Sena R1 Evo Smart Fahrradhelm Test: Intelligente Technologie für Radfahrer

Der smarte Fahrradhelm Sena R1 Evo führt die Mesh-Funktechnologie in die Radszene ein. Der von der Wlan-Technik bekannte Funkstandard soll rauschfreie Kommunikation über eine Distanz von bis zu 900 Metern ermöglichen. Dabei lassen sich unbegrenzt viele R1 Evo miteinander koppeln. Der Sena R1 Evo kombiniert ein klassisches, stromlinienförmiges Design mit Funktionen wie Mesh-Intercom, Telefonie und Musikwiedergabe.

Überblick über den Sena R1 Evo

Smarte Fahrradhelme können unter anderem mit integrierten Lautsprechern, Mikrofonen, Licht und sogar Blinkern aufwarten. Für diesen Test haben wir uns den Sena R1 Evo vorgenommen. Rein optisch wirkt er wie ein ganz normaler Fahrradhelm. Doch er hat einige smarte Funktionen an Bord, die ihn aus der Masse hervorheben sollen.

Design und Verarbeitung

Der Sena R1 Evo sieht auf den ersten Blick aus wie ein ganz normaler Fahrradhelm. Er ist stromlinienförmig gestaltet und kommt mit abnehmbarem Sonnenschutz an der Vorderseite. Die matte Oberfläche in Weiß gefällt uns gut, sieht edel aus und ist pflegeleicht. Alternativ ist der Helm auch in mattem Schwarz erhältlich. Die Verarbeitung des Helms macht einen hochwertigen Eindruck. Praktisch: Das Verschlusssystem lässt sich sehr variabel einstellen. Der gesamte hintere Bereich des Helms kann ein- und ausgefahren werden. So passt er sich optimal an die individuelle Kopfform an. Auch an Tragekomfort wurde gedacht: Die Polster im Inneren lassen sich zum Reinigen einfach entnehmen.

Funktionen und Bedienung

An der Seite des Helms befinden sich drei gut erreichbare Knöpfe. Sie bieten ein angenehmes haptisches Feedback beim Drücken. Hierüber lassen sich unter anderem die Lautstärke regeln und das Mesh-Intercom aktivieren. Die Bedienung des Sena R1 Evo ist denkbar einfach. An der Rückseite befindet sich ein großer Knopf zum Ein- und Ausschalten des integrierten Rücklichts. Direkt unter dem Rücklicht sitzt der USB-C-Port zum Laden des Akkus. Dieser ermöglicht laut Hersteller eine Gesprächszeit von 7 bis 10 Stunden. Nach 2 Stunden an der Steckdose ist er wieder voll aufgeladen.

Eines der Highlights des Sena R1 Evo ist die Möglichkeit zu telefonieren. Dafür verbindet man den Helm per Bluetooth mit dem Smartphone. Im Test hat das einwandfrei funktioniert. Das Mikrofon überträgt die Stimme zwar etwas blechern, filtert dafür aber Windgeräusche zuverlässig heraus. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten konnten wir uns noch gut verständigen. Über die integrierten Stereolautsprecher kann man nicht nur telefonieren, sondern auch Musik und Podcasts hören. Die maximale Lautstärke ist ausreichend, um alles gut zu verstehen. Allerdings darf man keine HiFi-Qualität erwarten - dafür fehlt es den kleinen Lautsprechern an Bass und Dynamik. Zum Telefonieren und für Podcasts reicht es aber allemal.

Richtig spannend wird es mit dem Mesh-Intercom. Damit können sich mehrere Sena R1 Evo-Besitzer direkt unterhalten, ohne dass ein Smartphone benötigt wird. Die Reichweite soll bis zu 900 Meter betragen. Sind bis zu sechs Nutzer im Mesh-Netzwerk, erweitert sich die maximale Reichweite sogar auf 3,6 Kilometer. Aktiviert wird das Mesh-Intercom über einen kurzen Druck auf die mittlere der drei seitlichen Tasten. Die Verbindung zu anderen Helmen stellt der Sena R1 Evo dann automatisch her.

Sena R1 Evo im Praxiseinsatz

Wenn der Helm einen mit einem freundlichen „Hello“ grüßt, leidet man nicht zwingend an Wahnvorstellungen, sondern hat vermutlich nur einen smarten Helm wie den Sena R1 in der Hand und gerade eingeschaltet. Vor allem aus dem Motorradbereich kennt man Helmhersteller Sena - seit einigen Jahren mischt das Unternehmen auch in der Fahrradbranche mit. Insbesondere sein Know-How im Bezug auf Bluetooth-Technik und Kommunikation setzt es auch hier ein. Auf den ersten Blick sieht der R1 recht schlicht aus, er ist mit 380 g (Größe M) auch nur minimal schwerer als ein klassischer Fahrradhelm. Auf der linken Kopfseite jedoch finden sich drei recht massive Knöpfe plus kleiner LED-Lampe, an beiden Seiten sind Lautsprecher in den Helm integriert, an der Stirn zusätzlich das kleine Mikrofon.

Ein Smarthelm benötigt für den Einstieg deutlich mehr Aufwand als ein klassischer Fahrradhelm und natürlich ein Smartphone für die Kopplung per Bluetooth. Zunächst muss man sich in die Bedienung der Knöpfe einarbeiten, damit diese während der Fahrt irgendwann intuitiv funktioniert. Eine Anleitung liegt in zahlreichen Sprachen vor, sie ist relativ leicht verständlich. Mit dem Sena R1 lässt sich easy telefonieren. Lautsprecher und Mikrofon funktionieren einwandfrei, nur bei starkem Wind leidet die Qualität. Für erhöhte Sicherheit sorgt der Umstand, dass man im Gegensatz zu einem Headset nicht nur das Telefonat gut hört sondern auch Umgebungsgeräusch wahrnehmen kann. Auch Navigationshinweise können ganz einfach über die Lautsprecher im Helm angesagt werden, was die Radtour wirklich angenehm macht. Kein Blick auf den Lenker ist nötig.

Auch Musikhören ist supereinfach. Zum einen geht das über das integrierte UKW-Radio, mit dem lokale Sender empfangen werden können. Durch 2-Sekunden-Klick kommt man direkt zum nächsten Sender, der Empfang ist in der Regel sehr gut. Wer mehr Funktionen wie die Speicherung von bis zu 10 Radiosendern nutzen möchte, muss sich die Sena App installieren. Ein spannendes Feature besonders für Gruppenfahrten ist die Helm-zu-Helm-Kommunikation, für die aber alle Teilnehmer über das gleiche System verfügen müssen. Und sonst? Die Passform des Helms ist in Ordnung, er ist allerdings relativ rund und nicht so länglich geschnitten. Da die Kopfform etwas höchst Individuelles ist, sollte man ihn anprobieren. Überarbeitungswürdig erscheint uns auch der Lederriemen am Kinn, der sich nicht so leicht anpassen lässt. Den Sena R1 gibt’s auch in Schwarz und Blau, uns gefällt er vor allem im kräftigen Orange, was die Sichtbarkeit des Radfahrers erhöht. Ein Schirm ist separat erhältlich.

Weitere Smarte Funktionen

Mit Sprachsteuerung - kommuniziere freihändig in HD-Qualität mit unbegrenzt vielen R1 EVO-Nutzern pro Gruppe über eine Reichweite von bis zu 900 Metern - ganz ohne Mobilfunk. Lausche deiner Lieblingsmusik vom Smartphone, nimm Handy-Gespräche an oder folge den Richtungsanweisungen deines GPS-Systems. Integrierte Lautsprecher und integriertes Mikrofon, Advanced Noise Control.

Der große Vorteil gegenüber Kopfhörern ist hier, dass die Lautsprecher die Musik oder den Podcast wiedergeben, ohne die Geräusche des Straßenverkehrs auszublenden. Es könnte schließlich ziemlich gefährlich werden, die Straßenbahn nicht mehr wahrnehmen zu können oder ein warnendes Hupen zu überhören. Darum sollten wir auch mit unserem smarten Helm darauf achten, dass die Technik uns nicht ablenkt und die Konzentration stets auf dem Straßenverkehr liegt.

Die smarten Helme bringen auch eine eigene Smartphone-App mit. Darüber lässt sich beispielsweise das Licht steuern. Vor allem aber informiert die App über den Akku des Helms, denn wenn sich dieser dem Ende neigt, kann es passieren, dass uns während der Fahrt plötzlich die Lichter ausgehen. Und als wir frohen Mutes durch den Stadtverkehr pesen, möchten wir weitere Features nutzen, die einige smarte Helme mitbringen: Blinker und Bremslichter. Eine helmseitige Festtagsbeleuchtung stellt sicher, dass wir auf der Straße auch bei schlechten Lichtverhältnissen nicht übersehen werden. Dank der integrierten Blinker werden die anderen Verkehrsteilnehmer über unsere Fahrmanöver informiert.

Alternativen im Vergleich

Smart-Helme von Livall, Sena, Lumos im Test: Helme mit integriertem Headset gibt es längst nicht mehr nur für Motorradfahrer. Marken wie Livall bieten Smart-Helme auch für Fahrradfahrer an.

Hier kommen die Ergebnisse!

  1. Platz 1: Livall BH51M Neo. Der Helm ist ein schönes Beispiel dafür, dass die Smartfunktionen von Newcomern wie Livall ausgereift sind: Die Bluetooth-Verbindung steht sofort, die Bedieneinheit am Lenker verbindet sich klaglos, und die Musik aus dem Headset schallt klar und deutlich heraus.
  2. Platz 2: Sena R1 Evo. Der unscheinbarste Kandidat unter den Smart-Helmen kommt von Sena, einem Spezialisten für Motorradhelme mit Kommunikationsfunktionen. Dementsprechend technisch ausgereift ist das Headset. Mit dem R1 Evo kann man nicht nur Musik hören und Anrufe entgegennehmen, via Intercom wird man direkt mit anderen Sena-Nutzern in der Nähe verbunden (wenn man den gleichen Kanal verwendet).
  3. Platz 3: Lumos Matrix. Highlight: Auf dem Matrix-Display können eigene Botschaften oder eine Vielzahl von hippen Animationen abgespielt werden. Und das heißt nicht, dass der Lumos ein schlechter Helm ist, das Mega-Display und die integrierten Frontscheinwerfer treiben allerdings das Gewicht (603 Gramm) nach oben.

Vor- und Nachteile

Der Sena R1 bleibt auch als EVO Variante der beste Helm für Gespräche untereinander. Auch um Navi-Ansagen oder Musik per Bluetooth zu hören ist der smarte Helm Top. Der Smart Fahrradhelm R1 ist die perfekte Kombination aus innovativer Technologie und traditionellem Design und verfügt über ein vollständig integriertes Kommunikationssystem in der Helmschale.

Vorteile:

  • Integriertes Kommunikationssystem
  • Bluetooth-Konnektivität für Musik, Anrufe und GPS-Anweisungen
  • Mesh-Intercom für Gruppenfahrten

Nachteile:

  • Kein Frontlicht oder Blinker
  • Bedienung mit nur drei Tasten kann kompliziert sein
  • Passform ist relativ rund

Technische Details

Der Helm verfügt über eine In-Mold-Helmschale aus Polycarbonat mit EPS-Innenfutter. Er ist in den Größen S, M und L sowie in den Farben mattschwarz und mattweiß erhältlich.

Weitere Details:

  • Integrierte Lautsprecher und Mikrofon
  • Advanced Noise Control
  • Integrierte Lautsprecher und integriertes Mikrofon, Advanced Noise Control.

Kundenmeinungen

Der Sena R1 Smarte Fahrradhelm bietet klare und verständliche Kommunikation während des Radfahrens. Dank seiner Bluetooth-Funktion können Benutzer problemlos Verbindungen herstellen, ohne störende Windgeräusche zu erleben. Die gute Reichweite für die Kommunikation sorgt dafür, dass Radfahrer jederzeit in Kontakt bleiben können.

Dieser intelligente Fahrradhelm eignet sich ideal für Pendler, Freizeitradler und alle, die gerne sicher unterwegs sind und dennoch verbunden bleiben möchten. Mit seiner einfachen Bedienung durch Bluetooth ist der Helm besonders praktisch für Vielfahrer oder Gruppenausflüge geeignet.

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