Das Schwinn 800IC setzt neue Maßstäbe im Indoor-Cycling-Bereich. Dieses robuste Speedbike ist für ein Körpergewicht von bis zu 150 kg ausgelegt. Dank des präzise einstellbaren Bremssystems kann das Training individuell und exakt gesteuert werden. Der mitgelieferte Rennsattel sowie der Multipositionslenker können horizontal und vertikal eingestellt werden. Mit etwas handwerklichem Geschick ist das Speedbike mit der einfach verständlichen Anleitung leicht aufzubauen.
Funktionen und Kompatibilität
Das Indoor Cycle Schwinn IC8 kann mit verschiedenen Apps genutzt werden, darunter Zwift, Kinomap, JRNY, Explore the World by Bowflex und Rouvy. Bitte beachten Sie, dass durch Updates, veraltete Betriebssysteme oder Endgeräte die Apps möglicherweise nicht funktionieren. Gelegentlich werden Apps auch nicht mehr weiter entwickelt oder verschwinden komplett aus dem App Store und Google Play Store. Manche Applikationen werden auch durch neue ersetzt.
Die JRNY App lässt sich mit vielen Fitnessgeräten von Schwinn, Nautilus und Bowflex koppeln. Die App bietet individuelle Trainingsprogramme, die sich automatisch an eine Leistungssteigerung anpassen. Sie können die App 60 Tage kostenlos testen. Wenn Sie das ABO nicht verlängern möchten, müssen Sie vor Ablauf der 60 Tage kündigen. Beachten Sie, dass Sie den vollen Funktionsumfang der JRNY-App nur in Verbindung mit einem Abonnement von JRNY nutzen können, dazu zählen u.a. Trainingsprogramme und Benutzerspeicher sowie die Nutzung der Unterhaltungs-Apps.
App-Kompatibilität
- Zwift: Die Zwift App rechnet den eingestellten Widerstand in Watt um, dies funktioniert jedoch nur bedingt. Erforderlich ist die manuelle Einstellung des Widerstands (zum Beispiel bei Anstiegen), die bei anderen (teueren) Bikes offenbar automatisch erfolgt.
- Peloton® App: In der Peloton® App wird ausschließlich die Trittfrequenz (Cadence) angezeigt.
- ICG® App: Eine Datenübertragung von Radcomputer zu Zwift ist ohne die ICG® App möglich. Allerdings variiert der Übertragungsweg je nach Modell des Radcomputers.
Aufbau und Montage
Die Anlieferung erfolgt mit der Spedition. Bei Bestellung sollte eine Telefonnummer angegeben werden, da die Spedition für die Anlieferung einen Termin vereinbart. Die Montage dauert etwa 30 bis 45 Minuten, einfaches Werkzeug liegt bei.
Wichtig: In der Anleitung hat sich ein Fehler eingeschlichen. Einzig die Sattelstütze fällt etwas aus dem Rahmen.
Technische Details
Das Schwinn IC8 eignet sich für Schrittlängen von 68 bis 89 Zentimeter. Der Abstand der einzelnen Stufen liegt bei niedrigen 1,5 Zentimeter, das sorgt für eine optimale Höheneinstellung. Mein Tipp: Wer bequemer sitzen möchte oder nicht so groß ist, sollte den Sattelkloben drehen. Hinweis: Wer in die Nähe der unteren oder oberen Körpergröße kommt, sollte vor dem Kauf seine Schrittlänge (Innenbeinlänge) ausmessen.
Die Pedale haben auf einer Seite Haken und Riemen und auf der anderen Seite einen SPD kompatiblen Klickmechanismus.
Kalibrierung und Widerstand
Update: Seit August 2020 wird das IC8 mit der Firmware 1.3 ausgeliefert. Durch diese Änderung muss die Magnetbremse laut Hersteller nicht mehr kalibriert werden. Achtung: Der Magnetwiderstandssensor kann nur dreimal kalibriert werden. Ein neuer Widerstandssensor kostet ca.
Kalibrierungsschritte:
- Drücken Sie nun die Taste „ZURÜCK“ und „ERHÖHEN“ erneut 3 Sekunden lang.
- Die zweite Zahl ist der aktuelle Wert in Stufe 1. Dazu wird der Widerstandsknopf der Magnetbremse nach links, entgegen dem Uhrzeigersinn, gedreht bis zum Anschlag.
- Danach blinkt die Bremspositionsstufe 100.
Hinweis: Bei der Einstellung für die Stufe 100 kommt es, je nach Bike, ab Position 70 bis 80 zu Schleifgeräuschen. Diese werden durch die Notstop-Bremse verursacht. Mit zunehmender Abnutzung der Bremse werden die Geräusche weniger. Für mich ist es nicht störend, da ich in diesen Widerstandsbereich selten komme.
Wer mit den Schleifgeräuschen nicht leben kann, sollte bei der Kalibrierung der Stufe 100 nicht nur eine viertel Umdrehung nach links drehen, sondern so weit, bis die Schwungscheibe nicht mehr schleift.
Fehlerbehebung
Bei den ersten Trainings ist bei meinem Bike nach einiger Zeit ein sehr lautes Schleifgeräusch aufgetreten, dessen Ursache ich selbst nicht richtig feststellen konnte. Nach Kontaktaufnahme mit dem Fitshop-Technik-Support (den ich sofort erreicht habe und der sich dem Problem umgehend angenommen hat) konnte mit Hilfe des Hersteller-Supports festgestellt werden, dass das Geräusch auftrat, weil das Schwungrad mit der Riemenverkleidung in Kontakt trat. Der sehr knappe Abstand hat sich im Laufe des Trainings tatsächlich geschlossen und es traten deshalb Schleifgeräusche auf. Mir wurde empfohlen, die Schrauben der Riemenverkleidung nahe des Schwungrads zu lösen, die Riemenverkleidung zusammendrücken und die Schrauben wieder festzudrehen (aber nicht zu fest, damit die Lochung der Verkleidung nicht vergrößert wird). Dies scheint das Problem behoben zu haben.
ICG® App Nutzung
Vergewissere Dich zuerst, auf welchem Bike Modell Du Dein Training ausführst. Die Modellbezeichnung findest du unterhalb des Sattels. Hier sollte sich ein kleine Plakette mit Aufdruck IC5, IC6, IC7 oder IC8 befinden.
Nach ein paar Pedalumdrehungen startet der Radcomputer automatisch. Wähle nun einen der Trainingsmodi Watttraining, Herzfrequenztraining oder FTP Leistungstests aus. Die App kann nicht verbunden werden, wenn der Modus Quick Start ausgewählt wurde.
Nachdem Auswahl des Trainingsmodus wirst Du gefragt, ob Du Deinen Radcomputer mit der ICG® App verbinden möchtest. Wähle „Ja“ auf dem Radcomputer.
- Stelle sicher, dass Bluetooth auf Deinem Handy aktiviert ist und öffne die ICG® App.
- Logge Dich in Dein Benutzerkonto ein und klicke auf den Button „Jetzt verbinden“.
- Es erscheint nun eine Liste mit Bike ID Nummern. Wähle die ID Deines Rads aus.
- Nun wirst Du gefragt, ob du die persönlichen Daten aus Deiner App auf den Radcomputer übertragen möchtest, um Deinen individuellen FTP Wert festzulegen. Wähle „Ja“ und beginne Dein Training.
FTP-Test mit ICG® Bikes
Einer der Schlüsselwerte im leistungsorientierten Training ist die Functional Threshold Power (FTP), dt. Dauerleistungsschwelle. Sie ist definiert als die höchste durchschnittliche Watt-Leistung, die ein Sportler eine Stunde lang erbringen kann. Je höher dieser Wert, desto leistungsfähiger ist der Sportler. Die Life Fitness powered by ICG® Bikes bieten die Möglichkeit den eignen FTP-Wert direkt am Gerät zu ermitteln. Wir empfehlen Dir mit einem FTP Stufentest zu beginnen, wenn Du noch keine Erfahrung im Watttraining hast.
Der Test ist als sogenannter „Rampentest“ konzipiert. Sobald der Test gestartet wird, wird ein Zielwert von 75 Watt (+/- 15 Watt) vorgegeben. Die zu testende Person ist nun gefordert, eine für sie angenehme Trittfrequenz zwischen 70 und 90 RPM während des gesamten Tests konstant beizubehalten und über den Widerstandsregler den Widerstand so einzustellen, dass der Zielwert erreicht wird. Der Zielwert muss in einem Fenster von max. +/- 15 Watt Abweichung erreicht werden, ansonsten wechselt der Hintergrund der Wattanzeige auf die Farbe Rot. Wird der Zielwert eingehalten, ist die Wattanzeige grün hinterlegt. Der Zielwert erhöht sich alle 4 Minuten um 25 Watt. Der Test kann jederzeit beendet werden. Sobald die erste Rampe erfolgreich absolviert wurde (75 Watt für 4 Minuten), wird das Ergebnis nach dem Beenden des Tests angezeigt. Wird vorher abgebrochen, so schlägt der Test fehl. Beachten Sie, dass immer nur vollständig gefahrene Rampen (4 Minuten) für das Ergebnis des Tests berücksichtigt werden.
Fahrtechniken
In dieser Technik ist es nicht nötig in einem zur Musik passenden Beat zu fahren. Die RPM sollten nicht höher als 100 RPM für L1 Teilnehmer und nicht höher als 120 RPM für L2-L4 Teilnehmer liegen. Im Warm Up gilt dabei eine maximale RPM von 100 für alle Leistungsniveaus.
- Seated Climb: Die Fahrtechnik Seated Climb baut auf Seated Road auf und simuliert das bergauf Fahren im Sitzen.
- Standing Climb: Wir beginnen den Standing Climb immer aus dem Seated Climb heraus. Die Trittfrequenz dieser Technik für L1/ L2 Teilnehmer liegt zwischen 50-72 RPM, ab L3 kann diese auf 50-80 RPM erweitert werden. Mit einer Trittfrequenz von 50-60 RPM wird das Fahren auf einem sehr steilen Berg simuliert.
- Jumps: Jumps sind rythmische Wechsel von sitzenden und stehenden Passagen. Die Trittfrequenz der Technik liegt für L1 und L2 bei 50-72 RPM und ab L3 bei 50-80 RPM.
- Running: Die Position dieser Fahrtechnik entspricht der des Standing Climb und unterscheidet sich in Geschwindigkeit und Widerstand. Die Trittfrequenz liegt zwischen 80-100 RPM.
- Mountain Running: Mit dieser Fahrtechnik simulieren wir die Verlagerung des eigenen Körpergewichts auf dem Bike, wie beispielsweise beim Fahren auf einem Waldweg, beim Durchfahren eines Lochs oder beim Abfahren einer Treppe oder eines Berges. Das Gesäß sollte immer über dem Sattel positioniert bleiben und die Bewegungen sollten kurz, dynamisch und flüssig sein.
- Hillspeed Overtake: Diese Technik simuliert das Überholen im Sitzen oder Stehen einer langsamen Gruppe von Radfahrern auf einem Berg. Wir erhöhen den Widerstand noch einmal kurz vor der Erhöhung der Geschwindigkeit. Bei der Fahrtechnik Hillspeed Overtake wird eine maximale Trittfrequenz von 120 RPM im Sitzen und von 100 RPM im Stehen nicht überschritten. Der Berg wird in den Positionen von Seated oder Standing Climb mit einer Trittfrequenz von 50-80 RPM gefahren.
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