Motorrad-Seitentaschen sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, um zusätzlichen Stauraum auf dem Motorrad zu schaffen. Ob für kurze Ausflüge oder lange Touren, die richtige Tasche kann den Unterschied ausmachen. Hier werden verschiedene Optionen und wichtige Aspekte beim Kauf von Motorrad-Seitentaschen verglichen.
Was ist eine Motorrad-Hecktasche?
Der Schlüssel drückt in der einen Seitentasche, das Handy in der anderen - eng anliegende Motorradkleidung bietet oft nur wenig Platz für Kleinkram. Wer auf der Motorradtour auch noch Sonnenbrille, Erste-Hilfe-Set, Snacks und Getränke für zwischendurch oder einen dünnen Regenschutz einpacken will, kommt um eine weitere Tasche nicht herum. Manche Tankrucksäcke bauen zu hoch, ein Rucksack wird irgendwann zu schwer.
In eine Hecktasche fürs Motorrad passen die meisten Dinge problemlos hinein und stören nicht - zumindest, wenn man solo auf der Maschine unterwegs ist. Grundsätzlich ist eine Hecktasche fürs Motorrad ähnlich einem Tankrucksack. Sie lässt sich in der Regel auf dem Sozius-Sitz oder Gepäckträger des Motorrads anbringen und sorgt damit für Stauraum auf dem Bike.
Je nach Modell sichern zwei bis drei Gurte die Tasche auf der Sitzbank des Motorrads oder an der Sissybar bei Choppern. Eine Motorrad-Hecktasche ist vor allem für Sportmotorräder oder Enduros geeignet, bei denen ein Tankrucksack zu hoch baut und damit zu unpraktisch für eine entspannte Fahrt ist. Auch für Maschinen, bei denen keine Satteltaschen oder Koffer Platz finden, bietet sich eine Hecktasche an.
Je nach Größe, Material und Bauform lehnt sich eine Hecktasche an ein Topcase an. Die meisten Taschen passen universell auf die gängigen Maschinen.
Motorrad-Hecktaschen im Überblick
Es gibt eine Vielzahl von Motorrad-Hecktaschen auf dem Markt, die sich in Größe, Material, Ausstattung und Preis unterscheiden. Hier ein Überblick über einige Modelle:
- Held Iconic Evo Hecktasche: In zwei Größen (M und L) erhältlich, mit Organizerfächern, Netz-Innentasche, Tragegriff, Spanngurten und Regenhaube.
- Held Vivione Hecktasche: Wasserdichter Stauraum, Rundum-Reißverschluss zur Volumenerweiterung, Tragegriff, Reflex-Einsätze und Tragegurt. Erhältlich in den Größen S (6-7 Liter) und M (18-20 Liter).
- Kriega US-20 Drypack: Vielseitig einsetzbar als Hecktasche, Tankrucksack, Seitentasche oder Tragetasche. 20 Liter Fassungsvermögen.
- Kriega US-10 Drypack: Kleinere Variante mit 10 Litern Stauraum, ähnliche Vorteile wie der US-20 Drypack.
- Rhinowalk Motorrad-Sitztasche: Bis zu 60 Liter Fassungsvermögen, ideal für längere Touren.
- QBag Hecktasche: 60 Liter Fassungsvermögen, wasser- und staubdicht, aus reißfestem, PU-beschichtetem Nylonmaterial.
Soft-Packtaschen im Vergleich
Neben den Hecktaschen gibt es auch Soft-Packtaschen, die sich besonders für den Transport größerer Gepäckmengen eignen. Hier einige Beispiele:
- Rhinowalk Motorradsatteltaschen: Aus 500D PVC-Planenmaterial, wasserdicht, 18/28/48 Liter Fassungsvermögen, einstellbare Befestigung.
- SW-MOTECH Blaze Taschen: Universell einsetzbar, mit Trägerarmen, erweiterbar von 17 auf 21 Liter, wasserdichte Innentaschen.
- MOTO-DETAIL Gepäcksystem: Bestehend aus drei Taschen, maximal 20 Liter pro Tasche, Kompressionsriemen.
- KRIEGA OS-6 Gepäcktasche: Einzelne Gepäcktasche, harter Boden, kann als Rucksack getragen werden.
- Givi Canyon 50: Zwei Seitentaschen mit 50 Litern Volumen, wasserdicht, Rolltop-Verschluss.
- Bagtecs WP8: Zwei wasserdichte Seitentaschen mit 60 Litern Volumen, Rollverschlüsse, Spanngurte.
- XLMOTO H20: Zwei wasserdichte und hitzebeständige Satteltaschen mit 40 Litern Volumen.
Wie befestigt man eine Motorrad-Hecktasche?
Hecktaschen lassen sich am einfachsten mit Spanngurten oder Spanngummis mit dem Sitz oder dem Heckträger verbinden. Bei den meisten Hecktaschen gehören die Verbindungsgurte zur Ausstattung dazu, manche kombinieren diese mit Schnellverschlüssen. Bei einigen Taschen wie der QBag Hecktasche benötigen Motorradfahrer:innen jedoch separate Spanngurte.
Kann man auf jedem Motorrad eine Hecktasche anbringen?
Bei den allermeisten Maschinen lässt sich eine Hecktasche befestigen. Dafür ist lediglich eine ausreichend lange Sitzbank, ein zweiter Sitz oder Gepäckträger nötig. Schwierig wird es bei Maschinen mit nur einem Sitz. Eine schwere Satteltasche gehört nicht auf ein Schutzblech oder den Kotflügel.
Sind alle Hecktaschen fürs Motorrad wasserdicht?
Die meisten Hecktaschen sind wasserabweisend, einige auch wasserdicht. Besonders Kunststoff-Gewebe wie etwa Ballistic Nylon oder PU-Leder schützen den Inhalt vor Feuchtigkeit. Das sollten Interessierte vor dem Kauf unbedingt klären. Wasserabweisende Hecktaschen lassen sich bei starkem Regen aber auch mithilfe von Kunststofffolien schützen.
Arten von Gepäcklösungen
Es gibt verschiedene Arten von Gepäcklösungen für Motorräder, die sich in Stabilität, Material und Optik unterscheiden:
- Aluminiumkoffer: Hohe Stabilität, lange Lebensdauer, rostfrei, sicherer Transport.
- Hartschalenkoffer: Ähnliche Haptik wie Aluminiumkoffer, aus dickem Kunststoff, hohe Stabilität.
- Ledertaschen: Stilvolle Optik, aus Kunstleder oder Naturleder, verschiedene Größen.
- Stofftaschen: Robust, wasserdicht, gutes Preis-Leistungsverhältnis, aus PVC oder Polyester.
Montage von Satteltaschen
Die Montage der Satteltaschen erfolgt je nach Modell unterschiedlich. Einige benötigen Transportbügel, die am Motorrad angebracht werden müssen, während andere direkt fixiert werden können.
Wichtige Kaufkriterien
Vor dem Kauf von Satteltaschen sollten einige wichtige Faktoren beachtet werden:
- Volumen: Abhängig von den geplanten Einsatzzwecken.
- Kompatibilität: Die Taschen müssen zum Motorrad passen.
- Optik: Die Optik sollte zum Motorrad passen.
- Funktionen: Je nach Modell unterschiedliche Funktionen.
- Preis: Satteltaschen gibt es in verschiedenen Preisklassen.
Vor- und Nachteile von Satteltaschen
Satteltaschen bieten im Vergleich zu anderen Gepäcksystemen wie Rucksäcken den Vorteil, dass sie den Rücken entlasten, besonders auf längeren Fahrten.
Können Satteltaschen an jedem Motorrad befestigt werden?
Satteltaschen können an fast allen Motorrädern befestigt werden. Ein mitgelieferter Halter erleichtert die Montage erheblich.
Sind Satteltaschen wasserdicht?
Ja, viele Satteltaschen haben eine wasserdichte Schicht, die den Inhalt vor Feuchtigkeit schützt.
Aluminiumkoffer oder Soft-Packtaschen?
Die Wahl zwischen Aluminiumkoffern und Soft-Packtaschen hängt von den individuellen Bedürfnissen ab. Soft-Packtaschen sind oft flexibler und leichter, während Aluminiumkoffer mehr Stabilität und Diebstahlschutz bieten.
Motorrad-Beintaschen im Vergleich
Motorrad-Beintaschen sind eine praktische Alternative zu Rucksäcken und Tankrucksäcken, besonders für kleinere Gegenstände, die schnell griffbereit sein müssen.
Was kennzeichnet eine Motorrad-Beintasche?
Motorrad-Beintaschen werden am Oberschenkel getragen und mit einem zusätzlichen Gurt um die Hüfte fixiert. Sie bieten verschiedene Außen- und Innentaschen für zahlreiche Verstaumöglichkeiten und sind in der Regel beidseitig tragbar.
Bekannte Modelle
- Hebetag Motorrad-Beintasche: Aus wasserabweisendem Oxford-Material, vielseitig verwendbar und mit reflektierenden Streifen ausgestattet.
- Dainese Leg-Bag: Wasserdicht, verstellbarer Gurt, reflektierende Elemente.
- Vobuke Beintasche Motorrad: Wasserdicht gemäß IP65, reflektierende Elemente, drei Reißverschlusstaschen.
- Faneam Taktisch Beintasche: Wasserdichte Oberfläche, viel Stauraum, kann als Hüft- oder Schultertasche getragen werden.
- Le'aokuu 3106: Aus echtem Leder, wasserfest, mit Gürtel ausgestattet.
- Jueachy 2021DLB: Wasserdicht, viel Stauraum, verstellbarer Gurt, geeignet für verschiedene Outdoor-Aktivitäten.
- AHR Quality Motorrad-Beintasche: Unisex, robust, wassergeschützt, flexibel als Bein-, Gürtel- oder Hüfttasche tragbar.
- Xing Ri Hua Beinbeuteltasche: Innovatives Design, viele Taschen, komfortabler Schultergurt.
- DQMEN Motorrad-Beintasche: Universell einsetzbar, fester Halt, angenehmer Tragekomfort, geeignet für verschiedene Sportarten.
Wichtige Aspekte beim Kauf von Motorrad-Beintaschen
Bei der Auswahl einer Motorrad-Beintasche sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:
- Material: Leder oder textile Materialien, wasserdicht imprägniert für besten Schutz.
- Tragekomfort: Verstellbare Riemen für individuelle Anpassung.
- Stauraum: Ausreichend Fächer für eine organisierte Aufbewahrung.
- Sicherheit: Reflektierende Elemente für verbesserte Sichtbarkeit bei Nacht.
Motorradrucksäcke und andere Gepäcklösungen
Neben Seitentaschen und Beintaschen gibt es auch andere Möglichkeiten, Gepäck auf dem Motorrad zu transportieren:
- Motorradrucksäcke: Geeignet für längere Touren, einige Modelle sind wasserdicht und können am Motorrad montiert werden.
- Tankrucksäcke: Werden am Tank befestigt, bieten griffbereiten Stauraum für kleinere Gegenstände.
- Topcases: Kofferähnliche Boxen, die auf dem Heckgepäckträger befestigt werden, bieten Diebstahlschutz und sind meist wasserdicht.
- Gepäckrollen: Ähneln Reisetaschen, bieten ein hohes Packvolumen und eignen sich für den Transport sperriger Gegenstände.
Tipps zum Kauf von Motorradtaschen
- Material: Robuste, wasserfeste Materialien sind wichtig.
- Abschließbarkeit: Abschließbare Taschen bieten zusätzlichen Schutz vor Diebstahl.
- Befestigung: Das Befestigungssystem sollte sicher und stabil sein.
- Preis: Eine Investition in hochwertige Materialien lohnt sich.
- Symmetrische Beladung: Das Gepäck sollte symmetrisch verteilt werden, um das Fahrverhalten nicht zu beeinträchtigen.
Weichgepäck - Eine Alternative?
Weichgepäck bietet eine flexible Alternative zu starren Koffern, besonders für Reiseenduristen. Es ist leichter und bietet bei Stürzen eine geringere Verletzungsgefahr. Allerdings ist es wichtig, vor dem Kauf zu prüfen, ob das Weichgepäcksystem zum Motorrad passt.
Beim Anbringen von Weichgepäcksystemen treten häufig Probleme auf, da viele aktuelle Maschinentypen nicht gut mit den universellen Taschen harmonieren. Sportliche Maschinen mit steil aufsteigendem, schmalem Heck sind besonders problematisch.
Bekannte Modelle von Weichgepäck
- Bagster Cruise: Clevere Erweiterungsmöglichkeiten, gute Ausstattung, hochwertige Verarbeitung, aber etwas komplizierte Bedienung beim Bepacken.
- Büse Satteltasche: Viel Stauraum, bedienungsfreundlich von oben zu bepacken, Trolley-Funktion jedoch überflüssig.
- Enduristan Monsoon 2: Wasserdichtes Planen-Außenmaterial, Rollverschlüsse, Verstärkungen innen, gut sichtbare Reflektoren.
Fazit
Die Wahl der richtigen Motorradtasche hängt von den individuellen Bedürfnissen, dem Motorradtyp und den geplanten Touren ab. Es ist wichtig, die verschiedenen Optionen zu vergleichen und auf hochwertige Materialien, sichere Befestigungssysteme und ausreichenden Stauraum zu achten.
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