Shimano vs. Bosch: Ein umfassender Vergleich der E-Bike-Systeme

Wo es Gewinner gibt, sind auch Verlierer! Wir haben die 15 relevantesten und neuesten E-Bike Motoren getestet und liefern euch die wichtigsten Erkenntnisse und Trends. Und die sind gravierend: Neue Player und neue Modelle verändern den Markt. Nach 7 Jahren küren wir erstmals wieder einen Motoren-Testsieger -aus gutem Grund!

2017 war das Jahr, in dem wir letztmals in unserem Motoren-Vergleichstest einen Testsieger gekürt haben. Danach war es schlichtweg nicht mehr möglich - unsere damalige Raison: „Den besten E-Mountainbike-Motor gibt es nicht mehr - dafür hat sich der Markt zu stark ausdifferenziert, und aufgrund der zahlreichen Individualisierungsoptionen macht eine isolierte Bewertung einzelner Modelle keinen Sinn. Schließlich kann der beste Motor nur so gut sein wie das Bike, in dem er steckt.

Von wegen Gegensätze ziehen sich an - Gegensätze lassen sich vereinen! Die ersten Vertreter einer neuen Generation an E-Bike-Motoren schaffen es, all die obigen Eigenschaften miteinander zu vereinen. Wobei es auch noch offene Fragen und Fragezeichen gibt, die nur die Saison 2025 beantworten kann. Doch wo es Gewinner gibt, da gibt es auch Verlierer: Die Daseinsberechtigung der Light-Support-E-MTBs schrumpft durch diese Entwicklung deutlich.

Die gute Nachricht: 2025 wird ein grandioses Jahr für E-Mountainbiker und es lohnt sich, allein aus technologischer Sicht, ein E-MTB der neuesten Generation zu kaufen! So viel vorweg: Für 2025 gibt es einen klaren Testsieger unseres gleichsam renommierten wie riesigen Motoren-Vergleichstests. Und einen Kauftipp!

Aber bitte vergesst nicht: Jeder Motor ist nur so gut wie das Bike, in dem er steckt. Die entscheidende Frage ist: Wer setzt auf die richtige Technologie und kann ein stimmiges Gesamtpaket liefern, das weit mehr umfasst als maximale Performance oder eine gelungene Integration und Connectivity? Denn am Ende sind es entscheidende Details und natürlich auch Preispunkte, die dazu führen, dass Bike-Marken manch guten Motor gar nicht verbauen oder bereuen, es doch getan zu haben.

Unser riesiger Motoren-Vergleichstest mit allen relevanten Systemen am Markt wird kontinuierlich um die neuesten Motorensysteme ergänzt. Ziel dieses E-Bike-Motoren-Vergleichs ist es, euch den ultimativen Marktüberblick zu geben und die Eigenschaften, den Umfang sowie Stärken und Schwächen der einzelnen Motorsysteme zu vermitteln, um euch beim Kauf eures (nächsten) E-MTBs bestens zu unterstützen.

Für unseren E-Bike-Motoren-Vergleichstest haben wir mit allen Motorsystemen unzählige Testruns absolviert und Abertausende Höhen- und Tiefenmeter gesammelt: Auf der gleichen Teststrecke im direkten Vergleich für ein optimales Benchmarking und in verschiedenen Bikes in unterschiedlichem Terrain. Nicht jeder Motor performt in jedem Bike gleich. Denn wie deutlich die Stärken und Schwächen eines Motors hervorkommen, hängt auch von der Charakteristik des Bikes ab, in dem der Motor steckt.

Ein gutes Motorsystem setzt sich aus vielen entscheidenden Faktoren zusammen, die das Fahrerlebnis maßgeblich beeinflussen. Doch welche Eigenschaften sind besonders wichtig, um das Beste aus eurem E-MTB herauszuholen? Das sind die Top 7!

  1. Leistungsdaten: Die reinen Leistungsdaten wie etwa Drehmoment oder Maximalleistung haben beim E-Bike Motor die gleiche Strahl- und Anziehungskraft wie die PS eines Automotors. Dennoch sollten sie nie an vorderster Stelle stehen. Egal ob Einsteiger oder Experte, egal ob man auf sicheres oder schnelles Fahren aus ist - Ansprechverhalten, Dosierbarkeit und Leistungsentfaltung sind mindestens genauso wichtig wie die Motorleistung oder das Drehmoment.
  2. Motorengeräusche und Lautstärke: Ein weiterer Faktor sind Motorengeräusche und die Lautstärke unter Last. In gewissen Motordrehzahl- und Lastbereichen werden manche Motoren sehr laut, während andere recht leise agieren.
  3. Akkus: Jeder Motor braucht Saft, sprich: einen Akku. Eine sinnvolle Auswahl an Akku-Optionen mit hoher Energiedichte und gut in den Rahmen integrierbaren Akku-Formen ist fundamental. Ein leicht und gut integrierbares Motorsystem bietet hier klare Vorteile für die Bike-Marken.
  4. Motor-Ökosystem: Das Motor-„Ökosystem“ bestimmt, ob das Handling Freude oder Frust bereitet. Freude entsteht durch intuitive Remotes in Kombination mit einem informativen, übersichtlichen und gut ablesbaren Display.
  5. Integration von Bike-Komponenten: Neben der Integration von Software-Features gehen einige Hersteller noch einen Schritt weiter und integrieren weitere Bike-Komponenten wie etwa Schaltungen oder Bremssysteme.
  6. Technischer Aufbau und Redundanz: Neben der Haptik und Usability sind auch der technische Aufbau und die Redundanz gewisser Bauteile wichtig: Lässt sich das Bike auch weiterhin einschalten und nutzen, wenn beispielsweise die Remote bei einem Crash kaputt geht? Das gleiche gilt für externes wie internes Laden des Akkus.
  7. Passendes Motorsystem: Letztendlich ergibt sich aus all diesen Aspekten für jeden Fahrer das passende Motorsystem - ihr müsst nur euer Match finden.

Im Sommer 2024 haben wir unseren großen Light-E-MTB-Vergleichstest mit 9 aktuellen Modellen durchgeführt. Die schockierende Erkenntnis? Die Ära der Light-E-MTBs geht zu Ende. Mit der neuesten Generation an Motorensystemen und Akku-Konzepten braucht es keine Kategorisierung mehr: Light-E-MTBs sind zwar die letzten Jahre voll im Rampenlicht gestanden und galten als Speerspitze der Entwicklung. Doch nun sind sie vom Aussterben bedroht.

Bosch Performance Line CX5 gegen Shimano EP801: Das Duell der Giganten

Es ist DAS Duell der E-Bike-Giganten: Der deutsche Traditionshersteller Bosch tritt in diesem Vergleich gegen den japanischen Traditionshersteller Shimano an. In der linken Ecke steht also der Kraftmeier CX Performance Line in seiner brandneuen fünften Generation, in der rechten der auf dem Papier ähnlich starke EP801. Let's get ready to rumble!

Kurz & Knapp: Bosch Performance Line CX Gen 5

Der neue CX ist endlich merklich leiser geworden - und seit Mai 2025 auch noch stärker als zuvor! Wer beim Fahrradhändler nach einem "Bosch-Fahrrad" fragt, will sehr wahrscheinlich ihn hier haben: Bosch Performance Line CX in seiner erst kürzlich vorgestellten fünften Generation. Zunächst mit 85 Newtonmetern Drehmoment und 600 Watt in der Spitze, bekommt er im Sommer 2025 nun endlich per Firmware-Update mehr Saft. Bis zu 100 Nm und 750 Watt in der Spitze soll er dann können, die Unterstützung steigt dann auf bis zu 400 %.

Schaltungs-Klassiker wie die Deore XT (Mountainbike), die Ultegra (Rennrad) oder Alivio (Trekking) sind allesamt Urgesteine der Fahrradbranche. Gleiches gilt auch für Shimanos EP-Antriebe, wobei der EP801 hier derzeit die Speerspitze darstellt:

  • bis zu 400 % Unterstützung, unterstützt bis 25 km/h
  • 85 Nm Drehmoment, 600 Watt in der Spitze
  • Akkus von 504 Wh bis 630 Wh, offen für Fremdhersteller
  • wenige Displays, gute Bedienteile
  • gute App

Tabellen-Vergleich: CX5 gegen EP801

Vorteile: Was sticht an den Motoren heraus?

Feature Bosch Shimano
App Hervorragend Schwächer
Akku-System Geschlossen Frei (bis zu 900 Wh)
Schaltungskooperation Ja (automatisiert) Ja (automatisiert)
Geräuschentwicklung Leise (ab Gen 5) Leise
Händlernetz Gigantisch Gigantisch
Haltbarkeit Extrem hoch Extrem hoch
Leistungsspektrum Vergleichbar Vergleichbar
Firmware-Update Möglich (bis 100 Nm / 750 Watt / 400 %) -

Wer riesige Akkus will, kommt um Bikes mit Shimano-Motor kaum herum, wie beispielsweise das Canyon Spectral:ON mit seinem bis zu 900 Wattstunden großen Stromfass eindrucksvoll zeigt. Wer wiederum Wert auf "Infotainment" in Form eines riesigen Displays legt, kommt um Bosch nicht herum - an dieser Stelle würden wir Bosch mit seinen Kiox-300- und 500-Modellen als führend bezeichnen.

Full-Power Motoren im Vergleich

In unserem Full-Power Motorenvergleich haben wir zuletzt drei verschiedene Motoren für sportlich orientierte e-Bikes genauer unter die Lupe genommen. Zweiradmechanikermeister und e-Bike Experte Leon hat sich die Fahreigenschaften und technischen Daten des Bosch Performance Line CX, des Brose Drive S Mag, sowie des Shimano EP801 genauer angesehen und für uns aufgearbeitet.

Um im Rahmen des Full-Power Motorenvergleichs auch eine Vergleichbarkeit zu schaffen, hat sich Leon auf einige Hauptaspekte konzentriert: das Gewicht und die Erscheinung der Motoren, die dargebotene Leistung mitsamt der Geräuschentwicklung sowie das Fahrgefühl und Drehmoment.

In Sachen Gewicht ist der EP801 Motor von Shimano mit knappen 2,7 Kilogramm der leichteste Motor unseres Full-Power Motorenvergleichs. Der EP801 hat zusätzlich Kühlrippen und kommt im Gesamten auch optisch fortschrittlich modern daher. Dicht darauf folgen die beiden anderen Motoren, der Bosch Performance Line CX und der Brose Drive S Mag mit nur knappen 200 Gramm mehr und damit etwa 2,9 Kilogramm.

Optisch gesehen erwecken der Bosch CX Motor sowie der Shimano Motor einen eher sportlichen und technischen Eindruck. Der Brose Drive S Mag ist aufgrund des verbauten Riemens etwas größer im Aufbau.

Während der Bosch und Shimano Motor beim Arbeiten eine hörbare Geräuschkulisse erzeugen, ist der Brose Drive S Mag aufgrund des Riemens deutlich leiser.

Der Bosch Performance Line CX sowie der Shimano EP801 Motor kommen beide mit einem Drehmoment von 85 Nm. Lediglich der Brose Drive S Mag fällt hier nach oben aus der Reihe und liefert satte 90 Nm Unterstützung, die dennoch beeindrucken präzise kontrolliert werden können.

Der Bosch-Motor punktet vor allem mit einer energiegeladenen Beschleunigung und einer stabilen Performance in unterschiedlichen Geländearten. Der Shimano Motor sichert eine ausgeglichene Leistung und trägt zu einem geschmeidigen Fahrerlebnis bei.

Der Bosch CX hat einen sehr geringen Tretwiderstand ohne Unterstützung. Selbiges gilt für den Brose Drive S Mag, was Leon demonstriert, indem er die Antriebswellen leicht manuell betätigt.

Vergleich von Full-Assist Motoren

Motor Bosch Performance Line CX Brose Drive S Mag Shimano EP801
Gewicht ca. 2,9 kg ca. 2,9 kg ca. 2,7 kg
Drehmoment 85 Nm 90 Nm 85 Nm
Besonderheiten Energiegeladene Beschleunigung, stabile Performance Höheres Drehmoment, präzise Kontrolle Ausgeglichene Leistung, geschmeidiges Fahrerlebnis

Du suchst einen sehr langlebigen Motor mit einer ausgezeichneten Ersatzteilversorgung? Dann solltest du dir den Bosch Motor einmal näher ansehen. Der Shimano EP801 eignet sich besonders gut für e-Bike Neulinge, da er eine sehr angenehme Kraftverteilung sowie eine gute Dosierbarkeit hat. Auch das elektrische Schalten - ganz ohne Treten - kann in Verbindung mit dem Motor überzeugen. Der Brose Drive S Mag überzeugt durch die größte Kraft, bzw. das größte Drehmoment.

Bosch vs. Shimano: Ein detaillierter Vergleich (2022)

Bosch, Shimano - und dann kommt lange nichts. Schaut man auf die Auswahl an E-MTB-Modellen, beherrschen zwei Antriebe ganz deutlich den Markt. Mit der Einführung der Generation-4-Motoren im vergangenen Jahr hat Bosch seine Spitzenposition zementiert. Denn der E8000 von Shimano galt als Auslaufmodell. Jetzt, nach bangen Monaten des Wartens, hat auch Shimano seinen neuesten E-Antrieb vorgestellt. Kann der nagelneue EP8 dem Performance CX das Wasser reichen?

Shimano-Motor 400 Gramm leichter als Bosch Performance CX

Augenfälligste Neuerung ist die abgespeckte Figur des Shimano-Antriebs. Zehn Prozent kleiner und auch deutlich leichter als sein Vorgänger geht der EP8 ins Rennen. Der Vergleich zu Bosch: Über 400 Gramm spart der Japaner ein, auch die Abmessungen sind eine ganze Ecke schlanker.

In dieser Disziplin stehen Bosch und Shimano im Bereich der kräftigen E-Bike-Motoren gemeinsam an der Spitze, die Konkurrenz um Brose und Yamaha nimmt mehr Bauraum in Anspruch.

Die Schwaben haben ihrem Performance CX mal eben einen Power-Boost verpasst, als hätten sie dieses Ass bewusst in der Hinterhand gehalten. Ohne ein Bauteil des Antriebs zu verändern, liefert der Motor plötzlich noch mehr Drehmoment und fährt sich noch geschmeidiger. Kaum zu glauben, dass die Anpassung im Datenblatt - 85 statt 75 Newtonmeter - so kurz vor der EP8-Premiere Zufall war. Egal, für unser Duell kommt sie auf alle Fälle gerade recht: zwei Konkurrenten auf Augenhöhe.

Die E-MTB-Motoren im Fakten-Check:

  • Shimano EP8: 2,52 Kilo (EMTB-Messung), 3 Fahrstufen, die individuell via App anpassbar sind. Max. Drehmoment auf dem EMTB-Prüfstand: 79 Newtonmeter.
  • Bosch Performance CX: 2,96 Kilo (EMTB-Messung), 4 Fahrstufen, nur mit Nyon-Display anpassbar. Max. Drehmoment auf dem EMTB-Prüfstand: 79 Newtonmeter.

In Sachen Zusatzfunktionen hat Shimano das Nachsehen. Größtes Manko: die ungenaue Akku-Stand-Anzeige ohne Prozentwerte. Boschs Kiox-Display bietet seit dem letzten Update noch mehr Funktionen, darunter die Darstellung einer Komoot-Navigation. Allerdings ist das Kiox deutlich sperriger als die EP8-Variante und die Ergonomie des Bedienteils nur mäßig. Einige Hersteller greifen deshalb zum etwas altbackenen Purion-Display.

Der Markt an E-Bike-Mittelmotoren

Der Markt an E-Bike-Mittelmotoren ist in den letzten Jahren recht unübersichtlich geworden. Neben den beiden großen Playern Bosch und Shimano buhlen auch andere Marken um die Gunst der Käuferschaft - was die Anzahl der reinen Motorenhersteller ganz locker hoch zweistellig werden lässt. Für uns ein guter Anlass, hier einmal Licht ins Dunkel zu bringen - und auch die Verfolger, Newcomer und Exoten kurz vorzustellen.

Die Bosch-Motoren 2026 in der Übersicht

Direkt mit der ersten Bosch "Drive Unit" 2011 wurden die Schwaben zu einem der beiden Marktführer im E-Bike-Sektor. Mittlerweile hat Bosch für jeden Einsatzzweck ein geeignetes Aggregat, eine Fülle an großen wie kleinen Akkus und sinnvolle Peripherie in petto. Unterschieden wird dabei zwischen drei Modellreihen: Bosch Active Line, Bosch Cargo Line und Bosch Performance Line - diese werden jeweils wiederum in eigene Unterkategorien eingeteilt.

Bosch Active Line: Die Motoren für den Alltag

Der Active-Line-Motor versteht sich als Einstieg in das Bosch-Universum und findet vorrangig in Trekking- und City-Rädern Verwendung. Mit 40 (Standard-Modell) respektive 50 Nm (Plus-Modell) Drehmoment ist der Einsteigs-Bosch bereits schön kräftig, wird aber klar von der potenteren "Performance Line" in den Schatten gestellt - selbst wenn die maximale Leistungsausbeute von bis zu 600 Watt beim Active Line Plus identisch ausfällt.

  • starker Motor mit zeitgemäßer Konnektivität
  • große Auswahl an sinnvoller Peripherie
  • riesengroßes Händlernetz
  • nicht mit Fremdhersteller Akkus kompatibel
  • Motor besonders in unterstützungsstarken Modi deutlich hörbar

Bosch Cargo Line: Der Lastenbeförderer

Der Cargo-Line-Motor wird überall dort verbaut, wo Lasten- oder Personen befördert werden sollen. Entsprechend bestehen die Motor-Innereien aus dem großen Performance-Line-Motor, nur eben mit spezieller Software und Thermo-Management-Anpassungen, um den erhöhten Leistungsanforderungen gerecht zu werden.

  • Bärenstarker Motor mit gutem Thermo-Management
  • große Auswahl an sinnvoller Peripherie
  • perfekte Konnektivität
  • nicht mit Fremdhersteller Akkus kompatibel
  • Motor kein Leisetreter (bis 2025)

Bosch Performance Line: Power für Trail und Tour

Die Performance-Line-Motoren sind die Top-Produkte von Bosch - und finden sich entsprechend in sehr vielen E-MTBs, sportiven Trekking-Rädern und neuerdings auch "leichten" E-Bikes wieder. Denn mit dem Performance Line SX flankiert ein sogenannter "Light"-Motor und treibt Bikes in der Gewichtsklasse unterhalb der 20-Kilo-Marke an - mit auf 60 Nm reduziertem Drehmoment und rund einem Kilo weniger Gewicht. Darüber residieren weiterhin die großen Motoren mit dem Beinamen CX: Bei ihnen liegen nun bis zu 100 Nm Drehmoment an, in der limitierten "Race"-Ausführung steigt die Unterstützung auf bis zu 400 %, sonst sind meist 340 %.

Die Shimano-Motoren

Zunächst 2010 mit einem Front-Motor fulminant gescheitert, geben die Japaner seit 2014 mit ihrem Steps-System auf dem Markt neben Bosch den Ton an. Kein Wunder: Auch Shimano setzt auf Mittelmotoren - und stimmt diese wie Bosch auf den jeweiligen Einsatzzweck ab. Bei der Leistungsausbeute liegt Shimano auf Augenhöhe mit Bosch.

Wo die Japaner aber die Nase vorn haben, ist bei der Akku-Auswahl - Shimano erlaubt hier nämlich Fremdhersteller-Designs. Shimano ist besonders im Infotainment-Bereich merklich konservativer unterwegs, große Farbdisplays mit Navi-Funktion sucht man hier derzeit vergebens. Dafür gibt's Automatik-Schaltungen (übrigens auch für E-MTBs), bei manchen Motoren sogar Rücktritt und ABS-Systeme in Kooperation mit Blubrake.

Shimano EP5 und E5100

Mit den neuen Modellen EP5 und E5100 modernisiert Shimano seine Motorenflotte für Einsteiger-Pedelecs.

Shimano E6100 und E5000: Der Einstieg ins E-Touren-Segment

Shimanos sanfter Einsteiger-Antrieb E5000 eignet sich ideal für den Einsatz im Stadtgebiet, zum Pendeln oder für Kurzstrecken. Dies schließt aber eine Verwendung für eine entspannte Radtour auf keinen Fall aus. Bei sanften 40 Nm maximalem Drehmoment unterstützt der "kleinste" aus der Shimano-Familie mit einer Spitzenleistung von max. 420 W.

  • komfortabler, sanfter und effizienter Antrieb für genüßliche Touren
  • Kombatibilität mit allen Bremssystemen und vielen Schaltsystemen
  • Fahrcharakteristik mit E-Tube Projekt individualisierbar
  • für Bergtouren weniger geeignet
  • Display mit puristischem Informationsgehalt

Shimano EP8(01) Cargo, EP600 Cargo und E6100 Cargo: Starke Lastenträger

Mit den Modellen EP801 CRG, EP600 CRG und E6100 CRG hat Shimano drei verschiedene Transportantriebe im Programm. Während alle drei Varianten max. 500 Watt Leistung bei 250 W Nenndauerleistung zur Verfügung stellen, liefern die beiden EP8 und EP6 Cargo jeweils maximal 85 Nm Spitzendrehmoment, der City-Transporteur E6100 CRG dagegen max. 60 Nm.

  • Leistungskurve speziell für den Einsatz für Cargobikes abgestimmt
  • drei Varianten für unterschiedliche E-Bike-Anwendungen und -Preispunkte

Shimano EP8(01), EP600 und E7000: Power für den Uphill

Dank maximal 85 Nm Drehmoment und bis zu satten 400 % Unterstützung katapultieren dich die Motoren der EP8- und EP6-Generation nach vorn. Einzig der etwas in die Jahre gekommene E7000 ist mit 60 Nm etwas schwächer motorisiert.

  • sehr kräftiger Motor
  • Offenheit bei der Akku-Wahl seitens Hersteller
  • riesengroßes Händlernetz
  • Display-Peripherie eher dezent bis altbacken
  • bei hohen Drehzahlen keine Leisetreter

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