Shimano Alfine 11-Gang Nabenschaltung: Details und Übersetzung

ALFINE ist die elegante Top-Komponentengruppe von SHIMANO für qualitätsbewusste Kunden. Die Marktöffnung für Nabenschaltungen auf dem Markt von sportlichen Fahrrädern kann als Meilenstein in diesem Segment bezeichnet werden. Diese Komponenten sind optisch ansprechend und absolut verlässlich.

Shimano Alfine SG-S7000/SG-S700 im Überblick

Außen ganz ähnlich, innen völlig verschieden: Die Alfine-Schwestern im Überblick.

Shimano Alfine 8 (SG-S7000-8)

  • Centerlock für Scheibenbremsen
  • 8 Gänge
  • 306% Gesamtübersetzung
  • Geradverzahntes Planetengetriebe, nadel-/kugelgelagert
  • 1670 Gramm
  • Daumentasthebel Rapidfire Plus, obere Taste kann vor- oder rückwärts gedrückt werden (2-way-release), ein Gang pro Schaltvorgang
  • Jahresinspektion, Getriebeeinheit in Öl-Bad tauchen, Fett erneuern
  • Empfohlener Faktor Kettenblatt/Ritzel: 2-2,25

Shimano Alfine 11 (SG-S700)

  • Centerlock für Scheibenbremsen
  • 11 Gänge
  • 409% Gesamtübersetzung
  • Schrägverzahntes Getriebe, nadelgelagert
  • 1665 Gramm
  • Daumentasthebel Rapidfire Plus, obere Taste kann vor- oder rückwärts gedrückt werden (2-way-release), bis zu 2 Gänge pro Schaltvorgang (Multi-Release)
  • Erster Ölwechsel nach 1000 km; dann alle 5000 km oder 2 Jahre
  • Empfohlener Faktor Kettenblatt/Ritzel: 1,8-2

Technische Details der Shimano Alfine 11-Gang Nabe (SG-S700)

Die Shimano ALFINE SG-S700 11-Gang Nabe zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Aluminiumkonstruktion
  • Doppelte Klemmrollentechnik für weicheres, geräuscharmes Schalten
  • Ölbadschmierung
  • Labyrinthdichtungen
  • Nadellager
  • Schrägverzahntes Getriebe
  • Maximale Schaltnabeneffizienz
  • Konuslager, Nadellager in der Getriebeeinheit
  • Freilaufnabe
  • Center Lock Aufnahme
  • 32 Loch
  • Vollachse
  • Einbaubreite 135mm

Das Shimano Alfine SG-S700 11Gang Getriebe bietet 409% Übersetzungsumfang. Schrägverzahnung und Ölbad versprechen einen geräuschlosen Betrieb. Das Schalten ist nur mit dem SL-S700 Rapidfire Plus Schalthebel möglich.

Übersetzungsverhältnis der Shimano Alfine 11-Gang Nabe

Hier ist eine detaillierte Aufschlüsselung des Übersetzungsverhältnisses der einzelnen Gänge:

Gang Übersetzungsverhältnis
1. Gang 0,527
2. Gang 0,681
3. Gang 0,770
4. Gang 0,878
5. Gang 0,995
6. Gang 1,134
7. Gang 1,292
8. Gang 1,462
9. Gang 1,667
10. Gang 1,888
11. Gang 2,153

Kommentare und Erfahrungen

Beide Alfine-Schaltungen lassen sich knackig-exakt schalten und geräuschlos fahren, wenn man sie korrekt einstellt und gelegentlich die Zuglänge nachjustiert. Die Getriebenaben reagieren empfindlich auf nicht genau parallele Ausfalllenden, ungleich festgedrehte Achsschrauben, zu lang oder eng verlegte sowie verschlissene und verschmutzte Schaltzüge. Shimano empfiehlt die gedichteten, beschichteten Zughüllen SP-41 mit Fettdepot.

Die Einstellung geht so: Im Referenzgang (Nr. 6/Alfine 11) müssen die gelben Markierungen an der Nabe genau übereinstimmen. Schalten Sie dann einmal sanft alle Gänge durch und checken Sie die Markierungen erneut. Schalten Sie danach die Gänge schwungvoll nochmals durch. Checken Sie die Parallelität erneut und drehen Sie die Stellschraube am Schalthebel nach, falls nötig.

Ein Ölwechsel sollte alle 5000 km, wenigstens einmal im Jahr erfolgen.

Weitere Informationen

Die Alfine-Elf-Gang-Nabenschaltung ähnelt den Shimano Nexus und Alfine Acht-Gang-Naben. Die Übersetzungsspanne dieser Elf-Gang-Nabe liegt bei 408 %. Die Abstufung der Gänge untereinander ist relativ gleichmäßig, bis auf die Stufe zwischen dem ersten und zweiten Gang, die etwa doppelt so groß ist wie die anderen Stufen.

Die Getriebeübersetzungen werden durch vier anwählbare Kupplungen (eine Rutschkupplung und drei einrastbare Sonnenräder) und vier automatisch ausgewählte, federvorgeladene Rollengesperre angesteuert. Der Getriebesatz könnte zwölf Übersetzungen (2x6) zur Verfügung stellen, von denen aber nur elf benutzt werden, weil zwei Gänge sich nahezu duplizieren. Der ungenutzte Gang ist die direkte Übersetzung.

Die Schalthebel sind sehr sensibel gegenüber Variationen in der Aufbautoleranz und Einstellungen. Der Grund dafür ist der Schaltarm, der sich nur maximal 135° bewegen lässt (d. h. 15° pro Schaltvorgang). Diese Limitierung begründet sich durch den rechtsliegenden Konus, der von zwei Zinken gestützt wird, durch deren Lücke der Auswahlmechanismus hervorlugt. Dadurch wird der Bau der Nabe sehr schwierig für Shimano und die Nabe wird sehr sensibel gegenüber der exakten Einstellung im täglichen Einsatz. Unglücklicherweise setzt sich bei neuen Naben der Schaltzug etwas und die Zugeinstellung wird ungenau.

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