Shimano 600 Bremse: Häufige Probleme mit der Feder und Lösungen

Die Shimano 600 Bremse ist ein Klassiker, aber wie alle mechanischen Bauteile kann es auch hier zu Problemen kommen. Eines der häufigsten Probleme ist die Feder, die nicht mehr richtig funktioniert. Dies kann verschiedene Ursachen haben, und in diesem Artikel werden wir uns einige davon genauer ansehen und mögliche Lösungen aufzeigen.

Mögliche Ursachen für Probleme mit der Bremsfeder

  • Schwergängige Bremszüge: Wenn die Bremse nicht mehr richtig zurückgeht, liegt das oft an schwergängigen Bremszügen. Diese sollten im Zuge einer Restauration ohnehin ausgetauscht werden.
  • Falsche Positionierung der Spannfeder: Es kann vorkommen, dass eine Seite der Spannfeder aus dem Gegenhalter gerutscht ist. Überprüfen Sie dies genau.
  • Korrosion und Verschmutzung: Wenn die Bremse nicht frei läuft, können die Reibscheiben korrodiert oder verschmutzt sein. In diesem Fall muss die Bremse auseinandergenommen und gereinigt werden.
  • Ermüdung der Rückholfeder: Im Laufe der Zeit kann die Rückholfeder an Spannung verlieren oder sogar brechen.
  • Verklemmen der Bremschuhe: Es ist auch möglich, dass sich die Bremschuhe oder einer davon an der Felge verklemmen.

Diagnose und erste Schritte

Wenn Sie vermuten, dass die Feder Ihrer Shimano 600 Bremse ein Problem hat, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Überprüfen Sie zunächst die Leichtgängigkeit der Bremszüge. Sind diese sauber und gut geschmiert?
  2. Kontrollieren Sie, ob beide Seiten der Feder korrekt in den Gegenhaltern sitzen.
  3. Hängen Sie die Feder aus und prüfen Sie, ob die Bremsarme frei beweglich sind. Wenn nicht, muss die Bremse eventuell zerlegt und gereinigt werden.
  4. Achten Sie darauf, dass die Bremsschuhe nicht an der Felge schleifen oder klemmen.

Detaillierte Fehlersuche und Lösungen

1. Schwergängige Bremszüge

Im Moment scheint die Rückholfeder in der Bremse nicht genug Kraft zu haben, um die Reibungskräfte im Zug oder in der Bremse selber zu überwinden. Die meisten Probleme mit Felgenbremsen werden durch exzessive Reibung oder schlechte Montage der Züge verursacht. Schlechte Einstellung oder Bremsen geringer Qualität sind zumeist keine Gründe.

Lösung: Tauschen Sie die Bremszüge und -hüllen aus. Achten Sie auf hochwertige, reibungsarme Produkte. Schmieren Sie die Züge vor der Montage leicht ein.

2. Position der Spannfeder

Könnte aber auch sein, das eine Seite der Spannfeder aus dem Gegenhalter raus ist (-> genau nachschauen).

Lösung: Hängen Sie die Feder wieder korrekt in die Gegenhalter ein.

3. Schwergängigkeit der Bremsarme

Wenn Du beide Seiten der Feder aus den Gegenhaltern aushängst, kontrolliere die Leichtläufigkeit beider Bremsarme. Läuft die Bremse dann nicht frei, wirst Du sie auseinander nehmen müssen, da die Reibscheiben gefressen haben.

Lösung: Zerlegen Sie die Bremse vorsichtig und reinigen Sie alle Teile gründlich. Verwenden Sie bei Bedarf ein geeignetes Schmiermittel für die Reibscheiben. Überprüfen Sie auch, ob die Achse leicht verstellt werden muss.

4. Ermüdete oder gebrochene Feder

Bei meiner hinteren Bremse ist mir heute die Feder gebrochen... sone Sauerei....

Lösung: Die Rückholfedern halten lang. Ich glaube nicht, dass deine ausgeleiert ist. Meistens ist es so, wie von mir beschrieben. Wenn die Feder gebrochen ist, muss sie ersetzt werden. Ersatzfedern für die Shimano 600 Bremse sind im Fachhandel oder online erhältlich.

5. Austausch der Bremshebel

Tu dir einen Gefallen und hole dir Tektro RL-520 Bremshebel und normale V-Brakes wie die Deore BR-M 590 (auf Version mit Cartridge Bremsschuhen achten). Deine 600er Hebel (hatte/habe sie auch) harmonieren wohl am schlechtesten mit Mini V-Brakes.

Lösung: Man muss schon alle Register ziehen, um sie halbwegs gut zum Laufen zu bekommen. Alleine sehr gute druckfeste Hüllen kosten 20 €. Mit 40-50 € Umbaukosten für ganz oben vorgeschlagenen Version hast du eine wesentlich bessere Performance. Ich will nach Möglichkeit, keine zu modernen Teile montieren da das Rad ja auch schon bald 30 Jahre alt wird.

Zangenbremsen vs. Felgenbremsen

Zangenbremsen sind Felgenbremsen. Im Zusammenhang mit diesem Artikel solltest Du auch Das 1x1 der Felgenbremsen lesen. Zangenbremsen vs. Felgenbremsen lassen sich in zwei generelle Typen aufteilen. Zangenbremsen sind selbsttragende Mechanismen, die am Fahrradrahmen (oder der -gabel) mit einer einzelnen Schraube je Bremse befestigt werden. Die Bremsarme reichen von oberhalb des Reifens abwärts.

Bremsen zur Montage an Anlöstockeln, werden an beiden Seiten des Rahmens (oder der Gabel) separat befestigt. Sie benötigen spezielle angelötete oder geschmiedete Sockel am Rahmen bzw. an der Gabel. Die Bremse besteht je Laufrad aus zwei getrennten Armen, die beide individuell am Rahmen bzw. Beide Bremsarme schwenken um eine zentrale Schraube, die die Bremse mit dem Rahmen oder der Gabel verbindet.

Eingelenk-Bremsen

Die Bremsschuhe von Eingelenk-Bremsen bewegen sich nur wenig (abwärts) während sie verschleißen und folgen auch gut verzogenen Felgen. Jedoch kann das zentrieren schwierig sein, da jeder Arm einzeln von einer Feder zurückgezogen wird. Die Bremsenzughülle ist an einem Bremsarm befestigt und der innenliegende Zug ist am anderen Arm befestigt. Der Mechanismus ist asymmetrisch aufgebaut.

Zweigelenk-Seitenzugbremsen

Ein Arm schwingt um die zentrale Schraube und ein Arm um ein Gelenk, dass sich dem Zug gegenüber oberhalb des Reifens befindet. Eine Kupplung verbindet die beiden Arme, so dass sich immer um den gleichen Weg in entgegengesetzter Richtung bewegen. Wenn man eine Bremse mit hoher Reichweite und die Bremse eine hohe Steifigkeit hat, ist die hohe mechanische Übersetzung dieses Bremstyps eine erwünschte Eigenschaft. Zweigelenk-Seitenzugbremsen lassen sich wegen der Kupplung zwischen den Bremsarmen sehr leicht zentrieren.

Wichtige Hinweise zur Montage

Nicht zuviel Drehmoment auf die Schrauben der Bremsarme anwenden - weniger als angegeben reicht. Prüfung auf deren absolute Leichtgängigkeit durchführen.

Die vordere Bremse sicher zu montieren ist sehr wichtig. Eine lose Vorderradbremse erkennt man am Klappern. Unglücklicherweise sind manche Fahrräder jedoch eine Klappersymfonie und weitere Instrumente werden nicht bemerkt. Falls sich die Bremse löst, wird die Vorderradbremse mit dem Reifen mitgerissen und verfängt sich in den Speichen. Der Bremszug wird gespannt und reißt den Lenker plötzlich in eine Richtung.

Bremsenreichweite

Reichweite ist die effektive Länge der Arme einer Zangenbremse. Diese wird vom der Mitte der Befestigungsschraube diagonal bis zur Mitte der Bremsschuhe gemessen. Die Größenordnungen für die reichweite gehen von 39 mm bis 108 mm. Die notwendige Bremsenreichweite hängt von der Rahmenkonstruktion (wie niedrig ist das Befestigungsloch für die Bremse) und dem Felgendurchmesser ab.

Im Allgemeinen funktionieren Bremsen mit kurzer Reichweite besser, da ihr Potenziel sich zu verbiegen recht gering und ihre Hebelübersetzung sehr hoch ist.

Tabelle: Bremsenreichweiten

Reichweite Beschreibung
39-49 mm Kurze Reichweite (de-facto Standard bei Rennradbremsen)
47-57 mm Normale Reichweite (inzwischen lange Reichweite)

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0