Shimano MW7: Der Winterschuh für sportliche Biker
Der neue Shimano MW7 richtet sich an sportlich orientierte Winter-Biker. Ähnlich wie der Giro Blaze ist auch der Shimano im Prinzip aus einem klassischen Halbschuh aufgebaut, was eine feste und schlanke Passform verspricht. Für Wetterschutz sorgt eine integrierte und leicht gefütterte Gore-Tex-Membran. Oben auf den Halbschuh setzen die Japaner eine großzügige Klettabdeckung und einen Neopren-Schaft.Die Passform ist weder breit noch schmal und auch größentechnisch fällt der MW7 normal aus. Biker/innen mit breiten Füßen können alternativ auch zur Wide-Variante des Schuhs greifen, die in den Größen 38 bis 48 verfügbar ist.
Handling, Passform und Wetterschutz
Dank des leicht laufenden Boa-Verschlusses und der breiten Klett-Lasche öffnen die Shimano MW7 MTB-Winterschuhe ihr „Maul“ weit wie ein gähnendes Flusspferd. Selbst ohne Anziehlasche verschwindet der Fuß so problemlos im Schuh.Mit dem Boa-Rädchen bringt man ausreichend Zug über dem gesamten vorderen Fuß auf. Die Klettlasche lässt sich ebenfalls ordentlich an den Knöcheln anpassen. Sie reicht zudem weit genug unter die lange Hose, um keine Lücke entstehen zu lassen.
Unsere Vermutung, die Shimano MTB-Winterschuhe könnten am Schaft nicht dicht halten, hat sich im Test nicht bewahrheitet. Unserer simulierten Regenfahrt hält der Schuh trotzig stand. Erst bei wirklich sehr starkem Schauer dringt etwas Wasser an der Nahtkreuzung auf Höhe des Schaftes ein. Auch in Sachen Kälteschutz leistet sich der Shimano MW7 keine echte Schwäche. Sein Futter isoliert gut und sollte auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zuverlässig die Füße warm halten.
Erstaunlich, wie bequem sich doch ein Winterschuh tragen kann - fast wie ein normaler Race-Schuh und das genaue Gegenteil zu den teils wuchtigen, störrischen Winterschuhen. Der Neopren-Schaft ist angenehm flexibel, sodass sich der MW7 geschmeidig treten lässt. Die Kraftübertragung geht absolut in Ordnung, sodass man mit flottem Tritt durch die Winterlandschaft steuert.
Kleines Manko allerdings ist der einzelne Boa-Verschluss, der schon recht weit vorne am Spann endet. Hier wird der Fuß nicht ideal im Schuh fixiert. Das merkt man auch auf Schiebepassagen, wo die Ferse schon mal leicht nach oben lupft. Auch beim Profil hätte sich Shimano besser an seinen Trail-Schuhen bedient, als die sehr schmale Race-Sohle zu verbauen. Die Stollen enden recht weit innen, sodass der Stand etwas kippelig ist - unangenehm, wenn man nasse Wurzeln oder blanken Fels überqueren muss.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Preis | 249,95 Euro |
| Größen | 38 bis 48; auch in Wide erhältlich |
| Gewicht pro Paar | 955 Gramm (Größe 46) |
| Ausstattung | Boa L6C-Verschluss, Klettabdeckung, Gore-Tex, Flies-Einlegesohle, Ultread-Gummi, Reflex |
Fazit zum Shimano MW7
Ähnlich wie der Giro Blaze baut auch der Shimano auf einem klassischen Raceschuh auf. Für Wetterschutz sorgt hier eine großflächige Klettabdeckung, die zudem den Einstieg enorm erleichtert. Die Passform ist Shimano-typisch sehr gelungen und bequem. Die MW7 MTB-Winterschuhe bringen die Kraft gut aufs Pedal und bieten trotz hohem Neopren-Schaft viel Flex beim Treten - top Trainingspartner für nasskaltes Wetter also, zumal sie Regen zuverlässig abwehren.Shimano Rennradschuhe: RC702 und weitere Modelle im Test
Rennradschuhe mit Klickpedal-Kompatibilität sind bei Rennrädern schon vor vielen Jahren zur Norm geworden, spezielle Rennradschuhe gibt es seit Jahrzehnten. Waren vor 40 Jahren noch Lederschuhe erhältlich, die in sogenannten Hakenpedalen gefahren wurden, sind inzwischen sensibel auslösende Klickpedale der Standard - und Rennradschuhe, die aus raffinierten Kunstfaser-Kombinationen hergestellt werden und mit zahlreichen technischen Funktionen ausgestattet sind.Rennradschuhe müssen spezielle Anforderungen erfüllen. Das BOA-Schnellschnürsystem hat sich in den vergangenen Jahren in den verschiedensten Sportarten etabliert. Ein filigran wirkender, aber hochfester Nylonfaden wird hierbei auf eine in einem Drehknopf untergebrachte Spule aufgerollt. Zieht man am Drehknopf, wird die Rasterung ausgeklinkt und die BOA-Schnürung lässt sich mühelos öffnen.
Im Rennradsektor haben sich einige wenige Pedaltypen durchgesetzt: Shimano SPD-SL, Look, Time und Speedplay. Zwar gibt es noch einige andere Hersteller, diese spielen jedoch auf dem Massenmarkt eine untergeordnete Rolle. Die vier genannten zeichnet eines aus: Die Kraft wird über recht voluminöse Plastikelemente übertragen, die Pedalplatten oder Cleats genannt werden.
Shimano RC702
Der Shimano RC702 richtet sich an leistungsorientierte Rennradler. Gleich bei der ersten Testrunde merken wir: Dieser Schuh hängt viele andere besonders hinsichtlich der Kraftübertragung ab. Mit einem zweifachen BOA-Schnellschnürsystem und einer Carbonsohle ausgestattet, kann man mit dem RC702 ausgezeichnet Druck aufbauen. Auch auf Zug erfüllen die Schuhe ihre Aufgabe als Teil des Antriebsstrangs ganz ausgezeichnet.Aktuelle Tests sind in deutschen Medien nicht zu finden. Für Komfortsuchende ist der Schuh indes nicht unbedingt geeignet, hier gibt es etwas dankbarere Modelle.
Scott Road Team BOA
Langstreckenfahrer, die nicht auf jedes Gramm Gewicht Wert legen und einen komfortablen, fair bepreisten Schuh suchen, werden mit dem Scott Road Team BOA glücklich. Der Schuh ist mit einer Ergo-Logic-Einlegesohle ausgestattet. Die stützt den Fuß insbesondere im Mittelfußbereich - was wir auf unseren Testrunden auch sofort bemerken. Auch Scotts »Wrap Fit«-Technologie hat uns gefallen.Van Rysel RCR
Der Van Rysel RCR nimmt den wohl steilsten Einstieg in den Test. Schon beim Auspacken hat uns das Design gefallen - beispielsweise ist die für eine ausgezeichnete Kraftübertragung sorgende Carbonsohle raffiniert in griffigere Hartplastik-Zonen eingebettet. Der für seine Leistungsklasse sehr fair bepreiste Schuh wendet sich an die leistungsorientierten Rennradfahrer.Sidi Ergo 6
Der italienische Rennradschuh-Routinier Sidi liefert mit dem Ergo 6 ein Meisterstück ab. Er ist im Testvergleich zwar nicht ganz leicht, trotzdem reicht uns schon ein Blick auf den Schuh, um von der Qualität überzeugt zu sein - »Made in Italy« eben.Mavic Cosmic BOA
Weiß in Weiß kommen die Mavic Cosmic BOA daher. Die Cosmic BOA sind so schnörkellos schön, dass es eine Freude ist. Im Test nehmen wir den Rennradschuh auf mehrere kleine Runden mit. Das Reinschlüpfen geht angenehm schnell.Shimano RX801 und XC903: Gravel- und Cross-Country-Schuhe im Fokus
Shimano RX801 Gravel-Schuh
Der Shimano RX801 Gravel-Schuh gefällt wie sein Vorgänger wegen seiner schlanken, rennrad-typischen Silhouette. Durch seine sehr steife Carbonfaserverbundsohle (Steifigkeitswert 10 von 12) fühlt er sich wie ein Straßenradschuh an, nur eben mit SPD-System und einer Sohle, mit der man mehr als drei Schritte zum Rennrad machen kann.Bemerkenswert ist die sehr gute Passform des Schuhs. Laut Shimano weist der Neue einen integrierten Fersenstabilisator auf, der für mich im Vergleich zum Vorgänger keinen Unterschied macht. Dafür merkt man den etwas breitere Zehenbereich des RX801.
Wie schon beim Vorgänger fällt beim Shimano ERX801auf, wie gut der Kraftschluss mit den SPD-Pedalen ist. Ich merke keinen wirklichen Unterschied zu Rennradschuhen mit Look KEO oder Shimano SPD-SL. Dies gilt für meine Shimano XTR-Pedale genau wie für die wesentlich günstigeren aber leichten SPD-Pedale BBB Forcemount BPD 14, die ich an zwei meiner Räder fahre.
Der BOA Li2-Drehverschluss des Shimano RX801 sorgt für leichtes Öffnen und Schließen sowie präzise Feineinstellung, auch während der Fahrt. Selbst Rennradfahrer, die SPD-Pedale bevorzugen, werden mit diesem Schuhmodell glücklich werden.
Shimano S-PHYRE XC903 Rennschuh
Der neue Shimano S-PHYRE XC903 Rennschuh richtet sich an Cross Country- und Gravel-Fahrerinnen und -Fahrer, die ein leichtes und leistungsfähiges Schuhwerk für anspruchsvolle Renneinsätze suchen. Das Modell kombiniert ein atmungsaktives Obermaterial aus Mikrofaser-Kunstleder mit einer steifen Sohle aus Carbonfaser-Verbundstoff.Für eine präzise Anpassung an den Fuß setzt Shimano beim XC903 auf zwei hochwertige BOA Li2 Drehverschlüsse. Diese ermöglichen eine Mikroeinstellung der Passform. Der untere Drehverschluss verfügt zudem über eine Sicherung gegen unbeabsichtigtes Auslösen durch Stöße. Ergänzt wird das Verschlusssystem durch eine schlanke, flache Crossover-Schnürung im Vorfußbereich.
Mit seiner Ausrichtung auf Cross-Country- und Cyclocross/Gravel-Rennen eignet sich der Schuh besonders für ambitionierte Bikerinnen und Biker, die ein leichtes und steifes Modell für Wettkämpfe suchen.
Herausragend am neuen Shimano Rennschuh XC903 sind die Passform und die steife Sohle, die wirklich jedes Watt in Pedalpower umsetzt. Die Sohle hat zwar guten Grip, durch die Steifigkeit geht sich damit - außer steil bergauf - dagegen etwas mühsam.
Weitere Getestete Modelle: Vielseitigkeit und Komfort
Im Test wurden auch andere Modelle wie der Specialized Torch 2.0, Bontrager Circuit und Fizik Vento Omna berücksichtigt, die jeweils unterschiedliche Stärken in Bezug auf Komfort, Kraftübertragung und Design aufweisen.Shimano RX6 Gravelschuh
Der Shimano RX6 Gravelschuh soll dank carbonverstärkter Sohle Steifigkeit auf Rennsportniveau für lang anhaltende Pedalperformance auf Ganztagestouren bieten. Das weite Außensohlenprofil mit TPU-Noppen sorge nicht nur beim Fahren, sondern auch beim Gehen für optimale Leistung und Komfort.Das Obermaterial des Schuhs umschließt den Fuß, um eine Balance zwischen Haltekraft und Komfort zu bieten. Eingestellt wird der Sitz am Fuß mit einem BOA L6K Drehverschluss und einem Klettverschluss im Vorfußbereich.
Der Shimano R6 sitzt eher locker, das Herrenmodell ist dabei weiter geschnitten als das Frauenmodell. Auch ein höherer Spann findet im Schuh Platz.
Der BOA L6K-Verschluss funktioniert präzise und problemlos. Auch drückt nichts auf den Spann. Die Carbonsohle erlaubt eine gute Kraftübertragung und das Profil sorgt für Halt, wenn man das Rad mal schieben muss.
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