Die moderne Steckachse hat sich bei Fahrrädern in den letzten Jahren als Standard durchgesetzt - nicht nur im Mountainbike-Bereich, sondern auch bei Rennrädern und Trekkingbikes. Sie sorgt für eine sichere und stabile Verbindung von Laufrad und Rahmen oder Gabel. Damit Ihr Fahrrad jederzeit einsatzbereit und sicher unterwegs ist, ist die korrekte Montage einer Steckachse am Vorderrad wie auch am Hinterrad entscheidend.
Dieser ausführliche Leitfaden erklärt Ihnen alle Schritte verständlich und gibt Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie Fehler vermeiden und die Montage effizient und sicher durchführen. Im Folgenden erfahren Sie, worauf Sie beim Ein- und Ausbau achten müssen, welche Werkzeuge Sie benötigen und wie Sie typische Probleme selbst lösen können. So stellen Sie sicher, dass Ihr Vorderrad oder Hinterrad korrekt fixiert ist und kein Spiel entsteht.
Vorteile der Steckachse
Die Steckachse hat das klassische Schnellspanner-System in vielen Bereichen abgelöst und bietet einige entscheidende Vorteile. Sie führt das Laufrad präzise in den Rahmen beziehungsweise die Gabel ein und sorgt für einen festen Sitz, der auch bei hohen Belastungen erhalten bleibt. Besonders bei Scheibenbremsen ist eine stabile Verbindung unabdingbar, da die beim Bremsen auftretenden Kräfte nicht nur seitlich, sondern auch axial wirken.
Durch den Einsatz von Steckachsen werden die Steifigkeit und damit das Fahrverhalten des Fahrrads spürbar verbessert. Das Rad bleibt auch in anspruchsvollem Gelände oder bei hohen Geschwindigkeiten spurtreu. Darüber hinaus lässt sich eine Steckachse, richtig montiert, meist werkzeuglos lösen und wieder einsetzen.
Verschiedene Standards und Systeme
Es gibt verschiedene Standards und Systeme für Steckachsen, die sich in Länge, Durchmesser und Sicherungsmechanismus unterscheiden. Häufig verwendete Maße sind etwa 12 mm, 15 mm oder 20 mm Durchmesser und Längen, die je nach Fahrradtyp und Hersteller variieren. Auch die Art der Verriegelung ist unterschiedlich: Manche Steckachsen besitzen einen Hebel, der das Ein- und Ausbauen ohne Werkzeug ermöglicht, andere werden mit einem Innensechskant bzw. Torx-Schlüssel verschraubt.
Im Rennradbereich ist meist die 12-mm-Steckachse verbreitet, während im Mountainbike-Bereich auch 15 mm und 20 mm Achsen zum Einsatz kommen. Zusätzlich gibt es Unterschiede im Gewinde (z. B. fein oder grob) sowie bei der Positionierung der Gewindeeinsätze im Rahmen oder Ausfallende.
Werkzeuge und Vorbereitung für die Montage
Für die Montage und Demontage einer Steckachse benötigen Sie - je nach Achsentyp - gegebenenfalls einen passenden Innensechskantschlüssel (meist 5 mm oder 6 mm), einen Torx-Schlüssel (z. B. T25) oder Sie nutzen den integrierten Schnellspannhebel. Empfehlenswert ist ein stabiles Montagestativ oder ein anderer sicherer Abstellplatz für Ihr Fahrrad, damit Sie beide Hände frei haben und das Rad während der Arbeit nicht kippt.
Vor dem Ausbau sollten Sie zudem darauf achten, die Schaltung auf das kleinste Ritzel zu stellen (beim Hinterrad), um den Ausbau zu erleichtern. Zudem empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen, um sich vor Schmutz und scharfen Kanten zu schützen. Ein fusselfreies Tuch oder etwas Fett können hilfreich sein, um die Achse zu reinigen beziehungsweise neu zu schmieren.
Vorbereitung des Fahrrads
Eine sichere Position des Fahrrads erleichtert die Arbeit enorm und schützt vor ungewollten Beschädigungen. Idealerweise nutzen Sie einen Montageständer, der das Rad stabil fixiert. Fehlt ein solcher, können Sie das Fahrrad auch vorsichtig auf den Sattel und Lenker stellen, wobei Sie weiche Unterlagen unterlegen sollten, um Kratzer zu vermeiden.
Stellen Sie sicher, dass das Fahrrad nicht kippen kann und der Zugang zu Vorderrad und Hinterrad frei ist. Beim Ausbau des Vorderrads ist es ratsam, das Bike so zu positionieren, dass die Gabel senkrecht steht. Für das Hinterrad empfiehlt es sich, die Schaltung vorab auf das kleinste Ritzel zu stellen und gegebenenfalls die Kette mit einem Kettenhalter zu entspannen.
Ausbau des Vorderrads
Um das Vorderrad auszubauen, öffnen Sie zunächst den Hebel der Steckachse oder lösen Sie die Achse mit dem passenden Werkzeug. Ziehen Sie die Achse komplett heraus und legen Sie sie an einen sauberen Platz. Jetzt kann das Vorderrad vorsichtig nach unten aus der Gabel herausgenommen werden.
Bei Fahrrädern mit Scheibenbremsen sollten Sie besonders behutsam vorgehen, damit die Bremsscheibe nicht verbogen wird. Halten Sie das Rad gerade und achten Sie darauf, dass keine Spannung auf die Gabel kommt. Falls Sie Ihr Rad längere Zeit ohne Laufrad lagern, empfiehlt es sich, einen Abstandshalter für die Bremsbeläge einzusetzen, damit die Bremskolben nicht versehentlich zusammengedrückt werden.
Ausbau des Hinterrads
Beim Ausbau des Hinterrads sind einige zusätzliche Schritte erforderlich. Schalten Sie zuerst auf das kleinste Ritzel, um die Kette zu entspannen und den Ausbau zu erleichtern. Lösen Sie dann die Steckachse, indem Sie den Hebel öffnen oder das passende Werkzeug benutzen. Ziehen Sie die Achse ganz heraus und achten Sie darauf, dass die Kette entspannt bleibt.
Heben Sie das Fahrrad leicht an oder ziehen Sie das Hinterrad vorsichtig nach unten aus dem Rahmen. Bei Fahrrädern mit Kettenschaltung kann es hilfreich sein, das Schaltwerk leicht nach hinten zu ziehen, um das Rad leichter herausnehmen zu können. Achten Sie auch hier darauf, die Bremsscheibe nicht zu beschädigen.
Reinigung und Vorbereitung vor dem Einbau
Bevor Sie das Rad wieder einbauen, sollten Sie Steckachse, Achsaufnahme und Ausfallenden sorgfältig reinigen. Entfernen Sie Schmutz, Sand und alte Fettrückstände mit einem fusselfreien Tuch. Kontrollieren Sie die Achse auf Beschädigungen oder Abnutzungserscheinungen. Auch der Zustand der Gewinde und der Achsaufnahme im Rahmen oder der Gabel sollte überprüft werden.
Bei Bedarf tragen Sie etwas frisches Fett auf die Steckachse auf - das erleichtert das Einführen, schützt vor Korrosion und verhindert Knarzgeräusche. Achten Sie darauf, kein Fett auf die Bremsflächen oder Scheiben zu bringen, da dies die Bremsleistung stark beeinträchtigen kann.
Montage des Vorderrads
Zur Montage setzen Sie das Vorderrad gerade in die Gabel ein, sodass die Achsaufnahme exakt mit den Ausfallenden fluchtet. Führen Sie die gereinigte und eventuell leicht gefettete Steckachse vorsichtig durch die Achsaufnahme der Gabel und die Nabe des Laufrads.
Achten Sie darauf, dass die Steckachse problemlos durchgeht und nicht verkantet. Drehen Sie die Achse mit der Hand bis zum Anschlag ein und nutzen Sie anschließend den Hebel oder das Werkzeug, um sie festzuziehen. Die Steckachse sollte so fest angezogen werden, dass kein Spiel mehr vorhanden ist, aber der Hebel nicht zu schwer zu schließen ist. Ist ein exakter Drehmomentwert vorgeschrieben, kontrollieren Sie diesen mit einem Drehmomentschlüssel.
Montage des Hinterrads
Für die Montage des Hinterrads führen Sie das Rad zwischen die Kettenstreben, achten darauf, dass die Kassette mit der Kette richtig positioniert ist, und richten Sie die Achsaufnahme mit den Ausfallenden aus. Heben Sie das Schaltwerk leicht an, um das Einsetzen zu erleichtern.
Schieben Sie nun die Steckachse vorsichtig durch die Ausfallenden und die Nabe. Falls erforderlich, drehen Sie das Hinterrad etwas, um es korrekt zu platzieren. Schrauben Sie die Achse von Hand ein und ziehen Sie sie dann mit dem Hebel oder Werkzeug fest. Auch hier gilt: Die Steckachse muss fest sitzen, aber nicht überdreht werden. Prüfen Sie, ob das Rad zentriert und frei läuft, und ob die Schaltung sauber funktioniert.
Korrekte Ausrichtung der Steckachse
Die richtige Ausrichtung der Steckachse ist entscheidend für die Funktion und Sicherheit. Ziehen Sie die Achse gleichmäßig fest, sodass das Laufrad exakt mittig sitzt. Ein zu lockeres Anziehen kann zu Spiel und Geräuschen führen, während ein zu festes Anziehen das Gewinde beschädigen oder die Ausfallenden verziehen kann.
Viele Steckachsenhersteller geben ein empfohlenes Anzugsdrehmoment an, das Sie - sofern möglich - mit einem Drehmomentschlüssel prüfen sollten. Der Spannhebel sollte nach dem Schließen parallel zur Gabel oder den Kettenstreben ausgerichtet werden, um nicht während der Fahrt hängen zu bleiben oder sich zu lösen.
Funktionstest nach der Montage
Nach der Montage sollten Sie stets einen kurzen Funktionstest durchführen: Heben Sie das Rad leicht an und drehen Sie das Laufrad. Es sollte sich frei drehen und mittig laufen. Betätigen Sie die Bremse und prüfen Sie, ob die Bremsscheibe schleiffrei läuft und der Bremsdruck stimmt.
Zu den häufigsten Fehlerquellen gehören eine schief eingesetzte Achse, zu fest oder zu locker angezogene Steckachsen oder Schmutz in der Achsaufnahme. Achten Sie darauf, dass kein Fett auf die Bremsscheiben gelangt ist. Sollte das Rad schleifen oder Spiel aufweisen, wiederholen Sie die Montage sorgfältig.
Wartung und Pflege der Steckachse
Eine gut gepflegte Steckachse garantiert Langlebigkeit und Zuverlässigkeit. Reinigen Sie die Achse regelmäßig, entfernen Sie Schmutz und tragen Sie gegebenenfalls frisches Fett auf das Gewinde auf. Überprüfen Sie die Achse und die Aufnahmen bei jedem Reifenwechsel oder nach Fahrten im Regen, Schlamm oder Staub auf Beschädigungen und Verschleiß.
Achten Sie darauf, dass der Hebel oder das Werkzeug zum Lösen und Festziehen immer leichtgängig funktioniert und keine Verformungen aufweist. Bei Beschädigungen oder übermäßigem Verschleiß sollten Sie die Steckachse austauschen.
Überblick über verschiedene Vorderrad-Naben und ihre Komponenten
Shimano Deore HB-M618
Die schwarze Deore HB-M618 vom japanischen Hersteller Shimano ist eine hochwertige Nabe für das Vorderrad mit Disc Brakes (Scheibenbremse Centerlock). Sie ist unempfindlich, stabil, robust, langlebig und praktisch wartungsfrei. Die Nabe ist überwiegend aus Aluminium gefertigt und somit relativ leichtgewichtig. Befestigt wird die HB-M618 mit einer 15 mm Steckachse. Die Labyrinth- und Schleifdichtung, das Konuslager und der innen liegende Fettmantel machen die Vorderradnabe langlebig. Sie ist mit 32 Speichenlöchern erhältlich.
Shimano SLX HB-M7110
Die schwarze Vorderrad-Nabe Shimano SLX HB-M7110 ist dank des verbauten Aluminiums langlebig, robust und stabil, jedoch verhältnismäßig leichtgewichtig. Die Shimano SLX Nabe mit einer Einbaubreite von 100 mm bietet sich an für Fahrräder mit Disc Brake (Scheibenbremse Centerlock). Die schwarze Shimano Vorderrad-Nabe SLX HB-M7110 aus der SLX M7100 Gruppe ist für den Einsatzbereich Trekkingbike / Citybike E-Trekking konzipiert. Diese Nabe können Sie in unserem Fahrradteile Online Shop mit 32 Speichenlöchern erwerben. Befestigt wird die SLX HB-M7110 an der Gabel mit einer 15 mm Steckachse. Die praktisch wartungsfreie Vorderrad-Nabe SLX HB-M7110 vom japanischen Markenhersteller Shimano setzt einen hohen Standard bezüglich Design, Funktionalität und Qualität.
Felgenoptionen
DT Swiss 545D
Der Schweizer Markenhersteller DT Swiss hat mit der schwarzen Fahrradfelge 545D eine robuste und extra stabile Felge aufgelegt. Sie ist nicht nur mit 140 kg maximalem Systemgewicht hochbelastbar, sondern dank des eingesetzten Aluminiums zudem recht leicht. Eingesetzt wird die DT Swiss 545D an Fahrrädern mit Scheibenbremsen (Disc Brake). Die DT Swiss 545D Felge glänzt aber nicht nur in Punkto Langlebigkeit und Stabilität, sondern auch mit sauberer und guter Verarbeitung und einem schönen Design.
Gora 19
Mit der schwarzen Felge 19 hat der deutsche Markenhersteller Gora eine sehr stabile Hohlkammer-Felge (ETRTO 19-622) gefertigt. Sie ist sehr robust und aus dickwandigem und hochwertigen Aluminium gefertigt. Die einfach geösten Nippellöcher im verstärkten Felgenboden und das Profil sorgen für hohe Stabilität, auch wenn es mal abseits befestigter Wege entlanggeht. Die schwarze Gora 19 aus Aluminium ist hochwertig und sauber verarbeitet, was für eine hohe Langlebigkeit und schöne Optik sorgt. Sie können auf diese Fahrradfelge (Maulweite 19 mm, Höhe 21,5 mm und Breite 27,5 mm) problemlos auch etwas breitere Reifen (Drahtreifen Faltreifen) mit 28 Zoll 29 Zoll und 28-55 mm Reifenbreite aufziehen. Die Gora 19 Fahrradfelge ist vom Hersteller Gora für Fahrräder mit einer Scheibenbremse vorgesehen. Dank der hoch belastbaren Bauweise können Sie die Felge mit einem Systemgewicht von sehr hohen 140 kg fahren.
DT Swiss M 442 Disc
Der Schweizer Markenhersteller DT Swiss hat mit der schwarzen M442 eine einfache und günstige Felge aufgelegt. Sie ist mit 120 kg maximalem Systemgewicht belastbar. Die Felgenverbindung ist gepresst. Auf die einfach geöste DT Swiss MTB-Felge mit den Maßen Maulweite 23 mm, Felgen-Breite 27 mm und Felgen-Höhe 19,5 mm können Sie Drahtreifen Faltreifen Tubeless Ready-Reifen mit einer Breite von 30-60 mm aufziehen. Diese TR / Tubeless Ready Felge können Sie, ohne einen Schlauch einzuziehen, auch mit einem speziellen Tubeless-Ready-Reifen, Felgenklebeband und Tubeless-Ventil benutzen.
Speicheninformationen
Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Standardspeiche mit durchgehend 2 mm Durchmesser stattet die Firma Sapim aus Belgien diese besonders stabile und robuste Dickendspeiche mit einem verstärkten Ende (zur Nabe hin) aus. Gerade diese Stelle ist besonders bruchgefährdet. Ist eine klassische Speiche normal durchgehend 2 mm stark, so ist diese im kritischen Bereich der Nabe mit 2,34 mm besonders stark ausgeführt. Dank der hohen Festigkeit im Mittelteil von 1250 N/mm2 steckt sie auch größere Belastungen weg. Optimal also für erhöhte Anforderungen. Der ovale Kopf, das selbstverriegelnde System, das Anti-Rotationsteil und das 2-seitige Gewinde machen die Montage einfach und sicher. Die endverstärkte sehr tragfähige Speiche aus hochwertigem und rostfreien Edelstahl ist für die Nutzung am Trekkingbike / Citybike, Tandem, Schwerlastfahrrad und E-Bike bzw. Pedelec geeignet.
Tabellarische Übersicht über Achstypen und Nabenbreiten
| Achstyp | Vorderrad (Achsdurchmesser / Einbaubreite) | Hinterrad (Achsdurchmesser / Einbaubreite) |
|---|---|---|
| Schnellspanner | 5 / 100 mm | 5 / 135 mm |
| Steckachse (klassisch) | 20 / 100 mm | 12 / 142 mm |
| Steckachse (Non-Boost) | 15 / 100 mm | 12 / 142 mm |
| Steckachse (Boost) | 15 / 110 mm | 12 / 148 mm |
| Steckachse (Superboost Plus) | 15 / 110 mm | 12 / 157 mm |
| Schnellspanner (Rennrad) | 5 / 100 mm | 5 / 130 mm |
| Steckachse (Rennrad) | 12 / 100 mm | 12 / 142 mm |
| Road Boost (Rennrad) | 12 / 110 mm | 12 / 148 mm |
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