Die Fahrradbremse ist das wichtigste Sicherheitsbauteil am Fahrrad. Damit die Bremse zuverlässig funktioniert und das Fahrrad bei normalen Bremsvorgängen aber auch bei Gefahrenbremsungen zum Stillstand bringt, sollten die Bremsbeläge und die Bremsen Hand in Hand arbeiten. Im Folgenden erklären wir einiges über Bremsbeläge und solche, welche auf Shimano Bremsen passen. Shimano Bremsbeläge und solche, die auf die entsprechenden Bremsen passen, wie z.B. die von EBC sind hervorragend!
Shimano Bremsen bestehen in jedem Falle aus den Bremsbelägen und der Bremsplatte, an denen die Beläge fixiert sind. Die Träger der Beläge bestehen in den meisten Fällen aus Titan, Stahl oder Aluminium, sind also hochwertig verarbeitet. Ebenso hochwertig sollten auch die Bremsbeläge sein.
Grundlegende Arten von Fahrradbremsen
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen zwei der verschiedenen Arten von Fahrradbremsen: Felgenbremsen (V-Brakes, Seitenzugbremsen, Cantilever-Bremsen) und Scheibenbremsen. Beide Bremsarten haben Bremsbeläge, die von außen sichtbar sind und bei denen man den Verschleiß optisch erblicken kann. Die klassische Felgenbremse ist dabei oftmals die einfachere Variante, wenn es um den Austausch von Bremsbelägen geht. Scheibenbremsen sollte man, sofern man sich selbst als Laie sieht, in einer Fachwerkstatt wechseln lassen.
Wichtige Hinweise zum Wechseln der Bremsbeläge
Werden die Bremsschuhe oder Bremsbeläge erneuert, so sind immer beide Seiten auszutauschen. Selbst wenn der Verschleiß einseitig stärker sein mag, sollten beide Bremsbeläge aus dem selben Material bestehen und den selben Härtegrad aufweisen. An dieser Stelle der Hinweis, ist ein Bremsbelag merklich stärker abgenutzt, ist die Bremse evtl. nicht korrekt eingestellt oder Defekt. Es sollte, sofern der Mangel nicht selbst erkannt und behoben werden kann, ein Fachmann konsultiert werden.
Es kann bei den Bremsbelägen ebenfalls eine „linke“ und eine „rechte“ Seite geben. Wird dies auf dem Belag angegeben, ist darauf zu achten, dass dies bei der Montage und dem Wechsel beachtet wird. Die meisten Bremsschuhe weisen eine leichte Krümmung auf und signalisieren damit ein „Oben“ und „Unten“, diese Krümmung wird bei der Montage an die Rundung der Felge angelegt.
Materialien und Härtegrad von Bremsbelägen
Ähnlich wie es bei Fahrradreifen der Fall ist, können Bremsbeläge auch einen unterschiedlichen Härtegrad aufweisen. Alleine durch Temperaturunterschiede können die Materialien im Winter wesentlich härter sein als im Sommer. Die Bremswirkung wird bei der Felgenbremse durch Reibung ausgelöst. Je nach Reibungswiderstand hält das Rad schneller oder nicht so schnell an. Verringert sich die Reibung, dauert ein Bremsvorgang bei sonst gleichen Bedingungen, länger.
Bremsbeläge für Scheibenbremsen
Bei den Scheibenbremsen kommen, wie auch bei einem Auto, die Bremsscheibe selbst und dazugehörige Bremsbeläge zum Einsatz. Organische Bremsbeläge zum Beispiel aus Carbon, Glas oder anderen Fasern haben die positive Eigenschaft, dass die Wärme, die beim Bremsen entsteht, nicht so stark abgegeben wird und der Kolben nicht so warm wird. Die Bremsleistung kann oftmals besser dosiert werden.
Sintermetall Bremsbeläge bestehen aus einem Granulat, dass aus verschiedenen Materialen bestehen kann. Es wird dabei gepresst und erhitzt und wird zu einem Bremsbelag gepresst. Die Vorteile sind eine höhere Hitzeresistent und ein geringerer Verschleiß als bei organischen Bremsbelägen.
Eine Mischung aus beiden Varianten ist der Semimetall Bremsbelag. Hier werden Metallelemente mit organischen Anteilen gemischt. Bei den Trägerplatten können Materialien wie Stahl, Aluminium und Titan zum Einsatz kommen. Teilweise können die Bremsbeläge Kühlrippen aufweisen. Dies ist jedoch im normalen Alltagsfahren kaum notwendig und eher etwas für alle, die sportlich und bei Wettkämpfen unterwegs sind. Die Trägerplatte ist der Halter für den Bremsbelag selbst. Gebremst wird jedoch nur mit dem Belag. Hier wird auch der Verschleiß der Bremse abgelesen.
Hinweis: Einige Bremsscheiben sind nur für den Einsatz von Sintermetall oder organischen Belägen konzipiert. Hier sollte man sich an die Herstellerangabe des Bremsscheibenherstellers halten. Eine Weiche Scheibe kann durch harte Sinterbeläge sehr schnell abnutzen, warm werden und ggf.
Kompatibilität und Kauf
Die unterschiedlichen Hersteller der Bremsen haben teilweise andere Bauarten der Trägerplatte. Somit passt nicht jeder Belag auf jede Bremse bzw. Beim Kauf sollte in der Produktbeschreibung darauf geachtet werden, dass der Bremsbelag zur entsprechenden Scheibenbremse des vorhandenen Herstellers passt. Es ist daher die Bezeichnung der Bremse abzulesen, diese ist entweder auf dem Bremssattel bzw. der Bremse zu finden oder im Datenblatt des Fahrrads / E-Bikes.
Auch Das Material für die Bremsschuhe für die Felgenbremse, V-Brake oder U-Brake kann unterschiedlich hart sein. Auch hier kommt auf die eigenen Bedürfnissen und Ansprüchen an, dazu spielt jedoch das Material der Felge ebenfalls eine Rolle. Nicht jeder Bremsschuh ist für Stahl und Aluminiumfelgen geeignet. Hier gilt es die Beschreibung zu lesen. Bremsschuhe mit unterschiedlichen Materialien sollen verschiedene Eigenschaften miteinander kombinieren. So können die Klötze aus weichem und hartem Material bestehen.
Verschleiß und Wartung
Der Verschleiß ist bei Felgenbremsen oft besser zu sehen als bei Scheibenbremsen. Da das Prinzip von Bremsen denkbar einfach ist, bleibt es nicht aus, dass die Bremsbeläge abnutzen. Durch mechanische Kraft wird ein Material an das andere Gedrückt. Je dreckiger die Felge und der Bremsbelag ist, umso mehr Material wird dabei von der Felge und von dem Bremsbelag gerieben. Der Bremsbelag sollte daher auch immer weicher als das Material der Felge sein, dies ist wiederum der Grund, wieso nicht alle Bremsschuhe gleichermaßen für jede Felge geeignet ist.
Einbremsen neuer Bremsbeläge
Wer seine Bremsbeläge gewechselt hat, egal ob für Scheibenbremsen oder die Bremsschuhe für die V-Brake bzw. Felgenbremse, der sollte die neuen Bremsen einbremsen. Das hat den Hintergrund, dass die Beläge und Bremsschuhe nicht immer einwandfrei plan und glatt sind. Auch kann die Felge oder die Bremsscheibe durch die die alten Beläge minimale Veränderungen aufweisen. Beim Einbremsen werden erste Unebenheiten von den neuen Bremsbelägen „abgebremst“ und an die Bremsscheibe bzw. die Felge angepasst. So wird sichergestellt, dass die Bremse um Ernstfall ihre volle Bremsleistung entfalten kann.
Bremsbeläge für E-Bikes
Grundsätzlich gibt es für E-Bikes keine besonderen oder speziellen Bremsbeläge. Da mit einem E-Bike oftmals schneller und weiter gefahren wird, kann der Verschleiß etwas höher sein im Vergleich zum normalen Fahrrad in Abhängigkeit der Zeit.
Die richtige Wahl treffen
Wer sich nicht sicher ist welche Beläge er kaufen soll, der ist gut damit beraten einen Fachhändler aufzusuchen oder sich für genau die Beläge zu entscheiden, die er austauschen möchte. Sofern man mit der Bremsleistung zufrieden war, spricht nichts dagegen, dieselben Bremsbeläge wieder zu verbauen. Beim Tausch der Bremsbeläge sollte immer die gesamte Bremse untersucht werden. Bremsscheiben aber auch die Felge sind auf Verschleiß zu kontrollieren.
In unserem persönlichen Fahrrad Bremsbelag Test haben wir härtere und weichere Bremsbeläge getestet. Das Material und die Bremsleistung ist auch von Wettereinflüssen abhängig. An heißen Tagen können bestimmte Materialen wesentlich besser „greifen“ als bei Minustemperaturen. Die Bremsleistung war bei nassem Wetter schlechter als an trockenen Tagen. Das regelmäßige Reinigen der Felgenseiten hilft den Verschleiß zu reduzieren und kann für mehr Grip sorgen. Wichtig ist jedoch, jede Bremse sollte immer frei von Fett und Dreck sein.
Wird das Fahrrad für den Transport zerlegt und die Räder abgenommen, so ist das Rad bei der Montage genau zu zentrieren, damit die Bremsbeläge gleichzeitig an der Felge oder der Bremsscheibe ankommen.
Auswahl der richtigen Bremsbeläge
Was bei einem Fahrrad niemals unbeachtet bleiben sollte, sind die Bremsen. Du solltest daher vor jeder Ausfahrt die Shimano Bremsen deines Rades kurz kontrollieren. Dabei ist es eigentlich ganz egal, ob es sich um ein City-Rad oder ein Mountainbike handelt. Jetzt stellst du dir sicherlich die Frage, welche Bremsbeläge die richtigen für dein Fahrrad sind.
Hierbei ist zu bemerken, dass nicht nur Originalteile eine äußerst gute Wirkung haben. Baugleiche Ersatzteile bringen dir die ebenfalls die gewünschte Qualität mit sich. Bei uns erhältst du in jedem Falle den passenden Bremsbelag, der für dein Shimano System passend ist. Die Qualität spricht für sich - das trifft besonders auf die EBC-Bremsbeläge für Shimano Bremssysteme zu. Ob Du nun Shimano XT oder Shimano Deore Bremsbeläge suchst, bei uns wirst du sicher fündig. Ein weiteres Plus der EBC-Bremsbeläge ist die lange Lebensdauer.
Wenn es um die Suche nach hochwertigen Bremsbelägen für Shimano Bremssysteme geht, bietet dir Permanent Fahrrad die beste Auswahl. Unsere Bremsbeläge sind geeignet für eine Vielzahl von Einsatzbereichen, egal ob Rennrad, MTB, Downhill, City Bike, Trekkingrad oder Dirtbike.
Bei der Wahl der Bremsbeläge kommt es auf dein Fahrrad an, dein Shimano Bremssystem, dein Vorhaben mit dem Fahrrad und deinen Fahrstil. Um zu wissen, welche Shimano Bremsbeläge du benötigst, kommt es zuerst auf das Shimano Bremssystem deines Fahrrades an. Zum Zweiten auf deinen Fahrstil und was für mit deinem Fahrrad vorhast. Bremsbeläge können bei einem gut koordinierten Fahrstil und Bremsverhalten bis zu 2.000 km lange halten. Bei falschem Verhalten können jedoch die Bremsbeläge schon bei rund 200 km ihr Leistungsende erreichen. Wir bieten für jeden Einsatz die richtigen Beläge für deine Scheibenbremse. Schaue einfach bei uns im Shop nach deinem Bremsenmodell.
MTB-Bremsbeläge im Test
Im Test von MTB-Bremsbelägen für Shimano Stopper wurde festgestellt, dass die Reibflächen der Bremsbeläge, die im Ernstfall über Wohl oder Wehe entscheiden, nur fünf Quadratzentimeter groß sind. Im Test wurden 14 organische und sieben gesinterte Beläge für die aktuelle Generation der beliebten Shimano-Bremsen (Deore, SLX, XT, XTR) getestet. Die Praxis- und Labortests wurden mit mehreren Sätzen XT-Stoppern durchgeführt. Die Ergebnisse lassen sich aber bedenkenlos auf andere Bremsen übertragen, da die Reibmischungen der Nachrüstbeläge in der Regel identisch sind.
Testbedingungen
Um die Beläge bis zur Grenze der Belastbarkeit zu treiben, wurde eine Teststrecke in der "Bike-Republic" Sölden ausgewählt. Los ging es auf der extrem steilen Schotterstraße von der Bergstation der Giggijoch-Bahn bis nach Hochsölden. 200 Meter fällt die Piste auf dem ersten Kilometer in die Tiefe. Tatsächlich überforderten die 20 Prozent Gefälle mit Dauerbremsen mehrere Beläge, sodass deren Bremsleistung rapide abnahm.
In der Realität sind MTB-Bremsen eher einem Wechsel aus Ruhephase und Belastung ausgesetzt wie auf dem zweiten Teil der Teststrecke: dem "Traien Trail". Mal rauschten wir auf flowigen Passagen auf Kurven zu, vor denen die Beläge die Bikes abrupt runterbremsen mussten. Danach schlängelten wir uns über verblockte Passagen und Spitzkehrenkombinationen, in denen der Bremsfinger permanent, aber wohldosiert mit dem Hebel arbeitete. Steilstücke wiederum forderten die Beläge in Sachen Standfestigkeit: Am Ende musste noch genug Bumms da sein, um die folgenden engen Kurven anzubremsen.
Bewertungskriterien
Benotet haben wir in der Praxis die Dosierbarkeit (20 Prozent der Endnote) und die Standfestigkeit (30 Prozent). Zudem haben wir nach einer stets identischen Anzahl von Fahrten das Verschleißbild (20 Prozent) ausgewertet.
Labortests
Im Labor des Technikum Wien wurde die Bremskraft in Newton gemessen: einmal bei trockener Bremse, einmal bei nassem System. Die Bremskraft macht 20 Prozent (trocken) bzw. 10 Prozent (nass) der Endnote aus, wobei wir bei der Trockenkraft unsere Praxiseindrücke mit einfließen ließen.
Ergebnisse
Der Test zeigt, dass sich "Weisheiten" über die Belagmischungen nicht immer verallgemeinern lassen. So haben die gesinterten Beläge ihre organischen Pendants in Sachen Standfestigkeit nicht wie erwartet abgehängt. Ebenso wenig haben wir die per se bessere Dosierbarkeit der organischen Beläge stets gespürt.
Kraftvoll, standfest, fein dosierbar, verschleißarm - ein Bremsbelag muss viele Eigenschaften auf wenigen Quadratzentimetern vereinen. In unserem Labor- und Praxistest zeigen die meisten Nachrüstbeläge (wie die Original-Shimanos) gute bis sehr gute Eigenschaften.
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