Senftenberger See Radweg: Aktuelle Sperrungen und Informationen

Seit mittlerweile sechs Jahren ist ein Teil des beliebten Senftenberger See-Rundwegs gesperrt.

Grund ist eine unsanierte Tagebau-Kippenfläche, die als geotechnisch unsicher gilt. Jetzt steht fest: Die Sanierung könnte Ende 2026 starten.

Die Sperrung betrifft ein rund 600 Meter langes Teilstück zwischen den Niemtscher Grundstücken und dem Seeufer. Bereits seit Mai 2019 verhindern Bauzäune und Verbotsschilder die Durchfahrt.

Der Grund: Der Weg verläuft auf einer Pflugkippe des ehemaligen Tagebaus Niemtsch. Diese ist nicht gesichert und könnte ins Rutschen geraten.

Die LMBV plant, die Kippenfläche mit Rütteldruck- und Rüttelstopfverdichtung zu stabilisieren. Dabei wird der Untergrund mit Kies und Schotter verstärkt - bis zu einer Tiefe von 60 Metern.

Der Baustart hängt jedoch noch von Genehmigungen ab. Bis dahin müssen sich Radfahrer und Spaziergänger mit der aktuellen Umleitung über die Dorfstraße begnügen.

Ob der ursprüngliche Radweg nach der Sanierung in seiner jetzigen Form erhalten bleibt, ist noch offen.

Neben der Kippenfläche steht noch eine weitere Baustelle im Fokus: die 250 Hektar große Insel im Senftenberger See. Dort gab es bereits 2018 eine Inselrutschung, die erste Sanierungsarbeiten nach sich zog.

Weitere aktuelle Informationen

Nach langjähriger Sperrung ist der Radweg am Sedlitzer See wieder freigegeben. Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg und LMBV haben zum 1. August 2021 die langjährige Radwegsperrung am Sedlitzer See aufgehoben.

Damit ist die Fahrt zwischen Lieske am Nordostufer entlang bis zum Überleiter 11 wieder befahrbar. Das Teilstück am See entlang östlich der Ortslage Sedlitz ist allerdings weiterhin gesperrt.

Die LMBV teilte dazu mit: Das Teilstück am See entlang östlich der Ortslage Sedlitz ist aufgrund der Sanierungsarbeiten an der Brückenfeldkippe weiterhin gesperrt, die dortige Umleitung ist ausgeschildert.

Kein Durchkommen gibt es derzeit für Radfahrer am Westufer des Großräschener Sees.

Für die Dauer der Arbeiten wird der Radweg zwischen Kleinkoschen und Buchwalde im entsprechenden Abschnitt kurzzeitig von Dienstagnachmittag, 2. Juli, 16 Uhr bis Mittwochmorgen, 3. Juli, 8 Uhr, gesperrt sein.

Parallel werden die Planungen zur Errichtung weiterer Festzäune in dem betroffenen Gebiet vorangetrieben.

Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest

Das Veterinäramt des Landkreises OSL registriert seit Ende Mai neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest im südlichen Landkreis. Sowohl auf sächsischer als auch auf brandenburgischer Seite sind in den letzten vier Wochen erneut Tiere an der Tierseuche verendet.

Mit Stand vom 1. Juli 2024 sind im Landkreis OSL seit dem ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest im November 2022 bisher insgesamt 34 Fälle der Afrikanischen Schweinepest bestätigt worden. Zwei Verdachtsfälle befinden sich aktuell in der Bestätigungsuntersuchung.

Das betroffene wildschweinreiche Gebiet wird durch das Veterinäramt des Landkreises OSL intensiv überwacht und mit umfangreichen und vielfältigen Präventionsmaßnahmen versehen, um ein mögliches Seuchengeschehen schnellstmöglich einzudämmen und eine weitere Ausbreitung im Kreisgebiet zu verhindern.

So wurde unter anderem das betroffene Fundgebiet zusätzlich zu den bereits bestehenden Schutzzäunen großflächig mit einem Bauzaun umzogen und somit in sich geschlossen, um ein Abwandern potentiell infizierter Tiere zu verhindern. Betroffen ist insgesamt ein Jagdgebiet von ca. 2000 Hektar.

Ergänzend wurden Lebendfallen aufgestellt und weitere Befliegungen aus der Luft durchgeführt. Die Tore des Wildschutzzaunes wurden mit Zahlenschlössern verriegelt, um ein Öffnen durch unachtsames Verhalten zu verhindern.

Nun wurden Ende Juni 2024 auch außerhalb der Anfang Juni kurzfristig-präventiv errichteten Umzäunung mit Bauzaun, aber trotzdem noch innerhalb des Schutzkorridors an der Schwarzen Elster zwischen Senftenberg und Kleinkoschen, tote infizierte Tiere gefunden.

Die Bergbaufolgelandschaften im Fundgebiet weisen eine sehr hohe Wildschweindichte auf. In der näheren Umgebung des ersten Fundortes in diesem Gebiet wurden bei Drohnenerkundungen und Nachweisen aus der Luft mehr als 200 Stück Schwarzwild gezählt.

Als erste Adhoc-Maßnahme wird seit Montag, 1. Juli 2024, das Gebiet der neuerlichen Funde zunächst mit einem Bauzaun umzäunt, um den Tieren den weiteren Weg ins Kreisgebiet abzuschneiden und sie so an der Wanderung zu hindern.

Die Zaunführung verläuft ab Kleinkoschen in Richtung Senftenberg entlang des Senftenberger See-Radweges und schließt auf Höhe des Kleingartenvereins „Am Wasserwerk“ an einen bereits bestehenden Bauzaun an.

Das Veterinäramt befindet sich in der Abstimmung mit den Kommunen, beteiligten Behörden und weiteren Betroffenen. Ziel ist es, den nördlichen und südlichen Kreis und eine weitere Ausbreitung in Richtung B169 bzw. weiter in Richtung Autobahn A13 zu verhindern.

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