Damit die Gangschaltung am Fahrrad reibungslos funktioniert und sich alle Gänge sauber schalten lassen, muss neben Schaltwerk, Schalthebel und Umwerfer auch der Schaltzug inklusive seiner Außenhülle intakt sein.
Hakt die Gangschaltung, ist gegebenenfalls der Schaltzug verschlissen und/oder mit der Außenhülle verklebt. In diesem Fall ist es Zeit, den Schaltzug am Fahrrad zu wechseln.
Sind Sie oft im Regen gefahren oder haben aus Zeitmangel die Wartung des Rades vernachlässigt, dann sind vielleicht die Bowdenzüge der Schaltung nicht mehr richtig gangbar. Der Bowdenzug harkt in der verschmutzten Zughülle oder ist nicht mehr richtig geschmiert, vielleicht ist auch die Teflonbeschichtung des Stahlzuges verschlissen oder es sind gar einzelne Litzen gerissen und klemmen innen in der Ummantelung.
Vorbereitung für den Schaltzugwechsel
Vorab schon einmal ein paar Hinweise dazu, was man auf keinen Fall probieren sollte, um einen Zugwechsel zu umgehen:
- Teflonbeschichtete Züge überhaupt nicht schmieren, grundsätzlich ist keine Schmierung von Nöten.
- Teflon, ob als Beschichtung oder Seele in der Zugummantelung wird durch Schmiermittel angelöst und würde aufquellen, was den Zug einklemmen könnte.
- Es ist auch davon abzuraten, gerissene Litzen sauber abzutrennen.
Daher die Ansage: „Alter Zug raus, Zugführung auf Beschädigungen überprüfen, Teflonseele gegebenenfalls mit Wasser und Stahlseelen mit Silikonspray oder Brunox spülen und einen neuen Zug einziehen!“ - PUNKT !!!
Demontage des alten Schaltzugs
Vor der Demontage die Bowdenzüge entlasten heißt, dass man vorne auf das kleinste Kettenblatt und hinten auf das kleinste Ritzel schaltet. Die Einstellschrauben sollten nicht komplett heraus- oder hineingeschraubt werden, sondern ganz rein und nach zwei- bis drei Umdrehungen wieder heraus. Lösen Sie zuerst mit einem Inbusschlüssel.
Nach Entfernen aller Schutzhülsen und des Gummischutzes lässt sich der Zug aus der Kombinationsarmatur herausschieben.
Zusätzliche Informationen
Die richtige Einstellung des Schaltwerks wird durch drei Schrauben gewährleistet. Am Schaltwerk selbst, können drei Dinge eingestellt werden, oberer Anschlag, unterer Anschlag und die Umschlingung. Über die Anschläge stellen Sie die Maximalauslenkung der Schaltung ein.
Sind die Außenhüllen beschädigt oder von innen verrostet, kann sich der Schaltzug nicht richtig in der Hülle bewegen und das Einstellen des Schaltwerks bringt nichts.
Im wesentlichen funktioniert die Schaltung genauso wie bei älteren MTBs (neuere haben ja nur noch hinten ein Schaltwerk und vorne keinen Umwerfer mehr). Die Bremsen selbst sind die Schalthebel für das jeweils größere Blatt/Ritzel.
Der Unwerfer der 105 (oder auch Tiagra, Unterschiede und Dura Ace) hat für jedes der beiden Kettenblätter zwei Positionen, sodass du mit einer korrekt eingestellten 105er eigentlich auf jedem Kettenblatt nahezu alle Ritzel (nur nicht vl. Das kleinste bzw. das größte fahren kannst).
Der Schaltzug des Schaltwerks kann intern im Unterrohr geführt werden. Hierbei kannst Du die das hintere Schaltkabel und das Bremskabel intern im Unterrohr und das vordere Schaltkabel extern durch die beigelegten Kabelführungen, welche in die Gewinde im Unterrohr mit ca. 3 Nm geschraubt werden, führen.
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