Die Geschichte des Seitenwagenrennens im Motocross ist reich an Traditionen, Innovationen und unvergesslichen Momenten. Dieser Artikel beleuchtet die Entwicklung dieser aufregenden Motorsportart, insbesondere in Deutschland, und würdigt die Fahrer, Teams und Vereine, die dazu beigetragen haben.
Die Anfänge in Deutschland
Als im April 1951 in Düsseldorf-Grafenberg das erste deutsche Motocross-Rennen stattfand, erfasste der Bazillus „Motocross“ auch Bielstein. Da gründeten am 15. November 1951 elf Enthusiasten den Motorsportclub Drabenderhöhe-Bielstein e. V. im ADAC. Fast jeden Abend traf sich die Dorfjugend, montierte die Schalldämpfer ihrer Maschinen ab und heizte durch das Uelpetal.
1952 sollte das erste Motocross-Rennen steigen. Doch die Initiatoren wussten bis dato noch nichts von Veranstaltungsbedingungen. Prompt versagte die Polizei die Genehmigung. Das Rennen wurde kurzerhand in ein „Geschicklichkeitsrennen“ mit Wippe und Dosengasse umgetauft und endlich konnte es losgehen. Wie so oft in den folgenden Jahrzehnten regnete es am Renntag, dem 21. September 1952, in Strömen. 50 Fahrer wühlten sich durch die verschlammte Piste und 1.500 zahlende Zuschauer bekamen auch ihre Portion Dreck ab.
Doch das Rennen war überaus rentabel und die Entwicklung des MSC`s unaufhaltsam. Im Mai 1953 startete das erste regionale Motocross-Rennen, im Juli 1958 die erste Europameisterschaft. Dazu gehören auch die unglaublich erfolgreichen Rennfahrer, die aus dem MSC Drabenderhöhe-Bielstein hervorgingen.
Erfolgreiche Rennfahrer und Teams
Den Anfang machten Max Deubel/Emil Hörner als vierfache Gespann-Weltmeister in den Jahren 1961-1964. Danach kam Rolf Steinhausen mit Sepp Huber als zweifache Gespann-Weltmeister in den Jahren 1975 und 1976. In Vaters Fußstapfen trat Jörg Steinhausen, Europameister 1998, Vizeweltmeister 2002 und 6-facher Deutscher Meister. Legendär waren auch die Erfolge beim Motocross, der ureigensten Domäne des MSC Drabenderhöhe-Bielstein: Herbert Simon hielt von 1970 bis 1974 die Deutsche Meisterschaft im Seitenwagen fest im Griff. 1970 mit Klaus Jörgens als „Schmiermaxe“, von 1972 bis 1974 mit „Peppi“ Hans Georg Peppinghaus.
Unvergessen blieben auch Edgar und Reinhold Noß, die u. a. Alles begann 1971 als Günter Maaß aus Becherbach und Alfred Ries aus Oberhausen, als 15- und 16-Jährige mit ihren 50-ccm-Mopeds durch die Gemarkung bretterten. Das gefiel anscheinend auch anderen Moped- Fans und so gesellten sich immer mehr Interessierte hinzu. Peter Hartmann, Horst Bambach, Egon Stein, Michael Dönig, Rüdiger Beck und andere schlossen sich damals der Gruppe der Rennbegeisterten an. Zwei Jahre später, 1973 waren sie endlich 18 und starteten begeistert und auch erfolgreich bei ihren ersten Straßenslaloms.
Die Gründung des Moto-Cross-Club Teufelsfels
Am 10. Oktober 1975 war dann schließlich der historische Tag der Gründung und der „Moto- Cross-Club Teufelsfels“ (wie der Verein damals hieß) wurde im Gasthaus Giloy in Hahnenbach aus der Taufe gehoben. Der 1. Vorsitzende wurde Horst Bambach. Am 11. April 1976 fuhr Alfred Ries sein erstes Rennen in Gießen-Wieseck. „Und das bei 30 Grad im Schatten!“, wie er sich erinnert. Aber er schaffte es unter die ersten 15. Auch Günter Maaß mit Beifahrer Egon Stein sowie Horst Bambach mit Beifahrer Andy Boos (später Rüdiger Beck) fuhren dort ihr erstes Gespann-Rennen. Das Team Maaß/Stein erreichte sogar auf Anhieb Platz Drei. Im August waren sie auch beim Motocross in Reil an der Mosel am Start, danach folgten weitere Rennen.
Das erste Heim-Motocross in Hennweiler
Die MSC-Fahrer waren damals bundesweit auf den Rennstrecken erfolgreich und gierten nach den Heimrennen. Und dann, am 5. Oktober 1980 fand endlich auch das erste ADAC-Motocross auf der Strecke in Hennweiler statt, mit 250-ccm-Solomaschinen und Gespannen. Das Wetter passte perfekt, die Sonne schien. Fast 4.000 zahlende Zuschauer fanden damals den Weg in die Herschbach. Dieses erste Rennen veranstaltete man zusammen mit einem befreundeten Motorsportclub. So teilte man sich die Kosten, allerdings auch die Einnahmen. Alfred Ries wurde damals in der 250er Soloklasse Sieger auf einer HeWa-Maico.
Er fuhr allerdings nur ein Jahr in der nationalen Meisterschaft. Durch seine vielen Erfolge hatte er zu viele Punkte gesammelt und musste in die internationale Klasse zwangsaufsteigen. Dort fuhr er allerdings nur gegen Vollprofis mit Werksunterstützung und blieb somit chancenlos. Außer auf seiner „Heimstrecke“ in Hennweiler. Dort konnte er eine bessere Figur abgeben. Das Prädikat der Erst-Veranstaltung war ein OMK-Pokal-Lauf (eine Klasse unter der Deutschen Meisterschaft). Dieses Prädikat sollten die Motocross-Rennen in den Jahren 1981 bis 1985 beibehalten.
Der Deutsche-Meisterschafts-Lauf 1986
In diesem Jahr richtete der MSC Hennweiler im Rahmen seines Motocrosses auch einen DM-Gespann-Lauf aus. Tausende Zuschauer strömten auf die Herschbach, um bei diesem Ereignis dabei zu sein. Unter den Gespann-Startern war auch der Motocross- Seitenwagen-Weltmeister von 1980: Reinhard Böhler mit seinem Beifahrer Siegfried Müller. Auch diesen DM-Lauf konnten sie erfolgreich gestalten.
Im folgenden Jahr lief die Motocross-Veranstaltung in Hennweiler unter dem Prädikat OMK-Pokal- Endlauf. Die Läufe der OMK (Oberste Motorradsport- Kommission) waren damals in Deutschland unterteilt in die Regionen Nord und Süd. Die jeweils zehn besten Fahrer qualifizierten sich für die drei gemeinsamen Endläufe, von denen einer in Hennweiler stattfand.
Zäsur und Neuausrichtung
Nach 1988 entschieden sich die Verantwortlichen im Verein aus Kostengründen zu einer Zäsur. Die ausgelobten Preisgelder bei DM- und OMK-Endläufen waren für den Motorsportclub einfach nicht länger zu stemmen. Schließlich startete die Motocrossveranstaltung in Hennweiler ab 1988 im Terminkalender des Saar-Pfalz- Pokals, einem Vorläufer des heutigen Südwest- Cups. Auch hier konnte man tollen Motocross-Sport bieten. Es fanden Sololäufe statt. Außerdem fand im Rahmenprogramm auch immer wieder der eine oder andere offene Gespann- oder Quad-Lauf statt.
Die Quads erfreuten sich ab den 90er Jahren immer größerer Beliebtheit und prägten auch beim MSC, speziell an den Trainingstagen, immer stärker das Bild in der Herschbach. Anfang der 90er Jahre errichtete der Club eine Kinderstrecke neben der Motocross-Strecke. Ab diesem Zeitpunkt konnten auch die Kleinsten ihre ersten Cross-Runden auf dem Gelände drehen. In den 90er Jahren wurde der Saar-Pfalz-Pokal dann in Südwest-Cup umbenannt. Sportlich änderte sich auf der Motocross-Strecke wenig, die Teilnehmer der Meisterschaft waren dieselben geblieben.
Supermoto und neue Wege
Aber man wollte beim MSC Hennweiler neue Wege gehen, ohne Altbewährtes zu vernachlässigen. Das alljährliche Motocross mit Solo-Läufen fand also weiterhin statt. Dazu veranstaltete der MSC am 10. und 11. Juli 1999 auf der Kartbahn am Flugplatz Hahn erstmals einen Supermoto-Lauf. Viele MSC-Motocrosser wechselten begeistert für einen Tag auf die etwas glatteren Reifen. Im darauffolgenden Jahr wiederholte man das Ganze in etwas abgespeckter Version.
Im Jahr 2000 wurde auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Pferdsfeld einen Supermoto-Trainingslauf durchgeführt.
Tiefpunkt und Erneuerung
Zu Beginn des neuen Jahrtausends hatte man Probleme, genug Personal rund um die Strecke zu finden. Etwa 30 Streckenposten benötigt der MSC Hennweiler bei einer Motocrossveranstaltung. Diese müssen sich in Sichtweite zum Nebenposten platzieren, um bei einem Unfall oder einer Behinderung die nachfolgenden Fahrer sofort warnen zu können, bevor es zu einem Unfall kommt. Den Tiefpunkt markierte das Jahr 2004. Aus den oben genannten, organisatorischen Gründen musste sogar das Rennen kurzfristig abgesagt werden.
Diese einschneidende Erfahrung wollte man in Hennweiler nicht wieder erleben. So verbesserte man Kommunikation, Koordination und Organisation und konnte den Motorsportfans nach diesem Jahr wieder spannende Wettbewerbe präsentierten. Außerdem konnte man das Programm mit dem Seitenwagen-Veteranen-Cup sogar noch erweitern. Dieser fand erstmals von 2006 bis 2008 in Hennweiler statt und ist nach einer vierjährigen Unterbrechung seit 2013 wieder im Programm. 2013 wurde auch die Startanlage neu gebaut und feierte im gleichen Jahr beim Motocross Premiere.
MSC Kleinhau: Ein weiterer wichtiger Verein
Ende 1964 besuchte ein späterer Mitbegründer des MSC Kleinhau, Hans-Edi Schmitz, ein Moto Cross-Rennen in lmgenbroich bei Monschau. Weil die meisten Vereinsgründer das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, mussten ältere Vereinsmitglieder für maßgebliche Vereinspositionen gefunden werden, damit der Club ins Vereinsregister eingetragen werden konnte. So erklärte sich August Jörres bereit den Vorsitz zu übernehmen, so dass einer offiziellen Vereinsgründung am 12. Februar 1966 als Motor-Sport Club Kleinhau e.V. „Eifel-Team Kleinhau“ nichts mehr im Wege stand.
Am 9. Oktober 1966 fand das erste Kleinhauer Moto Cross Rennen, als „Herbstpokal-Rennen“, auf einem Wiesen- und Ackergelände zwischen Kleinhau und Schevenhütte statt. Diese Veranstaltung, welche durch finanzielle Unterstützung des MSC Imgenbroich zustandegekommen war, wurde trotz dichten Nebels von 4000 Zuschauern besucht. Die Rennstrecke war noch mit kleinen Fähnchen abgesteckt und man fuhr zu einem großen Teil auf umgebauten Straßenmotorrädern. Gestartet wurde mit einer Flagge und bis auf den Sturzhelm gab es kaum eine fachgerechte Schutzkleidung für die Aktiven. Aber ein Anfang war getan.
Der Erfolg des Rennens, der nicht zuletzt durch die tatkräftige Mitarbeit von freiwilligen Helfern aus dem Dorf ermöglicht wurde, spornte zu weiteren Veranstaltungen an. Schon beim dritten Rennen am 29. In den siebziger Jahren erlebte die Motorradindustrie einen beachtlichen Aufschwung. Während das Motorrad vor den sechziger Jahren noch das billige Fortbewegungsmittel des „Kleinen Mannes“ war, wurde es jetzt mehr und mehr zum Freizeit Fahrzeug, zum Inbegriff von Abenteuer und Freiheit. Freiheit heißt Unabhängigkeit, Unabhängigkeit auch vom Vorhandensein befestigter Straßen, die Möglichkeit zu haben, sich frei von Grenzen zu machen und über Stock und Stein zu fahren.
Der „Off Road Sport“ wie das Geländefahren genannt wurde, faszinierte die Jugend und hatte Auswirkungen auf den MSC Kleinhau. Man konnte mit einem festen Zuschauerstamm von einigen Tausend bei steigender Tendenz kalkulieren. Dies hatte jedoch auch noch einen zweiten Grund, die sportlichen Leistungen der „Eifel-Team Fahrer“ konnten sich sehen lassen. Fahrer wie Helmut Förster aus Eicherscheid, Klaus Huppertz aus Mützenich, Rudi Scheen aus Strauch, Ludwig und Winfried Nießen aus Huppenbroich, Uwe Gerlach aus Stockheim, Karl-Heinz Müller und vor allem Toni Luysberg aus Kleinhau erreichten in der Verbands und Europameisterschaft beachtliche Platzierungen.
Im Jahre 1970 erhielt der Club vom DAMCV die Zusage, einen Europameisterschaftslauf veranstalten zu dürfen und so wurde der EM-Lauf für Amateure der Klasse 250 ccm ins Rennprogramm aufgenommen. Seither wurde die Europameisterschaft ein fester Bestandteil im Kleinhauer Renngeschehen. Viele werden sich noch daran erinnern, als Toni Luysberg 1973 den EM-Lauf 250 ccm souverän gewann, Vize-Europameister wurde und in der letzten Runde des Rennens unter dem Jubel der Zuschauer die lange Sprungschanze gegenüber der Zielgraden auf dem Hinterrad hinauffuhr.
Ab 1972 wurden zwei Moto Cross Veranstaltungen durchgeführt, nachdem der MSC Kreis Monschau sich auflöste, und die Fahrer sich dem Kleinhauer Club anschlossen. Man sah sich nach einem neuen Gelände um und wählte ein weitläufig angelegtes Tal am „Raffelsberg zwischen Kleinhau und Brandenberg als neue Rennstrecke. 1979 errichtete man auf dem Renngelände eine massive Gerätehütte, und die Ländereien wurden komplett umpflanzt. Nachdem man nun von der Gemeinde Hürtgenwald eine feste angepachtete Bleibe gefunden und halbwegs installiert hatte, wurden in Kleinhau zwei Veranstaltungen im Jahr durchgeführt. Der Zulauf zum Verein wurde größer und größer.
Doch dies war keine endgültige Lösung. Nicht nur die Zahl der inaktiven Mitglieder, sondern auch die Zahl der Fahrer stieg erheblich. Toni Luysberg wurde 1978, 79 und 80 Verbandsmeister, 1981 Deutscher-Amateur-Meister. Klaus Huppertz wurde 1979 Deutscher Meister und Verbandsmeister in den Jahren 1979, 1981 und 1983. Bestand die Fahrerschaft bis weit in die 70er Jahre des MSC noch ausschließlich aus Solofahrern,so kamen in den 80 er Jahren immer mehr Gespann-Piloten hinzu. Als herausragende Namen sind hier Gerd Blatter - Günter Heimbüchel sowie Arno Müller - Gerd Schleicher zu nennen. 1989 war der totale Erfolg der Kleinhauer Gespannfahrer zu verzeichnen, indem das Team Müller-Schleicher Gespann Meister wurde und Gerd Blatter mit Roland Dahmen Vizemeister.
Doch wie so oft liegt in einer Blütezeit schon der Keim für spätere Krisen und Rückschläge. So war es auch beim MSC - Kleinhau. Professionalisierung und Verteuerung des Sports wiesen dem Faktor Geld eine größere Rolle zu als bisher. Der Verein, aber auch einzelne Fahrer knüpften Kontakt zu Sponsoren, die als Gegenleistung für finanzielle Unterstützung natürlich Werbung für ihre Produkte verlangten. Als geeignete Werbefläche sollte das Trikot des Fahrers dienen, welches jedoch nach Ansicht des Clubs ein einheitliches Vereinstrikot sein sollte. Kameradschaft und Teamgeist sollten durch die Verpflichtung, das weithin sichtbare blau-orangefarbene Clubtrikot zu tragen, gefördert werden.
Dieser Gedanke stand natürlich in krassem Widerspruch zu der Möglichkeit für Geld ein individuelles Sponsortrikot zu tragen. Der Umweltschutzgedanke und das verschärfte Umweltbewusstsein verschiedener Mitbürger stellten eine weitere Belastung für den Verein dar. Man fühlte sich von den knatternden Motorrädern belästigt, man kritisierte die Verschmutzung der sauberen Eifelluft durch Abgase und befürchtete eine Verunreinigung des Bodens durch 0el und Benzin.
Der größte Rückschlag erlebte der Verein, als Anfang bis Mitte der 80er Jahre das Finanzamt mit erheblichen Steuerforderungen an ihn herantrat Dabei wurde die Gemeinnützigkeit dem Club zum Verhängnis. Der Verein stand am Rande des finanziellen Ruins. Es wurde eine Vereinsauflösung erwogen, doch der Idealismus war so groß, dass man auf einer denkwürdigen Versammlung die Weiterführung beschloss.
Jedoch konnte nach dem finanziellen Schock festgestellt werden dass sich das Vereinsklima verbesserte. die auch direkt den Weg in die Vorstandschaft einschlugen, zu verdanken ist. erlaubte, einen festen Strom und Wasseranschluss sowie eine Bewässerungsanlage für die Rennstrecke zu installieren. Als sportliche Bereicherung wurde am 27. Bis 1987 wurde die Frühjahrs Veranstaltung jeweils am 1. Die Abendveranstaltungen im größeren Festzelt wurden zu einer Bereicherung für die Jugend und für den MSC Kleinhau ein weiteres Finanzielles Standbein.
1987 wurde die Jugendabteilung des Deutschen Amateur Motocross Verbandes, durch die Initiative von Willi Jütten aus Heinsberg, gegründet. Auch die Motorrad-Industrie zog mit und es gibt seither Serienmotorräder mit kleinen Radgrößen und kleineren Fahrwerken. In Sachen Jugend und Nachwuchsarbeit veranstaltet der MSC Kleinhau jährliche Fahrerlehrgänge, bei denen die Teilnehmer in kleinen Gruppen mit namhaften Trainern geschult werden.
Aus dieser Jugendabteilung kamen dann vom MSC Kleinhau so erfolgreiche Fahrer wie Christian Hentrich aus Kleinhau 4. Platz DAM 250-500ccm Meisterschaft 2005, Michael Förster aus Eicherscheid mehrfacher Jugendmeister, ehm. DAM Meister 125ccm, später dann, Kai Wirtz aus Kreuzau Doppelmeister National und Jugend 2004, 6.
Im Jahr 1990 wurde das Rathaus in Kleinhau eingeweiht und alle Ortsvereine trugen zu dieser Einweihung bei, auf Anfrage der Gemeindeverwaltung hin, veranstaltete der MSC Kleinhau damals zwei Clubrennen mit ca. 30 Fahrern rund um das neue Rathaus, das dürfte wohl genau so einzigartig sein, wie das Befahren des Rathausplatzes in Düren anlässlich einiger Stadtfeste.
Das Flutlicht Moto Cross des MSC Kleinhau wurde immer mehr zum Publikumsmagnet. Das Programm wurde erweitert in dem das die Viertakt Seitenwagen und die Oldtimerklassen Freitagabend mit an den Start gingen. Durch die einzigartige Atmosphäre dieser Veranstaltung und durch das Angagement von Edgar Jansen, der intensive Kontakte zu den Oldtimer und Seitenwagen Teams unterhält, stiegen die Teilnehmerzahlen so, dass mittlerweile schon Anfang März Nennungsschluss ist.
Also gab es für den Vorstand des MSC Kleinhau wieder mal viel Arbeit in Sachen neues Genehmigungsverfahren. Dann das Aufatmen, in guter Zusammenarbeit aller Behörden wurde dann am 16.04.99 die neue unbefristete Genehmigung laut Bundes Immissionsschutzgesetzes zum Betrieb und Ausübung des Motorsports auf dem Renngelände erteilt. das Zeltplateau wurde laut Genehmigung erweitert , eine feste Stromverteilung mit höherer Leistung um das gesamte Renngelände.
Im Herbst 2001 legte der langjährige Vorsitzende Toni Luysberg das Amt als 1. So ergab es sich, dass damals Anfang der 90 er Jahre die Forstämter mit neuen Rover Geländewagen ausgestattet wurden. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass die Rover Fahrzeuge in den verschieden Forstrevieren des öfteren auf dem Dach landeten, so veranlasste das Forstamt, auf der MSC Rennstrecke, in Zusammenarbeit mit Rover Fahrsicherheitslehrgänge für Forstamtmänner.
Seit 2004 hat der “Modell Sportverein Hürtgenwald“ im Fahrerlager des MSC Kleinhau eine neue Heimat gefunden und kann hier mit ferngesteuerten Modellfahrzeugen trainieren sowie Veranstaltungen durchführen. Im Jahr 2005 wurde das 2. Mofa Cross Rennen mit Erfolg durchgeführt. 43 Teams nahmen an dieser Rennveranstaltung der etwas anderen Art mit riesigem Spaßfaktor teil.
Seit einigen Jahren unterhält der Club Kleinhau drei Jugendmotorräder. Durch die Initiative einiger Fans des MSC Kleinhaus wurde 1998 der Förderverein des MSC Kleinhaus e.V. gegründet. Die sportlichen Erfolge alle zu nennen würde den Rahmen sprengen. Mit Stolz kann man sagen, dass der MSC Kleinhau eine der schönsten und anspruchsvollsten, mit einer optimalen Infrastruktur ausgestatteten Motocross Rennstrecken in Europa unterhält.
Das alles ist dem ehemaligen und jetzigen Vorstand sowie vielen Freiwilligen und Ehrenamtlichen Helfern sowie den Mitgliedern zu verdanken. Im Jahr 2016 werden die 100. und 101. Der Betrieb eines Motorsportvereins mit 200 Mitgliedern und zwei Großveranstaltungen im Jahr erfordert ein Höchstmaß an Arbeitseinsatz. Der ganze Verein wird an den Arbeiten beteiligt. Ende der 1960er Jahre schon sehr viel weiter.
Die Entwicklung der Seitenwagen-Technik
Die Entwicklung der Seitenwagen-Technik im Motocross ist ein faszinierendes Kapitel für sich. Ursprünglich basierten viele Seitenwagen auf Eigenbauten, doch mit der Zeit entstanden spezialisierte Unternehmen, die sich auf die Konstruktion und Herstellung von Seitenwagenrahmen konzentrierten. Diese Entwicklung führte zu leichteren und stabileren Rahmen, was wiederum die Fahreigenschaften der Gespanne verbesserte.
Bekannte Namen in diesem Bereich sind Wasp aus England und HEOS aus Deutschland, Ostbevern. Wasp machte zuerst in den Niederlanden auf sich aufmerksam. Der Einsatz von Spezialrahmen und neu getunten Motoren hatte auch seinen Preis. Montenarh hatte die damalige Szene genau im Blick. Eigenbau-Seitenwagen waren unzufrieden. Mit dem Wasp-Rahmen ging es intensiver nach. Sehr viel wichtiger aber war die Probefahrt. Spitzenplatzierungen ging 1970 an Wasp kein Weg vorbei.
Konrad Knübben: Ein Pionier mit Handicap
Ein bemerkenswertes Beispiel für den Kampfgeist und die Entschlossenheit im Seitenwagen-Motocross ist Konrad Knübben. Trotz einer schweren Behinderung an den Händen gelang es ihm, sich in der Weltspitze zu etablieren. Knübben importierte oder baute nicht nur Gespanne, sondern nahm auch Umbauten vor und wandte spezielle Technik an. Nach Defekte und gesundheitlichen Problemen konnte Knübben im Folgejahr schließlich so weit kommen und Wasp Europameister werden.
Knübben zeigte, dass man auch mit einem im wahrsten Wortsinn bestehenden Handikaps Erfolge einfahren konnte. Vielfachweltmeister Daniel Willemsen saßen zusammen. „ Guck dir nur die krummen Hände an! Schwung. hervorragend zu seinem weichen Fahrstil. Der war deutlich kräftiger als der alte Norton-Motor.
MSC Schopfheim: Ein weiterer wichtiger Akteur
Beschluss Realität. Zuschauer, als erstmal in Schopfheim die Moto-Cross-Maschinen brummten. Gegenteil - ein heftiger Regen setzte ein. Piste und man verzichtete auf den zweiten Durchgang der einzelnen Klassen. Moto-Cross nicht das letzte gewesen sein möge". bereits im Folgejahr hinzu. von Clubmitglied Reinhard Böhler. erreicht, mit dem 10. Schopfheimer Moto-Cross. der Seitenwagenklasse ging es um Punkte zur Deutschen Meisterschaft. 1976-1978 fanden DM-Läufe in Schopfheim statt.
Projekt ins Leben gerufen. machbar eingestuft. Fernsehanstalten (z.B. ausgetragen. Das große Projekt wurde Realität in der Markgrafenstadt. der Höhepunkt in der bisherigen Moto-Cross-Geschichte in Schopfheim geworden. Meisterschaft. 1989 am 6. Meisterschaft, sowie Nationale und Internationale Sololäufe statt. am 1./2. Juli fand zum dritten Mal ein WM-Lauf in Schopfheim statt. Bedingungen und vor ca. Schweizer Führer/Käser. Lob ab. der Dossenbacherstrasse. 1200 m verkürzten Strecke. Genehmigungsproblemen.
Internationalen Prädikats-Veranstaltungen nicht mehr möglich war. dritten Mal in Folge diesen Erfolg. MSC Schopfheim Fahrer - Matthias John - mit einem Gesamtsieg. die seither jährlich stattfindet. Jugendmeisterschaft vertreten ist. hart trainieren um in Zukunft an den begehrten Meisterschaften teilzunehmen. gesichert. der Vergangenheit.
Tabelle: Erfolgreiche Gespann-Weltmeister des MSC Drabenderhöhe-Bielstein
| Fahrer | Beifahrer | Jahre |
|---|---|---|
| Max Deubel | Emil Hörner | 1961-1964 |
| Rolf Steinhausen | Sepp Huber | 1975, 1976 |
| Jörg Steinhausen | - | Europameister 1998, Vizeweltmeister 2002, 6-facher Deutscher Meister |
| Herbert Simon | Klaus Jörgens (1970), Hans Georg Peppinghaus (1972-1974) | Deutscher Meister 1970-1974 |
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