ServusTV MotoGP Kommentatoren und Experten: Eine Analyse der Saison

ServusTV überträgt die MotoGP-Rennen live und bietet den Zuschauern eine umfassende Berichterstattung mit Experten und Kommentatoren.

Die Expertenrunde von ServusTV

Das ServusTV-Expertenteam besteht aus:

  • Österreichs Motorrad-Legende Gustl Auinger
  • Ex-MotoGP-Pilot Alex Hofmann
  • Die deutschen Weltmeister Stefan Bradl und Sandro Cortese

Als Moderatorinnen sind Alina Marzi und Eve Scheer im Einsatz, während Christian Brugger und Philipp Krummholz die Rennen kommentieren.

Einschätzungen zur MotoGP-Saison

Vor dem Saisonauftakt in Katar sprach Alex Hofmann, MotoGP-Experte bei ServusTV, über die enorme Dichte in der Königsklasse und das Comeback von Marc Márquez.

Gustl Auinger sagte: „Vier Marken können gewinnen. Sollte es regnen, würde ich noch KTM als fünften Hersteller hinzunehmen.“

Die Entscheidungen in der MotoGP sind gefallen, dennoch darf man sich auf ein spannendes Saisonfinale einstellen, sagt ServusTV-Experte Gustl Auinger.

Ducati im Fokus

Ducati steht nach dem Gewinn des Herstellertitels im Fokus. „Die Welle, auf der Ducati schwimmt, ist fantastisch“, zieht ServusTV-Experte Gustl Auinger vor den Italienern den Helm. „Die Fahrerwahl war sehr clever, auch die Satellitenteams verfügen über eine Top-Garde.“

Allerdings könnte die breite Aufstellung von Ducati auch ein Nachteil sein. „Sie sind mit sechs Motorrädern dabei, nehmen sich dadurch aber gegenseitig die Punkte weg“, so Auinger. „Umgekehrt hat Fabio Quartararo als One-Man-Show ganz Yamaha hinter sich.“

Bei allen Qualitäten von Miller, Zarco & Co. sticht Francesco Bagnaia bei Ducati heraus. „Er ist ein ähnlicher Analytiker und Präzisionstyp wie Jorge Lorenzo“, erklärt der ServusTV-Experte. In Valencia werde der dreifache Saisonsieger, der aktuell bei fünf Pole Positions in Serie hält, noch einmal ein Statement setzen wollen. „Pecco hat eine enorme Stabilität. Ducati ist happy mit ihm und kann ihm für nächstes Jahr ein Motorrad hinstellen, ohne Kompromisse eingehen zu müssen.“

Ausblick auf Marc Márquez

Auch den Weltmeister müsse man beim Showdown am Radar haben. „Nach dem Ausfall in Portimão wird Quartararo nicht mit einem weiteren Nuller in den Winter gehen wollen.“

Dies gelte selbst für den wiedererstarkten, am Circuit Ricardo Tormo allerdings neuerlich aussetzenden Marc Márquez. „Er muss erkennen, dass Pecco einfach nicht aufgibt und sich auch nicht in Fehler hetzen lässt.“

Alex Hofmann äusserte sich zu Marc Marquez folgendermassen: Ich glaube, dass er sich in dieser langen Verletzungsphase viele Gedanken gemacht hat, was er ändern will. Die Gnadenlosigkeit werden wir wieder sehen, davon bin ich überzeugt. Es kann allerdings sein, dass der Spanier diese Unbeschwertheit verliert, zu glauben, dass eh nichts passiert, weil er Superman ist und durch die Wand fahren kann. Marc hatte ja gar keinen Respekt mehr vor dem Sturz.

Moto2 und Moto3

In der Moto2 schien die Entscheidung gefallen zu sein. Remy Gardner ging mit 23 Punkten Vorsprung auf Raúl Fernández ins Finale. „Stimmt“, sagt Auinger. „Aber warum sollte er nicht ausfallen? Der Sport ist von so vielen Faktoren abhängig, da kann schnell etwas schiefgehen.“

Der ServusTV-Experte findet jedenfalls für beide Fahrer nur lobende Worte. „Was Fernández als Rookie erreicht hat, hätte niemand erwartet.“ Gardner überzeuge wiederum durch erstaunliche Reife, selbst in schwierigen Augenblicken habe er seine Emotionen im Griff. „Und wie fair die beiden diesen Kampf im selben Team ausgetragen haben, ist auch nicht selbstverständlich.“

Feiern lassen durfte sich schon Pedro Acosta. Direkt nach dem Gesamtsieg im Red Bull Rookies Cup krönte sich der 17-Jährige zum Moto3-Champion. „Ein würdiger Eintrag in die Geschichtsbücher“, wird der Riding Coach der Talentförderserie fast emotional. „Er ist nicht hergegangen und hat gesagt, ich bin der Rookie und schaue einmal, was möglich ist, sondern wollte von Anfang an als Rennfahrer gewinnen. Namen wie Foggia, García, Binder oder Fenati waren ihm völlig wurscht.“

Weitere Informationen

Rund um die Rennaction gab es einen umfassenden Jahresrückblick mit dem endgültigen Abschied von Valentino Rossi sowie einer Analyse der durchwachsenen KTM-Saison.

Andrea Schlager moderierte die FIM Award Ceremony in Valencia.

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