Schwarzwald Motorradtouren: Ein Paradies für Biker

Der Schwarzwald, Deutschlands höchstes und größtes Mittelgebirge, ist ein wahres Paradies für Motorradfahrer. Mit seinen kurvenreichen Pisten, schattigen Wäldern und grandiosen Höhenzügen bietet er ein herrlich erfrischendes Tourenrevier. Dabei erstreckt sich der Schwarzwald rund 150 Kilometer von Norden nach Süden und bis zu 50 Kilometer von Westen nach Osten. Höchste Erhebung ist der 1.453 Meter hohe Feldberg.

Bikers schönste Reisezeit beginnt mit dem Mai und endet mit dem Oktober, im Breisgau und dem Elsass oftmals noch später. Juli und August können im Schwarzwald touristisch recht „turbulent“ sein.

Als Motorradgebiet lässt der Schwarzwald so gut wie keine Wünsche offen. Kurvige Straßen, urige Bikertreffs, malerische Aussichten und sehenswerte Städte und Orte sind überall zu finden. Da der Schwarzwald zum sonnigen Südwesten Deutschlands gehört, streckt sich die Motorradsaison recht lange. Von Mitte/Ende März bis in den Oktober hinein, kann man an sonnigen und bewölkten Tagen das Fahrerlebnis genießen.

Von Motorradfahrern frequentiert sind die Schwarzwaldstraßen vor allem im Frühjahr und im Sommer, hauptsächlich an den Wochenenden. An manchen Tagen kommt man vor lauter Grüßen fast nicht mehr mit der linken Hand an den Lenker. Es gibt aber zum Glück auch Routen, die weniger befahren sind.

Die nachfolgenden visuell und fahrtechnisch attraktiven Routenvorschläge zeigen die beliebte Ferienregion Schwarzwald von ihrer schönsten Seite. Im Grunde genommen ist es eine einzige Berg- und Talfahrt entlang aussichtsreicher Hügelketten und durch romantische und waldreiche Schluchten, die Schräglagenerlebnisse in ungeahnter Fülle bietet. Bei der Planung kann man nur einen Fehler machen: sich zu wenig Zeit für die "Hochburg" unter Deutschlands Motorradrevieren zu nehmen.

Die Schwarzwaldhochstraße

Auf Tour 10 hatten wir schon einen Blick darauf geworfen - auf die bekannteste Höhen-Panoramastraße des Schwarzwaldes: die Schwarzwald-Hochstraße. Den nun folgenden Tourentag spendieren wir diesem prächtigen Kurvenrevier, gönnen uns so viele Abstecher wie möglich und schwingen von einer Aussicht zur nächsten.

Die Schwarzwaldhochstraße ist die wohl bekannteste Panoramastraße des Schwarzwaldes. Auf 60 Kilometern Länge bietet sie grandiose Ausblicke auf das Mittelgebirge und über die Rheinebene hinüber bis zu den nahegelegenen Vogesen. Wasserfälle, Seen und schmucke Ortschaften machen die Straße auch für Besucher interessant, die gerne mal vom Mopped steigen.

Erbaut zwischen 1928 und 1930 sollte die älteste Ferienstraße Deutschlands die Gebiete zwischen Freudenstadt und Baden-Baden für den Verkehr erschließen.

Ihren Ausgangspunkt nimmt die Schwarzwaldhochstraße in Baden-Baden, der internationalen Kur- und Bäderstadt. Hinter Baden-Baden steigt die Straße steil und kurvenreich an und erreicht auf der Bühlerhöhe schon bald ihren Kamm. Bei klarem Wetter kann man von hier aus über die Rheinebene bis zu den Vogesen blicken.

Die Stadt ist der vermutlich bekannteste Kurort Süddeutschlands, berühmt und beliebt als Bäderstadt mit hervorragendem Mineralheilbad, aber auch als Medien-, Kultur- und internationale Festspielstadt. Und nicht zu vergessen: Die Spielbank trägt auch zur Bekanntheit Baden-Badens bei. Übrigens: Bis 1931 hieß die Stadt nur Baden. Zur besseren Unterscheidung zu anderen Städten nannte man sie zunächst Baden in Baden, später dann Baden-Baden.

Unterhalb der Hornisgrinde erreicht die Straße den kreisrunden Mummelsee, einen Karsee, der in der letzten Eiszeit entstanden ist. Es geht die Sage um, dass nachts im Mondlicht Nixen, auch Mümmlein genannt, aus dem See auftauchen. Tagsüber ist der See ein ebenso beliebtes wie belebtes Ausflugsziel.

Direkt zu Füßen der 1.164 m hohen Hornisgrinde ist jener sagenumwobene Mummelsee heutzutage einer der beliebtesten Boxenstopps der gesamten Strecke. Ganz speziell auch für Biker, die sich hier an Sommerwochenenden zuhauf treffen. Und das auch, um vielleicht einmal einen Blick auf die bildhübschen Nixentöchter des Mummelseekönigs werfen zu können.

Vom See führt der circa drei Kilometer lange Grindenpfad durch das Hochmoor zum Hornisgrindeaussichtsturm auf den Gipfel bei 1.164 Höhenmetern, der einen wunderschönen Rundumblick bietet.

Über den Höhenzug des Schliffkopfs führt die gut ausgebaute Straße weiter in die Siedlung Kniebis, die am gleichnamigen Bergrücken liegt, wo bei gutem Wetter die Gleitschirmflieger ihre Herausforderung suchen. Von Kniebis aus gehts weiter nach Freudenstadt, dem anerkannten Kneippkurort, der den größten bebauten Marktplatz Deutschlands besitzt.

1599 erteilte Herzog Friedrich von Württemberg den Befehl, eine „Planstadt der Renaissance“ nach geometrischem Vorbild eines Mühlespiels zu bauen. Im Mittelpunkt sollte ein mächtiges Residenzschloss stehen, umgeben von Arkaden und Eckgebäuden streng im rechten Winkel. 1601 wurde der Grundstein von Freudenstadt gelegt, doch bereits 1608 starb Herzog Friedrich und mit ihm der in weiten Teilen unvollendete Traum einer großen Residenzstadt. Und gleichwohl das bereits Geschaffene in einem großen Brand von 1632 zur Hälfte vernichtet wurde, ist das heutige Freudenstadt immer noch eine der städtebaulichen Perlen des Nordschwarzwalds.

Weitere Panoramastraßen und Routen

  • Schwarzwald-Panoramastraße: Über rund 70 Kilometer führt die Schwarzwald-Panoramastraße von 263 auf 1.493 m.ü.NN von Waldkirch im Elztal über den Kandel oder alternativ von Denzlingen durch das Glottertal nach St. Peter, Von dort über St. Märgen, Thurner, Hinterzarten, Titisee und Bärental zum Ort Feldberg am Feldberg.
  • Schwarzwald-Bäderstraße: In einem weiten Rundkurs mit insgesamt 270 km Strecke durchzieht die Schwarzwald-Bäderstraße den nördlichen Schwarzwald. Sie startet südlich von Karlsruhe in Waldbronn und führt nach Süden durchs Nagoldtal nach Bad Liebenzell und Bad Teinach bis Bad Rippoldsau, wo sie dann nach Norden dreht und über Bad Wildbad und Bad Herrenalb schließlich in Baden-Baden endet. Dabei geht es durch tief eingeschnittene Täler und vorbei an malerischen Bergen.
  • Schwarzwald-Tälerstraße: Bereits seit 1960 schlängelt sich die Schwarzwald-Tälerstraße durch die wilden Täler von Murg und Kinzig. Über eine Strecke von mehr als 100 Kilometer führt sie von Rastatt in der Rheinebene über Gaggenau, Gernsbach, Weisenbach und Forbach die Murg flussaufwärts nach Baiersbronn, wo sie das Murgtal verlässt. Über Freudenstadt geht es weiter auf der B294 hinunter ins Kinzigtal über Loßburg nach Alpirsbach. Die Landschaft ist geprägt von den Bergen, Wäldern, Wiesen und Flussläufen. In vielen Orten lohnt sich ein Zwischenstopp. Offiziell endet die Schwarzwald-Tälerstraße in Alpirsbach.
  • Deutsche Uhrenstraße: Mit dem Motorrad könnt ihr eine der schönsten Ferienstraßen Deutschlands erkunden und alles über die Schwarzwälder Uhrenherstellung erfahren: die deutsche Uhrenstraße. Sie führt einmal quer durch den Schwarzwald und die Baar, entlang vieler kleiner Dörfer und interessanten Museen.

Stauseen und Wasserfälle

Die malerische Lage inmitten eines 650 ha großen Landschaftsschutzgebietes macht sie zu einem beliebten Naherholungsgebiet. Und der Bikertreff „Seeheiner’s Biergarten“ ist an Sommerwochenenden oftmals fest in unserer Hand. Aus allen Ecken Deutschlands und Österreichs, ja sogar aus Frankreich kommen Motorradfahrer zu diesem beliebten Treff. Ein Boxenstopp ist hier natürlich Pflicht.

Auch unter dem Namen »Erzgrube« bekannt, darf sich die Nagoldtalsperre zu den größten Stauseen in Baden-Württemberg zählen. Er ist 250 Meter breit und bis zu 35 Meter tief. Dabei teilt sich die Talsperre in den Vor- und Hauptsee auf. Beide Seen dienen sowohl dem Hochwasserschutz als auch der Aufhöhung des Niedrigwassers im Nagoldtal. Erbaut wurde die Talsperre von 1965 bis 1970.

Ungefähr 12 Kilometer von Baden-Baden entfernt befindet sich die Schwarzenbachtalsperre, ein beliebter Biker-Treff. Sie liegt in 668,5 Metern über dem Meeresspiegel zwischen der Schwarzwaldhochstraße und dem Murgtal. Das Wasser des Stausees dient zur Stromgewinnung für ein Industrie-Unternehmen in Forbach. Eine vollständige Entleerung des Sees dauert übrigens zweieinhalb Monate. Der Bau der Staumauer ist in die Geschichte eingegangen: Sie war die erste Gussbetontalsperre Deutschlands. Mit einem Volumen von 285.000 Kubikmetern ist sie auch heute noch die größte Talsperre des nördlichen Schwarzwalds. Um dieses Wunderwerk zu vollbringen, arbeiteten von 1922 bis 1926 bis zu 2000 Arbeiter Tag für Tag an der Talsperre. Die massive Mauer besteht zum Großteil aus Granitsteinen, die aus den umliegenden Steinbrüchen im Nordschwarzwald gewonnen wurden.

Zu Füßen des Büttenkopfes ergießen sich die Allerheiligen Wasserfälle rund 90 Meter ins Tal. Sie sind die größten naturbelassenen Wasserfälle im Nordschwarzwald. Der Lierbach stürzt sich hier über sieben Stufen ins Tal. Früher gehörten die Wasserfälle zu einem Kloster, dessen Ruine wenige hundert Meter nördlich zu einem Besuch einlädt. Eingerahmt von Schliffkopf, Hundskopf und Schwabenkopf bahnt sich der Lierbach einen Weg durch eine malerische Schlucht. Seit 1840 erschließt ein Weg die Wasserfälle. Zahllose Treppen und Brücken lassen Besucher dieses Naturschauspiel hautnah erleben. Die Gischt kann dabei durchaus auch für Tropfen auf den Besuchern sorgen, was in der warmen Jahreszeit eine willkommene Erfrischung ist. Die Wasserfälle und das Kloster sind frei zugänglich.

Die Triberger Wasserfälle stellen die wohl bekanntesten Wasserfälle ganz Deutschlands dar. Das liegt einerseits an ihrer Schönheit, andererseits aber auch daran, dass man hier besonders früh damit begonnen hat, sie touristisch zu erschließen. Sie sind die meistbesuchten Wasserfälle Deutschlands. Zu den höchsten zählen sie natürlich auch. Die Gutach, welche sich bei Triberg von den Anhöhen stürzt, speist sich aus vielen kleinen Bächen, von denen es in dieser Region im Schwarzwald eine Menge gibt.

Seen im Schwarzwald

Der Mummelsee ist ein Karsee, gebildet aus Gletscherwasser und genährt vom moorigen Wasser, das vom Hornisgrinde herabfließt. Er liegt direkt an der Schwarzwaldhochstraße und ist vor allem am Wochenende ein Magnet für Besucher. Man nennt ihn deshalb auch spöttisch »Rummelsee«.

Der Mummelsee hat keine Fische. Was in nostalgischen Zeiten zu vielen Sagen und mystischen Vermutungen geführt hat, kann heute ganz einfach erklärt werden. Das Moorwasser ist sauer-torfig und nicht geeignet für Fische. Dennoch halten sich die Geschichten von Nixen hartnäckig.

Der größte See des Schwarzwaldes ist umgeben von den immergrünen Wäldern des Mittelgebirges und liegt auf etwa 1.200 Metern. Neben einem natürlichen Zufluss wird der See über verschiedene Kraftwerksstufen mit Wasser aus dem Rhein befüllt. Die 63,5 Meter hohe Staumauer wurde zwischen 1929 und 1932 durch Notstandsarbeiter errichtet. Zum Bau dieser Gewichtsstaumauer musste der Natursee zunächst um 13 Meter abgesenkt werden. Dazu sprengte man im Jahre 1930 einen Stollen in den Fels. Dabei fand man auch einen Einbaum, durch dessen Untersuchung man mittlerweile nachweisen konnte, dass der Schluchsee bereits um das Jahr 650 befahren wurde. Wegen der Höhenlage ist das Wasser auch im Sommer relativ kühl. Der Schluchsee ist vor allem bei Badegästen und Seglern beliebt. Im Gegensatz zum Titisee hat er fast überall gut zugängliche Ufer, weshalb der Schluchsee im Sommer stark frequentiert wird.

Wer den Hochschwarzwald durchquert, kommt an einem Ausflug zum Titisee wohl nicht vorbei. Er bedeckt eine Fläche von 1,07 km² und ist durchschnittlich 20 m tief. Seine Entstehung verdankt er dem Feldberg-Gletscher. Am Nordufer liegt der gleichnamige Kurort, der Teil der Stadt Titisee-Neustadt ist. Nach einer alten Überlieferung befindet sich der Titisee an der Stelle einer in den Fluten versunkenen Stadt, die untergegangen ist zur Strafe dafür, dass ihre Bewohner Brotfrevel begingen.

Tourenvorschläge und Routen

Hier sind einige detaillierte Tourenvorschläge für Motorradfahrer im Schwarzwald:

Motorradtour Nordschwarzwald

Bewaldete Hügellandschaften mit steilen Flanken, durchzogen von engen, tiefen Flusstälern charakterisieren den Norden des Schwarzwaldes. Diese Rundtour mit Start in Freudenstadt über Baden-Baden, Bad Liebenzell und Calw nutzt die großen Höhenunterschiede aus und bietet jede Menge Kurven und grandiose Ausblicke auf einer Strecke von rund 256 Kilometern im Motorradrevier Nordschwarzwald.

Streckenlänge: ca. 256 Kilometer
Fahrtzeit: ca. 6,5 Stunden

Die ersten Kilometer der Schwarzwald-Tour versprechen Panoramen der Extraklasse. Über Zwieselberg und Bad Rippoldsau geht es zur Alexanderschanze. Für etwa zwei Kilometer folgt die Route der Schwarzwaldhochstraße B500, ehe sie für einen sensationellen Kurventanz Richtung Oppenau links abzweigt.

Abwechslungsreiche Kurvenkombinationen führen quer durch die hügelige Landschaft des Nationalparks Schwarzwald in die Ferienregion Baiersbronn, vorbei an der tiefblauen Schwarzenbach-Talsperre. Im Murgtal folgt die Route den Schwüngen des kleinen Flusses.

Auf der Etappe von Bad Liebenzell bis Freudenstadt führt die Landstraße in sanften Bögen an der romantischen Klosterruine Hirsau vorbei nach Calw. Ein Boxenstopp am Marktplatz der heimeligen Fachwerkstadt Calw lohnt sich, bevor abwechslungsreiche Kurvenschwünge über Nagold und Altensteig zurück nach Freudenstadt, dem Endpunkt dieser traumhaften Schwarzwald-Tour, führen.

Motorradtour im Südschwarzwald

Schräglagenerlebnisse im Südschwarzwald: Freiburg, Schauinsland, Schluchsee, Titisee, Kurven über Kurven und immer wieder Kuckucksuhren. Diese Tour durch den milden Südschwarzwald hat für Motorradtouristen viel zu bieten: Selten liegen quirliger Tourismus und einsame, kurvige Bikerpisten so nahe beieinander.

Streckenlänge: ca. 370 Kilometer über Schauinsland/364 Kilometer über Oberried zum Notschrei
Fahrtzeit: ca. 7,5 Stunden

Ausgangsort dieser beeindruckenden Motorrad-Rundtour im Süden des Schwarzwaldes ist die charmante Stadt Freiburg mit ihrem badischen Flair. Atemberaubend schön ist neben der perfekten "Wedelstrecke" auch der Rundum-Ausblick über die herrliche Landschaft des Breisgaus.

Vom malerischen Wiesental bis zum Südhang des Feldbergmassivs erstreckt sich nun die Bergwelt Todtnau auf einer Höhe zwischen 600 und 1386 Metern. Bei Geschwend schwenkt die Motorradroute nach Westen und führt in hügeligem Auf und Ab mit sagenhaftem, weitem Blick auf kleinen Sträßchen nach Münstertal.

Bei der Weiterfahrt bleibt der Berg Belchen mit 1414 Metern Höhe lange im Blick. Nach Badenweiler geht es ab ins Kandertal, wo eine enge und verwundene Kurvenstrecke, wie man sie in Deutschland kaum noch findet, Fahrspaß pur verspricht.

Am Titisee vorbei führt die Strecke nun etwas gemächlicher auf der gut ausgebauten Schwarzwaldhochstraße B500 Richtung Norden über den aussichtsreichen Thurnerpass nach Furtwangen, der höchstgelegenen Stadt Baden-Württembergs. Kurvenreich geht es weiter nach St. Georgen im Schwarzwald, Tennenbronn und Lauterbach, wo die Motorrad-Rundtour allmählich ihren nördlichsten Punkt in Fohrenbühl erreicht.

Vorbei am Natur- und Landschaftsschutzgebiet Yacher Zinken geht es in munteren Kurvenkombinationen weiter nach Oberprechtal, Elzach und Waldkirch, bevor der letzte besonders kurvenreiche Abschnitt über den Pass Kandel und St. Peter so ziemlich jedem Motorradfahrer ein Lächeln unter dem Helm ins Gesicht zaubert.

Schwarzwald Motorradtour zum Rheinfall

Verwunschene Seen und Täler, tiefe Schluchten, mächtige Wasserfälle, malerische Städte und nicht zuletzt hohe Berge prägen das Landschaftsbild und garantieren besonders abwechslungsreiche und reizvolle Motorradtouren. Durch den Südwesten der Republik führt diese kurvige Motorradtour quer durch die "Toskana Deutschlands", die Schwarzwaldtäler Wiesen- und Wehratal und macht einen Abstecher zum Rheinfall im Schweizer Neuhausen.

Streckenlänge: ca. 303 Kilometer
Fahrtzeit: ca. 7 Stunden

Unser Touren-Tipp hat seinen Ausgangspunkt in Schönau im Süden der Motorradregion Schwarzwald. Nach einem kurzen Warm-up beginnt wenige Kilometer nach Schönau im Schwarzwald der Kurventanz auf zwei Rädern: Die Strecke von Tegernau ins Kandertal begeistert mit verwinkelten Kurven, die sich bergauf und bergab in die Landschaft schrauben.

Über die Ortschaften Steinen, Minseln und Dossenbach geht es weiter Richtung Wehr. Dort angekommen folgt die Straße den Windungen der Wehra Richtung Todtmoos. Der Fluss schneidet hier eine bis zu 400 Meter tiefe Schlucht in den Südwestabfall des Schwarzwaldes. In engen Kehren geht es durch das Wehratal, eines der spektakulärsten Schwarzwald-Täler. Besonders eindrucksvoll sind die teilweise bis zu 100 Meter hohen bewaldeten Felssteilhänge.

Über Untermettingen und Lauchringen machen wir uns auf den Weg zum größten Wasserfall Europas, dem Rheinfall in Neuhausen in der Schweiz. Die Rheinfallbesucher erwartet ein grandioses Naturschauspiel: tosende, imposante Wassermassen können hautnah erlebt werden. Ein ausgedehnter Zwischenstopp bietet sich hier bestens an.

Von Neuhausen führt die Motorradroute aus der Schweiz hinaus, auf direktem Weg zum rund 50 Kilometer entfernten Schluchsee, dem größten See des Schwarzwaldes mit zahlreichen umliegenden Sehenswürdigkeiten, wie dem sogenannten "Schwarzwälder Dom" in St. Blasien mit seiner beeindruckenden Kuppel (abseits der Route). Über das Äulemer Kreuz auf 1138 Metern geht es kurvig weiter zum Rotes-Kreuz-Pass.

Zusätzliche Informationen und Tipps

  • Sicherheitshinweise: Etwas Vorsicht ist in den Frühlings- und Herbstmonaten geboten: da der Schwarzwald das höchste Mittelgebirge Deutschlands ist, kann es durchaus auch im April noch bzw. im Oktober schon mal schneien. Bei Regen kann es gerade im Herbst auf den Waldstrecken rutschig werden. Außerdem sollte immer eingeplant werden, dass es in den Höhenlagen des Schwarzwalds ca.
  • Beschränkungen: Viele »schnellere« Strecken sind mittlerweile aus Sicherheitsgründen auf 70 km/h oder gar 60 km/h beschränkt. Die bekannte, ehemalige Schauinsland-Bergstrecke hinter Freiburg-Günterstal zur Passhöhe ist an Samstagen, Sonn- und Feiertagen für Motorräder gesperrt. An Freitagen wird dann gerne noch geblitzt. Leider sind auch immer wieder mal Straßen wegen Bauarbeiten gesperrt.
  • Bikerfreundliche Unterkünfte: MOTORRADSTRASSEN-Hotelpartner sind engagierte Gastgeber, die meist schon seit vielen Jahren bikende Gäste in ihrem Haus willkommen heißen. Sie wissen, was der Motorradfahrer von seiner Unterkunft erwartet und einige Gastgeber fahren selbst leidenschaftlich gerne selbst.

Beliebte Motorradtreffs im Schwarzwald

Neben den atemberaubenden Strecken bietet der Schwarzwald auch zahlreiche beliebte Motorradtreffs, an denen sich Biker austauschen und die Gemeinschaft genießen können. Hier sind einige der bekanntesten:

  • Seeheiner’s Biergarten an der Nagoldtalsperre: Idyllisch am Wasser gelegen, ist dieses Ausflugslokal an Sommerwochenenden fest in Bikerhand.
  • Rothaus-Brauerei bei Grafenhausen: Das dortige Hotel und Restaurant hat sich im Laufe der Jahre zu einem beliebten Motorradtreff entwickelt.
  • Parkplatz am Schauinsland: Nach Feierabend und am Wochenende treffen sich hier die Einspurigen zum Benzingespräch mit traumhafter Aussicht.
  • Schwarzenbachtalsperre: Ein weiterer beliebter Treffpunkt für Biker, etwa 12 Kilometer von Baden-Baden entfernt.

Tabelle: Routenübersicht

Route Länge Highlights
Schwarzwaldhochstraße 60 km Baden-Baden, Bühlerhöhe, Mummelsee, Kniebis, Freudenstadt
Schwarzwald-Panoramastraße 70 km Waldkirch, St. Peter, St. Märgen, Titisee, Feldberg
Schwarzwald-Bäderstraße 270 km Waldbronn, Bad Liebenzell, Bad Teinach, Bad Wildbad, Baden-Baden
Schwarzwald-Tälerstraße 100 km Rastatt, Gaggenau, Gernsbach, Baiersbronn, Alpirsbach
Motorradtour Nordschwarzwald 256 km Freudenstadt, Baden-Baden, Bad Liebenzell, Calw, Alexanderschanze
Motorradtour Südschwarzwald 370 km Freiburg, Schauinsland, Todtnau, Schluchsee, Titisee, Furtwangen
Motorradtour zum Rheinfall 303 km Schönau, Tegernau, Wehr, Todtmoos, Rheinfall, Schluchsee

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