Shimano BL-M315 Bremshebel im Test: Eigenschaften, Alternativen und mehr

Wer richtig schnell sein will, muss auch schnell langsam werden können. Starke Bremsen helfen, maximale Verzögerung auf den Boden zu bringen und die Kontrolle auf immer anspruchsvolleren Strecken zu behalten.

Gerade Einsteiger tendieren dazu, mehr auf der Bremse zu hängen - das geht nicht nur aufs Material, sondern auch auf die Unterarme. Wer viel Kraft zum Bremsen braucht, kriegt schnell Arm-Pump. Das kostet Sicherheit und zwingt euch dazu, langsamer zu werden oder sogar stehen zu bleiben, während eure Kumpels davon ziehen - mies. Die Lösung dafür lautet starke Bremsen, die dennoch gut zu dosieren sind.

Was zeichnet eine gute MTB-Scheibenbremse aus?

Doch was zeichnet die beste MTB-Scheibenbremse eigentlich aus? Sie muss zuverlässig, einfach zu warten, leicht und am besten auch noch erschwinglich sein. Reine Power hilft nicht, solange sie nicht fein dosierbar ist.

Im Testfeld befanden sich Budget-Bremsen, übliche Verdächtige, die sich an den meisten Serien-Bikes finden, als auch echte Boutique-Bremsen, die dem Kontostand alles abverlangen. Was alle Scheibenbremsen gemeinsam haben? Vier Bremskolben und eine hydraulische Betätigung - also mit einer Flüssigkeit.

Das Testfeld bewegt sich preislich zwischen erschwinglichen 240 und stolzen 1.300 €, wobei sich das Gros der Teilnehmer zwischen 400 und 700 € einpendelt. Die Preise wurden jeweils als unverbindliche Preisempfehlung im Set, also 2 Bremsen, aber ohne Bremsscheiben verglichen. In der Realität liegen einige Bremsen natürlich auch im Set und auf dem freien Markt deutlich unter UVP. Shimano-Bremsen, die seit langem unverändert auf dem Markt sind, bekommt man beispielsweise fast um die Hälfte der UVP.

Das Gewicht der Bremsen unterscheidet sich dabei nur marginal. Gerade einmal 180 g liegen zwischen der leichtesten und der schwersten Bremse im Test: Hayes Dominion T4 als leichteste mit 530 g und SRAM MAVEN Ultimate als die schwerste mit 710 g.

Hydraulische Scheibenbremsen: Funktionsweise und Komponenten

Im Test finden sich nur hydraulische Scheibenbremsen, wie sie schon seit Jahren in modernen MTBs als Standard gelten. Bremsen besitzen immer eine Gebereinheit: Das ist der Teil, der am Lenker befestigt ist und umgangssprachlich auch häufig nur Hebel genannt wird. Am Rahmen bzw. der Gabel ist dann die Nehmereinheit montiert.

Verbunden sind die beiden Komponenten über die Bremsleitung, die den Druck vom Geber- auf den Nehmerkolben überträgt. Der Druck entsteht im Geber, wo vom Bremshebel ein kleiner Kolben vorgeschoben wird. Weil sich die Bremsflüssigkeit nicht komprimieren lässt, steigt der Druck im System an und wird auf den Bremssattel übertragen, wo die größeren Bremskolben sitzen.

Um die Handkraft zu verstärken, ist das Oberflächen-Verhältnis der Kolben von Geber- zur Nehmereinheit entscheidend. Die physikalische Grundlage dafür sind das Pascalsche Gesetz und die Formel für Druck = Kraft/Oberfläche. Das bedeutet, wenn man den Durchmesser im Geberkolben verkleinert, erhöht sich der Druck im System. Vergleichen könnt ihr das mit einer Dämpferpumpe, die extrem hohe Drücke erzeugen kann.

Bremsflüssigkeiten: Mineralöl vs. DOT

Hydraulisch betätigte Bremsen bedeuten, dass diese die Kraft durch eine Flüssigkeit übertragen. Derzeit sind zwei Arten von Bremsflüssigkeit vertreten: Mineralöl und DOT. Der Vorteil von Flüssigkeiten: Sie lassen sich im Gegensatz zu Luft nicht komprimieren, die Kraftübertragung findet also nahezu verlustfrei statt. Aus diesem Grund ist auch penibles Entlüften - also kleinste Lufteinschlüsse aus dem Bremssystem zu entfernen - so wichtig.

Noch ein Faktor: Bremsflüssigkeit siedet viel später als Wasser. DOT-Bremsflüssigkeit kommt ursprünglich aus dem Kfz-Bereich. Sie trägt den Namen vom US-Verkehrsministerium - Department of Transportation. Die DOT-Flüssigkeit ist in Nummern unterteilt, wobei hauptsächlich DOT 4 und 5.1 bei MTBs vertreten sind. Je höher die Zahl, desto höher ist die Siedetemperatur der Flüssigkeit.

Das wichtigste Merkmal von DOT-Bremsflüssigkeit ist, dass sie hygroskopisch ist. Das heißt, DOT bindet Wasser (unter anderem aus der Luft) und bildet eine homogene Flüssigkeit. Dadurch ändern sich die Eigenschaften von DOT und der Siedepunkt (regulär bis zu 260° C) sinkt. Darum sollte die Bremsflüssigkeit regelmäßig getauscht werden. Zudem ist DOT gesundheitsschädlich und aggressiv gegenüber Lack, Haut und Klamotten. Hier macht nicht unbedingt die Menge, aber die Dauer das Gift: Spült man DOT gleich mit ausreichend Wasser ab, ist es kein Problem.

Mineralöl als Bremsflüssigkeit ist die Alternative zu DOT. Das Mineralöl wird aus Erdöl gewonnen und hat in der Regel einen niedrigeren Siedepunkt von 190° C. Es ist nicht gesundheitsschädlich oder schlecht für den Lack, nur der Kontakt mit den Bremsbelägen sollte unbedingt vermieden werden.

Mineralöl zieht kein Wasser an, bindet es aber auch nicht: Wie beim Salatdressing schwimmt das Öl einfach oben - eine typische Emulsion. Die Wahl der Bremsflüssigkeit obliegt in jedem Fall dem Hersteller, einfaches Wechseln zwischen den verschiedenen Flüssigkeiten ist nicht möglich. Dabei können Dichtungen und auch Bremsleitungen zu Schaden kommen. Der Einfluss aufs Bremsgefühl ist zudem marginal. Mineralöl sollte ebenso herstellerspezifisch gewählt werden, wie DOT nur mit der richtigen Nummer verwendet werden kann.

Bremsbeläge: Metallisch vs. Organisch

Prinzipiell gilt, dass jeder Bremsenhersteller auch seine eigenen Beläge anbietet. Meist sogar in unterschiedlichen Ausführungen. Zudem sind Nachrüst-Beläge von Drittherstellern wie z. B. Sinter, GALFER oder Kool-Stop verfügbar. Hiermit lässt sich häufig vergleichsweise günstig die Bremspower steigern.

Zudem gibt es meist zwei Arten von Belägen: metallische und organische. Wobei sie sich in den Grund-Bestandteilen nicht unterscheiden. Diese sind Reibmaterial, Gleitmittel und Fasern. Das Reibmaterial ist für die Reibung verantwortlich und erzeugt dadurch auch die Bremspower, die man am Ende spürt. Das Reibmaterial besteht aus einem Mix aus harten Materialien wie Metalloxiden und Carbiden und sorgt somit auch für den meisten Verschleiß an der Bremsscheibe.

Das Gleitmittel wiederum versucht, den Verschleiß zu begrenzen und den Reibungskoeffizienten stabil zu halten. Die Fasern unterscheiden sich in organischen Materialien wie Kevlar und Carbon oder metallischen Materialien wie Kupfer oder Stahl. Um die Masse zu verbinden, sind noch Binde- und Füllmaterial wie Harze enthalten. Die Herstellung der Beläge erfolgt grundsätzlich bei allen Belägen gleich: Die Masse wird unter Hitze und hohem Druck auf die Trägerplatte gepresst.

Bremsscheiben: Konstruktion und Befestigung

Die Bremsscheiben für MTB-Bremsen bestehen alle aus Stahl - zumindest die Reibfläche, an der die Beläge anliegen. Die Dicke der Bremsscheiben variiert hingegen und ist vor allem mit der Wärmeableitung gekoppelt. Mehr Material kann mehr Hitze vom sensiblen Bremssattel abtransportieren.

Shimano setzt zum Beispiel bei den XTR ICE-TECH-Bremsscheiben auf einen Kern aus Aluminium, der die Wärmeableitung und das Gewicht verbessern soll. Das Labor hat gezeigt: Die Sandwich-Struktur der Bremsscheibe ergibt Sinn und die Shimano XTR-Bremsen bleiben am kältesten. Besonders mit Sinter-Belägen wird der Effekt noch verstärkt.

Noch ein wesentlicher Unterschied bei den Bremsscheiben: Es gibt ein- und zweiteilige. Letztere sind auf einem „Stern“ in der Mitte vernietet und schwimmend gelagert. So wird verhindert, dass sich die Reibscheiben bei Wärme ungleichmäßig ausdehnen und verziehen können.

Kommt es zur Befestigung der Bremsscheiben am Rad, ist der Markt zwischen Shimano und dem Rest der Bremsenwelt gespalten. Stichwort 6-Bolt vs. Centerlock. Für uns hat sich die Variante mit den 6 Schrauben als besser herausgestellt. Zwar ist die Montage etwas aufwändiger, dafür haben die Bremsscheiben kein Spiel auf der Nabe.

Ersatzteile und Alternativen zum Shimano BL-M315 Bremshebel

Ersatzteile für Bremsen sind allgemein kaum zu bekommen, insbesondere von den günstigeren Modellen. Wenn man sich anschaut, was die günstigen Bremshebel kosten, lohnt es sich aber auch einfach nicht, Reparaturversuche zu starten. Nun ist das kleine Problem, dass die M315 Bremse nicht mehr hergestellt wird und dementsprechend wohl allgemein ausverkauft ist.

Bei Shimano steht übrigens die "BL"-Bezeichnung für den Bremshebel (brake lever), während die "BR"-Bezeichnung den Bremssattel bezeichnet und so oft auch für die komplette Bremse übernommen wird. Und ein "-R" oder "-L-" zeigt teilweise schon an, ob damit der rechte oder linke Bremshebel gemeint ist, die sind bei Shimano nämlich nicht identisch.

Bremshebel und Bremssattel sind bei Shimano im Grunde zwei separat konstruierte Teile, die dann zwar i.d.R. innerhalb der gleichen Baureihe miteinander kombiniert werden, aber grundsätzlich auch anders kombiniert werden können. Das heißt aber auch, dass man an den BR-M315 Bremssattel auch einfach Bremshebel aus einer anderen Shimano-Serie anstöpseln kann.

Beispielsweise den 1:1 Nachfolger aus der aktuellen Altus-Serie, den BL-MT200 (Hebel aus Stahl) oder BL-MT201 (Hebel aus Alu).

OAK Performance Bremshebel für Shimano Bremsen

Das OAK Bremshebel ist da und hebt deine Shimano Bremse auf ein neues Level. Erlebe die perfekte Kombination aus Stabilität, Steifigkeit, Ergonomie und beeindruckender Optik. Upgrade jetzt deine Shimano Bremsanlage mit OAK Brake Levers und fühle den Unterschied bei jeder Fahrt!

  • Erhöhte Steifigkeit für maximale Performance: Das einzigartige Design um die filigranen Taschen macht die Herstellung zwar aufwendig, ermöglicht aber auch die extrem steife Konstruktion.
  • Ergonomie für weniger Ermüdung: Unsere Ingenieure und Teamfahrer haben intensiv an der Ergonomie der OAK SR-Brake Lever gearbeitet.
  • Stabilität und Langlebigkeit: Unsere Bremshebel sind aus dem Vollen gefräst und bieten durch ihre durchdachte Formgebung eine herausragende Stabilität.
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Shimano SL-M315 Rapidfire Plus Schalthebel

Die SHIMANO SL-M315 Rapidfire Plus Schalthebel bieten weiche und gleichzeitig präzise Schaltvorgänge über die gesamte Übersetzungsbandbreite. Das nummerierte Schalt-Display lässt dich auf einen Blick erkennen, in welchem Gang du dich gerade befindest.

Technische Daten:
  • Modell: SL-M315
  • 2-/3-/7-/8-fach kompatibel
  • für LenkerØ: 22,2 mm
  • Schalthebeltyp: RAPIDFIRE Plus
  • Schaltzugeinstellung: Ja
  • optische Ganganzeige: ja

IXGO CT THREE Modell 2024

Das IXGO CT THREE Modell aus dem Jahr 2024 ist ein vielseitiges Fahrrad, das sich durch seine durchdachte Ausstattung und Konstruktion auszeichnet. Mit einem Preis von 799 EUR bietet es ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Rahmen in Trapezform ist robust und sorgt dafür, dass das Fahrrad ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 130 kg tragen kann, während es selbst nur 15 kg wiegt. Die Bremsanlage besteht aus hochwertigen Shimano-Komponenten, sowohl vorne als auch hinten sind Shimano BR-MT 200 Bremsen verbaut, die mit Shimano BL-MT200 Bremshebeln bedient werden.

Für die Schaltung sorgt ein Shimano Altus SL-M315 Schalthebel, der in Kombination mit einem Shimano Tourney FD-TY601 Umwerfer insgesamt 24 Gänge zur Verfügung stellt. Die Gabel ist eine HL 187D AMS mit einem Federweg von 60 mm, was für eine komfortable Fahrt auf unterschiedlichen Untergründen sorgt. Beleuchtet wird das Fahrrad durch eine Matrix Sport Eco LED Frontleuchte mit 20 LUX sowie eine Matrix Z-Fire Mini Rückleuchte. Der Antrieb besteht aus einem KMC Z8 System, während der Kurbelsatz ein Shimano FC-TY801 mit den Abmessungen 48X38X28 und einer Kurbellänge von 170 mm ist. Der Zahnkranz ist ein Shimano CS-HG31-8 mit 11-32 Zähnen.

Der Lenker ist ein Matrix MTB-AL-312 mit einer Breite von 640 mm, einem Back Swap von 9° und einem Rise von 12 mm. Das Fahrrad ist mit Mach 1 ER-10 Felgen ausgestattet, die durch Schwalbe Smart Sam Reifen ergänzt werden. Die Naben sind von Shimano, vorne mit einem Nabendynamo (ADH3D37) und hinten mit einer Schnellspannachse (FH-TX5058-QR). Zum Schutz vor Spritzwasser sind SKS Velo Steckschutzbleche angebracht, und ein Atran Velo Parko Ständer sorgt für einen sicheren Stand des Fahrrads. Die Geometrie des Fahrrads ist durchdacht gestaltet, mit einer Sitzrohrlänge von 450 mm, einer Oberrohrlänge von 618 mm und einem Steuerrohrwinkel von 72 Grad. Der Radstand beträgt 1103 mm, was für Stabilität sorgt.

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