Shimano Altus Schalthebel im Test: Eine umfassende Bewertung

Wenn Sie auf der Suche nach einem neuen Mountainbike sind, gehört die Wahl der passenden Schaltgruppe zu den wichtigen Entscheidungen. Die grosse Auswahl an Shimano Schaltgruppen für Mountainbikes macht diese Wahl nicht immer einfach. Dieser Artikel bietet Ihnen einen detaillierten Überblick über die Shimano Altus Schalthebel und vergleicht sie mit anderen Modellen, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern.

Was gehört zu einer Schaltgruppe?

Ein Mountainbike-Anfänger weiss oft nicht genau, welche Komponenten zu einer Schaltgruppe gehören. Eine komplette Gruppe umfasst alle Teile, die mit der Schaltung, den Bremsen und dem Antrieb zu tun haben. Dazu gehören die Schalthebel für Umwerfer und Schaltwerk sowie der Kurbelsatz inklusive Kettenblätter.

Shimano Schaltgruppen im Überblick

Als Anfänger muss es nicht gleich die teuerste Gruppe sein. Shimano sorgt dafür, dass Techniken aus teureren Gruppen nach und nach auch in günstigeren Modellen zu finden sind. Hier ein Überblick über die verschiedenen Shimano Schaltgruppen:

  • Shimano Tourney: Die günstigste Gruppe, die häufig an sportlichen Rädern zu finden ist. Sie eignet sich weniger für Offroad-Touren.
  • Shimano Altus: Wird hauptsächlich für sportliche Fahrräder verwendet und eignet sich gut, wenn Sie gelegentlich von befestigten Strassen abweichen möchten.
  • Shimano Acera: Geeignet für Freizeitfahrer und erste Offroad-Erfahrungen. Der Kurbelsatz hat eine aggressive Ausstrahlung, und die Teile sind stabil, aus Edelstahl und wartungsfreundlich.
  • Shimano Alivio: Am besten geeignet für Mountainbike-Anfänger. Diese Gruppe ist wartungsfreundlicher und besser entwickelt als die günstigeren Versionen.
  • Shimano Deore: Entworfen für sportliche Fahrer und Anfänger. Viele Mountainbiker empfehlen diese Gruppe auch Anfängern, die regelmässig flotte Waldtouren unternehmen.
  • Shimano SLX: Ermöglicht das Fahren auf allen Wegen. Sie ähnelt den besseren Schaltgruppen von Shimano, wie der XT-Gruppe, ist aber aufgrund der Stahlteile etwas schwerer.
  • Shimano Deore XT: Eine der beliebtesten Gruppen unter Mountainbikern, ideal für Wettkampffahrer oder sportliche Mountainbiker mit höherem Budget. Die Teile bestehen aus einem Mix von Aluminium und Edelstahl.
  • Shimano XTR: Die beste Wahl für Profis und ambitionierte Mountainbiker. Diese Gruppe ist sehr leicht und aus hochwertigen Materialien gefertigt.

Je teurer eine Schaltgruppe ist, desto besser und leichter ist sie in der Regel. Für den Durchschnitts-Mountainbiker reicht jedoch oft eine Alivio- oder Deore-Schaltung aus, um sportliche Touren zu geniessen.

Shimano Altus im Detail

Die Shimano Altus Schaltgruppe ist eine der Einstiegs-Schaltgruppen von Shimano und bietet eine solide Leistung zu einem erschwinglichen Preis. Die Kettenschaltung der Shimano Altus Schaltgruppe ist so konstruiert, dass sie sowohl mit 7- als auch mit 8-Gang-Kassetten kompatibel ist.

Die Shimano Altus Schaltgruppe muss je nach Beschaffenheit der Fahrstrecke häufig nachgestellt werden. Stösse kann die Schaltung nicht gut wegstecken, und Sprünge quittiert sie bei der Landung mit lauten Geräuschen. Die Verarbeitung ist ordentlich, aber Shimano hat für die Altus Schaltung viele Kunststoffteile verwendet, was sie zu einer der schwersten auf dem Markt macht.

Sie ist gut für Citybikes und Tourenräder geeignet, denen bei der Fahrt nicht sehr viel zugemutet wird. Wenn es um Leistung und einwandfreie Funktion unter hoher Belastung geht, sollte eine andere Schaltwerk-Option als die Shimano Altus in Betracht gezogen werden.

Shimano Altus vs. Deore: Ein Vergleich

Für höhere Ansprüche ist die Shimano Deore Schaltung die richtige Wahl, die auch im Vergleich zur Shimano Altus besser abschneidet. Auch sind sie seit einiger Zeit für Mountainbikes erhältlich. Die Anzahl der schaltbaren Gänge ist bei der Deore Schaltgruppe höher als bei der Altus Schaltgruppe. Deore Schaltungen sind mit 2-fach oder 3-fach Kurbel erhältlich. Mit den 10 Ritzeln hinten ergeben sich 2 x 10 oder 3 x 10 Schaltkombinationen.

Die Präzision der Deore Schaltung ist im Vergleich zur Altus Schaltung von Shimano deutlich besser. Wer sein Fahrrad hauptsächlich in der City oder für gemütliche Touren nutzt, braucht eine alltagstaugliche, günstige Kettenschaltung. Sie bietet bei normalen Fahrten einen guten Schaltkomfort und arbeitet zuverlässig. Bei Fahrten im Gelände ist diese Schaltung jedoch überfordert.

Wer mit seinem MTB durchs Gelände fährt und keinen Sprung auslässt, für den ist eine Shimano Deore Schaltgruppe mit Sicherheit die bessere Wahl. Im Vergleich Shimano Altus vs. Deore sind Deore Schaltgruppe etwas höher angesiedelt als die sehr günstigen Altus Schaltgruppen von Shimano.

Die neue Shimano Cues Serie

Mit der Linkglide-Technik reagierte Shimano auf die zunehmend höheren Belastungen von E-Bikes. Mehr Material und ein Gang weniger sollen eine bessere Zuverlässigkeit bringen. Die neue Technik war für Shimano DIE Gelegenheit, endlich im Portfolio aufzuräumen. Statt Sora, Altus, Claris, Alivio und Acera wird es in Zukunft nur noch eine einzige Produktfamilie geben: Die Cues.

Die Cues gibt es in mindestens drei verschiedenen Ausführungen mit teils extrem unterschiedlicher Wertigkeit. Wer sich für ein Bike mit der neuen Allround-Schaltung interessiert, muss hier also genau hinschauen. Die Topgruppe Cues U8000 ist mehr als doppelt so teuer wie die Einstiegsgruppe Cues U4000. Die Zahlenkombinationen in der Modellbezeichnung (U4000, U6000, U8000) geben Aufschluss über die Wertigkeit.

Das offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal der drei Schaltgruppen ist die Anzahl der Gänge. Die Einsteigergruppe Cues U4000 schaltet nur neun Ritzel am Hinterrad. Die Mittelklasse Cues U6000 hat schon zehn oder sogar elf Ritzel hinten. Die Topgruppe Cues U8000 schaltet immer elf Gänge im Heck und ist sogar als Di2-Variante mit elektronischer Ansteuerung verfügbar.

Die Shimano Cues im Detail

  • Shimano Cues U4000: Die Einsteigergruppe mit neun Gängen, geeignet für den Alltagsgebrauch.
  • Shimano Cues U6000: Solide Mittelklasse mit zehn oder elf Gängen, erhältlich mit und ohne Shadow-Technologie.
  • Shimano Cues U8000: Seltene High-End-Option, die in Wertigkeit und Schaltgefühl nahe an der XT-Gruppe liegt.

Welche Gangschaltung ist die richtige für Sie?

Trekking- und Alltagsradler können bei der Cues mit Linkglide-Kassetten bedenkenlos zuschlagen. Die Cues 4000 bietet hier eine angenehm günstige Option. Die Cues 6000 ist solide Mittelklasse. E-Mountainbikern würden wir auch zu Linkglide-Schaltungen raten, dann aber mindestens zur 6000er Cues mit der Shadow-Plus-Schaltwerksdämpfung. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift gleich zu Deore Linkglide und XT Linkglide.

Sportliche Biker ohne Motor sind nach wie vor mit den Hyperglide-Gruppen am besten aufgehoben. Sie sind etwas leichter als die Linkglide-Pendants und bieten mehr Gänge und damit eine feinere Gang-Abstufung über die Bandbreite hinweg. Gerade die Deore-Zwölffach sticht hier mit guter Funktion und günstigem Preis positiv heraus.

Fazit zur Shimano Cues Gangschaltung

Günstig und gut? Die Shimano Cues liefert eine solide Funktion. Gerade auch die günstigeren Gruppen sind aus unserer Sicht ein Fortschritt gegenüber Acera und Altus. Der Linkglide-Ansatz für mehr Haltbarkeit passt gut zum Rad als Fortbewegungsmittel für Sport und Alltag. Kann man bedenkenlos kaufen! Schade, dass das Portfolio so verwirrend ist. Speziell die besseren Modelle mit Shadow-Plus-Hebel können auch anspruchsvolle Biker überzeugen. Ob so ein Modell verbaut ist, wird aus dem Datenblatt allein leider häufig nicht ersichtlich.

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