Der Scott Cadence Plus wurde speziell für Radrennfahrer und Triathleten der Weltklasse entworfen und entwickelt. Scott hat mit ihm seine umfangreiche Expertise im Bereich Aerodynamik in die Praxis umgesetzt und ihn zu einem der schnellsten und am besten belüfteten Helme seiner Klasse gemacht. Hier ist ein detaillierter Blick auf seine Eigenschaften und Leistung:
Aerodynamik und Belüftung
Der Scott überzeugt besonders durch seinen geringen Luftwiderstand. Scott hat den Luftstrom sowohl an der Außen- wie auch der Innenseite des Helms optimiert. Laut Scott soll der neue Cadence Plus im Vergleich zum Vorgängermodell bei Gegenwind 5,2 % weniger Luftwiderstand bringen und sogar 22 % bei Seitenwind. Meint man es ernst mit den neuen Bestzeiten und ist auch die Aerodynamik von gesteigerter Bedeutung, ist der Scott Cadence Plus einen genaueren Blick wert.
Das gelingt dem Scott-Helm nicht ganz so gut, wie beim neuen GameChanger 2.0 von Abus. Die Herausforderung für die Helm-Designer liegt darin, windschnittige Form und möglichst gute Belüftung unter eine Schale zu bringen. Laut einem Test vom Tour Magazin wird bei einem Sturz mit dem Scott Cadence Plus (redaktionelle Anm.: Test war mit altem Modell) liegt die Wahrscheinlichkeit einer Gehirnerschütterung bei 24 %.
Die großen Öffnungen sind Geschmackssache oder besser gesagt, eine Frage von Aussehen vor Funktion. Mit den Plugs lässt sich das schließen, was aber wiederum die Belüftung stark beeinträchtigt. Der Aero-Helm von Scott lässt sich variabel belüften. Wenn Aerodynamik wichtiger ist, lassen sich die größeren Öffnungen durch passgenaue Styroporstopfen schließen - was übrigens auch bei kühlem Wetter sehr nützlich ist.
Sicherheit
Um den aktuell besten Schutz vor Rotationsverletzungen bei einem Aufprall zu gewährleisten, setzt Scott auf MIPS Air Node. Mips® mit Scott Air Technologie stellt die Vorteile eines Mips® Brain Protection Systems bereit und zeichnet sich durch einen speziellen Aufbau aus, durch den die Belüftung weiter verbessert wird. Laut einem Test vom Tour Magazin liegt die Wahrscheinlichkeit einer Gehirnerschütterung bei einem Sturz mit dem Scott Cadence Plus bei 24 %.
Für alle Einsatzzwecke gibt es spezielle Rennräder: Zeitfahren, Race, Langstrecke, Gravel, Cyclocross. Bei den Helmen verhält es sich inzwischen nicht grundsätzlich anders: Manche Modelle sind extrem gut belüftet, andere sind auf Geschwindigkeit ausgelegt: Aero-Helme - wie sie die Radprofis bereits seit Jahren tragen. Mit diesem Aero-Helm macht der Radsportler rein gar nichts falsch.
Komfort und Passform
Der Helm sitzt wie angegossen. Das ist bei einer etwas »eigenwilligen« Kopfform nicht selbstverständlich. Es ist also davon auszugehen, dass der in S, M und L erhältliche Helm bei etwas »homogener« geformten Köpfen umso besser sitzt. Der Helm fängt den Fahrtwind über fünf relativ große sowie zwei kleine Luftschlitze in der Front ein und leitet ihn durch innenliegende Kanäle über den Kopf.
Dafür ist die herausnehmbare, waschbare Polsterung umso besser, der Helm sitzt auch auf langen Ausfahrten bequem. Das Inlay lässt sich im Umfang und hinten in der Höhe verstellen. So passt sich der Helm auf die Anatomie des Kopfs in alle Richtungen gut an. Positiv fällt auf, dass lange Haare sich nicht verheddern.
Scott hat sich was einfallen lassen und ein Rücklicht in den Helm integriert. Anpassen lässt sich der Cadence Plus mit einem fein gerasterten Drehverschluss, der das Kopfband reguliert. Ein Ass hat der Scott Cadence Plus noch im Ärmel - oder besser gesagt im Lüftungsschlitz: ein abnehmbares Rücklicht. Es ist ordentlich hell und lässt sich in verschiedenen Modi betreiben. Um das helle Licht einzuschalten muss es aus dem Helm rausgenommen werden.
Passform, Gewicht, MIPS und Ventilation spielen maximal gut zusammen. Alle Helmhersteller bemühen sich um einen immer besseren Luftstrom. Das eingebaut Rücklicht trägt zum Thema Sicherheit bei und, wer es noch nicht bewusst wahrgenommen hat, dieses Feld wird von Komponentenherstellern nicht mehr nur Garmin mit dem Radar-Rücklicht überlassen.
Details im Überblick
- Einsatzbereich: Radsport
- Konstruktion: In-Mold-Technologie, Mikroschale aus Polycarbonat
- Fit System: Scotts Spitzensystem Halo lässt sich einfach justieren und bietet beispiellosen Tragekomfort
- Mips® Brain Protection Sytem: Mips® steht für Multi Directional Impact Protection System
Vor- und Nachteile
- Vorteile: Geringer Luftwiderstand, MIPS Air Node für erhöhte Sicherheit, gute Passform, integriertes Rücklicht.
- Nachteile: Belüftung nicht optimal für hochsommerliche Bergetappen, Entnahme des Rücklichts zum Ein-/Ausschalten etwas umständlich.
Alternativen
Neben dem Scott Cadence Plus gibt es noch andere Rennradhelme, die in Frage kommen könnten. Hier sind einige Alternativen:
- Abus GameChanger 2.0
- Trek Ballista
- Specialized Evade
- Giro Aries Spherical
Fazit
Insgesamt ist der Scott Cadence Plus ein toller Helm, der seinen Preis rechtfertigt. Mit diesem Aero-Helm macht der Radsportler rein gar nichts falsch. Der Scott Cadence Plus bietet alles, was einen modernen, zeitgemäßen Rennradhelm ausmacht.
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