz und Rollverhalten zählt, fahren diesen Nobby vorne und hinten.

    Testergebnis: Sehr gut/ Testsieger

    Preis: 63 Euro

    Breite/Gewicht: 57,3 mm/974 g (Hinterreifen)

  3. Maxxis Minion DHF 3C Maxx Grip Exo TR 29 x 2,5" WT

    Testfazit: Der beliebte Vorderreifen Minion DHF (F = Front) ist ein Grip-Monster in jeder Trail-Lage, durch ... Die Wahl des richtigen Mountainbike-Reifens entscheidet über Fahrspaß oder Frust auf dem Trail.

Weitere getestete Reifen und Marken

  • Continental Kryptotal-Fr Trail Endurance und Continental Kryptotal-Re Downhill Soft
  • Maxxis Aggressor Exo TR Dual
  • Michelin Wild Access
  • Schwalbe Hans Dampf
  • Pirelli Scorpion E-MTB
  • Vee Tire Co.

Schwalbe Karkassen und Gummimischungen

Schwalbe bietet eine Vielzahl von Karkassen und Gummimischungen an, um den unterschiedlichen Anforderungen der Mountainbike-Fahrer gerecht zu werden. Hier eine Übersicht:

Karkassen

  • Super Race: Fokus auf niedrigen Rollwiderstand und geringes Gewicht.
  • Super Ground: Vereinbart Pannenschutz und gutes Rollverhalten.
  • Super Trail: Bietet zusätzlichen Durchschlagschutz und mehr Stabilität.
  • Super Gravity: Spielt ganz vorne mit in Sachen Pannenschutz.
  • Super Downhill: Bietet maximalen Schutz gegen Durchstiche.
  • Radialreifen: Bieten mehr Grip, mehr Dämpfung und mehr Sicherheit.

Gummimischungen

  • ADDIX Speed: Schnelle XC-Race-Mischung mit Fokus auf Rollwiderstand.
  • ADDIX Speedgrip: Universal-Compound mit breitem Einsatzbereich.
  • ADDIX Soft: Bietet ein gutes Plus an Dämpfung und Grip.
  • ADDIX Ultra Soft: Kompromisslose Gummimischung für maximale Kontrolle bergab.

Je nach Einsatzzweck und persönlichen Vorlieben kann der Fahrer die passende Kombination aus Karkasse und Gummimischung wählen. Zum Beispiel empfiehlt sich für den Trail-Einsatz die ADDIX Speedgrip-Gummimischung am Hinterrad, während für den Enduro- und Gravity-Einsatz die ADDIX Soft-Gummimischung die bessere Wahl ist.

Schwalbe Radialreifen

Neu bei Schwalbe sind seit August 2024 die sogenannten Radialreifen, bei denen die Karkassenfäden in einem wesentlich stumpferen Winkel nahe 90° verlaufen statt der normalerweise üblichen 45° von Diagonalreifen. Zum Zeitpunkt des Tests gibt es vier Modelle, die den neuen Karkassenaufbau nutzen: Albert, Shredda Front und Shredda Rear sowie den Klassiker Magic Mary.

Schwalbe verspricht gravierende Vorteile: Durch die punktuelle Verformbarkeit sollen die Pneus mehr Grip, mehr Dämpfung, mehr Sicherheit und satte 30 % mehr Auflagefläche bei gleichem Druck liefern. Es gibt jedoch auch einen Nachteil, den Schwalbe sogar selbst eingesteht: Reifen mit Radialkarkasse weisen - bedingt durch ihre Verformungsfreudigkeit - einen höheren Rollwiderstand auf.

Unserer Erfahrung nach empfiehlt es sich tatsächlich die Radialreifen mit etwa 0,2 bar mehr Luftdruck zu fahren - auf Hardpack-Strecken geht sonst merklich Geschwindigkeit verloren und man muss hier und da deutlich mehr in die Pedale treten, um Sprünge zu schaffen. Ist der richtige Druck eingestellt, wird man auf dem Trail mit einer sehr guten Dämpfung und einem hohen Gripniveau belohnt. Wegen der guten Verformbarkeit stellt sich das Gefühl ein, als würde der Reifen Hindernisse nicht nur überrollen, sondern geradezu umschlingen.

Aktuell gibt es Radialreifen nur in zwei der fünf Karkassenbauweisen: als Trail Pro und Gravity Pro. Während eine Ground Pro-Karkasse vermutlich den Zweck verfehlen würde, wäre eine Downhill Pro-Radialkarkasse vermutlich für viele interessant. Wir sind sicher, dass Schwalbe diese noch liefern wird.

Direkter Vergleich: Diagonalreifen vs. Radialreifen

Schwalbe betont, dass die Radialkarkasse zwar die namensgebende Konstruktionsweise mit anderen Karkassenfädenwinkeln nutzt, doch die Anzahl der Karkassenlagen bzw. die Materialstärke unverändert ist. Damit soll weiterhin ein gutes Pannenschutzniveau erzielt werden. Jedoch erreicht die Radial-Version der Gravity-Karkasse im Labor schlechtere Pannenschutzwerte als ihr Pendant mit konventioneller Diagonal-Bauweise.

Damit liegt die Schlussfolgerung nahe, dass die Vorteile der Radialkarkasse mit einem etwas geringeren Pannenschutz einhergehen und man gegebenenfalls zur nächst stabileren Karkasse greifen sollte, wenn hoher Pannenschutz die oberste Priorität ist.

Heißt das, dass wir von der Radialkarkasse abraten würden? Keineswegs!

Die Qual der Wahl: Welcher Reifen ist der Richtige?

Die Wahl des richtigen Mountainbike-Reifens hängt von vielen Faktoren ab, darunter der Einsatzzweck des Bikes, der Fahrstil des Fahrers und die Streckenbedingungen. Mit den hier vorgestellten Testberichten und Informationen zu Karkassen und Gummimischungen sollte es jedoch leichter fallen, den passenden Reifen zu finden.

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