Shimano 9-fach Gruppen: Eine Übersicht

Für diejenigen, die mit dem Begriff Rennrad-Gruppe noch nicht vertraut sind: Eine Gruppe besteht aus den Bremsen und dem Antrieb, der wiederum aus Kurbel, Kettenblättern, Kette, Kassette, Schaltwerk und Umwerfer sowie Schalthebeln besteht. Sie stellt also ein abgeschlossenes System dar, welches das Fahrrad nach vorne bewegt und auch dank der Bremsen wieder zum Stehen bringt.

Wenn es an die Auswahl der passenden Gruppe bzw. Rennrad-Schaltung geht, gilt das grundsätzliche Prinzip: Je mehr du investierst, desto bessere Qualität bekommst du. Schaltgruppen in höheren Preisklassen sind effizienter, langlebiger und ermöglichen einen leichtgängigeren Schaltvorgang, alles bei einem geringeren Gewicht. Einsteigermodelle werden nämlich häufig aus Aluminium minderer Qualität gefertigt, was zwar eine solide Funktionalität ermöglicht, aber darüber hinaus eben nicht mit teureren Gruppen mithalten kann. Hier findet man erst hochwertigere Aluminiumlegierungen, bis man bei den Top-Varianten aus federleichtem Carbon und Titan ankommt.

Der Unterschied zwischen mechanischen und elektrischen Gruppen

Die Komponentenhersteller haben alle eine breite Auswahl an Schaltgruppen im Angebot, sowohl mechanische als auch elektrische. Die drei großen im Rennradgeschäft, Shimano, SRAM und Campagnolo, haben jeweils eine eigene Technologie, mit der sie das elektronische Schalten ermöglichen. EPS von Campagnolo steht für „Eletronic Power Shift“, Shimano hat mit Di2 die „Digital Integrated Intelligence“ und SRAM nutzt eTap, was „electronic tap“ heißen soll. Während damals die großen Hersteller noch auf Signalübertragungen per Kabel setzten, um Schaltvorgänge mit einem Signal über die Hebel einzuleiten, hat SRAM mit dem eTap-System 2015 eine Weltneuheit vorgestellt, die komplett kabellos funktioniert. Mithilfe eines eigenen Protokolls läuft die Kommunikation der einzelnen Komponenten in etwa so ab wie mit ANT + oder Bluetooth.

Die Vorteile der elektronischen Schaltung liegen in einem präziseren Schaltvorgang, einer leichteren Bedienung der Schalthebel, hoher Benutzerfreundlichkeit, einer höheren Schaltgeschwindigkeit sowie hoher Funktionalität, z.B. durch programmierbaren Schaltungen sowie dem Download von Schaltvorgängen zur Auswertung des Schaltverhaltens. Die Nachteile im Vergleich zur mechanischen Variante liegen in der Notwendigkeit eines geladenen Akkus und einem höheren Anschaffungspreis.

Mechanische Schaltungen arbeiten mit Kabeln, welche die Schalthebel mit dem Schaltwerk und dem Umwerfer verbinden und am Rahmen entlang oder hindurch laufen. Indem man über die Hebel die Spannung der Kabelzüge verändert, wird der Schaltvorgang ausgelöst. Die Vorteile dieser gängigen Variante lagen lange Zeit beim leichteren Gewicht - auch weil kein Akku oder zusätzliche Kabelkästen verbaut werden müssen. Mittlerweile sind die Gewichtsunterschiede jedoch zu vernachlässigen, da es sich nur noch um wenige Gramm handelt.

Einfach-, Zweifach- oder Dreifach-Kurbel?

Traditionell wird bei Rennrädern auf die Zweifach- oder Dreifach-Kurbel gesetzt. Die Kurbel besteht dabei aus zwei Kurbelarmen die auf einer Tretlagerwelle liegen und ist in der Regel zwischen 160mm und 175mm lang. Die Zweifach-Kurbel hält zwei, die Dreifach-Kurbel drei Kettenblätter. Aus dem MTB-Sport kann in den letzten Jahren auch die Einfach-Kurbel in den Rennrad-Bereich und wird hauptsächlich bei Cyclocross-Rädern eingesetzt. Eine Einfach-Kurbel minimiert natürlich die Fehleranfälligkeit der Kurbel, da kein Umwerfer nötig ist. Die meisten Rennräder nutzen allerdings eine Zweifach-Kurbel, die Dreifach-Kurbel findet man hauptsächlich bei Einsteiger- und Freizeit-Rädern.

Zweifach-Kurbeln lassen sich in Compact-Kurbeln, Mid-Compact (oder Pro-Compact)-Kurbeln und Standard-Kurbeln einteilen. Letztere hat beim großen Kettenblatt 53 Zähne und beim kleinen 39 Zähne und wird häufig von den Profis eingesetzt. Die Compact-Variante setzt auf 50 Zähne beim großen Kettenblatt und 34 beim kleinen, was für angenehmere Übersetzungen vor allem bei Anstiegen sorgt. Die neueste Option Mid-Compact liegt dazwischen mit 52 Zähnen / 36 Zähnen. Für Freizeiträder, Fitnessbikes und Cyclocrosser wird häufig eine Zweifach-Kurbel mit 46/36 Zähnen verwendet. Eine Dreifach-Kurbel hat meistens ein großes Kettenblatt mit 50, dann eines mit 39 und das kleinste mit 30 Zähnen.

Die Kettenblätter vorne sind die Grundlage für die Übersetzungsbandbreite, die dann von der Kassette hinten komplettiert wird. Die Kassette besteht aus mehreren Ritzeln, aktuell meist 11, was bei einer Zweifach-Kurbel 22 Gänge ergibt. Einsteiger-Gruppen nutzen auch 8-10-fach Kassetten. Die Gangzahl ist auch für die Kompatibilität entscheidend - man kann beispielsweise nicht einfach eine Kette einer 11-fach Schaltung mit einer Kette einer 8-fach-Schaltung ersetzen. Am besten bleibt man der Gruppe treu und mischt die Antriebskomponenten nicht, um die maximale Performance zu erhalten.

Die Ritzel einer 11er Kassette sind dünner, damit die Extra-Anzahl an Gängen auch passt, und sorgt gleichzeitig für leichtgängigeres Schalten. Die am weitesten verbreiteten Übersetzungen bei Rennrad-Kassetten liegen bei 11-25 und 11-28, wobei das kleinste Ritzel 11 Zähne und das größte entweder 25 oder 28 Zähne hat. Die Ritzel dazwischen sorgen dafür, den Schaltvorgang vom größten zum kleinsten bzw. umgekehrt so komfortabel und reibungslos wie möglich zu machen. Je größer der Unterschied zwischen größtem und kleinsten Ritzel, desto mehr muss sich die Kette bewegen, und desto weniger konstant ist die Kadenz des Fahrers beim Schaltvorgang.

Ein Rennrad mit kleineren Kettenblättern und einer großen Kassette sorgt für eine höhere Bandbreite bei den Gängen und leichtgängigere Übersetzungen, während große Kettenblätter und kleinere Kassetten für hohe Geschwindigkeiten und weniger Gänge sorgen.

Der richtige Kurbelradius

Der Kurbelradius oder die Kurbellänge richtet sich nach der Rahmengröße des Rennrads und der Größe des Fahrers. Die meisten Schaltgruppen haben einen Kurbelradius zwischen 165mm und 180mm, häufig entweder 170mm oder 175mm. Es gibt viele Diskussionen über „den richtigen“ Kurbelradius und ein Universalrezept gibt es nicht, aber die wichtigsten Faktoren bei der Wahl sollten Komfort und Effizienz sein. Wenn du Probleme mit deinen Knien, der Hüfte oder dem Rücken bekommst, solltest du nicht nur auf die üblichen Abmessungen wie Rahmenhöhe und Sitzhöhe schauen, sondern auch auf den Kurbelradius.

Langer Kurbelradius

Der Vorteil von einem längeren Kurbelradius ist ein höheres Drehmoment durch den größeren Hebel sowie entsprechend mehr Kraft, die auf das Hinterrad übertragen werden kann. Je länger die Kurbel, desto schwieriger ist es allerdings, eine effiziente Tretfrequenz zu halten. Außerdem wird ein längerer Weg zurückgelegt und das Bein gerader beim Treten. Die Bodenfreiheit ist natürlich geringer, worauf man in Kurven achten sollte.

Kurzer Kurbelradius

Ein kurzer Kurbelradius benötigt weniger Energie, um die Kurbel zu bewegen, hat aber entsprechend auch einen geringeren Hebel und somit weniger Drehmoment. Ein Anzeigen für einen zu kurzen Kurbelradius wäre, wenn du in der Ebene Schwierigkeiten hast, genug Vortrieb zu schaffen, aber am Berg keine Probleme bekommst. Kurze Radien benötigen außerdem weniger Flexibilität da der Bewegungsumfang reduziert ist.

Shimano Schaltgruppen

Der Marktführer im Bereich der Rennrad-Gruppen ist Shimano. Die japanische Komponentenschmiede hat das größte Sortiment und wird auch von den meisten Profi-Teams der WorldTour eingesetzt. Mit der Entwicklung der STI-Schalthebel revolutionierte Shimano Anfang der 90er Jahre die Rennrad-Schaltung mit der kompakten Kombination aus Bremshebel und Schalthebel, sodass man mit nur einer Hand sowohl Schalten als auch Bremsen konnte, was bis dato mit der gängigen Unterrohrschaltung nicht möglich war.

Neben der Innovationsfreude ist auch die Kompatibilität der einzelnen Gruppen untereinander ein Aushängeschild von Shimano. Die meisten Schaltgruppen können untereinander kombiniert werden, solang sie über die gleiche Ganganzahl verfügen.

Shimano Sora

Die Sora ist in Sachen Funktion und Qualität vergleichbar mit der Claris, kann aber mit seiner 9-fach Kassette einen Extra-Gang verbuchen. Optisch fällt die Sora mit vier Kettenblattarmen auf, verglichen mit den fünf der Claris. RapidFire Plus Schalthebel für Fla Bar Rennräder sind ebenfalls möglich.

Die Marktführer: Shimano & SRAM

Seit der Vorstellung der bekannten Dura-Ace-Gruppe 1973 hat sich Shimano im Rennradsport - langsam aber sicher - gegenüber Campagnolo durchgesetzt. Bei der Tour de France 2020 fuhren 17 der 22 Teams die elektronische Dura-Ace-Gruppe (Di2), während die Campagnolo Super-Rekord EPS nur von drei Teams verwendet wurde. Der Anteil von SRAM-Gruppen ist von acht Teams im Jahr 2010 auf zwei Teams im Jahr 2020 gesunken. Auch wenn alle drei Hersteller eine große Auswahl an Rennrad-Gruppen anbieten, so hat Shimano mittlerweile in jeder Rennrad-Preisklasse deutlich die Oberhand gewonnen. Die High-End-Komponenten für Rennräder hören bei Shimano auch weiterhin auf den Namen „Dura-Ace“, während die Rennrad-Gruppen darunter die Bezeichnung „Ultegra“, „105“ (11-fach), „Tiagra“ (10-fach), „Sora“ (9-fach) und „Claris“ (8-fach) tragen. 2019 kam die Gravelgruppe „GRX“ dazu, die sich durch ihre offroadtaugliche Bauweise auszeichnet und als 10- und 11-fach-System erhältlich ist.

Im Gegensatz zu Shimano bietet SRAM Rennradgruppen als 10-, 11- und 12-fach an. Die preiswerteste SRAM-Apex-Gruppe (2×10) ist daher eher schon mit der Shimano Tiagra zu vergleichen. Sowohl die „Apex“ als auch die nächsthöheren Gruppen „Rival“ und „Force“ sind auch als 1×11-Gruppe - für Gravel- und Cyclocrossbikes - erhältlich. Die Top-Gruppen „Force“ und „Red“ gibt es als kabellose „eTap“-Varianten und in der „AXS“-Ausführung nun mit 12 oder 24 Gängen.

Was gehört zu einer Rennrad-Gruppe?

  • Schalt-/Bremshebel
  • Kurbelgarnitur (Kurbel, Innenlager, Kettenblätter)
  • Umwerfer
  • Kassette
  • Schaltwerk
  • Kette
  • Naben/Laufräder
  • Bremskörper (Scheiben- oder Felgenbremse, hydraulisch oder mechanisch)

Einteilung der Rennrad-Schaltgruppen

Wir haben die Rennrad-Gruppen von Shimano & SRAM den entsprechenden Ausstattungsklassen unseres Bike-Guides zugeordnet. Mit dem Bike-Guide kannst du nicht nur das Level der Ausstattung auf einen Blick erkennen, sondern auch ob das Rad vom Einsatzbereich und Terrain zu deinen Vorstellungen passt.

Durch die Einordnung der Gruppen in den Ausstattungs- und Preisklassen wird deutlich, dass sich SRAM eher in den oberen Preisklassen bewegt, während Shimano auch Rennradgruppen in der Einstiegsklasse bereithält. Zudem lassen sich die Gruppen von Shimano und SRAM aufgrund leicht unterschiedlicher Preise und Ausrichtungen nicht direkt miteinander vergleichen. Dennoch gehen wir die Rennradgruppen nun detailliert - anhand der drei Level unseres Bike-Guides - durch und erklären dir die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Schaltgruppen.

Level 1: Einstiegsklasse (Rennräder ab 700 Euro)

Shimano bietet für Rennräder der Einstiegsklasse die Gruppen Claris (R2000) und Sora (R3000) an. Beide Gruppen sind nur mit mechanischen Felgenbremsen erhältlich. Die Gruppen richten sich zwar an Rennradeinsteigerinnen und -einsteiger, kommen aber beide im Bereich der Kurbel bereits mit dem hochwertigen „Hollowtech II“-Design daher, dass auch bei den Top-Gruppen verwendet wird. Hierbei besitzt die zweiteilige Kurbel eine Hohlachse, die für geringes Gewicht und in Kombination mit dem außenliegenden Lager für hohe Steifigkeit und bessere Haltbarkeit sorgt. Die aktuellen Claris- und Sora-Gruppen sind mit moderner Zweifach-Kompaktkurbel und 50-34 Kettenblättern wie auch als Dreifachkurbel verfügbar. Die Bedienung erfolgt vom Lenker ebenfalls wie bei allen anderen Shimano-Rennrad-Gruppen über eine Kombination aus Brems- und Schalthebel, auch „Shimano Total Integration“ - kurz „STI“ - bekannt. Die Unterschiede zwischen Claris (8-fach) und Sora (9-fach) liegen also hauptsächlich in der Anzahl der Gänge des Schaltwerks beziehungsweise der Kassette.

Level 2: Mittelklasse (Rennräder ab 1.300 Euro)

Wer ein leichteres Rennrad mit besserer Performance sucht ist in der Mittelklasse gut aufgehoben. Die Auswahl an Rennrädern für ambitionierte Hobby- und Amateurfahrerinnen und -fahrer ist zudem deutlich größer. Dies spiegelt sich auch im Bereich der Schaltgruppen wider. Zusätzlich zu der Tiagra (R4700) und 105 (R7000) von Shimano gibt es auch von SRAM mit Apex und Rival zwei Optionen. Alle genannten Gruppen gibt es aktuell noch gleichermaßen mit der herkömmlichen Felgenbremse als auch mit einer modernen, hydraulischen Scheibenbremse. Sowohl bei der Tiagra von Shimano als auch der Apex von SRAM handelt es sich um 10-Fach-Schaltungen. Beide Gruppen sind durch bessere Verarbeitung zum einen nochmals leichter und zum anderen präziser als die der Einstiegsklasse. Die nächsthöhere Shimano 105 und die SRAM Rival 22 bieten dann den nächsten Performance-Schritt. Wie der Name der „Rival 22“ bereits ankündigt handelt es sich um 2×11-Schaltungen. Beide Gruppen profitieren von einigen Technologien der Top-Gruppen des jeweiligen Herstellers. Beispielsweise ist die Kurbel der 105er optisch und technisch schon sehr nah an den TopmodellenUltegra und Dura-Ace.

Die hohlen Kurbelarme sind nochmal etwas leichter und auch die Kettenblätter sind aufwändig bearbeitet worden. Einige Meinungen gehen sogar so weit, dass die aktuelle 105 die „Dura-Ace von gestern“ sei. Aussagen wie diese machen deutlich, dass auch die Schaltungen in der Mittelklasse in den letzten Jahren einen großen Leistungssprung vollzogen haben.

Wie unterscheiden sich die mechanischen Rennradschaltungen von Shimano & SRAM ?

Der große Unterschied zwischen SRAM und Shimano liegt bei den mechanischen Gruppen in der Bedienung. Bei Shimano dient der große Bremshebel bei seitlicher Bewegung auch zum Runterschalten und es gibt einen weiteren Hebel zum Hochschalten. SRAM setzt hingegen auf „einen Bremshebel, der bremst und einen Schalthebel, der schaltet.“ Der Schalthebel funktioniert daher in beide Richtungen. SRAM nennt diese Technologie „DoubleTap“. Zum Hochschalten muss der Schalthebel nur angetippt werden und zum Runterschalten über einen gewissen Punkt hinausbewegt werden. Welche der beiden Varianten du bevorzugst ist natürlich reine Geschmackssache, da beide Systeme ihre Vor- und Nachteile haben.

Level 3: Spitzenklasse (Rennräder ab 2.000 Euro)

Im High-End-Bereich hören die Gruppen bei Shimano auf die Namen „Ultegra“ und „Dura-Ace“. SRAM schickt die Gruppen „Force“ und „Red“ ins Rennen. Dabei ist die Shimano Ultegra die wahrscheinlich beliebteste Rennrad-Schaltgruppe überhaupt. Und das hat seine Gründe: Die aktuelle Ultegra R8000 wiegt als Ausführung mit Scheibenbremse gerade einmal knapp 2300 Gramm und ist somit 150 Gramm leichter als die 105er-Gruppe. Diese Diät hat die Ultegra dem Einsatz von hochwertigerem Material und der verbesserten Fertigung zu verdanken. Beispielsweise bestehen die Bremshebel aus Carbon und die Ritzel der Kassette sind auf einem Spider aus Aluminium montiert. Auch absolute Profis schätzen die Shimano-Ultegra-Reihe daher sehr.

Die SRAM Force 22 spielt in einer ähnlichen Liga und wiegt nochmal 80 Gramm weniger. SRAM hat zudem 2019 mit der Red und Force als „eTap AXS“ fast zeitgleich mit Campagnolo die ersten elektronischen 12-fach-Gruppen für Rennräder vorgestellt. Die Besonderheit ist dabei neben der kabellosen Funktionsweise, die Möglichkeit die Schaltungen sowohl bei Straßenrennrädern als auch bei Gravelbikes einzusetzen. Shimano geht mit der Dura-Ace einen anderen Weg und richtet die Gruppe mit Komponenten aus Carbon und Titan rein auf die Renntauglichkeit aus. Auch wenn SRAM am oberen Ende der Fahnenstange Shimano gegenüber voraus zu sein scheint, so kursieren doch einige Gerüchte, dass Shimano mit einer kabellosen 12-fach-Dura-Ace bald nachziehen wird.

Mix & Match !

Cube Attain GTC SL 2021 (UVP 1.999,00 Euro): Ein Mix aus Ultegra Kurbel, Umwerfer und Schaltwerk mit 105er Schalt-/Bremshebeln funktioniert ebenfalls wunderbar. Die Kompatibilität der Gruppen zueinander ermöglicht auch den Herstellern bestimmte Komponenten außerhalb der gewöhnlichen Preisklassen zu verbauen.

Shimano Tourney

Shimano Tourney ist für den Einsatz auf Einsteiger- und Freizeit-Fahrrädern konzipiert ist. Sie bietet eine einfache Schaltung mit ausreichend Gängen und ist in der Regel preisgünstiger als andere Schaltgruppen von Shimano. Die Schaltung ist robust und zuverlässig, aber nicht ganz so leistungsstark und präzise wie höherwertige Schaltgruppen.

Shimano Altus

Die Shimano Altus Schaltung ist eine preiswerte Einsteigergruppe. Auch hier umfasst das Repertoire bis zu 3x9 Gänge. Viele Funktionen aus der Oberklasse stehen zur Verfügung. Auch hier können Alivio und Acera Komponenten kombiniert werden. So kann auch im Einsteigerbereich eine gute Performance je nach Einsatzbereich für Trekking, Freizeit oder Mountain erreicht werden.

Shimano Deore M5100

Mit der Deore M5100 Gruppe von Shimano bekommst Du 1x11-fach oder 2x11-Schaltungskomponenten für einen überschaubaren Preis, inklusive Kurbel mit Direct-Mount-Kettenblatt. Außerdem werden ein Schaltwerk, ein Schaltgriff zur Klemmschellenmontage, eine Kassette mit 10-51-Abstufung und eine Quick-Link-Kette mitgeliefert.

Shimano Deore M6100

Mit der Deore M6100 Gruppe von Shimano bekommst Du 1x12-fach-Schaltungskomponenten für einen überschaubaren Preis, inklusive Kurbel mit Direct-Mount-Kettenblatt. Außerdem werden ein Schaltwerk, ein Schaltgriff zur Klemmschellenmontage, eine Kassette mit 10-51-Abstufung und eine Quick-Link-Kette mitgeliefert. Die M6100 ist zwar günstiger und etwas schwerer als XTR, XT und SLX, in Sachen Funktionalität macht sie aber keine Kompromisse und hat viel technologisches Know-how von den Top-Gruppen übernommen, so etwa Hyperglide+ für reibungsloses Schalten oder Dynamic Chain Engagement+ für eine sichere Kettenführung.

Shimano SLX M7100

Shimano hat für die kommende Saison die preisgünstige SLX MTB-Gruppe komplett überarbeitet. Schon das SLX M7000 Schaltwerk war für seine sauberen Schaltvorgänge und seinen ruhigen Kettenlauf bekannt. Mit dem M7100 konnten diese Eigenschaften weiter verbessert und noch schnellere Schaltvorgänge realisiert werden. Um für die extremen Bandbreiten der Kassetten mit 10-51 Zähnen gerüstet zu sein, wurde das Schaltwerk von Grund auf neu konstruiert. Die Schaltröllchen sind so platziert, dass sie die Kette in allen Gängen im optimalen Abstand zur Kassette halten. Auch die Größe dieser ist auf 13 Zähne angewachsen. Das bietet der Kette nicht nur eine bessere Führung, sondern sorgt auch für einen ruhigeren und energiesparenderen Lauf.

Shimano Deore XT M8100

Die legendäre MTB-Gruppe schickt sich an, auch in der jüngsten Generation den Standard für Mountainbiker weltweit zu setzen. Seit annähernd drei Jahrzehnten steht die Deore XT für trailerprobte Haltbarkeit, Zuverlässigkeit und Leistung. Da Mountainbiking immer schneller und das Terrain technisch anspruchsvoller wird, ist es die Aufgabe der M8100 Komponenten, dem Fahrer die nötige Sicherheit zu vermitteln, damit dieser seine maximale Leistungsfähigkeit abrufen kann. Typisch Shimano halten bei der Deore XT natürlich auch die Innovationen der High-End XTR Parts Einzug.

Vergleich der Shimano MTB-Schaltgruppen

Shimanos 12 Fach Gruppen bieten eine Top Schaltgruppe für jedes Budget. Klar ist, je teurer eine Schaltgruppe ist, desto besser und leichter ist sie auch. Doch muss es natürlich nicht immer eine XT oder XTR Schaltung sein. Für die/den Durchschnittmountainbiker:rin reicht auch eine Alivio oder Deoreschaltung völlig aus, um sportliche Touren zu machen oder Spaß auf den Trails zu haben. Auch diese Schaltungen haben sich lange bewährt und garantieren lang anhaltenden Fahrspaß. Oftmals kommt in den günstigeren Schaltgruppen die gleiche Technik zum Einsatz, lediglich das Material unterscheidet sich.

Tabelle: Vergleich Shimano MTB-Schaltgruppen

Gruppe Einsatzbereich Besonderheiten
Tourney Einsteiger- und Freizeit-Fahrräder Einfache Schaltung, preisgünstig
Altus Einsteigergruppe Bis zu 3x9 Gänge
Deore M5100 Allround 1x11-fach oder 2x11-fach
Deore M6100 Allround 1x12-fach, Hyperglide+
SLX M7100 MTB Schnelle Schaltvorgänge, 12-fach
Deore XT M8100 MTB Zuverlässig, robust, Innovationen der XTR

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