Die Alfine ist mit der sportlich ausgelegten Alfine, auch S500 genannt, hat Shimano einen neuen Komponentensatz in Premiumversion für eine neue Kategorie sportlicher Fahrräder mit Nabenschaltungen entwickelt.
Die Shimano Alfine S500 im Detail
Die S500 verfügt unter anderem über eine optisch wie technisch aufgewertete 8-Gang-Nabe, hydraulische Scheibenbremsen, eine Kurbelgarnitur, spezielle Bremsgriffe und RapidFire Plus-Schalthebel. Alle Teile der Gruppe wirken optisch sehr ansprechend und dürften Shimano-typisch wohl dauerhaft verlässlich arbeiten.
In der Nabe selbst funktioniert die Kraftübertragung durch Rollen aus beiden Getriebeteilen auf die Nabe. Auch ist die Alfine im Gegensatz zur üblichen 8-fach-Nabe gewichtsoptimiert (Prototyp ca. 1590 g).
Verwendet werden übrigens Nadellager wie bei der 8-Gang-Premiumversion gegen Verschleiß und besonders hohe Effizienz - gar „die höchste aller von Shimano produzierten Nabengetriebe“, strahlt Peiffer. Zudem besitzt die Alfine ein edel poliertes, geschmiedetes Nabengehäuse - und als auffälligstes Merkmal einen filigranen Kettenspanner, der Radherstellern das Verbauen einer Alfine in Serienrahmen mit senkrechtem Ausfallende erlaubt.
Damit ist der Weg frei für Hersteller, in jeden Rahmen (egal ob fürs Trekkingrad, Fitnessbike, Crossrad, Mountainbike oder Reiserad) anstelle einer Kettenschaltung ein Nabengetriebe zu verbauen. Ganz nebenbei erleichtert der Kettenspanner auch den Radausbau beziehungsweise -einbau bei Transport oder einer Reifenpanne erheblich.
Im blauen Shimano-Testrad entdeckten wir eine an die Nabe angeflanschte Scheibenbremse (auch im Vorderrad). Noch handelt es sich um eine XT-Version aus dem Mountainbike-Regal, später wird es eine Alfine-Discbrake geben.
Montiert am Testrad ist vorerst ist eine 2-fach-Rennradkurbel (50/34 Zähne, entliehen aus der „Tiagra“-Gruppe). Sie wird später durch eine technisch gleiche, aber wunderschön fließend geformte Alfine-Kurbel ersetzt, die uns schon präsentiert wurde.
Übrigens besitzt die Alfine-Kurbelgarnitur (Einfach- oder Doppelblatt-Version) ein integriertes Achsrohr für erhöhte Steifigkeit, Gewichtsersparnis und einfache Montage. In der Ein Kettenblatt-Version ist sie mit einem integrierten Kettenschützer ausgestattet, damit die Bekleidung nicht verschmutzt.
Ihr Übersetzungsumfang entspricht den erprobten Nexus 8-Gang-Nabenschaltungen. Zwei Ritzelalternativen fürs Hinterrad bietet Shimano an: mit 18 Zähnen oder 20 Zähnen für Räder, die in alpine Regionen gekauft werden.
Interessant: Die Umkehr des Zahnprofils sowie ein Plastikring sollen beim Kettenspringen (starke Stöße) und beim Rücklaufen der Kette (Rücktreten) einem Abspringen vorbeugen. Hersteller haben die Möglichkeit, anstelle eines üblichen Umwerfers vorn den Shimano C-600 Power Changer zu verbauen - mit dem der Wechsel auf das benachbarte Kettenblatt mühelos vonstatten geht.
In einer unscheinbar unter dem Tretlager montierten Box befinden sich an die Kurbel gekoppelte Mitnehmerklinken, die nach der Gang-Auslösung am Lenker bei einer Viertelkreis-Kurbeldrehung - also mit Fußkraft! - durch eine Straffung des Schaltzugs die Kette verblüffend exakt auf das gewünschte Blatt schieben!
Vorne gibt es für die normale Alfine 8-fach-Version wahlweise ein 39-er (für Berge) oder 45-er Kettenblatt (Flachland). Als dritte Option einen Doppel-Kurbelsatz aus der C600-Gruppe mit 34/46er Kettenblatt in „Komfortauslegung“ mit dem erwähnten PowerChanger-Umwerfer.
Vorteile des Kettenspanners
… denn um den Herstellern das Realisieren einer sportlichen 16 Gang-Modells zu ermöglichen, hat Shimano einen eigenen Kettenspanner entwickelt. Sein Vorteil: Er ist auch gedacht für Hersteller, die Rahmen bauen mit einem senkrechten Ausfallende. Nabengetriebe ohne Schnellspanner benötigten bisher ein waagrechtes Ausfallende um ein Kettenspannen über die Achsverschiebung des Hinterrads zu ermöglichen.
Weiterer Vorteil: Der Kettenspanner erleichtert den Radaus/einbau etwa zum Transport bzw. Montiert ist ebenfalls noch eine Shimano „Tiagra“ 2-fach Rennradkurbel mit 50/34 Kettenblättern.
Sie entspricht in punkto Übersetzung der wunderschön fließend geformten „Alfine“-Kurbel, die uns im Frühjahr präsentiert wurde, aber aus Zeitgründen (Redaktionsschluss) nicht verbaut werden konnte. Die Alfine-Kurbelgarnitur hat ein integriertes Achsrohr für erhöhte Steifigkeit, Gewichtsersparnis und einfache Montage.
Sie ist mit einem integrierten Kettenschützer (einfach oder zweifach) ausgestattet, damit die Bekleidung nicht verschmutzt. Als Umwerfer vorn kommt noch ein filigranes Standard-Modell aus dem hauseigenen Rennrad-Regal zum Einsatz, auch darauf könnte später mal „Alfine“ stehen.
Hersteller haben die Wahl-Möglichkeit, anstelle eines üblichen Umwerfers vorn den Shimano „Power Changer“ aus der C600 Gruppe zu verbauen - mit dem der Kettenwechsel aufs zweite Blatt vorn mühelos vonstatten geht.
In seiner unter dem Tretlager versteckten Box befinden sich nämlich an die Kurbelachse gekoppelte Mitnehmerklinken, die nach der Gang“auslösung“ am Lenker bei einer Viertelkreis-Kurbeldrehung - also mit Fußkraft - via Seilzug den Umwerfer bewegen und so die Kette auf das gewünschte Blatt schieben - echt easy!
In der Alfine 8-Gang Einfachversion wahlweise ein 39-er (für Berge) oder 45-er Kettenblatt (Flachland). Als dritte Option gibt es ein Doppel-Kurbelsatz aus der C600 Gruppe mit 34/46 Kettenblatt als „Komfortoption“ mit dem erwähnten „Power Changer“-Umwerfer.
Erste Probefahrt und Schaltverhalten
Die neue Nabe ist voll lastschaltbar - und agiert immer mit unwahrscheinlich kurzen Reaktionszeiten! Ein kurzes, sehr leichtes Anklicken am Hebel genügt … ein Wimpernschlag später ist der Gang drin.
Kein Nachlassen im Wiegetritt am Berg mehr nötig, kein Vergleich zu alten Nabenschaltungen wo man dem Nabengetriebe eine „Gedenksekunde“ gönnen musste, bevor sie träge den Gang wechselte.
Den lustbringenden Effekt der Sportlichkeit unterstreicht auch das Umsetzen auf das großen Kettenblatt. Super weich und absolut lautlos klettert nein gleitet die Kette aufs große Blatt - und macht rießige Schubkraft möglich.
Sauschnell von 0 auf 35 km/h, brutal schnell von 35 auf 0 km/h - treffender lässt sich die Verzögerung am Alfine-Testrad wohl nicht beschreiben. Festzuhalten ist: Die auf Wunsch feinfühlig ansteuerbaren bis brachial zubeißenden Scheibenbremsen geben schon eine Ahnung dessen, welches Spaß & Sport-Potential in der Alfine steckt.
Fazit
Kurzum: eine Race-Nabenschalt-/Brems-Kombination - mit astreiner einfach-klaren Bedienung, extrem reduzierten Schaltkräften und kürzester Reaktionszeit auch beim Schalten unter Last, bei optimierter Wartungsarmut, höchster Wertigkeit und deutlich verbesserter Alltagstauglichkeit im Vergleich zu einer Kettenschaltung. Wann hat es das jemals gegeben?
Diese Komponenten wirken auf den ersten Blick optisch ansprechend und dürften absolut verlässlich arbeiten.
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